Zusammenfassung — Kinematik auf einen Blick
Alle Formeln, alle Bewegungsformen, alle Beispiele aus dem Unterricht — kompakt auf einer Seite, damit du vor der Klausur nur noch an einer Stelle nachschlagen musst.
Was du auf dieser Seite findest
- Alle Formeln des Kapitels als Spickzettel — von v = s/t bis zur Wurfweite W.
- Jedes der elf Unterkapitel in zwei bis drei Sätzen, mit Formel, Diagramm und Link zur ausführlichen Seite.
- Die drei Bewegungsformen in einer Übersichtstabelle: Diagramme, Formeln, Beispiele des Lehrers.
- Eine Schritt-für-Schritt-Strategie für jede Klausuraufgabe.
- Ein Glossar mit allen zentralen Begriffen — auch in einfacher Sprache.
Der Spickzettel — alle Formeln des Kapitels
Gleichförmige Bewegung
Gleichwertig in Delta-Schreibweise: v = Δs/Δt. Nur bei gleichförmiger Bewegung.
Umstellung von v = s/t. Beispiel Kran: 2,5 m/s · 12 s = 30 m.
Beispiel Elfmeter: 11 m ÷ 20 m/s = 0,55 s.
Nicht der Mittelwert! 60 und 90 km/h ergeben 72 km/h, nicht 75 km/h.
Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
Grundformel 1. Doppelte Zeit bedeutet doppelte Geschwindigkeit.
Grundformel 2. Nur die Zeit wird quadriert, nicht a.
Umstellung von v = a·t. ICE: 95 m/s ÷ 1,2 m/s² ≈ 79,17 s.
Radfahrerin: 6 m/s ÷ 5 s = 1,2 m/s².
Umstellung von s = ½at². 72 m in 6 s ergeben 4 m/s².
160 m bei 5,00 m/s² ergeben genau 8 s.
Entsteht durch Einsetzen von t = v/a. Der Bremsweg wächst mit dem Quadrat von v.
Entsteht durch Einsetzen von a = v/t in s = ½at².
Freier Fall
Mit der Fallbeschleunigung g = 9,81 m/s² in Mitteleuropa.
Brennendes Gebäude: 9,81 m/s² · 2,47 s = 24,23 m/s.
Aus 30 m Höhe: √(2·30/9,81) = 2,47 s. Die Masse kommt nicht vor.
cw Luftwiderstandsbeiwert (ohne Einheit), A Querschnittsfläche, ρ Dichte des Mediums, v Geschwindigkeit.
Waagerechter Wurf
Waagerecht bleibt die Geschwindigkeit konstant.
Senkrecht fällt der Körper wie im freien Fall.
Hängt nicht von v₀ ab. Süßigkeitenflieger: 20,19 s aus 2000 m.
Fahrradsprung: 9,81 m/s² · 0,9 s = 8,8 m/s = 31,7 km/h.
Hergeleitet aus y(t) = −½gt² + h mit y(tw) = 0.
Aus x(tw) = v₀ · √(2h/g).
Schiefer Wurf
Maximal bei α = 45°. Winkelpaare mit α₁ + α₂ = 90° fliegen gleich weit.
Achtung: sin²(α) bedeutet sin(α)², nicht sin(α²).
Bundesjugendspiele: 2·22,8·sin(45°)/9,81 = 3,29 s.
Alle Formeln gelten für Größen in Meter und Sekunde. Rechne km/h zuerst mit ÷ 3,6 in m/s um — m/s ist die SI-Einheit.
Kapitel für Kapitel
Was ist Geschwindigkeit?
Geschwindigkeit ist eine Messgröße: Man berechnet sie, indem man die Länge der zurückgelegten Strecke durch die dafür benötigte Zeit teilt. Im Experiment mit Stoppuhr und Maßband hat die Klasse dafür jeweils 10 m abgemessen und die Zeit gestoppt — Gehen vorwärts, seitwärts, rückwärts, schnelles Gehen, Ausfallschritte, Hüpfen, Gehen auf Zehenspitzen. Die SI-Einheit ist m/s; von m/s nach km/h multipliziert man mit 3,6, zurück teilt man durch 3,6.
t — benötigte Zeit (in s)
v — Geschwindigkeit (in m/s), [v] = m/s
Aus der Messreihe des Lehrers: Gehen vorwärts 10 m in 7,2 s → 1,35 m/s · Schnell gehen 10 m in 5,2 s → 1,92 m/s · Hüpfen 10 m in 13 s → 0,77 m/s.
