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3.1.2 · Interaktive Übungen

Übungen: Durchschnittliche Änderungsrate

Zehn interaktive Aufgaben zum Differenzenquotienten — vom Einsetzen zweier Punkte bis zum Rückwärtsrechnen eines fehlenden Funktionswerts.

ZurückZur ErklärungSekante, Differenzenquotient und die Deutung der Änderungsrate
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Übungsaufgaben

Zwanzig Aufgaben in aufsteigender Schwierigkeit: Zuerst rechnest du einzelne Raten aus und achtest auf Vorzeichen und Einheit, in der Mitte arbeitest du am Graphen und in der Sekanten-Werkstatt, und zum Schluss kommen der allgemeine Differenzenquotient und Aufgaben, bei denen du rückwärts rechnen musst. Jede gelöste Aufgabe zählt oben in der Fortschrittsleiste mit.

A1Zwei Punkte, eine SekanteAFB I

Der Graph von \(f\) verläuft durch \(P(1 \mid 4)\) und \(Q(5 \mid 16)\). Berechne die durchschnittliche Änderungsrate von \(f\) auf dem Intervall \([1\,;\,5]\).

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Einsetzen in den Differenzenquotienten: \(m=\dfrac{f(5)-f(1)}{5-1}=\dfrac{16-4}{4}=\dfrac{12}{4}=3\).
A2Welches Vorzeichen hat die Rate?AFB I

Von fünf Funktionen sind jeweils nur die beiden Werte an den Intervallgrenzen bekannt. Entscheide in jeder Zeile, welches Vorzeichen die durchschnittliche Änderungsrate hat. Klicke pro Zeile genau eine Zelle an.

Klicke in jeder Zeile die Zelle an, die zutrifft. Ein zweiter Klick nimmt die Markierung zurück.
Werte an den Intervallgrenzenpositivnegativnull
f(a) = 2 und f(b) = 9
f(a) = 12 und f(b) = 5
f(a) = 7 und f(b) = 7
f(a) = −3 und f(b) = 1
f(a) = 0 und f(b) = −6
Der Nenner b − a ist immer positiv, weil b rechts von a liegt. Also entscheidet allein die Differenz f(b) − f(a) über das Vorzeichen.
A3Die vier FachbegriffeAFB I

Setze die vier Begriffe an die passenden Stellen im Merktext ein.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Eine durchschnittliche Änderungsrate gilt nie für einen einzelnen Punkt, sondern immer für ein . Berechnet wird sie mit dem , also als Quotient aus der Differenz der Funktionswerte und der Differenz der Stellen. Im Bild ist sie die Steigung der durch die beiden Randpunkte. Ihre ergibt sich aus der Einheit der Hochachse geteilt durch die Einheit der Rechtsachse.

Die Reihenfolge im Text folgt der Reihenfolge im Merksatz: erst der Bereich, dann die Rechenvorschrift, dann das Bild, zuletzt die Größe mit Einheit.
A4Kerze: Schritt für SchrittAFB II

Eine Kerze ist zu Beginn 24 cm lang. Nach 40 Minuten misst sie noch 18 cm. Die Zeit \(x\) steht in Minuten auf der Rechtsachse, die Länge \(f(x)\) in Zentimetern auf der Hochachse. Rechne die durchschnittliche Änderungsrate in drei Schritten aus.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie groß ist \(f(40)-f(0)\)?cm
  2. Wie groß ist \(40-0\)?min
  3. Wie groß ist die durchschnittliche Änderungsrate?cm/min
Zuerst die Höhendifferenz: 18 cm − 24 cm = −6 cm. Dann die Zeitspanne: 40 min. Zuletzt teilen: \(\dfrac{-6\,\text{cm}}{40\,\text{min}}=-0{,}15\;\tfrac{\text{cm}}{\text{min}}\).
A5Welche Einheit gehört zur Rate?AFB II

Ordne jedem Achsenpaar die Einheit der durchschnittlichen Änderungsrate zu.

