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Übung — AFB II

Zehn Aufgaben, bei denen du Zusammenhänge herstellst: Sachkontext übersetzen, mehrschrittig rechnen, Messreihen auswerten und zwei Größen miteinander verknüpfen.

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1

Aufgabenblock — AFB II

Diese Übung deckt alle Unterkapitel des Themas „Atomhülle“ ab. Anders als bei AFB I genügt hier keine einzelne Formel: Du musst zuerst den Sachkontext übersetzen (Was ist eigentlich gesucht?), dann mehrere Schritte verketten, Messreihen auswerten oder zwei Größen miteinander verknüpfen. Jede Aufgabe hat Teilschritte a), b), c) — sie bauen aufeinander auf. Zu jeder Aufgabe gibt es drei gestufte Tipps (Ansatz → Rechenweg → Lösung) und eine vollständige Lösung zum Aufklappen. Rechne mit \(h\,c = 1240\,\text{eV⋅nm}\) und gib Dezimalzahlen mit Komma ein.

A1
Beteigeuze und Rigel — zwei Sterne im OrionSpektren & Temperatur
AFB II

Im Sternbild Orion stehen zwei sehr unterschiedliche Sterne. Ein Spektrograf misst die Lage des Strahlungsmaximums: Beteigeuze (rötlich, Roter Überriese) hat \(\lambda_\text{max}=830\,\text{nm}\), Rigel (bläulich-weiß, Blauer Überriese) hat \(\lambda_\text{max}=250\,\text{nm}\).

Gegeben: \(\lambda_\text{max}\cdot T = 2{,}90\cdot 10^{6}\,\text{nm⋅K}\), \(\dfrac{P}{A}=\sigma\,T^{4}\). Rechne in Teil c) mit den gerundeten Temperaturen aus a) und b).

a) Berechne die Oberflächentemperatur von Beteigeuze. b) Berechne die Oberflächentemperatur von Rigel. c) Um welchen Faktor strahlt Rigel je Quadratmeter stärker als Beteigeuze?

K
K
—
Ansatz: Wien nach \(T\) auflösen: \(T=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}\,\text{nm⋅K}}{\lambda_\text{max}}\). Für den Faktor in c) kürzt sich \(\sigma\) heraus: \(\dfrac{P_\text{R}/A}{P_\text{B}/A}=\left(\dfrac{T_\text{R}}{T_\text{B}}\right)^{4}\). Wien liefert nur die Lage des Maximums, Stefan-Boltzmann die Menge.
Rechenweg: \(T_\text{B}=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}}{830}\,\text{K}\approx 3{,}49\cdot10^{3}\,\text{K}\); \(T_\text{R}=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}}{250}\,\text{K}=1{,}16\cdot10^{4}\,\text{K}\). Faktor: \(\left(\dfrac{11\,600}{3494}\right)^{4}=3{,}32^{4}\).
Lösung: a) rund 3494 K (≈ 3,5·10³ K). b) 11 600 K. c) Faktor ≈ 121, also rund 120-mal so viel Leistung je m².
Vollständige Lösung
a) \(T_\text{B}=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}\,\text{nm⋅K}}{830\,\text{nm}}\) ≈ 3494 K
b) \(T_\text{R}=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}\,\text{nm⋅K}}{250\,\text{nm}}\) = 11 600 K — Rigel ist rund dreimal so heiß.
c) \(\dfrac{P_\text{R}/A}{P_\text{B}/A}=\dfrac{\sigma T_\text{R}^{4}}{\sigma T_\text{B}^{4}}=\left(\dfrac{11\,600}{3494}\right)^{4}=3{,}32^{4}\) ≈ 121
Deutung: Dreifache Temperatur bedeutet nicht dreifache, sondern rund 120-fache Strahlungsleistung je Quadratmeter — die vierte Potenz schlägt hart durch. Vorsicht: Daraus folgt nicht, dass Rigel insgesamt heller ist: Beteigeuze hat rund den 60-fachen Radius, also die \(60^2 = 3600\)-fache Oberfläche.
250 nm 830 nm sichtbar 380–780 nm Rigel Beteigeuze I λ
Strahlungskurven der beiden Überriesen
A2
Warum die Glühlampe scheitert — Wendel gegen SonneSpektren & Temperatur
AFB II

Die Wolframwendel einer Glühlampe arbeitet bei T = 2700 K; ihr Strahlungsmaximum liegt dadurch im Infraroten. Ein Entwicklungsteam fragt: Wie heiß müsste die Wendel sein, damit das Maximum mitten im Sichtbaren bei \(\lambda_\text{max}=550\,\text{nm}\) liegt — und wäre das technisch machbar? Wolfram schmilzt bei 3695 K.

