A1a · AFB I · 2 BE
Gib die Nullstellen von \(f\) an.
MATHEMATIK · GRUNDKURS · KAPITEL 8
Ein vollständiges Probeabitur für den Grundkurs: Teil A ohne, Teil B mit Hilfsmitteln.
Neu verfasste Übung für den Grundkurs — keine amtliche Abiturprüfung, keine Themenprognose. Aufbau wie in Niedersachsen: Teil A mit fünf Aufgaben zu je 5 BE ohne Hilfsmittel (spätestens nach 100 Minuten abgeben), Teil B mit je einer Aufgabe aus Analysis (25 BE), Stochastik (15 BE) und Geometrie (15 BE) mit GTR oder CAS und Formelsammlung. In der echten Prüfung gibt es in Teil A und B zusätzlich Wahlmöglichkeiten.
AFB I: 26 BE · AFB II: 42 BE · AFB III: 12 BE. Hinweise und Lösungen erst nach einem eigenen Versuch öffnen. Für einen vollständigen Durchlauf zunächst nur die Aufgaben drucken.
Der Timer ist freiwillig. Deine schriftlichen Lösungen entstehen auf Papier; die Zeitmessung läuft nur auf dieser geöffneten Seite. Nach höchstens 100 Minuten Teil A zur Seite legen.
Bereit.
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x)=x^3-3x\).
Gib die Nullstellen von \(f\) an.
Bestimme eine Gleichung der Tangente an den Graphen von \(f\) im Punkt mit \(x=1\).
Ausklammern: \(x(x^2-3)\).
\(f(1)\) und \(f'(1)\) berechnen.
\(x(x^2-3)=0\) (1 BE): \(x_1=0,\ x_{2,3}=\pm\sqrt3\) (1 BE).
\(f(1)=-2\) (1 BE), \(f'(x)=3x^2-3\), \(f'(1)=0\) (1 BE); Tangente \(y=-2\) (1 BE).
60 % der Jugendlichen einer Schule fahren mit dem Rad (R) zur Schule. 45 % aller Jugendlichen fahren Rad und tragen dabei einen Helm (H); 5 % aller Jugendlichen tragen einen Helm, fahren aber nicht Rad (etwa mit dem Roller).
Erstelle eine vollständig ausgefüllte Vierfeldertafel.
Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine Radfahrerin oder ein Radfahrer einen Helm trägt.
Innen stehen die Schnittwahrscheinlichkeiten, außen die Summen.
Gesucht ist \(P_R(H)\).
Innen: 0,45 · 0,15 · 0,05 · 0,35; Ränder: \(P(R)=0{,}6\), \(P(\bar R)=0{,}4\), \(P(H)=0{,}5\), \(P(\bar H)=0{,}5\) (je vollständige Zeile/Spalte 1 BE).
\(P_R(H)=\frac{0{,}45}{0{,}6}=0{,}75\) (Ansatz 1 BE, Ergebnis 1 BE).
Gegeben sind \(A(0\,|\,0\,|\,0)\), \(B(2\,|\,1\,|\,2)\) und \(C(2\,|\,-2\,|\,1)\).
Zeige , dass das Dreieck \(ABC\) gleichschenklig ist.
Bestimme die Koordinaten eines Punktes \(D\), sodass \(ABDC\) eine Raute ist.
Längen \(\lvert\overrightarrow{AB}\rvert\) und \(\lvert\overrightarrow{AC}\rvert\) vergleichen.
In einer Raute gilt \(\overrightarrow{BD}=\overrightarrow{AC}\).
\(\lvert\overrightarrow{AB}\rvert=\sqrt{4+1+4}=3\), \(\lvert\overrightarrow{AC}\rvert=\sqrt{4+4+1}=3\) (je 1 BE).
\(\overrightarrow{OD}=\overrightarrow{OB}+\overrightarrow{AC}\) (1 BE) \(=(4\,|\,-1\,|\,3)\) (1 BE); Parallelogramm mit gleich langen Nachbarseiten, also Raute (1 BE).
Gegeben ist \(f(x)=2\,e^{2x}\).
Gib eine Stammfunktion \(F\) von \(f\) an.
Berechne \(\int_0^{\ln 2} f(x)\,dx\).
Rückwärts ableiten: Die innere Ableitung ist 2.
\(e^{2\ln2}=\left(e^{\ln2}\right)^2\).