A6Vom flachsten zum steilsten AbschnittAFB II

Vier Intervalle desselben Graphen sind mit ihren Randwerten angegeben. Ordne sie nach der Steilheit: ganz oben der flachste, ganz unten der steilste Abschnitt.

Ziehe die Zeilen mit der Maus oder verschiebe sie mit den Pfeil-Buttons, bis die Reihenfolge stimmt.
1Auf [0 ; 5] steigt f von 2 auf 3
2Auf [5 ; 9] fällt f von 10 auf 8
3Auf [1 ; 3] steigt f von 4 auf 7
4Auf [2 ; 4] fällt f von 9 auf 3
Rechne für jedes Intervall die Rate aus und lasse dann das Vorzeichen weg: 0,2 dann 0,5 dann 1,5 dann 3. Für die Steilheit zählt nur der Betrag.
A7Richtig oder falsch?AFB II

Entscheide bei jeder Aussage über die durchschnittliche Änderungsrate.

Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Prüfe jede Aussage an einem Bild: Zeichne dir eine Kurve, die steigt und wieder fällt.
A8Rate positiv, negativ oder null?AFB II

Sechs Vorgänge, drei Körbe. Ordne jeden Vorgang danach ein, welches Vorzeichen seine durchschnittliche Änderungsrate über den genannten Zeitraum hat.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Rate positiv
2Rate negativ
3Rate null
Vergleiche nur Anfangs- und Endwert. Was dazwischen passiert, ist für das Vorzeichen ohne Bedeutung.
A9Was folgt aus zwei Werten?AFB III

Von einer Funktion \(f\) ist bekannt: \(f(2)=5\) und \(f(8)=-7\). Markiere alle Aussagen, die daraus sicher folgen.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Erst rechnen: (−7 − 5) geteilt durch (8 − 2) ergibt −12 geteilt durch 6, also −2. Zum letzten Punkt: Der Graph startet oberhalb und endet unterhalb der Rechtsachse — irgendwo dazwischen muss er sie kreuzen.
A10Rückwärts: der fehlende FunktionswertAFB III

Von einer Funktion \(f\) ist \(f(3)=4\) bekannt. Auf dem Intervall \([3\,;\,11]\) beträgt die durchschnittliche Änderungsrate \(m=1{,}25\). Berechne \(f(11)\).

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Stelle den Differenzenquotienten um: Aus \(m=\dfrac{f(11)-f(3)}{11-3}\) folgt \(f(11)=f(3)+m\cdot(11-3)=4+1{,}25\cdot 8=4+10=14\).
A11Wassertank: vier ZwischenschritteAFB I

Ein Tank enthält zu Beginn \(V(0)=120\) Liter. Nach 8 Minuten sind noch \(V(8)=72\) Liter darin. Fülle die vier Felder aus — beim letzten Feld schreibst du die Einheit der Rate, zum Beispiel in der Form L/min.

Fülle alle Felder aus und prüfe dann auf einmal. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt, Enter prüft ebenfalls.

\(\Delta V=\)   \(\Delta t=\)
mittlere Änderungsrate \(=\)   Einheit:

\(\Delta V=72-120=-48\) Liter in \(\Delta t=8\) Minuten, also \(\dfrac{-48\,\text{L}}{8\,\text{min}}=-6\,\tfrac{\text{L}}{\text{min}}\). Die Einheit entsteht immer aus \([m]=\dfrac{[y]}{[x]}\) — hier Liter je Minute. Das Minuszeichen sagt: Der Tank leert sich.
A12Fünf Intervalle, fünf RatenAFB I

Gegeben ist \(f(x)=x^{2}\). Berechne für jedes Intervall die durchschnittliche Änderungsrate \(\dfrac{f(b)-f(a)}{b-a}\).