Gegeben: \(\lambda_\text{max}\cdot T = 2{,}90\cdot 10^{6}\,\text{nm⋅K}\), \(\dfrac{P}{A}=\sigma\,T^{4}\), \(T_\text{Wendel}=2700\,\text{K}\), \(T_\text{Sonne}=5800\,\text{K}\), \(T_\text{Schmelz}=3695\,\text{K}\).

a) Welche Temperatur wäre für \(\lambda_\text{max}=550\,\text{nm}\) nötig? b) Um wie viel Kelvin läge sie über der Schmelztemperatur von Wolfram? c) Um welchen Faktor strahlt die Sonnenoberfläche (5800 K) je m² stärker als die Wendel (2700 K)?

K
K
—
Ansatz: a) Wien nach \(T\) auflösen. b) Einfache Differenz \(T_\text{nötig}-3695\,\text{K}\) — keine neue Formel, nur der Übersetzungsschritt „passt das technisch?“. c) Wieder \(\left(\dfrac{T_1}{T_2}\right)^{4}\), weil \(\sigma\) und \(A\) sich herauskürzen.
Rechenweg: \(T=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}}{550}\,\text{K}\approx 5273\,\text{K}\). Differenz: \(5273-3695=1578\,\text{K}\). Faktor: \(\left(\dfrac{5800}{2700}\right)^{4}=2{,}148^{4}\).
Lösung: a) ≈ 5273 K (also rund \(5{,}3\cdot10^{3}\,\text{K}\)). b) rund 1578 K zu heiß. c) Faktor ≈ 21, also gut 20-mal so viel.
Vollständige Lösung
a) \(T=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}\,\text{nm⋅K}}{550\,\text{nm}}\) ≈ 5,27·10³ K
b) \(5273\,\text{K}-3695\,\text{K}\) ≈ 1578 K über dem Schmelzpunkt — die Wendel wäre längst verdampft.
c) \(\left(\dfrac{5800}{2700}\right)^{4}=2{,}15^{4}\) ≈ 21
Deutung: Bei 2700 K liegt \(\lambda_\text{max}\) mit rund 1,07 µm klar im Infraroten; der weitaus größte Teil der Fläche unter der Strahlungskurve liegt jenseits von 780 nm. Die Glühlampe ist deshalb ein Heizkörper mit Lichtnebenwirkung. Der Ausweg ist nicht „noch heißer“, sondern eine nicht-thermische Lichtquelle: Leuchtstofflampen und LEDs erzeugen Licht über einzelne Übergänge statt über Wärmestrahlung.
2700 K — Wendel 3695 K — Wolfram schmilzt 5273 K — für λmax = 550 nm technisch verboten T Wien: heißer = kurzwelliger
Die nötige Temperatur liegt weit über dem Schmelzpunkt
A3
Eine reale Franck-Hertz-Röhre auswertenFranck-Hertz
AFB II

Ein Kurs nimmt die Kennlinie einer Quecksilberdampf-Röhre auf. Die Stromeinbrüche liegen bei 5,2 V, 10,1 V und 15,0 V — also nicht bei den erwarteten 4,9 V, 9,8 V, 14,7 V. Eine Gruppe schließt daraus voreilig auf eine Anregungsenergie von 5,2 eV.

Gegeben: Messwerte 5,2 V · 10,1 V · 15,0 V; \(E_\text{kin}=eU\); \(U_n = U_\text{Zus} + n\cdot\dfrac{\Delta E}{e}\). Nicht die Lage, sondern der Abstand der Einbrüche ist auszuwerten.

a) Wie groß ist der Abstand zweier benachbarter Einbrüche — und damit die Anregungsenergie in eV? b) Wie groß ist die systematische Verschiebung (Kontaktspannung) der ganzen Kennlinie? c) Bei welcher Spannung erwartest du den vierten Einbruch?

eV
V
V
Ansatz: Die Differenzbildung eliminiert die konstante Verschiebung: \(U_2-U_1\) enthält \(U_\text{Zus}\) nicht mehr. Wegen \(E_\text{kin}=eU\) ist die Volt-Zahl des Abstands direkt die eV-Zahl der Anregungsenergie. Die Verschiebung findest du, indem du vom ersten Messwert eine ganze Portion abziehst.
Rechenweg: \(10{,}1-5{,}2=4{,}9\,\text{V}\) (Kontrolle: \(15{,}0-10{,}1=4{,}9\,\text{V}\)) → \(\Delta E=4{,}9\,\text{eV}\). Verschiebung: \(5{,}2-4{,}9=0{,}3\,\text{V}\). Vierter Einbruch: \(5{,}2+3\cdot4{,}9\).
Lösung: a) 4,9 eV. b) 0,3 V. c) 19,9 V.
Vollständige Lösung
a) Abstände: \(10{,}1-5{,}2=4{,}9\,\text{V}\) und \(15{,}0-10{,}1=4{,}9\,\text{V}\). Wegen \(E_\text{kin}=eU\) folgt ΔE = 4,9 eV — der Literaturwert für Quecksilber.
b) \(U_\text{Zus}=5{,}2\,\text{V}-4{,}9\,\text{V}\) = 0,3 V. Diese Kontaktspannung verschiebt alle Einbrüche um denselben Betrag.
c) \(U_4 = 5{,}2\,\text{V}+3\cdot4{,}9\,\text{V}\) = 19,9 V
Warum die Gruppe irrt: „5,2 eV“ nimmt die Lage des ersten Einbruchs für die Anregungsenergie. Damit steckt der systematische Fehler voll im Ergebnis. Der Abstand ist dagegen unempfindlich dagegen — deshalb wertet man ihn aus. Kontrolle über die Wellenlänge: \(\lambda=\dfrac{1240}{4{,}9}\,\text{nm}\approx 253\,\text{nm}\) (UV) — mit 5,2 eV käme man auf falsche 238 nm.
5,210,115,0? 4,9 V 4,9 V I U in V
Verschobene Kennlinie — der Abstand bleibt 4,9 V
A4
Leuchtschichten im Neon-Rohr — zählen und verortenFranck-Hertz
AFB II

