Operatoren verstehen
Der Operator sagt dir, wie ausführlich du antworten musst — und wie viele Punkte an der Teilaufgabe hängen.
| Operator | AFB | Was erwartet wird | Beispiel aus dem Kurs |
|---|---|---|---|
| Nennen | AFB I | Elemente, Sachverhalte, Begriffe oder Daten ohne Erläuterungen aufzählen bzw. wiedergeben. | Nenne drei Faktoren, die die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen. |
| Angeben | AFB I | Elemente, Sachverhalte, Begriffe oder Daten ohne Erläuterungen aufzählen bzw. wiedergeben. | Gib die Oxidationszahl von Mn in MnO₄⁻ an. |
| Ablesen/Entnehmen | AFB I | Werte oder Zusammenhänge einem Diagramm, einer Tabelle oder einer Abbildung unmittelbar entnehmen. | Lies das Volumen am Äquivalenzpunkt ab. |
| Berechnen | AFB I/II | Ergebnisse aus gegebenen Werten durch nachvollziehbare Rechenoperationen gewinnen – Ansatz, Rechnung und Ergebnis mit Einheit angeben. | Berechne ΔrH° aus Bildungsenthalpien. |
| Bestimmen | AFB I/II | Einen Lösungsweg darstellen und das Ergebnis formulieren – z. B. eine Größe aus Messwerten oder einem Diagramm ermitteln. | Bestimme pKs am Halbäquivalenzpunkt. |
| Beschreiben | AFB I/II | Strukturen, Sachverhalte oder Zusammenhänge unter Verwendung der Fachsprache geordnet und vollständig in eigenen Worten wiedergeben. | Beschreibe den Aufbau einer galvanischen Zelle. |
| Zuordnen | AFB I/II | Sachverhalte, Begriffe oder Daten aufgrund fachlicher Kriterien einander begründet zuweisen. | Ordne die Kunststoffe den Klassen zu. |
| Zeichnen | AFB I/II | Eine hinreichend exakte grafische Darstellung anfertigen – Achsen beschriften, Maßstab wählen, Messpunkte eintragen. | Zeichne das Energiediagramm mit Aktivierungsenergie und ΔrH. |
| Begründen | AFB II | Sachverhalte auf Regeln, Gesetzmäßigkeiten bzw. kausale Zusammenhänge zurückführen und mit Argumenten stützen. | Begründe die Lage des Äquivalenzpunkts. |
| Erklären | AFB II | Einen Sachverhalt auf Gesetzmäßigkeiten bzw. Ursachen zurückführen und in einen nachvollziehbaren Zusammenhang einordnen. | Erkläre die Wirkung eines Katalysators mit der Stoßtheorie. |
| Erläutern | AFB II | Einen Sachverhalt so darstellen, dass Zusammenhänge und Bedingungen verständlich werden – mit Beispielen oder Belegen. | Erläutere das Prinzip von Le Chatelier am Haber-Bosch-Verfahren. |
| Aufstellen | AFB II | Einen Term, eine Gleichung oder eine Funktionsgleichung zu einem Sachverhalt entwickeln und notieren. | Stelle die Redoxgleichung auf. |
| Ermitteln | AFB II | Einen Zusammenhang oder eine Lösung finden und das Ergebnis formulieren, z. B. durch Ablesen, Messen, Rechnen oder grafisch. | Ermittle Kc aus den Gleichgewichtskonzentrationen. |
| Vergleichen | AFB II | Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede nach vorgegebenen oder selbst gewählten Kriterien ermitteln und darstellen. | Vergleiche Thermoplaste und Duroplaste. |
| Auswerten | AFB II | Daten, Einzelergebnisse oder andere Elemente in einen Zusammenhang stellen und ggf. zu einer Gesamtaussage zusammenführen. | Werte die Messreihe der Titration aus. |
| Beurteilen | AFB III | Zu einem Sachverhalt ein selbstständiges Urteil unter Verwendung von Fachwissen und Fachmethoden formulieren und begründen. | Beurteile, ob ein Indikator geeignet ist. |
| Bewerten | AFB III | Einen Sachverhalt an erkennbaren Wertkategorien oder an Beurteilungskriterien messen und ein begründetes Urteil abgeben. | Bewerte Wasserstoff als Energiespeicher. |
| Stellung nehmen | AFB III | Zu einem Sachverhalt nach kritischer Prüfung und sorgfältiger Abwägung eine eigene begründete Position beziehen. | Nimm Stellung zur energetischen Verwertung von Kunststoffen. |
| Entwickeln | AFB III | Zu einer Fragestellung ein Experiment, ein Verfahren oder eine Lösungsstrategie begründet entwerfen und die einzelnen Schritte darstellen. | Entwickle einen Versuch, der Glucose und Stärke unterscheidet. |
| Diskutieren | AFB III | Zu einer Problemstellung oder These Argumente (Pro und Contra) gegeneinander abwägen und zu einem begründeten Ergebnis kommen. | Diskutiere Vor- und Nachteile von Akku und Brennstoffzelle. |
Faustregel für die Länge
Nennen/Angeben: Stichwort genügt. Beschreiben: was passiert. Erklären/Begründen: warum — mit Fachbegriff und „weil“. Beurteilen/Bewerten: Kriterien nennen, abwägen, klares Urteil.