Fülle alle Felder aus und prüfe dann. Enter in einem Feld prüft ebenfalls. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt, negative Zahlen mit Minuszeichen.
Intervall \([a\,;\,b]\)durchschnittliche Änderungsrate
\([0\,;\,2]\)
\([1\,;\,3]\)
\([2\,;\,4]\)
\([−1\,;\,1]\)
\([−3\,;\,−1]\)
Zum Beispiel \([1;3]\): \(\dfrac{9-1}{3-1}=\dfrac{8}{2}=4\). Auf \([-1;1]\) ist die Rate 0, obwohl die Funktion dazwischen alles andere als konstant ist — Anfangs- und Endwert stimmen nur zufällig überein. Übrigens gilt hier immer \(m=a+b\); prüfe das an allen fünf Zeilen nach.
A13Sekanten-Werkstatt: Intervall gesuchtAFB II

Gezeichnet ist der Graph von \(f(x)=0{,}25\,x^{2}\). Verschiebe die Intervallgrenzen \(a\) und \(b\) so, dass die durchschnittliche Änderungsrate auf \([a\,;\,b]\) genau \(-0{,}5\) beträgt. Auch hier gibt es mehrere Lösungen — überlege dir vorher, welche Bedingung \(a\) und \(b\) erfüllen müssen.

Mit den Knöpfen (oder den Pfeiltasten im Bild) verschiebst du \(a\) und \(b\). Das Steigungsdreieck und der Wert der Rate werden sofort mitgerechnet. Tab bringt den Fokus ins Bild: ←/→ bewegen \(a\), ↑/↓ bewegen \(b\).
xy−6−5−4−3−2−1123456−2−112345678910
a: b:
Für \(f(x)=0{,}25x^{2}\) ist \(\dfrac{0{,}25b^{2}-0{,}25a^{2}}{b-a}=0{,}25\,(a+b)\), weil sich \(b^{2}-a^{2}=(b-a)(b+a)\) kürzen lässt. Aus \(0{,}25(a+b)=-0{,}5\) folgt \(a+b=-2\) — also etwa \([-4;2]\), \([-5;3]\), \([-3;1]\) oder \([-6;4]\).
A14Rate einer Kurve berechnenAFB II

Für \(f(x)=x^{3}-4x\) soll die durchschnittliche Änderungsrate auf dem Intervall \([1\,;\,3]\) bestimmt werden. Rechne zuerst beide Funktionswerte aus.

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
\(f(1)=1-4=-3\) und \(f(3)=27-12=15\). Damit ist die Rate \(\dfrac{15-(-3)}{3-1}=\dfrac{18}{2}=9\). Achtung beim Einsetzen negativer Werte: \(f(1)\) ist negativ, im Zähler steht deshalb \(15+3\).
A15Ballon: Rate als gekürzter BruchAFB II

Ein Ballon hat nach 2 Stunden ein Volumen von \(V(2)=17\;\text{m}^{3}\), nach 9 Stunden nur noch \(V(9)=13\;\text{m}^{3}\). Gib die durchschnittliche Änderungsrate als vollständig gekürzten Bruch an (Einheit \(\tfrac{\text{m}^{3}}{\text{h}}\), die brauchst du nicht einzutippen).

Trage Zähler und Nenner ein — der Bruch soll vollständig gekürzt sein. Ein Minuszeichen gehört in den Zähler. Enter prüft.
\(\Delta V=13-17=-4\;\text{m}^{3}\), \(\Delta t=9-2=7\;\text{h}\), also \(-\dfrac{4}{7}\,\tfrac{\text{m}^{3}}{\text{h}}\approx-0{,}57\,\tfrac{\text{m}^{3}}{\text{h}}\). Der Ballon verliert im Mittel gut einen halben Kubikmeter pro Stunde.
A16Fehlersuche: AbkühlungAFB II

Eine Tasse Tee hat nach 3 Minuten \(T=64\;^\circ\text{C}\), nach 11 Minuten \(T=40\;^\circ\text{C}\). Drei der fünf Zeilen sind falsch.

