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Zusammenfassung

Elf Unterkapitel auf einer Seite — vom Rechteck über die Winkelsumme bis zur Drehung. Passt alles auf einen Spickzettel?

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Messen: Fläche, Winkel und Kreis

Im ersten Teil geht es ums Messen: Randlängen und Flächen von Rechtecken, Winkel mit dem Geodreieck und Kreise mit dem Zirkel. Das Kreisdiagramm verbindet Anteile mit Winkeln.

3.1.1 · Umfang und Fläche

a = 8 cmb = 5 cmA = 40 cm²

Der Umfang ist die Randlänge (cm), der Flächeninhalt zählt Einheitsquadrate (cm²). Zusammengesetzte Figuren zerlegt man in Rechtecke.

A = a · b  ·  U = 2a + 2b

3.1.2 · Winkel messen

α = 50°Scheitel SSchenkelSchenkel

Erst schätzen: spitz (unter 90°), recht (90°), stumpf (90° bis 180°), gestreckt (180°), überstumpf (über 180°), Vollwinkel (360°). Am Geodreieck die Skala nehmen, die am Schenkel bei 0° beginnt.

β = 360° − Rest

3.1.3 · Der Kreis

rd = 2rM

Ein Kreis besteht aus allen Punkten, die vom Mittelpunkt M den Abstand r haben. Punkte mit kleinerem Abstand liegen innen, mit größerem außen.

d = 2 · r  ·  r = d : 2

3.1.4 · Kreisdiagramm

½ → 180°⅓ → 120°⅙ → 60°

Jeder Anteil bekommt denselben Anteil am Vollwinkel. Alle Mittelpunktswinkel zusammen ergeben immer 360°.

Winkel = Anteil · 360°
Rechteck und Flächeneinheiten
A = a · b     U = 2a + 2b
Beim Quadrat ist a = b, also A = a · a und U = 4 · a. Flächeneinheiten haben die Umrechnungszahl 100: 1 m² = 100 dm², 1 dm² = 100 cm², 1 cm² = 100 mm². Beide Seiten vorher in dieselbe Einheit bringen.

Warum 100 und nicht 10?

Ein Quadrat mit 1 cm Seitenlänge ist 10 mm lang und 10 mm breit. Hinein passen 10 Reihen mit je 10 Millimeterquadraten — also 100 mm². Bei Längen ist die Umrechnungszahl 10, bei Flächen 10 · 10 = 100.

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Winkelsätze, Dreiecke und Vierecke

Im zweiten Teil berechnet man Winkel, ohne zu messen: an Geradenkreuzungen, in Dreiecken und in Vierecken. Jede Rechnung braucht einen Grund — den Namen des Winkelsatzes.

3.2.1 · Neben- und Scheitelwinkel

αβα

Zwei Geraden schneiden sich: Nebenwinkel ergänzen sich zu 180°, gegenüberliegende Scheitelwinkel sind gleich groß.

α + β = 180°

3.2.1 · Stufen- und Wechselwinkel

ghαααα orange: Stufenwinkelα grün: Wechselwinkelg ∥ h

Wird ein Paar paralleler Geraden geschnitten, sind Stufenwinkel und Wechselwinkel gleich groß. Ohne Parallelität gilt das nicht.

g ∥ h ⇒ gleich groß

3.2.2 · Dreiecke

αβγABC

Nach Seiten: gleichschenklig, gleichseitig, unregelmäßig. Nach Winkeln: spitz-, recht-, stumpfwinklig. Ein Dreieck hat höchstens einen rechten oder stumpfen Winkel.

α + β + γ = 180°

3.2.3 · Haus der Vierecke

ViereckTrapezDrachenParallelogrammRechteckRauteQuadrat

Je weiter unten, desto mehr Eigenschaften. Jedes Quadrat ist ein Rechteck und eine Raute — aber nicht umgekehrt. Das gleichschenklige Trapez steht zwischen Trapez und Rechteck.

