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Übung AFB III

Ist Biogas klimaneutral, und braucht die Raffinerie das Cracken? Hier zählt dein begründetes Urteil.

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Aufgabenblock — AFB III

Begründen statt nur rechnen: Experimente planen, Daten beurteilen, Behauptungen überprüfen und eigene Begründungssätze formulieren, bevor du die Musterlösung aufklappst.

A1
Ist Biogas klimaneutral?
AFB III

Beurteile in 4–6 Sätzen die Aussage „Strom aus Biogas ist vollständig klimaneutral“.

Hinweis: Verfolge den Weg eines Kohlenstoff-Atoms vom Maisfeld bis zum Schornstein — und denke an alles, was dabei zusätzlich Energie kostet oder entweicht.

Strategie: Trenne zwei Ebenen: den Kohlenstoffkreislauf (woher stammt das C im CO₂?) und die Prozesskette (Anbau, Dünger, Transport, Lecks).Warum so? So wird aus „stimmt/stimmt nicht“ ein differenziertes Urteil.
Lösungsskizze: CO₂ aus Biogas stammt aus Pflanzen von vor wenigen Monaten → geschlossener Kreislauf; aber: Dünger, Traktoren, Transport (fossil), Methanschlupf (starkes Treibhausgas), Flächenkonkurrenz → „nahezu“, nicht „vollständig“.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Beim Verbrennen von Biogas entsteht zwar CO₂, sein Kohlenstoff wurde aber erst kurz zuvor von den Pflanzen aus der Luft aufgenommen; über den Kreislauf gesehen bleibt die CO₂-Menge der Atmosphäre daher etwa gleich. Anders als bei Erdgas wird kein seit Jahrmillionen gebundener Kohlenstoff freigesetzt. Vollständig klimaneutral ist Biogas trotzdem nicht: Anbau, Düngerherstellung, Ernte und Transport verbrauchen meist fossile Energie. Außerdem kann Methan aus undichten Anlagen entweichen, und Methan ist ein deutlich stärkeres Treibhausgas als CO₂. Die Aussage ist also zu pauschal — richtig wäre „Biogas ist deutlich klimafreundlicher als Erdgas, aber nicht vollständig klimaneutral“.

A2
Warum die Fraktionen so im Turm liegen Mix: Van-der-Waals
AFB III

Erkläre mithilfe der zwischenmolekularen Wechselwirkungen, warum im Destillationsturm Gase oben und Dieselöl weiter unten abgezogen werden.

Hinweis: Die Temperatur nimmt im Turm nach oben ab. Welche Moleküle kondensieren schon früh, welche kommen bis ganz nach oben?

Strategie: Verknüpfe Kettenlänge → Van-der-Waals-Kräfte → Siedetemperatur → Ort im Turm.Warum so? Diese Kette ist genau das, was der Operator „erklären“ verlangt: Ursache statt Beobachtung.
Lösungsskizze: Lange Ketten → größere Kontaktfläche, mehr Elektronen → stärkere VdW-Kräfte → höhere Siedetemperatur → kondensieren unten im warmen Bereich; kurze Ketten (C1–C4) → schwache Kräfte → bleiben gasförmig bis oben.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Rohöl wird unten im Turm verdampft; nach oben hin wird es immer kühler. Die Alkanmoleküle werden nur durch Van-der-Waals-Kräfte zusammengehalten, und diese sind umso stärker, je länger die Kette ist, weil die Moleküle eine größere Oberfläche und mehr Elektronen haben. Langkettige Moleküle wie im Dieselöl (etwa C₁₄–C₂₀) haben daher hohe Siedetemperaturen und kondensieren schon auf den unteren, heißen Böden. Kurzkettige Moleküle (C₁–C₄) haben sehr schwache Kräfte und so niedrige Siedetemperaturen, dass sie selbst oben im Turm nicht kondensieren und als Gas abgezogen werden.

