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Zusammenfassung

Das ganze Kapitel auf einen Blick — von der Entstehung des Erdöls bis zum CO₂ pro Kilometer.

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Energieträger und ihre Herkunft

Erdöl, Erdgas und Biogas liefern Kohlenwasserstoffe — entscheidend ist, woher ihr Kohlenstoff stammt und wie man das Rohöl in brauchbare Fraktionen trennt.

Erdöl

Gemisch vieler Kohlenwasserstoffe, entstanden über Jahrmillionen aus Plankton unter Luftabschluss, Druck und Wärme. Fossil und endlich.

Alkane, Cycloalkane, Aromaten

Erdgas

Fossiles Gas, Hauptbestandteil Methan, dazu Ethan, Propan, Butan, N₂ und CO₂.

CH₄ meist über 80 %

Biogas

Entsteht durch Vergärung von Gülle, Mais oder Bioabfall durch Mikroorganismen unter Luftabschluss. Nachwachsend.

50–75 % CH₄, Rest v. a. CO₂

Fraktionierte Destillation

GaseBenzinKerosinDieselRückstand Rohöl≈ 380 °C≈ 30 °C

Rohöl wird verdampft; im Turm wird es nach oben kühler. Jede Fraktion kondensiert auf ihrem Boden.

Trennung nach Siedebereich
Fraktionen im Destillationsturm (oben → unten)
Gase < 30 °C · Benzin 30–180 °C · Kerosin 180–250 °C · Diesel 250–350 °C · Rückstand > 350 °C
Längere Ketten → stärkere Van-der-Waals-Kräfte → höhere Siedetemperatur. Der Rückstand wird im Vakuum weiter getrennt, damit sich die langen Moleküle nicht zersetzen.

Gleicher Stoff, andere Herkunft

Erdgas und Biogas bestehen hauptsächlich aus Methan. Der Unterschied ist das Alter des Kohlenstoffs: Biogas setzt nur Kohlenstoff frei, den Pflanzen kurz zuvor aus der Luft gebunden haben; Erdgas bringt seit Jahrmillionen gespeicherten Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre.

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Moleküle spalten und analysieren

Die Destillation liefert zu wenig Benzin und zu viel Schweröl — das Cracken gleicht das aus. Die Gaschromatografie zeigt, was in einem Gemisch steckt.

Cracken

Lange Alkane werden gespalten: Es entstehen immer ein kürzeres Alkan und ein Alken.

C₁₀H₂₂ → C₈H₁₈ + C₂H₄

Thermisch oder katalytisch

Thermisch bei hoher Temperatur; mit Katalysator (Zeolith) bei niedrigerer Temperatur und gezielteren Produkten.

Grund: Bedarf an Benzin und Diesel

Gaschromatografie

Trägergas (mobile Phase) führt die Probe durch die Säule; die stationäre Phase hält die Stoffe unterschiedlich lange fest.

kurze, unpolare Moleküle zuerst

Chromatogramm lesen

Retentionszeit → welcher Stoff (Vergleich mit Referenz). Peakfläche → wie viel davon.

Anteil = Fläche : Gesamtfläche
Cracken: Alkan → kürzeres Alkan + Alken
\(\ce{C16H34 -> C8H18 + C8H16}\)
Prüfe die H-Bilanz: Das Alkan folgt \(C_nH_{2n+2}\), das Alken \(C_nH_{2n}\). Die Masse bleibt erhalten.

Destillation trennt, Cracken spaltet

Bei der Destillation bleiben die Moleküle unverändert — ein physikalischer Vorgang. Beim Cracken brechen C–C-Bindungen, es entstehen neue Stoffe — eine chemische Reaktion.

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Verbrennung und Stöchiometrie

Mit der ausgeglichenen Reaktionsgleichung und drei Formeln lässt sich berechnen, wie viel Sauerstoff eine Verbrennung braucht, wie viel CO₂ entsteht und wie viel Energie frei wird.

Vollständige Verbrennung

Aus C wird Kohlenstoffdioxid, aus H wird Wasser; der Sauerstoff kommt aus der Luft.

C₃H₈ + 5 O₂ → 3 CO₂ + 4 H₂O

Nachweise

Kalkwasser trübt sich durch CO₂; Watesmo-Papier oder weißes Kupfersulfat wird durch Wasser blau.

CO₂ → C im Stoff, H₂O → H im Stoff

Unvollständige Verbrennung

Bei Sauerstoffmangel entstehen giftiges CO und Ruß; die Flamme leuchtet gelb.

2 CH₄ + 3 O₂ → 2 CO + 4 H₂O

CO₂ aus Treibstoff

Jedes C-Atom wird zu CO₂. Weil O₂ eingebaut wird, ist das CO₂ schwerer als der Treibstoff.

1 L Benzin → ≈ 2,3 kg CO₂

Heizwert

Energie je kg bei vollständiger Verbrennung. Für den Tank zählt die Energie je Liter.

Methan 50 · Benzin 41,5 · Ethanol 27 MJ/kg

CO₂ je MJ

Je mehr H je C-Atom, desto weniger CO₂ pro Energie. Biogene Brennstoffe setzen nur kurz gebundenen Kohlenstoff frei.

Methan ≈ 55 g/MJ · Benzin ≈ 72 g/MJ
Stoffmenge, Gasvolumen, Energie
\(n = \dfrac{m}{M}\)    \(V = n\cdot V_m\)    \(E = m\cdot H_i\)
\(V_m \approx 24\,\text{L/mol}\) bei 20 °C und 1013 hPa, nur für Gase. M aus C = 12, H = 1, O = 16 g/mol. Rechenweg: m → n → Verhältnis aus der Gleichung → n → m oder V.

Warum das CO₂ schwerer ist als der Treibstoff

Aus 1 kg Octan entstehen rund 3,1 kg CO₂. Das widerspricht nicht der Massenerhaltung: Jedes C-Atom verbindet sich mit zwei O-Atomen aus der Luft, und deren Masse steckt mit im Produkt.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

In der Klausur kosten selten die großen Ideen Punkte, sondern diese drei Stellen.

Nur Koeffizienten ändern

Beim Ausgleichen bleiben die Formeln unangetastet. Erst C, dann H, zuletzt O ausgleichen; ergibt sich für O₂ eine halbe Zahl, die ganze Gleichung verdoppeln.

Immer über die Stoffmenge rechnen

Die Koeffizienten sind ein Teilchen- bzw. Stoffmengenverhältnis, kein Massenverhältnis. Masse in mol umrechnen, Verhältnis anwenden, zurückrechnen — und Einheiten mitschreiben (kg → g, m³ → L).

Beobachtung und Deutung trennen

„Kalkwasser wird trüb“ ist die Beobachtung, „es ist CO₂ entstanden, also enthielt der Stoff Kohlenstoff“ die Deutung. Im Chromatogramm gilt entsprechend: Retentionszeit → welcher Stoff, Peakfläche → wie viel.

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