Winkelsumme Viereck: 360°
Winkelsummen
Dreieck: α + β + γ = 180°     Viereck: α + β + γ + δ = 360°
Fehlender Winkel im Dreieck: γ = 180° − α − β. Jedes Viereck lässt sich durch eine Diagonale in zwei Dreiecke zerlegen — daher 2 · 180° = 360°.

Warum im Dreieck 180°?

Zeichnet man durch C eine Parallele zu AB, tauchen α und β dort als Wechselwinkel wieder auf. Zusammen mit γ liegen sie an einer Geraden — und bilden einen gestreckten Winkel von 180°.

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Konstruieren und Abbilden

Im dritten Teil wird genau gezeichnet: mit Zirkel und Geodreieck konstruieren, Strecken und Winkel halbieren, Symmetrien erkennen und Figuren verschieben, spiegeln oder drehen.

3.3.1 · Figuren konstruieren

ABCc = 7 cmb = 5 cma = 6 cm

Senkrechte und Parallele zeichnet man mit dem Geodreieck; der Abstand eines Punktes von einer Geraden wird senkrecht gemessen. Ein Dreieck aus drei Seiten: Grundseite, dann zwei Zirkelbögen.

a + b > c

3.3.2 · Halbieren

ABMm

Mittelsenkrechte: Zirkelbögen mit gleichem Radius (größer als die halbe Strecke) um A und B. Winkelhalbierende: Bogen um den Scheitel, dann zwei gleiche Bögen um die Schnittpunkte.

PA = PB für P auf m

3.3.3 · Symmetrie

Z

Achsensymmetrisch: Umklappen an einer Achse. Punktsymmetrisch: Drehung um 180°. Drehsymmetrisch: Deckung schon bei einer kleineren Drehung.

Drehwinkel = 360° : n

3.3.4 · Schieben, Spiegeln, Drehen

FF'Achse

Verschiebung: alle Punkte gleich weit in dieselbe Richtung. Achsenspiegelung: senkrecht zur Achse, gleicher Abstand. Drehung: Zentrum und Winkel angeben.

Punktspiegelung: 180°
Dreiecksungleichung und Drehwinkel
a + b > c     Drehwinkel = 360° : n
Zwei Seiten zusammen müssen länger sein als die dritte, sonst treffen sich die Zirkelbögen nicht. n gibt an, wie oft sich eine Figur bei einer vollen Umdrehung mit sich selbst deckt — beim Quadrat viermal, also 90°.

Spiegeln heißt: senkrecht und gleich weit

Beim Spiegeln an einer Achse verbindet man Punkt und Bildpunkt immer senkrecht zur Achse, und beide sind gleich weit von ihr entfernt. Deshalb ist die Achse die Mittelsenkrechte jeder Strecke PP'. Die Figur bleibt gleich groß, nur ihr Umlaufsinn dreht sich um.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

Diese vier Stellen kosten in der Klassenarbeit am häufigsten Punkte.

Einheit gehört zum Ergebnis

Umfang in cm, Fläche in cm², Winkel in Grad. Vor dem Rechnen alle Längen in dieselbe Einheit bringen — bei Flächen mit der Umrechnungszahl 100.

Erst schätzen, dann messen

Vor dem Ablesen entscheiden: spitz, stumpf oder überstumpf? Passt die abgelesene Zahl nicht dazu, war es die falsche Skala. Überstumpfe Winkel misst man über den Rest: 360° minus den kleineren Winkel.

Winkel berechnen heißt: begründen

Zu jedem berechneten Winkel gehört der Grund: Nebenwinkel, Scheitelwinkel, Stufenwinkel, Wechselwinkel oder Winkelsumme. Stufen- und Wechselwinkel nur verwenden, wenn die Geraden parallel sind.

Konstruktionslinien stehen lassen

Zirkelbögen und Hilfslinien nicht wegradieren — sie zeigen, dass konstruiert und nicht geraten wurde. Punkte beschriften, rechte Winkel markieren und bei Bedarf eine kurze Konstruktionsbeschreibung dazuschreiben.

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