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ZusammenfassungKapitel 2 — Funktionen

Roter Faden, Vergleich der vier Funktionsklassen, komplette Formelsammlung und eine Checkliste mit Sprungmarken zu allen 20 Unterkapiteln.

Kapitel 2Zurück zur KapitelübersichtAlle Unterkapitel zu Potenz-, Winkel-, Exponential- und Logarithmusfunktionen.
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Roter Faden — wie alles zusammenhängt

Kapitel 2 stellt vier Funktionsklassen nebeneinander. Sie unterscheiden sich in einer einzigen, aber entscheidenden Frage: Wo steht die Variable \(x\)? Steht sie in der Basis, ist es eine Potenzfunktion; steht sie im Exponenten, eine Exponentialfunktion; steht sie im Argument eines Logarithmus oder eines Sinus, sind es die Logarithmus- bzw. Winkelfunktionen. Alles Weitere — Definitionsmenge, Symmetrie, Asymptoten, Parameterwirkung — folgt aus dieser Einordnung.

  • 2.1.1 – 2.1.3 Grundform:\(f(x)=x^{n}\) mit \(n\in\mathbb{N}\); alle Graphen gehen durch \(P(1\,|\,1)\) und \(O(0\,|\,0)\), Punktprobe entscheidet über Zugehörigkeit.
  • 2.1.4 – 2.1.6 Negative Exponenten & Symmetrie:\(x^{-n}=\frac{1}{x^{n}}\); Polstelle bei \(x=0\), Asymptoten \(x=0\) und \(y=0\). Der Faktor \((-1)^{n}\) steuert die Symmetrie.
  • 2.1.7 – 2.1.8 Wurzel & Vorfaktor:\(x^{\frac{1}{n}}=\sqrt[n]{x}\); der Vorfaktor \(a\) streckt (\(|a|>1\)), staucht (\(|a|<1\)) oder spiegelt (\(a<0\)).
  • 2.2.1 – 2.2.3 Winkel & Verhältnisse:Sinus, Cosinus und Tangens als Seitenverhältnisse im rechtwinkligen Dreieck und als Koordinaten am Einheitskreis; Bogenmaß statt Gradmaß.
  • 2.2.4 – 2.2.6 Sinuskurve:\(f(x)=a\cdot\sin(b(x-d))+c\): Amplitude \(a\), Periode \(p=\frac{2\pi}{b}\), Verschiebung \(d\) und Mittellinie \(c\).
  • 2.3.1 – 2.3.3 Exponentialfunktionen:\(f(x)=a\cdot n^{x+b}+c\); gleiche Faktoren in gleichen Schritten, Asymptote \(y=c\), gemeinsamer Punkt \((0\,|\,1)\) bei der Grundform.
  • 2.4.1 – 2.4.3 Logarithmusfunktionen:Umkehrung des Potenzierens; Graph = Spiegelung der Exponentialkurve an \(y=x\), \(D_{f}=\mathbb{R}^{+}\), Asymptote \(x=0\).
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Die vier Funktionsklassen im Vergleich

Die vier Funktionsklassen im Vergleich
KlasseGrundformWo steht \(x\)?Definitionsmengetypisches Merkmal
Potenzfunktion\(f(x)=a\cdot x^{n}\)in der Basis\(\mathbb{R}\) bzw. \(\mathbb{R}\setminus\{0\}\) für \(n<0\)Symmetrie über die Parität von \(n\)
Winkelfunktion\(f(x)=a\cdot\sin(b(x-d))+c\)im Argument\(\mathbb{R}\)periodisch, beschränkt
Exponentialfunktion\(f(x)=a\cdot n^{x}\)im Exponenten\(\mathbb{R}\)gleicher Faktor je Schritt
Logarithmusfunktion\(f(x)=\log_{a}(x)\)im Argument\(\mathbb{R}^{+}\)Umkehrung der Exponentialfunktion

Der Unterschied zwischen \(x^{3}\) und \(3^{x}\) ist der wichtigste des Kapitels. Für kleine \(x\) liegen beide nah beieinander, für große \(x\) läuft die Exponentialfunktion davon: \(10^{3}=1000\), aber \(3^{10}=59\,049\).