\(F(x)=e^{2x}\) (2 BE; jede Stammfunktion \(e^{2x}+c\) ist richtig).
\(F(\ln2)-F(0)=e^{2\ln2}-1\) (1 BE) \(=4-1\) (1 BE) \(=3\) (1 BE).
In einer Urne liegen 3 rote und 2 blaue Kugeln. Es werden zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen.
Berechne die Wahrscheinlichkeit, zwei Kugeln derselben Farbe zu ziehen.
Ermittle , wie viele blaue Kugeln statt der 2 in der Urne liegen müssen, damit die Wahrscheinlichkeit für zwei rote Kugeln genau \(\frac15\) beträgt.
Zwei Pfade: rot-rot und blau-blau.
Mit \(b\) blauen Kugeln: \(\frac{3}{3+b}\cdot\frac{2}{2+b}\).
\(\frac35\cdot\frac24+\frac25\cdot\frac14=\frac{8}{20}=0{,}4\) (Ansatz 1 BE, Ergebnis 1 BE).
\(\frac{6}{(3+b)(2+b)}=\frac15\) (1 BE), \(b^2+5b-24=0\) (1 BE), \(b=3\), denn \(b=-8\) entfällt (1 BE).
Die Konzentration eines Wirkstoffs im Blut wird modellhaft durch \(c(t)=20t\cdot e^{-0{,}5t}\) beschrieben (\(t\) in Stunden nach der Einnahme, \(c(t)\) in mg pro Liter). Es gilt \(c'(t)=20\,e^{-0{,}5t}(1-0{,}5t)\).
Bestimme den Zeitpunkt der höchsten Konzentration und diese Konzentration.
Ermittle den Zeitraum, in dem die Konzentration mindestens 8 mg pro Liter beträgt, und gib seine Dauer an.
Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Konzentration am stärksten abnimmt, und die Abnahmerate zu diesem Zeitpunkt.
Berechne die mittlere Konzentration in den ersten sechs Stunden.
Beurteile die Aussage: „Nimmt man nach 6 Stunden dieselbe Dosis noch einmal, steigt die Konzentration über 20 mg pro Liter.“ Nimm dazu an, dass sich die Wirkungen beider Dosen addieren.
Notwendige Bedingung \(c'(t)=0\); \(e^{-0{,}5t}\) wird nie null.
Gleichung \(c(t)=8\) mit dem Rechner lösen — zwei Lösungen.
Gesucht ist das Minimum von \(c'\), also \(c''(t)=0\).
Mittelwert: \(\frac1{6}\int_0^6c(t)\,dt\).
Für \(t\ge6\): \(c_2(t)=c(t)+c(t-6)\). Maximum mit dem Rechner suchen.
\(c'(t)=0\Leftrightarrow1-0{,}5t=0\) (2 BE), \(t=2\) (1 BE); Vorzeichenwechsel von \(+\) nach \(-\) oder \(c''(2)<0\) (1 BE); \(c(2)=40e^{-1}\approx14{,}7\) mg/l (1 BE).
\(c(t)=8\) (1 BE); Rechner: \(t_1\approx0{,}52\), \(t_2\approx5{,}09\) (2 BE); Zeitraum etwa 0,5 h bis 5,1 h nach Einnahme (1 BE), Dauer rund 4,6 h (1 BE).
\(c''(t)=20e^{-0{,}5t}(0{,}25t-1)\) (2 BE); \(c''(t)=0\Rightarrow t=4\) (1 BE); \(c'(4)=-20e^{-2}\approx-2{,}71\) (1 BE): Die Konzentration sinkt um etwa 2,7 mg/l pro Stunde (1 BE).
Ansatz \(\bar c=\frac16\int_0^6c(t)\,dt\) (2 BE); Integral \(\approx64{,}07\) (1 BE); \(\bar c\approx10{,}7\) mg/l (1 BE).
Modell \(c_2(t)=c(t)+c(t-6)\) für \(t\ge6\) (2 BE); Maximum bei \(t\approx7{,}7\) (2 BE) mit \(c_2\approx17{,}8\) mg/l (1 BE); Aussage falsch, 20 mg/l werden nicht erreicht (1 BE).
Ein Online-Händler weiß: 8 % aller Bestellungen werden zurückgeschickt. Betrachtet werden 400 zufällig ausgewählte Bestellungen einer Woche; \(X\) ist die Anzahl der Rücksendungen.
