MINT lernen

Übung — AFB IIFunktionen

Zehn Aufgaben, bei denen du Parameter aus Punkten bestimmst, Gleichungen umstellst, Graphen vergleichst und Ergebnisse im Sachzusammenhang deutest.

Kapitel 2Zurück zur KapitelübersichtAlle Unterkapitel zu Potenz-, Winkel-, Exponential- und Logarithmusfunktionen.
Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1

Potenzfunktionen — Parameter und Eigenschaften

Auf dieser Stufe reicht das Einsetzen nicht mehr: Du musst Zusammenhänge herstellen — Parameter aus gegebenen Punkten bestimmen, Gleichungen umstellen, Graphen vergleichen und Ergebnisse im Sachzusammenhang deuten. Zehn Aufgaben quer durch Kapitel 2, fünf davon interaktiv, fünf im Klausurformat mit Hinweis und Erwartungshorizont.

A1Den Exponenten aus einem Punkt bestimmenAFB II

Der Punkt \(P\left(2\,\middle|\,0{,}125\right)\) liegt auf dem Graphen einer Potenzfunktion \(f(x)=x^{n}\).

Arbeite dich Schritt für Schritt zum Exponenten vor und rechne danach einen weiteren Funktionswert aus.

Rechne die Kette Schritt für Schritt. Enter prüft.
  1. Schreibe \(0{,}125\) als Bruch mit dem Zähler 1: \(0{,}125=\)
  2. Der Nenner ist eine Zweierpotenz. Für welches \(k\) gilt \(8=2^{k}\)? \(k=\)
  3. Aus \(2^{n}=\frac{1}{2^{3}}\) folgt für den Exponenten \(n=\)
  4. Berechne damit \(f(-2)=(-2)^{-3}=\)
Der entscheidende Schritt ist der Wechsel von der Dezimalzahl zum Bruch: \(0{,}125=\frac{1}{8}\). Ein Funktionswert zwischen 0 und 1 bei einer Stelle größer als 1 verlangt einen negativen Exponenten. Wegen \(f(x)=x^{-3}=\frac{1}{x^{3}}\) und dem ungeraden Exponenten ist \(f(-2)=-\frac{1}{8}\) — der Graph ist punktsymmetrisch zum Ursprung.
A2Kegel im TrichterversuchAFB II

In einem Physikversuch wird Sand durch einen Trichter geschüttet; es entsteht ein Kegel. Für sein Volumen in Abhängigkeit vom Grundkreisradius \(r\) gilt näherungsweise $$V(r)=a\cdot r^{3}\qquad\text{mit}\quad [V]=\mathrm{cm}^{3},\ [r]=\mathrm{cm}.$$ Bei einer Messung gehört zum Radius \(r=2\ \mathrm{cm}\) das Volumen \(V=6\ \mathrm{cm}^{3}\).

  1. Berechne den Vorfaktor \(a\) aus der Messung.
  2. Bestimme das Volumen des Sandkegels für \(r=5\ \mathrm{cm}\).
  3. Erläutere wie sich das Volumen ändert, wenn der Radius verdoppelt wird — und begründe das am Funktionsterm.
Hinweis zu Aufgabe a)
Setze den Messpunkt in \(V(r)=a\cdot r^{3}\) ein. Du erhältst eine einfache lineare Gleichung für \(a\).„Berechne“ verlangt Ansatz, Rechnung und Ergebnis mit Einheit.
Hinweis zu Aufgabe b)
Mit dem gefundenen \(a\) ist die Funktion vollständig bekannt — jetzt nur noch einsetzen.„Bestimme“ heißt: Lösungsweg darstellen und Ergebnis formulieren.
Hinweis zu Aufgabe c)
Ersetze \(r\) durch \(2r\) und ziehe die Potenz auseinander: \((2r)^{3}=2^{3}\cdot r^{3}\).„Erläutere“ verlangt einen verständlichen Zusammenhang, hier gestützt auf die Rechnung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Ansatz: \(V(2)=a\cdot 2^{3}=8a\) und \(V(2)=6\).

$$8a=6\quad\Rightarrow\quad a=\frac{6}{8}=0{,}75$$ Damit gilt \(V(r)=0{,}75\cdot r^{3}\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

\(V(5)=0{,}75\cdot 5^{3}=0{,}75\cdot 125=93{,}75\), also rund \(93{,}8\ \mathrm{cm}^{3}\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

\(V(2r)=a\cdot(2r)^{3}=a\cdot 2^{3}\cdot r^{3}=8\cdot a\cdot r^{3}=8\cdot V(r)\).