Die drei Bewegungsformen
Jede Bewegung in diesem Kapitel gehört zu einer von drei Formen. Bei der ungleichförmigen Bewegung ändert sich die Geschwindigkeit unvorhersehbar (Beispiel des Lehrers: der Ball beim Fußballspiel). Bei der gleichförmigen Bewegung ändert sie sich gar nicht (Rolltreppe), bei der gleichmäßig beschleunigten Bewegung ändert sie sich gleichmäßig (Schlittenfahrt bergab).
Oben jeweils das s-t-Diagramm, darunter das v-t-Diagramm — genau wie im Tafelbild des Lehrers.
| Bewegungsform | Definition | Formel |
|---|---|---|
| ungleichförmig | Die Geschwindigkeit verändert sich unvorhersehbar. | — (keine einfache Formel) |
| gleichförmig | Die Geschwindigkeit verändert sich nicht. | v = s/t |
| gleichmäßig beschleunigt | Die Geschwindigkeit verändert sich gleichmäßig. | s = ½at² · v = a·t |
Gleichförmige Bewegung
Hier gilt v = s/t und die beiden Umstellungen s = v·t und t = s/v. Im s-t-Diagramm ergibt sich immer eine Gerade; wo sich zwei Geraden schneiden, treffen sich die beiden Körper. Genau so hat der Lehrer Krankenwagen und Notarzt gelöst: sKW(t) = 60t und sNA(t) = −90t + 30 werden gleichgesetzt, das ergibt t = 0,2 h, also 12 Minuten und 12 km.
Weitere Beispiele des Lehrers: Kran (30 m), Elfmeter (0,55 s), Überholvorgang (17,3 s und 336 m), Rohrleitung (0,5 m/s), Blitz und Donner (≈ ⅓ km je Sekunde).
Beschleunigung — Formeln und Strategien
Bei der gleichmäßig beschleunigten Bewegung gibt es nur zwei Grundformeln: v = a·t und s = ½at². Der Lehrer hat sie rot umrandet ergänzt: Nie mit v = s/t rechnen! Aus diesen beiden Formeln lässt sich für jede Kombination aus gegebenen und gesuchten Größen ein Lösungsweg bauen — entweder durch Anwenden, durch Umstellen oder durch Hintereinanderschalten beider Formeln.
| gegeben | gesucht | Lösungsansatz |
|---|---|---|
| a, t | v | v = a·t anwenden |
| a, v | t | v = a·t umstellen: t = v/a |
| v, t | a | v = a·t umstellen: a = v/t |
| a, t | s | s = ½at² anwenden |
| t, s | a | s = ½at² umstellen: a = 2s/t² |
| s, a | t | s = ½at² umstellen: t = √(2s/a) |
| v, a | s | erst t = v/a, dann s = ½at² — zusammen s = ½v²/a |
| v, s | a | s = ½v²/a nach a umstellen: a = v²/(2s) |
| a, s | v | erst t aus s = ½at², dann v = a·t |
| v, t | s | erst a = v/t, dann s = ½at² — zusammen s = ½v·t |
| v, s | t | s = ½v·t nach t umstellen |
| t, s | v | erst a = 2s/t², dann v = a·t |
Stehen beide gegebenen Größen und die gesuchte gemeinsam in einer Formel, genügt diese eine. Sonst brauchst du eine Brücke — meist t oder a.