A3
Vakuumdestillation des Rückstands
AFB III

Begründe, warum der Rückstand der ersten Destillation nicht einfach stärker erhitzt, sondern bei vermindertem Druck weiter destilliert wird.

Hinweis: Was passiert mit sehr langen Alkanmolekülen bei über 400 °C? Und wie hängt die Siedetemperatur vom Umgebungsdruck ab?

Strategie: Zwei Fakten verbinden: (1) sehr lange Ketten zersetzen sich bei hoher Temperatur, (2) geringerer Druck senkt die Siedetemperatur.Warum so? Die Begründung braucht beide Teile — sonst fehlt entweder das Problem oder die Lösung.
Lösungsskizze: Rückstand siedet erst über 350 °C → bei weiterem Erhitzen brechen C–C-Bindungen (unkontrolliertes Cracken, Verkokung) → Druck senken → Siedetemperaturen sinken → Trennung ohne Zersetzung in Schmieröle, schweres Heizöl, Bitumen.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Der Rückstand enthält sehr langkettige Alkane, deren Siedetemperaturen bei Normaldruck oberhalb von etwa 350 °C liegen. Würde man ihn stärker erhitzen, brächen die langen Moleküle teilweise auseinander, bevor sie sieden — sie würden unkontrolliert zersetzt statt getrennt. Bei vermindertem Druck sinken die Siedetemperaturen aller Stoffe deutlich. Deshalb lassen sich Schmieröle und schweres Heizöl im Vakuum bei niedrigeren Temperaturen verdampfen und abtrennen, ohne dass sich die Moleküle zersetzen; übrig bleibt Bitumen.

A4
Kerzenwachs untersuchen
AFB III

Plane ein Experiment, mit dem man nachweist, dass Kerzenwachs (Paraffin, ein Alkangemisch) Kohlenstoff und Wasserstoff enthält. Nenne die erwarteten Beobachtungen.

Hinweis: Man weist nicht die Elemente direkt nach, sondern die Verbrennungsprodukte. Welche Nachweise kennst du für diese Produkte?

Strategie: Verbrennen → Produkte auffangen → je ein Nachweis für CO₂ und H₂O → Rückschluss auf die Elemente.Warum so? Ein Nachweis gilt nur mit Rückschluss: Aus CO₂ folgt C, aus H₂O folgt H.
Lösungsskizze: Kerze unter Trichter, Gase durch gekühltes U-Rohr (Watesmo/weißes Kupfersulfat → blau: Wasser) und Waschflasche mit Kalkwasser (Trübung: CO₂) saugen; Kontrolle: Luft ohne Kerze trübt kaum.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Die Kerze brennt unter einem umgedrehten Trichter; eine Pumpe saugt die Verbrennungsgase zuerst durch ein U-Rohr in Eiswasser und dann durch eine Waschflasche mit Kalkwasser. Im gekühlten U-Rohr kondensiert eine Flüssigkeit, die Watesmo-Papier von weiß nach blau färbt (oder weißes Kupfersulfat blau): Es ist Wasser entstanden, also enthält das Wachs Wasserstoff. Das Kalkwasser trübt sich, weil sich Calciumcarbonat bildet: Es ist Kohlenstoffdioxid entstanden, also enthält das Wachs Kohlenstoff. Als Kontrollversuch saugt man dieselbe Zeit Raumluft ohne Kerze hindurch — das Kalkwasser bleibt dann weitgehend klar. Den Sauerstoff in den Produkten liefert die Luft, deshalb ist über Sauerstoff im Wachs nichts gesagt.

A5
Braucht man das Cracken?
AFB III

Beurteile anhand der Tabelle, ob eine Raffinerie ohne Cracken auskommen könnte.

FraktionAnteil im RohölAnteil am Bedarf
Gase2 %4 %
Benzin20 %33 %
Kerosin, Diesel, leichtes Heizöl33 %42 %
Schweres Heizöl, Rückstand45 %21 %

Hinweis: Vergleiche Zeile für Zeile Angebot und Nachfrage. Was passiert mit dem Überschuss, was mit der Lücke?