Ein Rohr mit Neon wird betrieben; zwischen Kathode und Gitter liegen L = 8,0 cm. Bei einer Beschleunigungsspannung von U = 62 V erscheinen orangerote Leuchtschichten in gleichen Abständen. Die Anregungsenergie von Neon beträgt \(\Delta E = 18{,}7\,\text{eV}\).

Gegeben: \(n=\left\lfloor\dfrac{eU}{\Delta E}\right\rfloor\), \(\dfrac{x_k}{L}=\dfrac{k\,\Delta E}{eU}\), \(L=8{,}0\,\text{cm}\), \(U=62\,\text{V}\), \(\Delta E=18{,}7\,\text{eV}\). Achtung: Es wird abgerundet — eine halbe Schicht gibt es nicht.

a) Wie viele Leuchtschichten sind bei 62 V zu sehen? b) Wie weit ist die erste Schicht von der Kathode entfernt? c) Ab welcher Spannung erscheint eine weitere (die nächste) Schicht?

Schichten
cm
V
Ansatz: Zähle zuerst, wie viele volle Energieportionen \(\Delta E\) in \(eU\) passen — der Rest bleibt dem Elektron als Bewegungsenergie und erzeugt keine halbe Schicht. Für die Lage: Die erste Schicht sitzt dort, wo das Elektron erstmals \(\Delta E\) gesammelt hat, also beim Bruchteil \(x_1/L = \Delta E/(eU)\) der Strecke. Die \(k\)-te Schicht erscheint gerade dann, wenn \(eU = k\,\Delta E\) ist.
Rechenweg: \(\dfrac{62}{18{,}7}=3{,}32\) → abrunden auf 3. \(\dfrac{x_1}{L}=\dfrac{18{,}7}{62}=0{,}302\), also \(x_1 = 0{,}302\cdot 8{,}0\,\text{cm}\). Nächste Schicht: \(U_4=\dfrac{4\cdot 18{,}7\,\text{eV}}{e}\).
Lösung: a) 3 Schichten. b) \(x_1\approx 2{,}4\,\text{cm}\) (rund 30 % der Strecke). c) 74,8 V.
Vollständige Lösung
a) \(n=\left\lfloor\dfrac{62\,\text{eV}}{18{,}7\,\text{eV}}\right\rfloor=\lfloor 3{,}32\rfloor\) = 3 Schichten
b) \(\dfrac{x_1}{L}=\dfrac{18{,}7}{62}=0{,}302\) → \(x_1=0{,}302\cdot 8{,}0\,\text{cm}\) ≈ 2,4 cm; die weiteren Schichten folgen bei 4,8 cm und 7,2 cm.
c) \(U_4=\dfrac{4\cdot 18{,}7\,\text{eV}}{e}\) = 74,8 V
Deutung: Die Leuchtschichten sind das räumliche Abbild der Stromeinbrüche. Steigt \(U\), so steht \(U\) im Nenner von \(x_k/L\) — die Schichten rücken zur Kathode, und hinten wird Platz für eine neue. Höhere Spannung macht die Schichten außerdem heller, nicht farbiger: Die Farbe hängt allein an den Übergängen des Neonatoms. Das Anregungsphoton selbst (66 nm) wäre unsichtbar — sichtbar wird das Orangerot erst über die Nachfolgeübergänge der Kaskade.
2,4 cm4,8 cm7,2 cm x₁ Kathode Gitter L = 8,0 cm · U = 62 V ΔE(Neon) = 18,7 eV
Drei Leuchtschichten in gleichen Abständen
A5
Nanodrähte — trägt das Potenzialtopf-Modell?Potenzialtopf
AFB II

An vier Nanodrähten wird jeweils die Energie des Übergangs \(1\to 2\) gemessen. Prüfe, ob das Kastenmodell die Messreihe trägt.