Der Zeitplan
Acht Wochen reichen, wenn du regelmäßig lernst — lieber täglich 45 Minuten als einmal pro Woche vier Stunden.
- 8 Wochen vorherStandort bestimmen
Selbsttest machen, schwächste zwei Kapitel notieren; Checkliste unten einmal ehrlich abhaken.
- 7–6 WochenKapitel 1 und 2
Energetik und Gleichgewicht wiederholen: Zusammenfassungen, Lernkarten, je eine Übung AFB II rechnen.
- 5–4 WochenKapitel 3 und 4
Säure-Base und Elektrochemie: pH-Rechnungen, Titrationskurven, Zellen und Elektrolyse — viel rechnen, Einheiten prüfen.
- 3 WochenKapitel 5 und 6
Organik und Makromoleküle: Reaktionstypen, Nachweise, Struktur–Eigenschaft; Formeln sauber zeichnen.
- 2 WochenMischen
Interaktives Training und Typische Fehler; Abituraufgaben der Unterkapitel mit Erwartungshorizont vergleichen.
- 1 WocheGeneralprobe
Probeklausur am Stück in 240 Minuten schreiben, danach Fehler in die Checkliste übertragen.
- Letzte TageAusruhen und festigen
Nur noch Lernkarten und Merksätze; Taschenrechner prüfen (Batterien, Modus); ausschlafen.
Aktiv statt passiv
Lesen fühlt sich nach Lernen an, bringt aber wenig. Decke Lösungen ab, erkläre Zusammenhänge laut, rechne Aufgaben ohne Vorlage — erst dann vergleichen.
Checkliste je Kapitel
Hake ab, was du sicher kannst — ohne nachzuschlagen. Dein Stand wird nur in diesem Browser gespeichert.
Sicher: 0 von 24 Punkten
Strategien in der Prüfung
Gute Chemie allein reicht nicht — Punkte holt, wer das Material nutzt und die Zeit im Griff hat.
Erst lesen, dann schreiben
Lies alle Teilaufgaben und das Material, bevor du beginnst. Markiere die Operatoren und alle Zahlen mit Einheit im Material.
Zeit einteilen
Bei 240 Minuten und 100 Punkten gilt grob: 2 Minuten pro Punkt. Plane 20 Minuten am Ende zum Kontrollieren ein. Hängst du fest: Teilaufgabe markieren, weitermachen.
Rechnungen nachvollziehbar
Ansatz – Einsetzen mit Einheiten – Ergebnis mit Vorzeichen und sinnvoller Genauigkeit. Folgefehler werden gewertet, wenn der Weg erkennbar ist.
Fachsprache und Gleichungen
Reaktionsgleichungen immer mit Aggregatzuständen oder Ladungen und ausgeglichen. Begriffe wie „Protolyse“, „Oxidation“, „Äquivalenzpunkt“ korrekt verwenden.
Material ist ein Hinweis
Steht eine Tabelle im Material, wird sie gebraucht. Werte daraus nehmen, nicht aus dem Gedächtnis — und die Quelle („Material 3“) nennen.