Strategie: Überschüsse und Lücken benennen, dann erklären, wie Cracken sie ausgleicht, und ein Urteil formulieren.Warum so? Ein Urteil braucht Kriterien — hier: Angebot, Nachfrage, Wirtschaftlichkeit, Rohstoffe.
Lösungsskizze: Benzin, Mitteldestillate, Gase: Nachfrage > Angebot; schwere Fraktion: Überschuss von 24 Prozentpunkten → Cracken spaltet lange in kurze Ketten → Lücke schließen, Alkene als Kunststoffrohstoff → ohne Cracken: Rohöl verschwendet oder viel mehr Rohöl nötig.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Die Tabelle zeigt, dass Rohöl zu fast der Hälfte aus schweren Fraktionen besteht, die nur zu 21 % nachgefragt werden, während bei Benzin (20 % gegenüber 33 %) und bei den Mitteldestillaten deutlich mehr gebraucht wird, als die Destillation liefert. Ohne Cracken müsste die Raffinerie entweder viel mehr Rohöl verarbeiten und große Mengen Schweröl unverkäuflich lagern oder die Nachfrage nach Benzin und Diesel unerfüllt lassen. Beim Cracken werden die langkettigen Moleküle des Überschusses in kürzere Alkane und Alkene gespalten; so wird aus dem Überschuss die gefragte Ware, und die Alkene (z. B. Ethen, Propen) sind zusätzlich Rohstoffe für Kunststoffe. Eine moderne Raffinerie kann deshalb wirtschaftlich nicht ohne Cracken auskommen.

A6
Trennt die GC nach Masse? Mix: Isomerie
AFB III

Überprüfe die Aussage „Die Gaschromatografie trennt Stoffe nach ihrer Molekülmasse“. Beziehe dich auf n-Butan (Sdt. −0,5 °C) und Isobutan (2-Methylpropan, Sdt. −12 °C).

Hinweis: n-Butan und Isobutan haben dieselbe Summenformel. Erscheinen sie im Chromatogramm trotzdem getrennt?

Strategie: Das Trennprinzip benennen (Verteilung zwischen mobiler und stationärer Phase) und dann am Isomerenpaar prüfen.Warum so? Ein Gegenbeispiel reicht, um eine pauschale Aussage zu widerlegen.
Lösungsskizze: Trennung durch unterschiedlich starke Wechselwirkung mit der stationären Phase bzw. Siedetemperatur; Isomere gleicher Masse, aber verschiedene Siedetemperaturen → verschiedene Retentionszeiten → Aussage falsch (Masse nur indirekt, über VdW-Kräfte).
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: In der Gaschromatografie wird das Gemisch vom Trägergas (mobile Phase) durch die Trennsäule getragen. Die Stoffe halten sich unterschiedlich lange in der stationären Phase auf, je nachdem, wie stark ihre Wechselwirkungen mit ihr sind; bei unpolaren Alkanen läuft das auf die Reihenfolge der Siedetemperaturen hinaus. n-Butan und Isobutan haben dieselbe Summenformel \(\ce{C4H10}\) und damit dieselbe Molekülmasse, aber das verzweigte Isobutan hat eine kleinere Kontaktfläche, schwächere Van-der-Waals-Kräfte und die niedrigere Siedetemperatur. Es erscheint deshalb früher als n-Butan. Die Aussage ist also falsch: Die Masse spielt nur indirekt eine Rolle, entscheidend sind die Wechselwirkungen mit der stationären Phase.

A7
Methan oder Wasserstoff?
AFB III

Vergleiche Methan und Wasserstoff als Energieträger. Nutze: Heizwert Methan 50 MJ/kg, Wasserstoff 120 MJ/kg; bei 20 °C wiegt 1 m³ Methan 0,67 kg, 1 m³ Wasserstoff 0,083 kg.

