Welle und Teilchen sind zwei einander
ergänzende Seiten desselben Quantenobjekts; welche sichtbar wird, entscheidet der Versuchsaufbau — nie beide zugleich (Niels Bohr). Ist der Welcher-Weg-Detektor an, verschwindet die Interferenz und es bleiben zwei breite Streifen wie von zwei Einzelspalten; die
Gesamtzahl der Treffer bleibt gleich, jeder Einzeltreffer bleibt punktförmig. Entscheidend ist die grundsätzliche
Verfügbarkeit der Weginformation, nicht ob jemand sie abliest: Ein eingebauter, aber ausgeschalteter Detektor ändert nichts. Ein zugeklebter Spalt liefert zwar dieselbe Weginformation, doch dann fehlt die zweite Teilwelle — Ergebnis ist ein Einzelspaltbild. Misst der Detektor nur etwa jedes zweite Elektron, addieren sich halbes Interferenz- und halbes Teilchenbild, der Kontrast ist etwa halbiert: Der Übergang ist
stetig. Im Fulleren-Interferometer sinkt die Sichtbarkeit mit der Ofentemperatur von
V ≈ 0,47 bei 900 K auf 0,01 bei 3000 K.
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