Das Volumen wird also achtmal so groß, nicht doppelt so groß. Kontrolle mit Zahlen: \(V(2)=6\) und \(V(4)=0{,}75\cdot 64=48=8\cdot 6\) ✓. Der Grund ist der Exponent 3: Jeder Faktor, mit dem \(r\) gestreckt wird, geht in dritter Potenz in das Volumen ein.

A3Welche Eigenschaft hängt wovon ab?AFB II

Für \(f(x)=x^{n}\) mit \(n\in\mathbb{N}\) hängen manche Eigenschaften von der Parität des Exponenten ab, andere nicht.

Sortiere die neun Karten in den passenden Korb.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1nur bei geradem \(n\)
2nur bei ungeradem \(n\)
3bei jedem \(n\in\mathbb{N}\)
Alles, was mit dem Vorzeichen zu tun hat — Quadranten, Symmetrie, Wertemenge, Monotonie auf ganz \(\mathbb{R}\) — hängt an der Parität. Der Grund steckt in \((-x)^{n}=(-1)^{n}\cdot x^{n}\): Der Faktor \((-1)^{n}\) ist \(+1\) bei geradem und \(-1\) bei ungeradem \(n\). Definitionsmenge, die beiden festen Punkte und das Verhalten für große \(x\) sind davon unabhängig.
2

Winkelfunktionen — Amplitude, Periode, Modellierung

A4Gestauchte und gestreckte SinuskurveAFB II

Gegeben sind die beiden Funktionen $$f(x)=1{,}5\cdot\sin(2x)\qquad\text{und}\qquad g(x)=\sin(x),\quad D=\mathbb{R}.$$ Der Graph von \(f\) entsteht aus dem Graphen von \(g\) durch zwei Veränderungen.

  1. Gib an Amplitude, Periode und Wertemenge von \(f\).
  2. Berechne alle Nullstellen von \(f\) im Intervall \([0;2\pi]\).
  3. Vergleiche die Graphen von \(f\) und \(g\) und beschreibe die beiden Veränderungen in Worten.
Hinweis zu Aufgabe a)
In \(f(x)=a\cdot\sin(b\cdot x)\) steuert \(a\) die Amplitude und \(b\) die Periode über \(p=\frac{2\pi}{b}\).„Gib an“ heißt: alle drei Größen nennen, ohne Herleitung.
Hinweis zu Aufgabe b)
Setze \(f(x)=0\). Der Faktor \(1{,}5\) ist nie null, also muss \(\sin(2x)=0\) gelten — und der Sinus ist bei \(0,\pi,2\pi,3\pi,\dots\) null.Denk daran, dass in \(\sin(2x)\) das Argument doppelt so schnell wächst.
Hinweis zu Aufgabe c)
Beschreibe getrennt, was der Faktor vor dem Sinus und was der Faktor bei \(x\) bewirkt.„Vergleiche“ verlangt Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Amplitude \(a=1{,}5\). Periode \(p=\frac{2\pi}{2}=\pi\). Wertemenge \(W_{f}=[-1{,}5;\,1{,}5]\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Ansatz: \(1{,}5\cdot\sin(2x)=0 \Leftrightarrow \sin(2x)=0\).

Der Sinus ist null für \(2x=0,\ \pi,\ 2\pi,\ 3\pi,\ 4\pi\), also für $$x=0,\quad \frac{\pi}{2},\quad \pi,\quad \frac{3\pi}{2},\quad 2\pi.$$ Im Intervall \([0;2\pi]\) hat \(f\) also fünf Nullstellen, doppelt so viele wie \(g\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Gemeinsam: Beide Graphen sind Sinuskurven, beide haben bei \(x=0\) eine Nullstelle und beide sind punktsymmetrisch zum Ursprung.

