Die „Partie des Jahrhunderts“: Der 13-jährige Bobby Fischer opfert die Dame — und bekommt mehr als genug zurück.
New York, 1956: Im Rosenwald-Gedenkturnier trifft der erst 13-jährige Robert James Fischer auf den erfahrenen Donald Byrne. Der Schachjournalist Hans Kmoch nannte sie später die „Partie des Jahrhunderts“. Sie vereint alles aus der Damenklasse: Prophylaxe (was hat Weiß übersehen?), eine Modell-Partie für Figurenaktivität und eine Kombination, so präzise wie eine Studie.
Wir schauen die Partie aus Fischers Sicht an — Schwarz spielt von oben nach unten. Starte jeden Akt mit „Start“ und lies bei jedem Zug den Kommentar mit.
Weiß hat das Traumzentrum mit d4 und e4 — aber die Dame hat schon drei Züge gemacht, der König steht auf e1. Stelle die prophylaktische Frage aus der Lektion Prophylaxe: Was will Schwarz? Er will die e-Linie öffnen, bevor Weiß rochiert. Nach 11.Lg5? bekommt er genau diese Zeit.
Nimmt Weiß die Dame (18.Lxb6), holt sich Schwarz mit einer Serie von Abzugsschachs — der Windmühle — Turm, Läufer und Bauern zurück. Nimmt Weiß stattdessen den Läufer mit 18.Lxe6, droht 18…Db5+ 19.Kg1 Se2+ 20.Kf1 Sg3+ 21.Kg1 Df1+! 22.Txf1 Se2# — ein ersticktes Matt. Fischer hat beide Antworten gesehen: Das Opfer ist Rechnung, kein Glücksspiel.
1. Warum kann Weiß der Windmühle nicht entkommen? Prüfe nach 19…Se2+ alle Königszüge. 2. Zähle nach 25…Sxd1 das Material: Was hat Schwarz für die Dame bekommen? 3. Welche vier schwarzen Figuren wirken beim Schlussmatt 41…Tc2# zusammen?