Aufgabenblock — AFB III (Verallgemeinern · Reflektieren)
Hier geht es nicht mehr nur ums Rechnen. Du sollst begründen, Fehler finden, Beispiele konstruieren und Aussagen verallgemeinern. 8 Aufgaben in ca. 30–40 Minuten. Manche Aufgaben haben kein Eingabefeld — überlege selbst, schreibe deine Antwort auf, und klappe danach die Reflexions-Lösung auf, um deine Antwort mit einer guten Begründung zu vergleichen. Bei Aufgaben mit Eingabefeld: kurze Antwort genügt (z.B. eine Zahl, ein Term).
Eine Mitschülerin behauptet: „3·(x + 4) ist doch dasselbe wie 3x + 4.“ Erkläre, warum das falsch ist, und gib ein Zahlenbeispiel an, das den Fehler zeigt.
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Zahlenbeispiel (z.B. x = 2): 3·(2 + 4) = 3·6 = 18. Aber 3·2 + 4 = 6 + 4 = 10. Die Ergebnisse sind verschieden → der Term ist verschieden.
Konstruiere eine Gleichung mit Klammern, die keine Lösung hat (L = { }). Schreibe sie auf und begründe.
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Beispiele:
• 2·(x + 3) = 2x + 7 → 2x + 6 = 2x + 7 → 6 = 7 (falsch) ✓
• 5·(x − 1) = 5x → 5x − 5 = 5x → −5 = 0 (falsch) ✓
• 3·(2x + 4) = 6x + 1 → 6x + 12 = 6x + 1 → 12 = 1 (falsch) ✓
Wichtig: gleiche x-Koeffizienten, unterschiedliche Konstanten.
Das Schwimmbad bietet zwei Tarife an:
• Tarif A: Jahreskarte für 60 €, jeder Besuch kostet zusätzlich 2 €.
• Tarif B: Keine Jahreskarte, jeder Besuch kostet 5 €.
Bei welcher Anzahl Besuche x kosten beide Tarife gleich viel? Stelle eine Gleichung auf und löse sie.
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60 + 2x = 5x |−2x
60 = 3x |:3 x = 20
Bei 20 Besuchen kosten beide Tarife 100 €. Mehr als 20 → Tarif A günstiger.
Felix hat gerechnet:
„5 − (x + 2) = 5 − x + 2 = 7 − x“
Wo ist der Fehler? Was wäre richtig? Wie lautet das korrekte Ergebnis?
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Richtig: 5 − (x + 2) = 5 − x − 2 = 3 − x.
Probe (x = 1): Original 5 − (1 + 2) = 5 − 3 = 2. Felix: 7 − 1 = 6. Korrekt: 3 − 1 = 2. ✓
Jemand hat einen Klammer-Term ausmultipliziert und das Ergebnis 6x + 10 erhalten. Welche einfache Klammerform hätte er als Ausgangsterm haben können? Gib den Term in der Form a·(… + …) an.
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6x + 10 = 2·(3x + 5)
Probe: 2·(3x + 5) = 6x + 10 ✓
Für welche Zahlen n gilt die Gleichung n·(x + 3) − n·x = 3n? Antworte mit „alle“, „keine“ oder einer konkreten Zahl.
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Also: 3n = 3n — wahr für jedes n (und übrigens auch für jedes x).
Die Gleichung gilt für alle n.
Das ist eine allgemeingültige Aussage über das Distributivgesetz.
Erfinde eine Gleichung mit Klammern auf beiden Seiten, deren Lösung x = 5 ist. Schreibe sie auf, multipliziere aus und prüfe deine Lösung durch Einsetzen.
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Konstruktion (1): 2·(x + 1) = 3·(x − 3) + 5? Probe x = 5: links 2·6 = 12, rechts 3·2 + 5 = 11. Nicht passend.
Konstruktion (2): 2·(x − 1) = x + 3. Probe x = 5: links 2·4 = 8, rechts 5 + 3 = 8 ✓
Weiteres Beispiel: 3·(x − 2) = 2·(x − 1)+1. Probe x = 5: 3·3 = 9, 2·4 + 1 = 9 ✓
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten — wichtig ist nur, dass deine Probe aufgeht.
Aus Streichhölzern wird eine Reihe von Quadraten gelegt, bei der benachbarte Quadrate eine Seite teilen (Figur 1: 1 Quadrat = 4 Hölzer; Figur 2: 2 Quadrate = 7 Hölzer; Figur 3: 3 Quadrate = 10 Hölzer …).
(a) Stelle einen Term auf, der die Anzahl Hölzer für n Quadrate angibt.
(b) Wie viele Quadrate kann man aus 100 Hölzern legen?
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H(n) = 4 + 3·(n − 1) = 4 + 3n − 3 = 3n + 1
(b) 3n + 1 ≤ 100 |−1
3n ≤ 99 |:3 → n ≤ 33
Man kann maximal 33 Quadrate legen (mit 3·33 + 1 = 100 Hölzern, also genau passend).
Stark — du hast alle drei Übungsstufen geschafft!
Bereit für die Klassenarbeit?
Jetzt empfiehlt sich der Klassenarbeits-Block mit gemischten Aufgaben unter Zeitlimit.