Klicke genau die falschen Zeilen an — nach der Prüfung erscheint unter jeder falschen Zeile die Korrektur.
Ergebnis: \(\dfrac{40-64}{11-3}=\dfrac{-24}{8}=-3\;\tfrac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\). Der Tee kühlt in diesen acht Minuten im Mittel um 3 °C pro Minute ab.
A17Punkte für die Sekante setzenAFB II

Der Graph gehört zu \(f(x)=x^{2}-2x-3\). Setze nacheinander die vier gesuchten Punkte — die ersten beiden spannen die Sekante über \([-1\,;\,3]\) auf.

Bewege die Maus über das Koordinatensystem und klicke, um den Punkt zu setzen. Mit der Tastatur: Tab ins Koordinatensystem, Pfeiltasten bewegen den Cursor, Enter setzt.

\(f(-1)=1+2-3=0\), \(f(3)=9-6-3=0\), \(f(4)=16-8-3=5\), \(f(1)=1-2-3=-4\). Weil \(P\) und \(Q\) denselben Funktionswert haben, ist die durchschnittliche Änderungsrate auf \([-1;3]\) gleich 0 — die Sekante verläuft waagerecht, obwohl der Graph dazwischen deutlich fällt und steigt.
A18Differenzenquotient allgemeinAFB III

Für \(f(x)=x^{2}\) soll die durchschnittliche Änderungsrate auf dem Intervall \([2\,;\,x]\) berechnet werden: \(\dfrac{x^{2}-4}{x-2}\). Kürze so weit wie möglich und gib den vereinfachten Term ein.

Gib den vereinfachten Term ein. Schreibweise: 2x^2 - 5x + 1, Malzeichen * oder weglassen, Brüche mit /, Potenzen mit ^. Enter prüft.
Dritte binomische Formel im Zähler: \(x^{2}-4=(x-2)(x+2)\). Kürzen mit \(x-2\) (erlaubt, denn \(x\neq 2\)) ergibt \(x+2\). Für \(x=3\) liefert das die Rate 5, für \(x=2{,}1\) den Wert 4,1 — genau die Zahlen, die im nächsten Kapitel den Grenzwert bilden.
A19Intervall mit Rate null markierenAFB III

Eine Messreihe liefert die folgenden Werte:

x−4−3−2−101234
f(x)72−103562−4

Markiere auf der Zahlengeraden das (einzige) Intervall \([a\,;\,b]\) mit \(a<b\), auf dem die durchschnittliche Änderungsrate genau 0 ist. Beide Klammern sollen geschlossen sein.

Ziehe die beiden Griffe auf die richtigen Grenzen. Ein Klick auf einen Griff (oder Enter) dreht die Klammer um; ganz außen steht −∞ bzw. ∞. Pfeiltasten bewegen den Griff.
a: b:
Die Rate ist genau dann 0, wenn \(f(b)-f(a)=0\) gilt, die beiden Randwerte also übereinstimmen. Das passiert nur bei \(f(-3)=f(3)=2\), also auf \([-3\,;\,3]\). Dazwischen ist die Funktion keineswegs konstant — sie fällt erst, steigt dann und fällt wieder.
A20Zwei Fahrtabschnitte vergleichenAFB III

Ein Zug hat nach \(0{,}5\) Stunden \(45\) km zurückgelegt, nach \(2\) Stunden insgesamt \(150\) km. Berechne die drei mittleren Geschwindigkeiten in \(\tfrac{\text{km}}{\text{h}}\).

Alle drei Werte eintragen und gemeinsam prüfen. Enter prüft ebenfalls.
Erster Abschnitt: \(\dfrac{45-0}{0{,}5-0}=90\). Zweiter: \(\dfrac{150-45}{2-0{,}5}=\dfrac{105}{1{,}5}=70\). Gesamt: \(\dfrac{150}{2}=75\). Beachte: 75 ist nicht der Mittelwert von 90 und 70, denn die beiden Abschnitte dauern unterschiedlich lang. Mittlere Änderungsraten darf man nicht einfach mitteln.
Nächster SchrittZu den TextaufgabenSechs Sachaufgaben zur durchschnittlichen Änderungsrate — mit Operatoren und Erwartungshorizont.