M1 — Messreihe: Drahtlänge L und gemessene Übergangsenergie
DrahtABCD
L in nm1,001,502,003,00
ΔE1→2 in eV1,100,490,290,12
Gegeben: \(E_1\approx\dfrac{0{,}376\,\text{eV}}{(L/\text{nm})^2}\) und \(\Delta E_{1\to 2}=(2^2-1^2)\,E_1=3E_1\), also \(\Delta E_{1\to2}\sim\dfrac{1}{L^2}\).

a) Welchen Wert erwartet das Modell für Draht B? b) Berechne die Prüfgröße \(\Delta E\cdot L^2\) für Draht C. c) Welchen Wert müsste \(\Delta E\cdot L^2\) nach dem Modell für jeden Draht haben?

eV
eV·nm²
eV·nm²
Ansatz: Setze \(\Delta E_{1\to2}=3E_1=\dfrac{3\cdot 0{,}376\,\text{eV}}{(L/\text{nm})^2}\). Der Faktor 3 aus \(2^2-1^2\) ist der häufigste Stolperstein. Für die Prüfung auf \(1/L^2\) multiplizierst du jeden Messwert mit \(L^2\): Ist das Modell richtig, muss immer dieselbe Zahl herauskommen — das ist der Zähler \(3\cdot 0{,}376\).
Rechenweg: B: \(\dfrac{3\cdot 0{,}376}{1{,}50^2}=\dfrac{1{,}128}{2{,}25}\). C: \(0{,}29\cdot 2{,}00^2 = 0{,}29\cdot 4{,}00\). Modellwert: \(3\cdot 0{,}376\).
Lösung: a) ≈ 0,50 eV. b) 1,16 eV·nm². c) 1,128 eV·nm² ≈ 1,13 eV·nm².
Vollständige Lösung
a) \(\Delta E_\text{B}=\dfrac{3\cdot 0{,}376\,\text{eV}}{(1{,}50)^2}=\dfrac{1{,}128}{2{,}25}\,\text{eV}\) ≈ 0,50 eV gegen den Messwert 0,49 eV — Übereinstimmung auf rund 2 %.
b) \(\Delta E\cdot L^2 = 0{,}29\,\text{eV}\cdot 4{,}00\,\text{nm}^2\) = 1,16 eV·nm²
c) \(3\cdot 0{,}376\,\text{eV·nm}^2\) = 1,128 eV·nm²
Auswertung der ganzen Reihe: A 1,10 · B 1,10 · C 1,16 · D 1,08 eV·nm² — die Streuung liegt unter ±4 % um den Mittelwert 1,11 eV·nm² und damit dicht am theoretischen Wert 1,128. Das Modell trägt hier also, obwohl es „nur“ ein Kasten mit unendlich hohen Wänden ist. Grenze: Ein Draht, der rotes Licht mit 650 nm erzeugen soll, bräuchte \(\Delta E = 1240/650 \approx 1{,}91\,\text{eV}\) und damit \(L^2 = 1{,}128/1{,}91\), also \(L\approx 0{,}77\,\text{nm}\) — nur noch wenige Atomdurchmesser; dort sind die Modellannahmen kaum noch haltbar.
ABCD 1,001,502,003,00 Drahtlänge L in nm ΔE Test: ΔE · L² = 1,10 / 1,10 / 1,16 / 1,08 eV·nm²
Messreihe M1 und die Prüfgröße ΔE·L²
A6
Cyanin-Farbstoff — von der Kettenlänge zur FarbePotenzialtopf
AFB II

Langgestreckte Cyanin-Farbstoffe haben eine Kette abwechselnder Doppelbindungen. Die Elektronen des konjugierten \(\pi\)-Systems bewegen sich darin fast frei — man behandelt die Kette wie einen eindimensionalen Potenzialtopf der Breite L. Farbstoff B hat die Kettenlänge \(L=0{,}70\,\text{nm}\); gemessen wird eine Absorption bei 548 nm, die Lösung erscheint purpurrot.

Gegeben: \(E_1\approx\dfrac{0{,}376\,\text{eV}}{(L/\text{nm})^2}\), \(\Delta E_{1\to2}=3E_1\), \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta E}\), \(L=0{,}70\,\text{nm}\).

a) Berechne die Grundenergie \(E_1\) der Kette. b) Berechne die Energie des Übergangs \(1\to 2\). c) Welche Wellenlänge sagt das Modell für die Absorption voraus?