Hinweis: Rechne auch die Energie je m³ aus — beim Speichern und Transportieren zählt das Volumen.

Strategie: Kriterien festlegen: Energie je kg, Energie je m³, Verbrennungsprodukte, Herkunft.Warum so? Ein Vergleich ohne Kriterien ist nur eine Aufzählung.
Lösungsskizze: Je kg: H₂ 2,4-mal besser; je m³: CH₄ ≈ 33 MJ, H₂ ≈ 10 MJ → Methan gut dreimal besser; Produkte: CH₄ → CO₂ + H₂O, H₂ → nur H₂O; Herkunft: Erdgas fossil, Biogas nachwachsend, H₂ nur so klimafreundlich wie der Strom für die Elektrolyse.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Je Kilogramm liefert Wasserstoff mit 120 MJ rund 2,4-mal so viel Energie wie Methan. Je Kubikmeter Gas dreht sich das Bild um: Methan liefert \(0{,}67\,kg\cdot 50\,MJ/kg \approx 33\,MJ\), Wasserstoff nur \(0{,}083\,kg\cdot 120\,MJ/kg \approx 10\,MJ\) — für dieselbe Energie braucht man also gut dreimal so viel Volumen, weshalb Wasserstoff stark verdichtet oder verflüssigt werden muss. Bei der Verbrennung entsteht aus Wasserstoff nur Wasser, aus Methan zusätzlich Kohlenstoffdioxid. Ob der Vorteil beim Klima tatsächlich eintritt, hängt bei beiden von der Herkunft ab: fossiles Erdgas gegenüber Biogas bzw. Wasserstoff aus Ökostrom gegenüber Wasserstoff aus Erdgas.

A8
E10 an der Zapfsäule
AFB III

Nimm Stellung zu der Behauptung eines Autofahrers: „E10 ist Etikettenschwindel — ich verbrauche mehr und schade der Umwelt genauso.“ E10 enthält bis zu 10 % Bioethanol (Energie je Liter: Ethanol 21 MJ, Benzin 32 MJ).

Hinweis: Prüfe beide Teile der Behauptung getrennt: den Mehrverbrauch und die Umweltwirkung.

Strategie: Behauptung zerlegen: (1) Mehrverbrauch rechnerisch prüfen, (2) Klimawirkung über die Herkunft des Kohlenstoffs, (3) Nebenwirkungen (Anbauflächen).Warum so? Eine Stellungnahme wägt ab und endet mit einer eigenen, begründeten Position.
Lösungsskizze: Energie je Liter E10 ≈ 0,9 · 32 + 0,1 · 21 ≈ 30,9 MJ → gut 3 % weniger → leichter Mehrverbrauch stimmt; CO₂ aus Ethanol stammt aus Pflanzen → fossiler Anteil sinkt; aber Anbau, Dünger, Flächenkonkurrenz „Tank oder Teller“ → Vorteil kleiner als 10 %.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Der erste Teil stimmt im Kern: Ein Liter E10 enthält etwa \(0{,}9\cdot 32 + 0{,}1\cdot 21 \approx 30{,}9\,MJ\), also rund 3 % weniger Energie als Benzin; der Verbrauch steigt deshalb leicht. „Etikettenschwindel“ ist das aber nicht, denn der Kohlenstoff des Bioethanols wurde kurz vorher von Pflanzen aus der Luft aufgenommen, sodass der fossile CO₂-Ausstoß sinkt. Dieser Vorteil ist allerdings kleiner, als der Ethanolanteil vermuten lässt, weil Anbau, Dünger und Verarbeitung Energie kosten und Ackerflächen mit Nahrungsmitteln konkurrieren. Mein Urteil: E10 schadet der Umwelt nicht „genauso“, sondern etwas weniger — eine echte Lösung des CO₂-Problems ist es aber nicht.

