Eigenschaften und Steckbriefe
Globale Eigenschaften verkleinern den Ansatz, lokale liefern Gleichungen — das LGS löst du von Hand oder mit dem Rechner.
Symmetrie
Nur gerade Exponenten → achsensymmetrisch zur y-Achse; nur ungerade → punktsymmetrisch zum Ursprung. Nachweis allgemein mit −x.
Globalverhalten
Für |x| → ∞ entscheidet der Summand mit dem höchsten Exponenten. Periodisch: f(x + p) = f(x); sin(bx) hat p = 2π/b.
Bedingungen
Punkt → f, Steigung → f′, Wendestelle → f″. Extrem- und Wendepunkte mit Koordinaten liefern zwei Gleichungen, ein Sattelpunkt drei.
Gauß und Regression
Stufenform, dann rückwärts einsetzen; 0 = 0 → unendlich viele, 0 = c → keine Lösung. Regression: Summe der Abweichungsquadrate minimal.
Symmetrie ist keine Gleichung
Sie streicht Summanden aus dem Ansatz. Wer sie zusätzlich als Bedingung zählt, bekommt ein LGS mit zu vielen Gleichungen.
Abschnittsweise definierte Funktionen
An der Nahtstelle x₀ wird geprüft: erst Sprung, dann Knick, bei Trassen auch die Krümmung.
Stetigkeit
Links- und rechtsseitiger Grenzwert stimmen mit f(x₀) überein. Bei ganzrationalen Stücken genügt Einsetzen.
Differenzierbarkeit
Stetig und gleiche Steigung von links und rechts. Stücke einzeln ableiten, dann x₀ einsetzen.
Knick
Stetig, aber verschiedene Steigungen — keine eindeutige Tangente. Beispiel: |x| bei 0.
Trassierung
Sprungfrei = stetig, knickfrei = differenzierbar, krümmungsruckfrei = auch f″ gleich. Je Nahtstelle zwei bzw. drei Bedingungen.
Nur zwischen den Nahtstellen gültig
Ein Übergangsbogen beschreibt die Trasse nur auf seinem Intervall. Außerhalb gelten die angrenzenden Stücke.
Funktionenscharen
Mit dem Parameter rechnest du wie mit einer Zahl — die Ergebnisse sind Terme in k, oft mit Fallunterscheidung.
Schar untersuchen
Nach x ableiten, fk′(x) = 0 lösen, Fälle für k unterscheiden. Beispiel x³ − 3kx: zwei Extrempunkte nur für k > 0.
e-Scharen
Produkt- und Kettenregel; den e-Faktor ausklammern, er wird nie 0. Bedingungen an die Schar werden zu Ungleichungen in k.
Gemeinsame Punkte
fa(x) = fb(x) mit a ≠ b lösen — oder fk = u + k · v schreiben und v(x) = 0 lösen.
Ortskurven
xE(k) nach k auflösen, in yE(k) einsetzen, Definitionsbereich angeben.
Parameter anpassen
Soll eine Scharkurve eine Bedingung erfüllen, wird die Koordinate gleich dem Zielwert gesetzt und nach k aufgelöst — und geprüft, ob das k im erlaubten Bereich liegt.
Die Regeln, an denen die Punkte hängen
Die meisten Punkte gehen nicht beim Rechnen verloren, sondern beim Aufstellen, Begründen und Deuten.
Nachweise allgemein führen
Symmetrie, Stetigkeit und gemeinsame Punkte werden mit Termen gezeigt, nicht mit Zahlenbeispielen. Ein Beispiel kann eine Aussage nur widerlegen.
Nahtstelle in beiden Termen
Schreibe links und rechts getrennt: Wert, Steigung und — bei Trassen — Krümmung. So fällt auf, welche Bedingung fehlt.
Bedingungen an k notieren
Sobald √k, 1/k oder ln k auftaucht, gehört „k > 0“ oder „k ≠ 0“ dazu. Bei Ortskurven auch den x-Bereich angeben.