eV
eV
nm
Ansatz: Drei Schritte hintereinander: erst \(E_1\) aus der Kettenlänge, dann den Übergang \(\Delta E = 3E_1\) (nicht \(E_1\) und nicht \(E_2\) allein!), zuletzt die Wellenlänge über \(\lambda = 1240/\Delta E\). Denke daran: \(\Delta E\) steht im Nenner — viel Energie bedeutet kurze Welle.
Rechenweg: \(E_1=\dfrac{0{,}376}{0{,}70^2}\,\text{eV}=\dfrac{0{,}376}{0{,}49}\,\text{eV}\). Dann \(\Delta E = 3\cdot E_1\). Dann \(\lambda = \dfrac{1240}{\Delta E}\,\text{nm}\).
Lösung: a) \(E_1\approx 0{,}77\,\text{eV}\). b) \(\Delta E\approx 2{,}30\,\text{eV}\). c) \(\lambda\approx 539\,\text{nm}\) — grünes Licht.
Vollständige Lösung
a) \(E_1=\dfrac{0{,}376\,\text{eV}}{(0{,}70)^2}=\dfrac{0{,}376}{0{,}49}\,\text{eV}\) ≈ 0,77 eV
b) \(\Delta E_{1\to2}=(2^2-1^2)\,E_1 = 3\cdot 0{,}767\,\text{eV}\) ≈ 2,30 eV
c) \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{2{,}30\,\text{eV}}\) ≈ 539 nm
Vergleich mit der Messung: Gemessen sind 548 nm — die Abweichung beträgt nur rund 9 nm bzw. etwa 1,6 %. Für ein Modell mit unendlich hohen Wänden ist das erstaunlich gut.
Warum purpurrot? Verschluckt wird grünes Licht bei etwa 540 nm; sichtbar bleibt die Komplementärfarbe — die Lösung erscheint also nicht grün, sondern purpurrot. Und die Faustregel: Längere Kette → größeres \(L\) → kleineres \(\Delta E\) → größere absorbierte Wellenlänge. Von 0,50 nm bis 0,85 nm wandert die Absorption von 275 nm bis 794 nm, also vom UV bis ins nahe Infrarot.
n = 1 n = 2 ΔE L = 0,70 nm verschluckt: grün, ca. 540 nm
Die Kette als eindimensionaler Kasten
A7
Die Natrium-D-Linie im SonnenspektrumResonanzabsorption
AFB II

Im Sonnenspektrum fehlt bei 589 nm eine schmale Farbe — eine Fraunhofer-Linie. Verantwortlich ist Natrium in der kühleren Sonnenatmosphäre. Die zugehörige Photonenenergie beträgt \(E_\text{Ph}\approx 2{,}11\,\text{eV}\); der Grundzustand des Natriumatoms liegt bei \(E_1=-5{,}14\,\text{eV}\).

Gegeben: \(E_\text{Ph}=\Delta E = E_\text{hoch}-E_\text{tief}\), \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta E}\), \(c=3{,}00\cdot10^{8}\,\dfrac{\text{m}}{\text{s}}\), \(E_1=-5{,}14\,\text{eV}\), \(\lambda=589\,\text{nm}\), \(E_\text{Ph}=2{,}11\,\text{eV}\).

a) Auf welchem Energieniveau landet das Elektron nach der Absorption? b) Welche Frequenz hat das Licht der D-Linie (in \(10^{14}\,\text{Hz}\))? c) Welche Wellenlänge hätte ein Photon, das Natrium aus dem Grundzustand gerade ionisiert?

eV
·10¹⁴ Hz
nm
Ansatz: a) Das Photon hebt das Elektron um genau \(\Delta E\) an: \(E_\text{Ziel}=E_1+E_\text{Ph}\). Achte auf das Vorzeichen — das Ergebnis muss negativ bleiben, sonst wäre das Elektron frei. b) \(f=\dfrac{c}{\lambda}\); rechne \(\lambda\) vorher in Meter um (589 nm = 589·10⁻⁹ m). c) Zur Ionisierung aus \(n=1\) ist der Betrag \(|E_1|=5{,}14\,\text{eV}\) nötig, dann \(\lambda = 1240/\Delta E\).
Rechenweg: \(E_\text{Ziel}=-5{,}14\,\text{eV}+2{,}11\,\text{eV}\). \(f=\dfrac{3{,}00\cdot10^{8}\,\text{m/s}}{589\cdot10^{-9}\,\text{m}}\). \(\lambda_\text{ion}=\dfrac{1240}{5{,}14}\,\text{nm}\).
Lösung: a) \(-3{,}03\,\text{eV}\). b) \(f\approx 5{,}09\cdot10^{14}\,\text{Hz}\). c) \(\lambda_\text{ion}\approx 241\,\text{nm}\), also im UV.
Vollständige Lösung
a) \(E_\text{Ziel}=E_1+E_\text{Ph}=-5{,}14\,\text{eV}+2{,}11\,\text{eV}\) = −3,03 eV — immer noch unter null, das Elektron bleibt also gebunden. Anregung ist nicht Ionisierung.
b) \(f=\dfrac{c}{\lambda}=\dfrac{3{,}00\cdot10^{8}\,\text{m/s}}{5{,}89\cdot10^{-7}\,\text{m}}\) ≈ 5,09·10¹⁴ Hz
c) \(\lambda_\text{ion}=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{5{,}14\,\text{eV}}\) ≈ 241 nm — deutlich unter 380 nm, also Ultraviolett.
Warum eine dunkle Linie? Das Natriumatom gibt die Energie kurz darauf wieder als Photon derselben Wellenlänge ab — aber in eine zufällige Richtung. In der ursprünglichen Blickrichtung fehlt deshalb fast das ganze Licht dieser Farbe. Die Energie ist nicht vernichtet, sondern aus dem Strahl herausgestreut: Von der Seite betrachtet leuchtet der Dampf gelb. Ein Photon mit 600 nm passt dagegen zu keinem Übergang und läuft vollständig durch — Resonanz kennt kein „ungefähr“.
weiße Quelle Na-Dampf seitlich: gelb 589 nm Spektrum −5,14 eV −3,03 eV ΔE = 2,11 eV
Absorption im Strahl, Streuung zur Seite
A8
Ein unbekanntes Atom mit vier NiveausNiveauschema
AFB II