Unterschied 1 (Streckung in \(y\)-Richtung): Der Faktor \(1{,}5\) streckt den Graphen vom Boden weg; \(f\) schwankt zwischen \(-1{,}5\) und \(1{,}5\) statt zwischen \(-1\) und \(1\).

Unterschied 2 (Stauchung in \(x\)-Richtung): Der Faktor 2 im Argument halbiert die Periode; \(f\) durchläuft im selben Abschnitt zwei volle Schwingungen, \(g\) nur eine.

A5Fehlersuche: Amplitude und PeriodeAFB II

Mira soll für \(h(x)=3\cdot\sin\left(\frac{1}{2}x\right)\) Amplitude, Periode, Wertemenge und die erste positive Nullstelle bestimmen. In ihrem Lösungsweg stecken zwei Fehler.

Markiere genau die falschen Zeilen.

In diesem Lösungsweg stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an.
Beide Fehler haben dieselbe Ursache: Mira behandelt \(b\) so, als stünde es vor dem Sinus. Der Faktor bei \(x\) wirkt aber im Argument — und dort gilt: Alles, was mit \(x\) passiert, wirkt umgekehrt auf den Graphen. \(b=\frac{1}{2}\) streckt daher (Periode \(4\pi\)), und alle besonderen Stellen verschieben sich um den Faktor \(\frac{1}{b}=2\) nach außen.
A6Riesenrad auf dem SchützenfestAFB II

Ein Riesenrad hat den Radius \(15\ \mathrm{m}\); die Achse liegt \(18\ \mathrm{m}\) über dem Boden. Das Rad dreht sich gleichmäßig und braucht für eine volle Umdrehung \(4\) Minuten. Für die Höhe einer Gondel über dem Boden nach \(t\) Minuten gilt $$h(t)=18+15\cdot\sin\left(\frac{\pi}{2}\,t\right)\qquad\text{mit}\quad [h]=\mathrm{m},\ [t]=\min.$$ Zum Zeitpunkt \(t=0\) befindet sich die Gondel auf Achshöhe und fährt nach oben.

  1. Berechne die Höhe der Gondel nach \(1\), \(2\) und \(3\) Minuten.
  2. Bestimme die größte und die kleinste Höhe der Gondel sowie die zugehörigen Zeitpunkte in den ersten 4 Minuten.
  3. Überprüfe die Behauptung „Nach der halben Umlaufzeit ist die Gondel am höchsten“.
Hinweis zu Aufgabe a)
Rechne zuerst das Argument \(\frac{\pi}{2}\,t\) aus, dann den Sinuswert, dann erst den Rest. Der GTR muss im Bogenmaß (RAD) stehen.„Berechne“ verlangt Ansatz, Rechnung und Ergebnis mit Einheit.
Hinweis zu Aufgabe b)
Der Sinus liegt immer zwischen \(-1\) und \(1\). Setze diese beiden Extremwerte ein und überlege, für welches Argument sie auftreten.„Bestimme“ heißt: Lösungsweg darstellen und Ergebnis formulieren.
Hinweis zu Aufgabe c)
Die halbe Umlaufzeit sind 2 Minuten. Vergleiche das mit deinem Ergebnis aus Teilaufgabe b).„Überprüfe“ verlangt ein klares Urteil und die Begründung, woran es liegt.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

\(h(1)=18+15\cdot\sin\left(\frac{\pi}{2}\right)=18+15\cdot 1=33\), also \(33\ \mathrm{m}\).

\(h(2)=18+15\cdot\sin(\pi)=18+15\cdot 0=18\), also \(18\ \mathrm{m}\).

\(h(3)=18+15\cdot\sin\left(\frac{3\pi}{2}\right)=18+15\cdot(-1)=3\), also \(3\ \mathrm{m}\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Wegen \(-1\le\sin\left(\frac{\pi}{2}t\right)\le 1\) gilt \(18-15\le h(t)\le 18+15\), also \(3\ \mathrm{m}\le h(t)\le 33\ \mathrm{m}\).

