MINT lernen

Übung — AFB III

Zehn Aufgaben zum Verallgemeinern und Reflektieren: Modellgrenzen abwägen, Messreihen deuten, Hypothesen prüfen und Gegenargumente entkräften — hier zählt der begründete Antwortsatz mindestens so viel wie die Zahl.

Dein Fortschritt:
0 / 21 Schritte
1

Aufgabenblock — AFB III

Auf dieser Stufe reicht es nicht, eine Formel zu bedienen. Du sollst verallgemeinern und reflektieren: eine Modellaussage begründen, eine Messreihe deuten, eine Hypothese prüfen, eine Behauptung aus dem Kurs entkräften — und sagen, wofür ein Modell taugt und wo seine Grenze liegt. Gerechnet wird nur dort, wo die Zahl das Argument trägt. Bei jeder Aufgabe gibt es zwei gestufte Tipps (Strategie → Lösungsskizze) und eine Musterlösung zum Aufklappen; erst selbst denken, dann aufklappen — das Aufklappen zählt als erledigt. Rechne mit \(h\,c = 1240\,\text{eV⋅nm}\) und gib Dezimalzahlen mit Komma ein.

A1
Der Topf am Wasserstoffatom — wie weit daneben?Potenzialtopf
AFB III

Ein Kurs will das Wasserstoffatom als eindimensionalen Potenzialtopf rechnen und setzt für die Topfbreite den Atomdurchmesser im Grundzustand an: \(L = 0{,}106\,\text{nm}\). Das Modell liefert damit \(W_1 = +33{,}5\,\text{eV}\) und \(W_2 = +134\,\text{eV}\). Die Messung am echten Wasserstoffatom ergibt für \(1\to 2\) dagegen \(\Delta W = 10{,}20\,\text{eV}\) und \(\lambda = 122\,\text{nm}\).

Gegeben: \(W_1 = 33{,}5\,\text{eV}\), \(W_2 = 134\,\text{eV}\) (Topf); \(\Delta W = (2^2-1^2)\,W_1 = 3W_1\); \(\lambda = \dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta W}\). Messwerte: 10,20 eV und 122 nm.
  1. a) Berechne die beiden fehlenden Topfwerte \(\Delta W_{1\to 2}\) und \(\lambda\).
  2. b) Vergleiche mit der Messung und nenne zwei Eigenschaften des Wasserstoffatoms, die der Topf grundsätzlich nicht abbilden kann.
eV
nm
Strategie: Nicht \(W_2\) einsetzen, sondern die Differenz: \(\Delta W = W_2 - W_1 = 3W_1\), weil \(2^2-1^2 = 3\). Damit dann \(\lambda = 1240/\Delta W\). Für b) frage dich, was am Topf gebaut ist: unendlich hohe Wände und \(+n^2\).Warum so? Erst wenn beide Modelle dieselbe Größe liefern, ist der Vergleich fair — und der Größenordnungs-Unterschied wird sichtbar.
Lösungsskizze: \(\Delta W = 134 - 33{,}5 = 100{,}5\,\text{eV}\) (Kontrolle: \(3\cdot 33{,}5\)). \(\lambda = 1240/100{,}5 \approx 12{,}3\,\text{nm}\). Das ist rund der Faktor 10 neben 10,20 eV bzw. 122 nm. Grundsätzlich fehlen dem Topf: eine endliche Ionisierungsgrenze und das Zusammenrücken der Niveaus nach oben.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) \(\Delta W_{1\to 2} = W_2 - W_1 = 134\,\text{eV} - 33{,}5\,\text{eV} = \) 100,5 eV (gleichwertig \(3W_1 = 3\cdot 33{,}5\,\text{eV}\)). Daraus \(\lambda = \dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{100{,}5\,\text{eV}} \approx\) 12,3 nm.

b) Vergleich: Gemessen sind 10,20 eV und 122 nm — der Topf liegt also in beiden Größen um rund den Faktor 10 daneben. Dazu kommt das falsche Vorzeichen: Topfenergien sind positiv, die Niveaus des Atoms negativ (gebunden).

Zwei prinzipielle Grenzen:

  • Keine Ionisierungsgrenze. Die Wände sind unendlich hoch, die Energien wachsen grenzenlos. Das Atom hat dagegen eine feste Ionisierungsenergie von 13,60 eV und oberhalb \(W=0\) ein Kontinuum.
  • Falscher Trend der Stufen. Der Topf spreizt die Niveaus mit \(+n^2\) nach oben, das Atom staucht sie mit \(-\frac{13{,}6\,\text{eV}}{n^2}\) zusammen — daher die Häufung der Balmer-Linien an der Seriengrenze.

Zusätzlich fehlen dem 1D-Topf die drei Raumrichtungen: die nach außen schwächer werdende Kernanziehung und die Orbitalformen. Zu jeder Quantenzahl gehört im Topf nur ein einziger Zustand.