Ein Spektrometer untersucht eine Gasprobe. Aus anderen Messungen kennt man bereits die vier untersten Energieniveaus des Atoms. Das Gerät erfasst nur den Bereich 380 nm bis 780 nm — und zeigt dort erstaunlicherweise nur eine einzige Linie.

M1 — die vier untersten Niveaus des unbekannten Atoms
n1234
En in eV−8,00−4,60−2,20−1,00
Gegeben: \(\Delta E = E_\text{hoch}-E_\text{tief}\), \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta E}\), sichtbar 380–780 nm.

a) Berechne \(\Delta E\) für den Übergang \(3\to 2\). b) Welche Wellenlänge gehört dazu? c) Welche Wellenlänge hat der Übergang \(4\to 3\)?

eV
nm
nm
Ansatz: Immer zuerst die Differenz zweier Niveaus bilden, nie ein einzelnes \(E_n\) als Photonenenergie nehmen. Beim doppelten Minus aufpassen: \(-2{,}20-(-4{,}60)=-2{,}20+4{,}60\). Erst danach \(\lambda = 1240/\Delta E\) — kleines \(\Delta E\) heißt große Wellenlänge.
Rechenweg: \(3\to2\): \(\Delta E=-2{,}20-(-4{,}60)=2{,}40\,\text{eV}\), \(\lambda=\dfrac{1240}{2{,}40}\,\text{nm}\). \(4\to3\): \(\Delta E=-1{,}00-(-2{,}20)=1{,}20\,\text{eV}\), \(\lambda=\dfrac{1240}{1{,}20}\,\text{nm}\).
Lösung: a) 2,40 eV. b) ≈ 517 nm (sichtbar, grün). c) ≈ 1033 nm (Infrarot).
Vollständige Lösung
a) \(\Delta E_{3\to2}=-2{,}20\,\text{eV}-(-4{,}60\,\text{eV})\) = 2,40 eV
b) \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{2{,}40\,\text{eV}}\) ≈ 517 nm — im sichtbaren Fenster, grün.
c) \(\Delta E_{4\to3}=1{,}20\,\text{eV}\), \(\lambda=\dfrac{1240}{1{,}20}\,\text{nm}\) ≈ 1033 nm — Infrarot, für das Gerät unsichtbar.
Alle sechs Übergänge: 2→1: 3,40 eV / 365 nm (UV) · 3→1: 5,80 eV / 214 nm (UV) · 4→1: 7,00 eV / 177 nm (UV) · 3→2: 2,40 eV / 517 nm (sichtbar) · 4→2: 3,60 eV / 344 nm (UV) · 4→3: 1,20 eV / 1033 nm (IR).
Deshalb nur eine Linie: Vier Niveaus erlauben \(Z=\dfrac{N(N-1)}{2}=\dfrac{4\cdot3}{2}=6\) Übergänge — aber fünf davon liegen außerhalb von 380–780 nm. Aus der Zahl der sichtbaren Linien auf die Zahl der Niveaus zu schließen, führt daher in die Irre; sichtbare Linien liefern nur eine untere Schranke.
E = 0 n=4n=3n=2n=1 −1,00−2,20−4,60−8,00 3→2 · 517 nm 4→3 · 1033 nm 4 Niveaus → 6 Übergänge, aber nur 1 im Sichtbaren
Termschema des unbekannten Atoms
A9
Die vierte Balmer-Linie mit der Rydberg-FormelLinienspektren
AFB II

Ein Gitterspektrometer zeigt am violetten Rand des Wasserstoffspektrums eine vierte Balmer-Linie, die \(H_\delta\)-Linie. Sie gehört zum Übergang \(n=6\to n=2\). Bestimme ihre Wellenlänge über die Balmer-Formel und kontrolliere anschließend über die Photonenenergie.