Die größte Höhe \(33\ \mathrm{m}\) wird bei \(t=1\ \min\) erreicht (Argument \(\frac{\pi}{2}\)), die kleinste Höhe \(3\ \mathrm{m}\) bei \(t=3\ \min\) (Argument \(\frac{3\pi}{2}\)). Das passt zum Radius: \(33-3=30=2\cdot 15\ \mathrm{m}\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Behauptung ist falsch. Die halbe Umlaufzeit beträgt \(2\ \min\), dort gilt aber \(h(2)=18\ \mathrm{m}\) — das ist die Achshöhe, nicht der höchste Punkt.

Der Grund: Die Gondel startet bei \(t=0\) nicht unten, sondern auf halber Höhe. Vom Startpunkt bis zum höchsten Punkt vergeht deshalb nur ein Viertel der Umlaufzeit, also \(1\ \min\). Die Behauptung wäre nur dann richtig, wenn die Gondel bei \(t=0\) am tiefsten Punkt stünde.

3

Exponentialfunktionen — Funktionsterm aufstellen

A7Wachstumsfaktor aus zwei MesswertenAFB II

Eine Population wächst exponentiell nach \(N(t)=c\cdot q^{t}\). Gemessen wurden \(N(0)=400\) und \(N(3)=3200\).

Spiele den Lösungsweg durch und entscheide bei jedem Schritt selbst.

Spiele den Lösungsweg Schritt für Schritt durch.
    Merke dir die Reihenfolge: erst \(c\) aus dem Startwert, dann \(q\) aus dem zweiten Messwert. Und unterscheide sauber, wo die Unbekannte steht — in der Basis hilft die Wurzel, im Exponenten der Logarithmus. Probe: \(N(3)=400\cdot 2^{3}=400\cdot 8=3200\) ✓.
    A8Wert eines GebrauchtwagensAFB II

    Ein Auto kostet neu \(24\,000\ \text{€}\). Sein Wert nimmt jedes Jahr um \(20\ \%\) gegenüber dem Vorjahr ab. Für den Wert nach \(t\) Jahren gilt $$W(t)=c\cdot q^{t}\qquad\text{mit}\quad [W]=\text{€},\ [t]=\mathrm{a}.$$

    1. Gib an die Werte von \(c\) und \(q\) und stelle den Funktionsterm auf.
    2. Berechne den Wert des Autos nach \(3\) Jahren.
    3. Begründe warum der Wert nach dieser Modellrechnung niemals genau \(0\ \text{€}\) wird.
    Hinweis zu Aufgabe a)
    Der Anfangswert ist der Neupreis. Bei einer Abnahme um \(20\ \%\) bleiben \(80\ \%\) übrig — das ist der Wachstumsfaktor.„Gib an“ verlangt beide Werte und den fertigen Term.
    Hinweis zu Aufgabe b)
    Setze \(t=3\) ein. Rechne zuerst die Potenz, dann die Multiplikation.Runde am Ende sinnvoll auf Cent oder volle Euro.
    Hinweis zu Aufgabe c)
    Überlege, was passiert, wenn man eine positive Zahl immer wieder mit \(0{,}8\) multipliziert. Kann dabei jemals exakt null herauskommen?„Begründe“ verlangt ein fachliches Argument, keine bloße Behauptung.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    \(c=24\,000\), denn das ist der Wert bei \(t=0\). Bei \(-20\ \%\) pro Jahr bleiben \(100\ \%-20\ \%=80\ \%\), also \(q=0{,}8\).

    $$W(t)=24\,000\cdot 0{,}8^{\,t}$$

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    \(W(3)=24\,000\cdot 0{,}8^{3}=24\,000\cdot 0{,}512=12\,288\).

    Nach drei Jahren ist das Auto also noch rund \(12\,288\ \text{€}\) wert — etwa die Hälfte des Neupreises.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    Eine Potenz \(0{,}8^{\,t}\) ist für jedes \(t\) echt positiv: Ein Produkt aus lauter positiven Faktoren kann nie null werden. Damit ist auch \(W(t)=24\,000\cdot 0{,}8^{\,t}>0\) für alle \(t\).

    Graphisch heißt das: Die \(t\)-Achse ist eine waagerechte Asymptote. Der Wert nähert sich beliebig nah an \(0\ \text{€}\) an, erreicht die Null aber nie. In der Realität ist das Modell natürlich nur begrenzt gültig — irgendwann ist ein Auto praktisch wertlos.

