1a · AFB I · 4 BE
Gib die Energiebeziehung für die Beschleunigung und die Beträge der magnetischen Lorentzkraft sowie der Zentripetalkraft an. Benenne die verwendeten Größen.
Drei eigene Aufgaben verbinden Felder, Interferenz und Quantenphysik.
Neu verfasste Übung für den Grundkurs – keine amtliche Abiturprüfung, keine Themenprognose. Bearbeite alle drei Aufgaben. Geplante Aufteilung: 10 Minuten Überblick, etwa 50 Minuten je Aufgabe, 20 Minuten Kontrolle. Hilfsmittel für diese Simulation: Taschenrechner, Formelsammlung, Lineal und Papier.
AFB I: 12 BE · AFB II: 33 BE · AFB III: 15 BE. Lösungen und Hinweise erst nach einem eigenen Versuch öffnen. Für einen vollständigen Durchlauf zunächst nur die Aufgaben drucken.
Der Timer ist freiwillig. Deine schriftlichen Lösungen entstehen auf Papier; die Zeitmessung läuft nur auf dieser geöffneten Seite.
Bereit.
Elektronen werden aus nahezu völliger Ruhe durch U = 250 V beschleunigt. Danach treten sie senkrecht in ein homogenes Magnetfeld B = 1,00 mT ein. Reibung, Gravitation und relativistische Effekte werden zunächst vernachlässigt. Verwende e = 1,602 · 10⁻¹⁹ C, mₑ = 9,109 · 10⁻³¹ kg, c = 3,00 · 10⁸ m/s.
Gib die Energiebeziehung für die Beschleunigung und die Beträge der magnetischen Lorentzkraft sowie der Zentripetalkraft an. Benenne die verwendeten Größen.
Berechne die Geschwindigkeit nach der Beschleunigung und den Bahnradius.
Leite aus den beiden Kraft- und Energiebeziehungen eine Formel für r² in Abhängigkeit von U her. B bleibt konstant.
Beurteile die Aussage „Vierfache Beschleunigungsspannung verdoppelt den Radius; die klassische Rechnung bleibt eine gute Näherung.“ Nutze als Kriterium für die Näherung v < 0,1c und erläutere die Grenzen dieses Kriteriums.
Welche Energie erhält ein Elektron beim Durchlaufen einer Spannung? Welche Kraft hält es auf einer Kreisbahn?
Stelle zunächst die Energiegleichung nach v um; setze danach FL = FZ.
Quadriere r = mₑv/(eB) und ersetze v² mithilfe der Energiegleichung.
Nutze r ∝ √U und v ∝ √U. Vergleiche die neue Geschwindigkeit mit c.
eU = ½mₑv² (1 BE); FL = evB bei v ⟂ B (1 BE); FZ = mₑv²/r (1 BE). v: Geschwindigkeit, r: Bahnradius, U: Beschleunigungsspannung, B: Flussdichte, e: Elementarladungsbetrag, mₑ: Elektronenmasse (1 BE für sinnvolle Größenbenennung).
v = √(2eU/mₑ) (1 BE), korrekte SI-Werte (1 BE), v = 9,38 · 10⁶ m/s (1 BE). evB = mₑv²/r (1 BE), r = mₑv/(eB) (1 BE), r = 0,0533 m = 5,33 cm (1 BE).
r² = mₑ²v²/(e²B²) (1 BE); v² = 2eU/mₑ (1 BE); Einsetzen (1 BE); Kürzen ergibt r² = 2mₑU/(eB²) (1 BE). Bei konstantem B und festem Teilchen ist r² proportional zu U (1 BE).
r ∝ √U ergibt den Faktor 2 (1 BE); v bei 1000 V = 1,88 · 10⁷ m/s (1 BE), v/c ≈ 0,0625 < 0,1 (1 BE). Nach dem vorgegebenen Kriterium ist die klassische Näherung geeignet (1 BE). Es ist eine Faustregel, keine exakte Gültigkeitsgrenze; für höhere Präzision oder größere Spannung relativistisch rechnen (1 BE).
Ein Laser beleuchtet einen Doppelspalt mit Spaltabstand d = 0,250 mm. Ein Schirm steht L = 2,00 m hinter dem Doppelspalt. Für die Kleinwinkelnäherung gilt xₖ ≈ kλL/d. Gemessene Maximalpositionen: k = −2, −1, 0, 1, 2 mit xₖ = −10,1; −5,0; 0,0; 5,1; 10,2 mm. Positionsunsicherheit jeweils ±0,1 mm. Die einzelnen Spalte sind schmal; die Beugungshülle wird hier nicht ausgewertet.
Beschreibe das sichtbare Interferenzmuster und die Bedingung für ein Maximum im Wellenmodell.
Ermittle die Wellenlänge aus dem Abstand der beiden äußeren angegebenen Maxima.
Vergleiche die relative Unsicherheit der Streifenabstände bei Nutzung nur von x₀ und x₁ gegenüber Nutzung von x₋₂ und x₂. Verwende jeweils die maximale Differenzunsicherheit von 0,2 mm; d und L gelten als exakt.
Entwickle ein verbessertes Messverfahren für λ mit dem vorhandenen Aufbau. Berücksichtige Wiederholungen, Auswertung und eine systematische Fehlerquelle.
Denke an helle und dunkle Streifen und an den Gangunterschied.
Zwischen k = −2 und k = 2 liegen vier Streifenabstände, nicht zwei.