Beschleunigte Bewegungen berechnen
Hier werden die beiden Grundformeln auf echte Sachaufgaben angewendet: ICE, Anhalteweg, Einholen und Begegnen. Wichtig ist immer die Umrechnung in m und s und die Trennung der Bewegungsabschnitte — beim Anhalteweg zum Beispiel ein gleichförmiger Abschnitt (Reaktionsweg) und ein beschleunigter (Bremsweg). Treffen sich zwei Fahrzeuge, setzt man ihre Weg-Zeit-Funktionen gleich; bei einer quadratischen Gleichung liefert die pq-Formel zwei Lösungen, von denen nur die positive Zeit physikalisch sinnvoll ist.
| Beispiel | Gegeben | Ergebnis |
|---|---|---|
| ICE beschleunigt | a = 1,2 m/s², v = 342 km/h = 95 m/s | t ≈ 79,17 s · s ≈ 3761 m |
| ICE bremst | s = 3500 m, v = 95 m/s | a ≈ −1,29 m/s² · t ≈ 73,6 s |
| Anhalteweg PKW | 90 km/h = 25 m/s, tR = 0,8 s, a = −6,0 m/s² | 20 m + 52,1 m = 72,1 m |
| Einholen | Auto 72 km/h, zweites Fahrzeug a = 6 m/s² bis 108 km/h | t ≈ 7,5 s · s ≈ 150 m |
| Begegnen (pq-Formel) | Auto 54 km/h = 15 m/s, LKW a = 6 m/s² aus 150 m | t = 5 s · s = 75 m |
Der gleichförmige und der beschleunigte Abschnitt werden getrennt gerechnet und erst am Schluss addiert.
Videoanalyse einfacher Bewegungen
Fünf Bewegungen wurden gefilmt und mit einem Maßstab ausgewertet: Radfahrer, rollender Ball, Kugel auf der Schiene, Luftkissenbahn und eine zweite Kugel auf der Schiene. Aus dem x-t-Diagramm liest man mit einem Steigungsdreieck die Geschwindigkeit ab, aus dem v-t-Diagramm die Beschleunigung. Ist die Punktwolke im v-t-Diagramm waagerecht, liegt eine gleichförmige Bewegung vor; steigt sie linear an, ist die Bewegung gleichmäßig beschleunigt.
| Bewegung | Steigungsdreieck | Ergebnis | Bewegungsform |
|---|---|---|---|
| 1. Bewegung | s = 11,8 m, t = 4 s | v = 2,95 m/s (v-t: 2,9 m/s) | gleichförmig |
| 2. Bewegung | s = 3,5 m, t = 2,4 s | v = 1,458 m/s (v-t: 1,4 m/s) | gleichförmig |
| 3. Bewegung | s = 1,6 m, t = 2,8 s | v = 0,57 m/s (v-t: 0,55 m/s) | gleichförmig |
| 4. Bewegung | v = 0,53 m/s, t = 3,0 s | a = 0,177 m/s² | gleichmäßig beschleunigt |
| 5. Bewegung | v = 1,02 m/s, t = 2,8 s | a = 0,364 m/s² | gleichmäßig beschleunigt |
Ohne Maßstab im Video wären alle Werte in Pixeln statt in Metern — deshalb steht im Video ein Lineal.
Der freie Fall
Unter einem freien Fall versteht man die Fallbewegung eines Körpers ohne Luftwiderstand — oder mit einem Luftwiderstand, der zwar vorhanden, aber vernachlässigbar klein ist, zum Beispiel beim Fall eines Steins aus geringer Höhe. Der freie Fall ist eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung; die Beschleunigung heißt Fallbeschleunigung g und beträgt in Mitteleuropa 9,81 m/s². Die Masse des Körpers kommt in keiner der Formeln vor.
Die Werte stammen aus der Brunnen-Tabelle des Lehrers. Der Stein im 1,3 s tiefen Brunnen erreicht s = ½·g·t² = 8,29 m; der größte Messfehler entsteht dabei nicht durch den Schall, sondern durch die Reaktionszeit von rund 0,18 s.
Videoanalyse — freier Fall
Tennisball, Sandkugel und Stahlkugel wurden gefilmt und ausgewertet. Bei allen drei zeigt das t-s-Diagramm eine parabelförmige Kurve und das t-v-Diagramm einen proportionalen Anstieg — also jeweils eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung. Der Vergleich der drei Spalten zeigt, dass der freie Fall nicht von der Masse abhängt; die Unterschiede in den Messwerten sind Fehlerquellen des Experiments.
| Tennisball | Sandkugel | Stahlkugel | |
|---|---|---|---|
| Bewegungsart | gleichmäßig beschleunigt | gleichmäßig beschleunigt | gleichmäßig beschleunigt |
| Beschleunigung | a = 0,65 m/s² | a = 0,6 m/s² | a = 0,1625 m/s² |
| Strecke bei t = 1,0 s | 0,65 m | 0,70 m | 0,61 m |
| Strecke bei t = 2,0 s | 1,20 m | 1,40 m | 1,02 m |
Diese beiden Kurvenformen sind das Erkennungszeichen jeder gleichmäßig beschleunigten Bewegung.