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Formelsammlung

Formelsammlung — Kapitel 2
ThemaFormelKurz
Potenzfunktion\(f(x)=x^{n}\)fester Exponent
Negativer Exponent\(x^{-n}=\dfrac{1}{x^{n}}\)Kehrwert
Wurzel als Potenz\(x^{\frac{1}{n}}=\sqrt[n]{x}\)Bruchexponent
Symmetrie\((-x)^{n}=(-1)^{n}\cdot x^{n}\)Parität entscheidet
Achsensymmetrie\(f(-x)=f(x)\)gerades \(n\)
Punktsymmetrie\(f(-x)=-f(x)\)ungerades \(n\)
Seitenverhältnisse\(\sin\alpha=\dfrac{\text{GK}}{\text{HY}}\), \(\cos\alpha=\dfrac{\text{AK}}{\text{HY}}\), \(\tan\alpha=\dfrac{\text{GK}}{\text{AK}}\)rechtwinkliges Dreieck
Trigon. Pythagoras\(\sin^{2}(x)+\cos^{2}(x)=1\)Einheitskreis
Phasenverschiebung\(\cos(x)=\sin\left(x+\frac{\pi}{2}\right)\)Viertelperiode
Allgemeine Sinusfunktion\(f(x)=a\cdot\sin(b(x-d))+c\)vier Parameter
Periode\(p=\dfrac{2\pi}{b}\)nicht \(2\pi\cdot b\)
Gradmaß / Bogenmaß\(x_{\mathrm{rad}}=\dfrac{\pi}{180^{\circ}}\cdot\alpha\)Umrechnung
Exponentialfunktion\(f(x)=a\cdot n^{x}\)\(a=f(0)\)
Wachstumsfaktor\(q=1+\dfrac{p}{100}\)Zunahme um \(p\,\%\)
Definition Logarithmus\(\log_{a}(b)=c\ \Leftrightarrow\ a^{c}=b\)gesuchter Exponent
Produktgesetz\(\log_{a}(u\cdot v)=\log_{a}(u)+\log_{a}(v)\)Produkt zu Summe
Potenzgesetz\(\log_{a}\left(u^{k}\right)=k\cdot\log_{a}(u)\)Exponent nach vorn
Basiswechsel\(\log_{a}(b)=\dfrac{\log(b)}{\log(a)}\)für den GTR
Exponentialgleichung\(a^{x}=b\ \Rightarrow\ x=\log_{a}(b)\)erst Vorfaktor weg
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Checkliste — wo stehe ich?

Geh die acht Punkte ehrlich durch. Klapp erst auf, wenn du selbst eine Antwort formuliert hast — aufgeklappte Punkte zählen auf dieser Seite als erledigt.

Ich erkenne an einem Term, welche Funktionsklasse vorliegt.
Frage dich immer zuerst: Wo steht \(x\)? In der Basis \(\to\) Potenzfunktion (\(x^{4}\)), im Exponenten \(\to\) Exponentialfunktion (\(4^{x}\)), im Argument von \(\log\) oder \(\sin\) \(\to\) Logarithmus- bzw. Winkelfunktion. Unsicher? Dann noch einmal 2.1.1 und 2.3.1.
Ich kann die Symmetrie einer Potenzfunktion ohne Zeichnung angeben.
Gerader Exponent \(\to\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, ungerader \(\to\) punktsymmetrisch zum Ursprung. Der Grund ist \((-1)^{n}\), das Vorzeichen des Exponenten spielt keine Rolle. Mehr dazu in 2.1.6.
Ich weiß, warum \(x=0\) bei negativen Exponenten nicht zum Definitionsbereich gehört.
Bei \(x^{-n}=\frac{1}{x^{n}}\) stünde für \(x=0\) eine Null im Nenner. Deshalb ist \(D_{f}=\mathbb{R}\setminus\{0\}\), und der Graph besteht aus zwei getrennten Ästen mit den Asymptoten \(x=0\) und \(y=0\). Siehe 2.1.5.
Ich bestimme Amplitude, Periode und Wertemenge einer Sinusfunktion sicher.
Für \(f(x)=a\cdot\sin(b(x-d))+c\) gilt: Amplitude \(|a|\), Periode \(p=\frac{2\pi}{b}\), Mittellinie \(y=c\) und \(W_{f}=[c-|a|;\,c+|a|]\). Achtung: \(b\) wird geteilt, nicht multipliziert. Üben in 2.2.6.
Ich stelle aus zwei Messwerten einen exponentiellen Funktionsterm auf.
Erst den Vorfaktor aus dem Startwert (\(a=f(0)\)), dann die Basis aus dem zweiten Wert. Steht die Unbekannte in der Basis, hilft die Wurzel; steht sie im Exponenten, der Logarithmus. Siehe 2.3.2.
Ich löse Exponentialgleichungen mit dem Logarithmus.
Reihenfolge beachten: erst durch den Vorfaktor teilen, dann logarithmieren. Aus \(5\cdot 2^{x}=160\) wird \(2^{x}=32\) und daraus \(x=\log_{2}(32)=5\). Nachlesen in 2.4.1.
Ich erkläre, warum \(\log_{a}(x)\) nur für \(x>0\) definiert ist.
Der Logarithmus sucht den Exponenten mit \(a^{c}=x\). Eine Potenz einer positiven Basis ist immer positiv — für \(x\le 0\) gibt es also kein passendes \(c\). Genau das ist die gespiegelte Form der Asymptote \(y=0\) bei der Exponentialfunktion. Siehe 2.4.2.
Ich beurteile, ob ein Wachstumsmodell zur Situation passt.
Gleiche Summanden pro Schritt \(\to\) linear, gleiche Faktoren pro Schritt \(\to\) exponentiell. Und: Unbegrenztes exponentielles Wachstum ist in der Realität nie dauerhaft möglich — irgendwann greift eine Sättigungsgrenze.
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Alle Unterkapitel auf einen Blick

2.1 Potenzfunktionen
2.2 Winkelfunktionen
2.3 Exponentialfunktionen
2.4 Logarithmusfunktionen
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