Bei einer Differenz können sich die beiden Unsicherheiten ungünstig addieren. Was passiert beim Teilen durch vier?
Einzelne Abstände, eine Ausgleichsgerade und die genaue Lage des Schirms bieten Ansatzpunkte.
Helle und dunkle Streifen wechseln sich ab (1 BE); zentrales Maximum, im Modell symmetrische annähernd äquidistante Streifen (1 BE). Maxima entstehen durch konstruktive Überlagerung (1 BE) bei Δs = kλ, also gleichphasigem Eintreffen kohärenter Wellen (1 BE).
Gesamtabstand 20,3 mm (1 BE); vier Intervalle ⇒ Δx = 5,075 mm (1 BE). λ = dΔx/L (1 BE), d = 2,50 · 10⁻⁴ m und Δx = 5,075 · 10⁻³ m (1 BE); λ = 6,34375 · 10⁻⁷ m (1 BE), passend gerundet etwa 634 nm (1 BE).
Einzelintervall: 0,2/5,1 ≈ 3,9 % (2 BE: Ansatz und Ergebnis). Äußere Maxima: 0,2/20,3 ≈ 0,99 % (2 BE). Über vier Intervalle ist die relative Unsicherheit etwa viermal kleiner; das Teilen beider Größen durch vier ändert den relativen Wert nicht (1 BE).
Mehrere positive und negative Ordnungen erfassen (1 BE); Positionen wiederholt messen und mitteln (1 BE); x gegen k auftragen und eine Ausgleichsgerade bestimmen (1 BE); aus deren Steigung a die Wellenlänge λ = ad/L gewinnen (1 BE); z. B. d kalibrieren oder Schirm senkrecht ausrichten und L prüfen, weil systematische Fehler durch Wiederholung allein nicht verschwinden (1 BE).
Bei einer Photozelle wird die positive Gegenspannung Ug, die den Photostrom gerade stoppt, gemessen. Idealisierte Daten: f = 6,0; 7,0; 8,0; 9,0 · 10¹⁴ Hz und Ug = 0,40; 0,81; 1,22; 1,63 V. Es gilt eUg = hf − Wₐ. Nutze e = 1,602 · 10⁻¹⁹ C. Die Tabelle beschreibt das Einphotonenmodell oberhalb der Grenzfrequenz.
Lies die Gegenspannung bei f = 8,0 · 10¹⁴ Hz und deren Zunahme zwischen 6,0 und 9,0 · 10¹⁴ Hz aus den Daten ab.
Bestimme aus der Steigung h sowie aus einem Tabellenpunkt die Austrittsenergie Wₐ in J und eV (in Büchern und Abituraufgaben oft „Austrittsarbeit“).
Erkläre die Bedeutung des Schnittpunkts der verlängerten Geraden mit der Frequenzachse und den Effekt einer höheren Lichtintensität bei festem f oberhalb dieses Schnittpunkts.
Überprüfe die Behauptung „Bei f = 4,0 · 10¹⁴ Hz erzeugt eine genügend große Intensität im angegebenen Modell Photostrom.“ Nutze die ermittelte Austrittsenergie.
Die Zunahme ist die Differenz zwischen letztem und erstem Tabellenwert.
Die Steigung der Ug-f-Geraden ist h/e. Stelle danach die Modellgleichung nach Wₐ um.
Am Schnittpunkt ist die maximale kinetische Energie null. Trenne Photonenanzahl und Energie je Photon.
Vergleiche hf mit Wₐ oder bestimme f₀ = Wₐ/h.
Ug = 1,22 V (2 BE für Wert und Einheit); ΔUg = 1,63 V − 0,40 V = 1,23 V (2 BE für Differenz und Ergebnis).
Steigung a = 1,23 V/(3,0 · 10¹⁴ Hz) = 4,10 · 10⁻¹⁵ V·s (1 BE). h = ea (1 BE) = 6,57 · 10⁻³⁴ J·s (1 BE). Wₐ = hf − eUg (1 BE); mit erstem Tabellenwert Wₐ = 3,30 · 10⁻¹⁹ J (1 BE) = 2,06 eV (1 BE).
Bei Ug = 0 gilt hf₀ = Wₐ (1 BE): Grenzfrequenz für Elektronenaustritt (1 BE). Höhere Intensität bei festem f bedeutet mehr Photonen pro Zeit (1 BE), damit im idealen Versuch höheren Sättigungsphotostrom (1 BE); maximale Elektronenenergie und Gegenspannung bleiben gleich (1 BE).
f₀ = Wₐ/h ≈ 5,02 · 10¹⁴ Hz (2 BE für Ansatz und Ergebnis); 4,0 · 10¹⁴ Hz liegt darunter (1 BE). Ein Photon liefert zu wenig Energie, daher kein Photostrom im Einphotonenmodell, unabhängig von der Intensität (1 BE). Urteil explizit auf dieses Modell beschränkt; z. B. Mehrphotonenprozesse sind darin nicht enthalten (1 BE).
Vergleiche deinen Ansatz mit dem Erwartungshorizont und trage die erreichten BE ein. Gleichwertige Lösungswege zählen ebenfalls; ein Folgefehler soll nicht dieselbe Leistung mehrfach entwerten. Dies ist eine Selbsteinschätzung ohne automatische Benotung. Die Eingaben werden nur in diesem Browser gespeichert.