Luftwiderstand
Beim Sprung von einem 370 m hohen Wolkenkratzer kann man nicht vom freien Fall sprechen: Der Springer erreicht so hohe Geschwindigkeiten, dass sich der Luftwiderstand stark bemerkbar macht. Der aufgezeichnete v-t-Verlauf eines Extremsportlers zerfällt in sieben Phasen A bis G — von der anfangs gleichmäßig beschleunigten Bewegung über die konstante Maximalgeschwindigkeit bis zur Landung. Die Fläche unter dem v-t-Graphen entspricht der zurückgelegten Strecke; daraus folgt die Absprunghöhe von rund 2750 m.
| Phase | Was passiert | Bewegungsform |
|---|---|---|
| A | Die Luftreibung ist vernachlässigbar, die Geschwindigkeit steigt linear. | freier Fall, gleichmäßig beschleunigt |
| B | Der Luftwiderstand nimmt immer stärker zu, der Springer beschleunigt schwächer. | beschleunigt, aber nicht gleichmäßig |
| C | Die maximale Geschwindigkeit ist erreicht, die Körperhaltung bleibt gleich. | gleichförmig |
| D | Der Fallschirm wird geöffnet, die Geschwindigkeit nimmt abrupt stark ab. | Übergang |
| E | Der geöffnete Fallschirm bremst weiter ab. | verzögerte Bewegung |
| F | Maximal abgebremst, die Geschwindigkeit bleibt konstant. | gleichförmig |
| G | Der Springer landet, die Geschwindigkeit verringert sich auf 0 m/s. | Ende der Bewegung |
Von Sekunde 20 bis 40 fällt der Springer mit konstanten 60 m/s — allein in dieser Phase sind es s = v·t = 1200 m.
Der waagerechte Wurf
Der waagerechte Wurf ist eine Superposition aus zwei Bewegungen: einer gleichförmigen Bewegung in x-Richtung und einer gleichmäßig beschleunigten Bewegung in y-Richtung. Die Videoanalyse zeigt es direkt — das t-vx-Diagramm ist waagerecht, das t-vy-Diagramm steigt linear an. Beide Bewegungen laufen unabhängig voneinander ab; die Fallzeit hängt deshalb nicht von der Anfangsgeschwindigkeit ab.
Süßigkeitenflieger: aus 2000 m fällt das Paket t = 20,19 s und fliegt dabei sx = 38,9 m/s · 20,19 s = 785,4 m weit. Fahrradsprung: 4 m Höhendifferenz ergeben t ≈ 0,9 s und damit vmin ≈ 5,56 m/s ≈ 20 km/h.
Der schiefe Wurf
Beim schiefen Wurf startet der Körper unter dem Wurfwinkel α mit der Anfangsgeschwindigkeit v₀ und fliegt auf einer Wurfparabel. Aus der Simulation folgt: Am weitesten fliegt der Körper bei α = 45°, und zwei Winkel führen genau dann zur gleichen Weite, wenn α₁ + α₂ = 90° gilt. Die Starthöhe beträgt dabei h = 0 m.
Bundesjugendspiele: aus W = 53 m und α = 45° folgt v₀ = 22,8 m/s, H = 13,25 m und tw = 3,29 s. Winkelpaare bei v₀ = 15 m/s: 40°/50° → 22,59 m · 25°/65° → 17,60 m · 30°/60° → 19,86 m · 35°/55° → 21,51 m.
