Die berühmteste Königsjagd der Schachgeschichte — ein Damenopfer treibt den König über das ganze Brett.
London, 1912: Edward Lasker, gerade aus Deutschland angereist, spielt im City of London Chess Club eine freie Partie gegen den Klubmeister Sir George Thomas. Was folgt, ist die berühmteste Königsjagd der Schachgeschichte: Ein Damenopfer auf h7 zwingt den schwarzen König auf eine Wanderung von g8 bis auf die gegnerische Grundreihe — wo ihn ein stilles Königsmanöver matt setzt. Die perfekte Fortsetzung deiner Lektion Königssicherheit.
Mit 5.Lxf6 gibt Weiß freiwillig das Läuferpaar — dafür holt er sich mit 6.e4! und 7.Sxe4 ein starkes Zentrum und aktive Springer. Genau dein Thema aus Gute & schlechte Figuren: Nicht der Name der Figur zählt, sondern was sie in dieser Stellung leistet. Schwarz dagegen hat mit f5 seine Königsstellung schon gelockert.
Nach 10.Dh5 stehen vier weiße Angreifer bereit: Dame h5, Springer e5, Springer e4, Läufer d3 — alle zielen auf h7 und g6. Schwarz musste dringend verteidigen. 10…De7?? übersieht die Drohung komplett. Deine Checkliste aus der Lektion Königssicherheit hätte Alarm geschlagen: Zähle Angreifer gegen Verteidiger am Königsflügel!
Spiel Akt 3 noch einmal ab und beantworte: 1. Nach 12.Sxf6+ ist es Doppelschach (Springer f6 und Läufer d3) — warum muss der König ziehen und warum ist 12…Kh8 wegen 13.Sg6 matt sofort aus? 2. Auf der ganzen Jagd darf der schwarze König keinen einzigen weißen Stein schlagen — prüfe bei 13…Kxg4, 14…Kxh4 und 17…Kxh2, wer das Feld jeweils deckt. 3. Der Mattzug 18.Kd2 ist ein Abzugsschach: Welche Figur setzt eigentlich matt?