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Königsangriff nach der Rochade

Wenn beide Könige rochiert haben: das Läuferopfer auf h7 — das berühmte „Griechische Geschenk“.

Hat dein Gegner kurz rochiert, schützt ihn ein kleiner Bauernschild (f7, g7, h7). Manchmal lässt er sich mit einem Opfer aufreißen. Der bekannteste Schlag heißt das Griechische Geschenk: Der Läufer schlägt auf h7.

Das Griechische Geschenk: Lxh7+

Ein Bauer und ein Tempo werden geopfert — der König wird dafür mattgejagt.

Nach 1. Lxh7+ Kxh7 2. Sg5+ muss der König zurück: 2… Kg8 (auf 2… Kg6 folgt ein noch heftigerer Angriff). Dann bringt 3. Dh5 die Dame mit der Drohung Dh7# heran. Der Springer g5 deckt h7 — der schwarze König steht im offenen Feuer.
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Wann das Opfer funktioniert

Das Griechische Geschenk ist kein Automatismus. Drei Bedingungen sollten erfüllt sein, bevor du den Läufer hergibst:

  • Der Läufer kann h7 erreichen (Diagonale b1–h7 ist frei).
  • Der Springer kann mit Tempo nach g5 springen.
  • Die Dame kommt schnell an die h-Linie (z. B. über h5).
Fehlt eine Bedingung — etwa weil Schwarz mit … Sf6 das Feld h7/g5 verteidigt — verpufft das Opfer und du stehst eine Figur weniger. Erst rechnen, dann opfern.
Erst zählen, dann opfern

Bei jedem Opfer gilt: Rechne die Zugfolge konkret bis zum Ende. Reicht der Angriff nicht zum Matt oder zur Materialrückgewinnung, bleibst du einfach im Minus. Prüfe besonders, ob der Verteidiger … Sf6 oder … g6 einstreuen kann.

Merke: Griechisches Geschenk = Lxh7+ Kxh7, Sg5+ und Dh5 mit Mattangriff auf der h-Linie. Voraussetzungen: freie Diagonale, Sg5 mit Tempo, schnelle Dame — und immer konkret nachrechnen.
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