Bewegungsform erkennen — und dann rechnen
Diese Tabelle beantwortet die wichtigste Frage jeder Klausuraufgabe: Welche Bewegungsform liegt vor? Erst danach steht fest, welche Formel gilt.
| Bewegungsform | s-t-Diagramm | v-t-Diagramm | Formeln | Beispiel des Lehrers |
|---|---|---|---|---|
| Ungleichförmige Bewegung Die Geschwindigkeit verändert sich unvorhersehbar. |
Unregelmäßige Kurve: steigt an, verläuft waagerecht, fällt leicht ab, steigt wieder steil an. | Zackige Linie mit mehreren Auf- und Abbewegungen, keine erkennbare Regelmäßigkeit. | keine geschlossene Formel — abschnittsweise rechnen | Bewegung des Balls bei einem Fußballspiel · Auto am Samstagvormittag durch die Wiener Innenstadt |
| Gleichförmige Bewegung Die Geschwindigkeit verändert sich nicht. |
Gerade Linie, die vom Ursprung aus gleichmäßig ansteigt (linear). | Waagerechte Gerade auf konstantem Wert, parallel zur t-Achse. | v = s/t s = v·t t = s/v v̄ = 2v₁v₂/(v₁+v₂) |
Bewegung auf einer Rolltreppe · Kran mit 2,5 m/s hebt in 12 s um 30 m · Krankenwagen und Notarzt treffen sich nach 12 min bei 12 km · Erdöl in der Rohrleitung mit 0,5 m/s |
| Gleichmäßig beschleunigte Bewegung Die Geschwindigkeit verändert sich gleichmäßig. |
Nach oben gekrümmte, parabelförmige Kurve, die immer steiler wird. | Gerade Linie, die vom Ursprung aus gleichmäßig ansteigt (linear). | v = a·t s = ½at² t = v/a · a = 2s/t² s = ½v²/a · s = ½v·t freier Fall: g = 9,81 m/s² |
Bewegung beim Schlittenfahren bergab · Auto mit 4 m/s²: nach 5 s sind es 20 m/s und 50 m · ICE mit 1,2 m/s² · freier Fall aus 30 m in 2,47 s |
Merke die beiden Schlüsselbilder: Im s-t-Diagramm bedeutet eine waagerechte Linie Stillstand, im v-t-Diagramm dagegen konstante Geschwindigkeit. Und die Fläche unter dem v-t-Graphen ist die zurückgelegte Strecke, nicht die Beschleunigung.
So gehst du in der Klausur an eine Aufgabe heran
- Skizze anfertigen. Zeichne die Situation auf: Wer bewegt sich wohin, wo ist der Startpunkt, wo das Ziel? Trage Pfeile für v und a ein. Beim Wurf gehören Winkel, Höhe und Weite in die Skizze.
- Gegeben und gesucht notieren. Schreibe alle Zahlenwerte mit Formelzeichen und Einheit untereinander — „geg:“ und „ges:“, genau wie in den Musterlösungen.
- Bewegungsart bestimmen. Gleichförmig, gleichmäßig beschleunigt oder ungleichförmig? Besteht die Aufgabe aus mehreren Abschnitten (Reaktionsweg + Bremsweg, Beschleunigen + konstante Fahrt), behandle jeden Abschnitt einzeln.
- Einheiten in m und s bringen. km/h ÷ 3,6 ergibt m/s · Minuten in Sekunden · cm in m · cm² in m². Erst danach wird gerechnet.
- Formel wählen und umstellen. Nutze die Strategie-Tabelle: Stehen beide gegebenen Größen und die gesuchte gemeinsam in einer Formel, genügt diese eine. Sonst brauchst du eine Brücke über t oder a. Stelle zuerst um, setze dann ein.
- Einsetzen und rechnen. Einheiten immer mitschreiben — sie sind deine beste Kontrolle: m/s² · s = m/s und m/s² · s² = m.
- Ergebnis prüfen. Ist die Größenordnung plausibel? Ist die Einheit richtig? Ist eine negative Zeit herausgekommen (dann ist es nicht die Lösung)? Ist wie verlangt auf zwei Nachkommastellen gerundet?
- Antwortsatz schreiben. Ein vollständiger Satz mit Zahl und Einheit — zum Beispiel: „Die Feuerwehrmänner erreichen den Punkt des Auftreffens nach 1,78 Sekunden.“
Tipp für die Klausur: Wenn du nicht weiterkommst, schreibe trotzdem die passende Formel und den Ansatz hin. Für einen erkennbaren Lösungsweg gibt es Punkte — im Material des Lehrers steht ausdrücklich: „Der Lösungsweg muss bei allen Aufgaben erkennbar sein.“