    4

    Logarithmusfunktionen — Gleichungen lösen

    A9Den Lösungsweg richtig zusammensetzenAFB II

    Zu lösen ist die Exponentialgleichung \(5\cdot 2^{x}=160\).

    Baue aus den Bausteinen den korrekten Lösungsweg — vier Schritte in der richtigen Reihenfolge. Drei Bausteine passen nicht.

    Klicke die Bausteine in der richtigen Reihenfolge an — sie wandern in den Bauplan. Ein Baustein im Bauplan geht per Klick zurück in den Vorrat.
    Erst wird der Vorfaktor durch Division beseitigt — nicht durch Subtraktion: \(160:5=32\), nicht \(160-5=155\). Erst wenn die Potenz allein steht, darf logarithmiert werden. Deshalb ist \(x=\log_{2}(160)\) falsch: Der Logarithmus darf nicht auf die ganze linke Seite angewendet werden, solange dort noch ein Faktor steht. Probe: \(5\cdot 2^{5}=5\cdot 32=160\) ✓.
    A10Zerfall eines Medikaments im BlutAFB II

    Nach der Einnahme befinden sich \(80\ \mathrm{mg}\) eines Wirkstoffs im Blut. Pro Stunde baut der Körper \(25\ \%\) der jeweils vorhandenen Menge ab. Für die Wirkstoffmenge nach \(t\) Stunden gilt $$M(t)=80\cdot 0{,}75^{\,t}\qquad\text{mit}\quad [M]=\mathrm{mg},\ [t]=\mathrm{h}.$$ Ab einer Menge unter \(10\ \mathrm{mg}\) wirkt das Medikament nicht mehr.

    1. Berechne die Wirkstoffmenge nach \(4\) Stunden.
    2. Bestimme mit dem Logarithmus, nach welcher Zeit nur noch \(10\ \mathrm{mg}\) im Blut sind.
    3. Interpretiere das Ergebnis: Wie oft sollte das Medikament pro Tag eingenommen werden?
    Hinweis zu Aufgabe a)
    Setze \(t=4\) ein und rechne zuerst \(0{,}75^{4}\) aus.„Berechne“ verlangt Ansatz, Rechnung und Ergebnis mit Einheit.
    Hinweis zu Aufgabe b)
    Stelle die Gleichung \(80\cdot 0{,}75^{\,t}=10\) auf, teile zuerst durch 80 und logarithmiere erst danach: \(t=\log_{0{,}75}(0{,}125)=\frac{\log(0{,}125)}{\log(0{,}75)}\).„Bestimme“ heißt: Lösungsweg darstellen und Ergebnis formulieren.
    Hinweis zu Aufgabe c)
    Vergleiche deine Wirkdauer mit 24 Stunden und runde auf eine sinnvolle, praktikable Anzahl.„Interpretiere“ verlangt eine Deutung im Sachzusammenhang, nicht nur eine Zahl.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    \(M(4)=80\cdot 0{,}75^{4}=80\cdot 0{,}31640625\approx 25{,}3\).

    Nach vier Stunden sind noch rund \(25{,}3\ \mathrm{mg}\) im Blut — das Medikament wirkt also noch.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    Ansatz: \(80\cdot 0{,}75^{\,t}=10\).

    $$0{,}75^{\,t}=\frac{10}{80}=0{,}125\quad\Rightarrow\quad t=\log_{0{,}75}(0{,}125)=\frac{\log(0{,}125)}{\log(0{,}75)}$$

    Der GTR liefert \(t\approx 7{,}23\). Nach rund 7,2 Stunden ist die Wirkschwelle erreicht. Probe: \(80\cdot 0{,}75^{7{,}23}\approx 10{,}0\) ✓.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    Das Medikament wirkt gut sieben Stunden lang. In \(24\) Stunden passen \(24:7{,}2\approx 3{,}3\) solcher Zeitspannen.

    Sinnvoll ist deshalb eine Einnahme dreimal täglich, also etwa alle acht Stunden. Zwei Einnahmen würden eine Lücke von rund fünf Stunden ohne Wirkung lassen. Zu beachten ist außerdem, dass sich die Restmengen bei wiederholter Einnahme aufaddieren — das Modell beschreibt nur eine einzelne Dosis.