Gegeben: \(\dfrac{1}{\lambda}=R_H\left(\dfrac{1}{2^2}-\dfrac{1}{n^2}\right)\) mit \(R_H=1{,}097\cdot10^{7}\,\text{m}^{-1}\) und \(n=6\); \(E=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\lambda}\). In der Klammer steht das Zielniveau zuerst.

a) Wie groß ist der Klammerwert \(\dfrac{1}{4}-\dfrac{1}{36}\)? b) Wie groß ist \(\lambda\) in Nanometern? c) Welche Photonenenergie gehört zu dieser Linie?

—
nm
eV
Ansatz: Die Balmer-Formel liefert nicht \(\lambda\), sondern \(1/\lambda\) — der Kehrwert am Ende ist der häufigste Fehler. Rechne in drei Portionen: erst die Klammer, dann \(1/\lambda = R_H\cdot\)Klammer in \(\text{m}^{-1}\), dann \(\lambda\) und Umrechnung in nm (\(1\,\text{m}=10^{9}\,\text{nm}\)). Größenordnungscheck: sichtbares Licht liegt zwischen 400 und 700 nm.
Rechenweg: \(\dfrac14-\dfrac1{36}=\dfrac{9-1}{36}=\dfrac{8}{36}=0{,}2222\). \(\dfrac1\lambda = 1{,}097\cdot10^{7}\cdot 0{,}2222\,\text{m}^{-1}=2{,}438\cdot10^{6}\,\text{m}^{-1}\). \(\lambda = 4{,}10\cdot10^{-7}\,\text{m}\). Energie: \(\dfrac{1240}{410}\).
Lösung: a) 0,2222. b) \(\lambda\approx 410\,\text{nm}\), violett. c) \(E_\text{Ph}\approx 3{,}02\,\text{eV}\).
Vollständige Lösung
a) \(\dfrac{1}{2^2}-\dfrac{1}{6^2}=\dfrac{1}{4}-\dfrac{1}{36}=\dfrac{8}{36}\) = 0,2222
b) \(\dfrac{1}{\lambda}=1{,}097\cdot10^{7}\,\text{m}^{-1}\cdot 0{,}2222 = 2{,}438\cdot10^{6}\,\text{m}^{-1}\) → \(\lambda = 4{,}10\cdot10^{-7}\,\text{m}\) ≈ 410 nm
c) \(E=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{410\,\text{nm}}\) ≈ 3,02 eV
Einordnung: \(H_\delta\) ist die violette, energiereichste der vier sichtbaren Balmer-Linien (656 · 486 · 434 · 410 nm). Nach kurzen Wellenlängen rücken die Linien immer enger zusammen, weil die Niveaus nach oben gegen \(E=0\) laufen; sie enden an der Seriengrenze bei 365 nm — dort ist die Häufungsstelle, keine besonders helle Linie. Kontrolle: Der Weg über die Niveaus muss dasselbe liefern: \(E_6-E_2 = -0{,}378-(-3{,}40) = 3{,}02\,\text{eV}\) ✓ — beide Rechenschienen sind richtig, dürfen aber nicht vermischt werden.
410434486656 365 Seriengrenze (UV) Wellenlänge λ in nm → gesucht: Hδ, Übergang 6 → 2
Die vier sichtbaren Balmer-Linien
A10
Wasserstoff in einer Sternatmosphäre — Anregung oder Ionisierung?Quantisierung
AFB II

In der heißen Atmosphäre eines Sterns sind viele Wasserstoffatome bereits angeregt: Ihre Elektronen sitzen im Zustand n = 2. Aus dem Sterninneren trifft Strahlung auf diese Atome; betrachte ein Photon mit \(E_\text{Ph}=5{,}0\,\text{eV}\).

Gegeben: \(E_n=-\dfrac{13{,}6\,\text{eV}}{n^2}\), \(E_\infty = 0\), \(E_\text{kin}=E_\text{Ph}-\Delta E_\text{ion}\), \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{E}\). Oberhalb von \(E=0\) liegen die erlaubten Energien kontinuierlich — dort muss nichts mehr exakt passen.

a) Wie viel Energie ist mindestens nötig, um das Elektron aus \(n=2\) ganz abzulösen? b) Welche kinetische Energie behält das Elektron nach der Ionisierung durch das 5,0-eV-Photon? c) Welche Wellenlänge hat dieses Photon?

