Zwei Stellungen, die jede:r Klubspieler:in können muss: Lucena (so gewinnt man) und Philidor (so hält man Remis).
Turm-und-Bauer gegen Turm ist das häufigste Endspiel überhaupt — fast jede Partie, die so weit kommt, läuft darauf hinaus. Zwei Stellungen entscheiden fast alles: die Lucena-Stellung (der Stärkere gewinnt) und die Philidor-Stellung (der Schwächere hält Remis). Wer beide kennt, rettet und gewinnt unzählige halbe und ganze Punkte.
Dein Bauer steht auf der 7. Reihe, dein König davor. Das Problem: Sobald der König herauskommt, gibt der gegnerische Turm Schach um Schach. Die Lösung ist eine Brücke: Der eigene Turm stellt sich so, dass er die Schachs abblockt.
Lucena: König vor dem Bauern, Turm c1 baut die Brücke. Plan: Tc4, König heraus, bei Schach Tc4 dazwischen.
Bist du der Verteidiger, willst du Remis. Das Rezept von Philidor: Halte deinen Turm auf der 6. Reihe (aus deiner Sicht die dritte) und sperre so den gegnerischen König aus. Erst wenn der Bauer auf die 6. Reihe zieht, gehst du mit dem Turm nach hinten und gibst Dauerschach.
Philidor: Schwarzer Turm auf der 6. Reihe (a6) hält den weißen König fern — Remis.
Eine Regel, die fast immer stimmt (Tarrasch): Der Turm gehört hinter den Freibauern — den eigenen, um ihn zu schieben, und den gegnerischen, um ihn zu bremsen. Ein Turm vor dem Bauern steht passiv und im Weg.