Begründe , dass \(X\) näherungsweise binomialverteilt ist, und nenne eine Voraussetzung, die dabei angenommen wird.
Berechne die Wahrscheinlichkeiten folgender Ereignisse: genau 32 Rücksendungen; höchstens 25 Rücksendungen; mehr als 40 Rücksendungen.
Bestimme das 95-%-Prognoseintervall für \(X\).
Beurteile die Vermutung, dass sich der Anteil der Rücksendungen erhöht hat, wenn in einer Woche 45 Rücksendungen gezählt werden.
Zwei Ausgänge, gleiche Wahrscheinlichkeit, Unabhängigkeit.
„mehr als 40“ heißt \(1-P(X\le40)\).
\(\mu=np\), \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}\), Laplace-Bedingung prüfen.
Liegt 45 im Intervall aus c?
Jede Bestellung: zurück oder nicht, \(p=0{,}08\) konstant (1 BE); Unabhängigkeit der Bestellungen angenommen (1 BE).
\(P(X=32)\approx0{,}073\); \(P(X\le25)\approx0{,}113\); \(P(X>40)=1-P(X\le40)\approx0{,}062\) (je Ansatz 1 BE, je Ergebnis 1 BE).
\(\mu=32\), \(\sigma=\sqrt{29{,}44}\approx5{,}43>3\) (2 BE); \(32\pm1{,}96\cdot5{,}43\) (1 BE); \(22\le X\le42\) (1 BE).
45 liegt außerhalb des Intervalls (1 BE); das spricht für eine Veränderung (1 BE), ist aber kein Beweis — auch bei \(p=0{,}08\) tritt so ein Wert selten auf (1 BE).
Ein Zeltdach wird modellhaft durch die Pyramide \(ABCDS\) mit \(A(0\,|\,0\,|\,0)\), \(B(6\,|\,0\,|\,0)\), \(C(6\,|\,6\,|\,0)\), \(D(0\,|\,6\,|\,0)\) und der Spitze \(S(3\,|\,3\,|\,4)\) beschrieben (1 LE = 1 m).
Zeige , dass die Kanten \(\overline{AS}\) und \(\overline{CS}\) gleich lang sind, und gib ihre Länge an.
Berechne den Winkel zwischen der Kante \(\overline{AS}\) und der Diagonalen \(\overline{AC}\).
Berechne das Volumen des Zeltinnenraums.
Untersuche , ob eine Stange auf der Geraden \(h:\ \vec x=(3\,|\,0\,|\,0{,}5)+s\cdot(-1\,|\,1\,|\,1)\) die Kante \(\overline{AS}\) trifft, und gib gegebenenfalls den Treffpunkt an.
Beide Verbindungsvektoren aufstellen.
\(\overrightarrow{AC}=(6\,|\,6\,|\,0)\), Winkelformel.
\(V=\frac13 G h\), Höhe = \(x_3\)-Koordinate der Spitze.
Gerade durch \(A\) und \(S\): \(\vec x=r\cdot(3\,|\,3\,|\,4)\); gleichsetzen, \(0\le r\le1\) prüfen.
\(\overrightarrow{AS}=(3\,|\,3\,|\,4)\), \(\overrightarrow{CS}=(-3\,|\,-3\,|\,4)\) (1 BE); beide \(\sqrt{34}\approx5{,}83\) m (2 BE).
\(\cos\alpha=\frac{36}{\sqrt{34}\cdot\sqrt{72}}\) (2 BE); \(\alpha\approx43{,}3^\circ\) (2 BE).
\(G=36\) m² (1 BE), \(h=4\) m (1 BE), \(V=48\) m³ (1 BE).
Ansatz (1 BE); aus I und II \(s=1{,}5\), \(r=0{,}5\) (2 BE); III: \(2=2\) ✓ (1 BE); \(0\le r\le1\), Treffpunkt \(P(1{,}5\,|\,1{,}5\,|\,2)\), die Mitte der Kante (1 BE).
Vergleiche deinen Ansatz mit dem Erwartungshorizont und trage die erreichten BE ein. Gleichwertige Lösungswege zählen ebenfalls; ein Folgefehler soll nicht dieselbe Leistung mehrfach entwerten. Dies ist eine Selbsteinschätzung ohne automatische Benotung. Die Eingaben werden nur in diesem Browser gespeichert.