eV
eV
nm
Ansatz: Die Ionisierungsenergie aus einem Zustand ist der Betrag seiner Niveauenergie: \(\Delta E_\text{ion}=E_\infty - E_2 = 0-E_2\). Reicht das Photon darüber hinaus, wird der Überschuss nicht „verschwendet“, sondern bleibt als Bewegungsenergie des freien Elektrons. Für die Wellenlänge gilt wie immer \(\lambda = 1240/E\).
Rechenweg: \(E_2=-\dfrac{13{,}6}{4}\,\text{eV}=-3{,}40\,\text{eV}\), also \(\Delta E_\text{ion}=0-(-3{,}40)=3{,}40\,\text{eV}\). Wegen \(5{,}0>3{,}40\) wird ionisiert: \(E_\text{kin}=5{,}0-3{,}40\). Wellenlänge: \(\dfrac{1240}{5{,}0}\,\text{nm}\).
Lösung: a) 3,40 eV. b) 1,60 eV. c) 248 nm — im UV.
Vollständige Lösung
a) \(E_2=-\dfrac{13{,}6\,\text{eV}}{2^2}=-3{,}40\,\text{eV}\), also \(\Delta E_\text{ion}=E_\infty-E_2=0-(-3{,}40\,\text{eV})\) = 3,40 eV
b) \(5{,}0\,\text{eV} > 3{,}40\,\text{eV}\) → das Atom wird ionisiert. \(E_\text{kin}=5{,}0\,\text{eV}-3{,}40\,\text{eV}\) = 1,60 eV
c) \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{5{,}0\,\text{eV}}\) = 248 nm — Ultraviolett.
Der entscheidende Unterschied: Ein Photon mit 2,0 eV würde von demselben Atom gar nicht aufgenommen — es passt zu keinem der Übergänge aus \(n=2\) (1,89 / 2,55 / 2,86 eV) und reicht nicht bis zur Ionisierungsgrenze. Unterhalb von \(E=0\) gilt „alles oder nichts“. Oberhalb von \(E=0\) liegen die Energien dagegen kontinuierlich: Dort genügt „mindestens so viel“, der Rest wird kinetische Energie. Häufiger Fehler: 3,4 eV für die Ablösung aus \(n=1\) zu halten — dafür sind 13,60 eV nötig.
Kontinuum — E > 0 Elektron frei, Überschuss = E kin E = 0 −0,85−1,51−3,40−13,60 n=4n=3n=2n=1 Photon 5,0 eV 3,40 eV 1,60 eV
Ionisierung aus n = 2 mit Restenergie
Applet
Spektral-Werkstatt — Übergang wählen, Linie ablesenWerkzeug
AFB II

Hier verknüpfst du die drei Größen, um die es in dieser Übung durchgehend geht: Niveau → ΔE → λ → Spektralbereich. Wähle im Termschema des Wasserstoffatoms ein Startniveau und ein Zielniveau. Das Readout rechnet sofort mit \(E_n=-\dfrac{13{,}6\,\text{eV}}{n^2}\) und \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta E}\) und ordnet die Linie ein (UV unter 380 nm, sichtbar 380–780 nm, IR über 780 nm).

Bedienung: Ein Niveau anklicken — oder mit Tab hineinspringen, mit ↑/↓ das Niveau wechseln und mit Enter bzw. Leertaste auswählen. Der erste Klick setzt das Startniveau, der zweite das Zielniveau — danach beginnt es wieder von vorn.

E in eV E = 0 0,00 n = 6 −0,38 n = 5 −0,54 n = 4 −0,85 n = 3 −1,51 n = 2 −3,40 n = 1 −13,60 Abstände schematisch gestaucht — nach oben rücken die Niveaus enger
Nächste Auswahl setzt: Startniveau (rot = Start, blau = Ziel)
Spektralbereich: —

Der Farbbalken zeigt nur den sichtbaren Bereich. Liegt λ darunter oder darüber, rutscht die Marke an den Rand — die Linie liegt dann im UV bzw. IR und ist für das Auge unsichtbar. Probiere aus: Alle Übergänge mit Ziel n = 2 (Balmer) landen im Sichtbaren, alle mit Ziel n = 1 (Lyman) im UV, alle mit Ziel n = 3 (Paschen) im IR — die Serie hängt am Ziel, nicht am Start.

Wie war es?

Diese zehn Aufgaben verlangten nicht nur Formeln, sondern das Verketten mehrerer Schritte und das Übersetzen eines Sachverhalts. Wie sicher fühlst du dich?

  • Übersetzen:Bei welcher Aufgabe war es am schwersten, aus dem Text herauszulesen, welche Größe überhaupt gesucht ist — bei den Sternen, der Messreihe oder dem Neon-Rohr?
  • Zwischenschritte:Mehrere Aufgaben liefen über drei Stufen (z. B. \(E_1 \to \Delta E \to \lambda\)). Wo ist dir ein Faktor verloren gegangen — etwa die 3 aus \(2^2-1^2\) oder der Kehrwert bei der Balmer-Formel?
  • Größen verknüpfen:Du hast λ mit ΔE, ΔE mit T und U mit eV verbunden. Welche dieser Brücken ist bei dir noch wackelig — und welche Einheit hast du dabei zuletzt vergessen umzurechnen?