A9
Gelbe Flamme am Bunsenbrenner
AFB III

Deute die Beobachtung: Bei geschlossener Luftzufuhr brennt Erdgas mit leuchtend gelber Flamme und hinterlässt an einer kalten Porzellanschale einen schwarzen Belag; bei geöffneter Luftzufuhr brennt es blau und ohne Belag. Leite daraus eine Sicherheitsregel für Gasheizungen ab.

Hinweis: Woraus besteht der schwarze Belag, und warum leuchtet er in der Flamme?

Strategie: Beobachtung → Stoff (Ruß = Kohlenstoff) → Ursache (Sauerstoffmangel) → Folge (auch CO möglich) → Regel.Warum so? Deuten heißt: die Beobachtung mit dem Teilchenmodell und der Reaktionsgleichung verbinden.
Lösungsskizze: Wenig O₂ → unvollständige Verbrennung → Ruß (C) glüht gelb, schlägt sich nieder; CH₄ + O₂ → C + 2 H₂O bzw. 2 CH₄ + 3 O₂ → 2 CO + 4 H₂O; viel O₂ → vollständig zu CO₂ + H₂O, blau, heißer → Heizungen: Luftzufuhr sichern, warten, CO-Melder.
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Musterlösung: Bei geschlossener Luftzufuhr steht zu wenig Sauerstoff zur Verfügung, das Methan verbrennt unvollständig. Dabei entsteht unter anderem fein verteilter Kohlenstoff (Ruß), z. B. nach \(\ce{CH4 + O2 -> C + 2 H2O}\); die glühenden Rußteilchen lassen die Flamme gelb leuchten und schlagen sich an der kalten Schale als schwarzer Belag nieder. Bei geöffneter Luftzufuhr reicht der Sauerstoff für die vollständige Verbrennung zu Kohlenstoffdioxid und Wasser; die Flamme ist blau, heißer und rußfrei. Bei Sauerstoffmangel kann außerdem das giftige, geruchlose Kohlenstoffmonooxid entstehen. Daraus folgt: Gasheizungen brauchen eine gesicherte Luftzufuhr und regelmäßige Wartung, und im Aufstellraum sollte ein CO-Melder hängen.

A10
Ethanol im Benzin nachweisen
AFB III

Entwickle ein Vorgehen, mit dem ein Labor per Gaschromatografie prüft, ob und wie viel Ethanol einer Benzinprobe beigemischt ist.

Hinweis: Womit vergleichst du die Retentionszeiten? Und wie kommst du von der Peakfläche zu einer Menge?

Strategie: Identifizieren (Retentionszeit mit Vergleichsprobe) und Quantifizieren (Peakfläche mit Kalibrierung) trennen.Warum so? Die GC beantwortet zwei Fragen — „was?“ und „wie viel?“ — mit zwei verschiedenen Größen.
Lösungsskizze: Reines Ethanol unter gleichen Bedingungen (Säule, Temperatur, Trägergas) messen → Retentionszeit; Benzinprobe messen → Peak bei gleicher Zeit? → Ethanol enthalten; Kalibrierproben mit bekanntem Ethanolanteil (z. B. 5 %, 10 %) → Peakfläche ~ Anteil → Anteil der Probe ablesen.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Musterlösung: Zuerst wird reines Ethanol unter genau denselben Bedingungen (gleiche Trennsäule, Temperatur und Trägergasstrom) eingespritzt; seine Retentionszeit dient als Vergleich. Dann misst man die Benzinprobe: Tritt ein Peak mit derselben Retentionszeit auf, enthält die Probe sehr wahrscheinlich Ethanol (zur Absicherung kann man der Probe etwas Ethanol zusetzen — der Peak muss wachsen, darf sich aber nicht aufspalten). Für die Menge nutzt man, dass die Peakfläche mit dem Anteil wächst: Man misst Kalibriergemische mit bekannten Ethanolanteilen, z. B. 5 % und 10 %, trägt Peakfläche gegen Anteil auf und liest den Anteil der Probe aus dieser Geraden ab.