Topf, L = 0,106 nm Wasserstoffatom +33,5 eV +134 eV 100,5 eV 0 −13,6 −3,40 10,20 eV Faktor 10 daneben — und das falsche Vorzeichen
Topfwerte gegen Messwerte
A2
Zwei Kursaussagen — ist der Topf ein „falsches“ Modell?Potenzialtopf
AFB III

Nach dem Vergleich aus A1 diskutiert der Kurs. Zwei Stimmen stehen im Raum:

Lena: „Wenn das Modell beim Wasserstoffatom um den Faktor 10 danebenliegt und obendrein das falsche Vorzeichen hat, dann ist der Potenzialtopf einfach ein falsches Modell. Weg damit.“
Tarek: „Das ist doch nur eine kleine Ungenauigkeit. Bei den Farbstoffketten passt es auf 1,6 % genau — Wasserstoff ist eben ein Sonderfall, den man wegdiskutieren kann.“
  1. a) Beurteile beide Aussagen in je zwei bis drei Sätzen. Sage jeweils, was zutrifft und wo das Argument nicht trägt.
  2. b) Formuliere in einem Satz, welche Frage man einem Modell statt „Stimmt es?“ stellen sollte.
  3. c) Entwickle drei Anforderungen, die ein besseres Atommodell erfüllen muss, und gib zu jeder einen Beleg aus der Messung an.
Strategie: Trenne sauber zwischen dem Prinzip (Einsperren einer Materiewelle erzwingt diskrete Energien) und den Zahlenwerten für ein konkretes System. Prüfe dann bei beiden Aussagen: Wird das Prinzip mit dem Zahlenwert verwechselt — oder umgekehrt?Warum so? Wer beides vermischt, hält den Topf entweder für ein Atommodell oder für wertlos. Beides ist falsch.
Lösungsskizze: Lena greift zu kurz: Modelle sind zweckgebunden, entscheidend ist der Gültigkeitsbereich — der Topf erklärt die Quantisierung und beschreibt Farbstoffketten quantitativ. Tarek verharmlost: das Scheitern ist systematisch (falscher Trend, keine Ionisierungsgrenze), und Wasserstoff ist kein Sonderfall, sondern der Regelfall „Elektron im Feld des Kerns“. Für c) denke an: weiches Potenzial statt Wände · nach oben zusammenrückende Niveaus · drei Dimensionen.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) Lena — greift zu kurz. Richtig ist ihr Befund: Für das Wasserstoffatom ist der Topf unbrauchbar. Falsch ist die Folgerung. Modelle sind nicht wahr oder falsch, sondern zweckgebunden: Sie haben einen Gültigkeitsbereich. Der Topf bringt Quantisierung, Randbedingung und Materiewellen-Vorstellung bereits richtig mit — ausgetauscht werden muss nur der Rahmen (das Potenzial). Für langgestreckte Farbstoffketten liefert er sogar belastbare Zahlen.

a) Tarek — verharmlost. Richtig ist, dass die Farbstoffrechnung gut passt. Falsch ist „kleine Ungenauigkeit“: Ein Faktor 10 und ein umgedrehtes Vorzeichen sind kein Rundungsfehler, sondern ein systematisches Scheitern — der Topf spreizt die Stufen, das Atom staucht sie. Und ein Elektron im Feld eines Kerns ist kein Sonderfall, sondern der Regelfall. Ein Teilerfolg ist kein Freibrief für alle Systeme.

b) Die bessere Frage: Nicht „Stimmt das Modell?“, sondern „Wofür stimmt es — und wo liegt seine Grenze?“

c) Anforderungen an ein besseres Atommodell:

  1. Nach außen schwächer werdende Kernanziehung statt steiler Wände. Beleg: Das Atom hat eine endliche Ionisierungsenergie von 13,60 eV, oberhalb \(W=0\) liegt ein Kontinuum.
  2. Nach oben zusammenrückende Niveaus \(W_n\sim -\frac{1}{n^2}\). Beleg: Die Balmer-Linien häufen sich zur Seriengrenze bei 365 nm — sie rücken nach kurzen Wellenlängen zusammen.
  3. Dreidimensionale Beschreibung. Beleg: Das Atom ist kugelsymmetrisch, und zu einer Quantenzahl gehören mehrere Zustände (Bahndrehimpuls, Orbitalformen) — im 1D-Topf gibt es zu jedem \(n\) nur einen einzigen.

Alle drei Anforderungen erfüllt erst ein Modell der Materiewelle im Feld des Kerns (Orbitalmodell, 7.4.4). Das Scheitern des Topfs ist damit kein Unglück, sondern ein Wegweiser: Es zeigt genau, was ein besseres Modell mitbringen muss.

Wofür taugt der Topf? ✓ Prinzip: Einsperren erzwingt diskrete Energien ✓ Farbstoffketten: 539 nm gegen 548 nm gemessen ✗ Wasserstoffspektrum: 100,5 eV statt 10,20 eV ✗ Ionisierungsenergie und Orbitalformen Nicht „stimmt es?“, sondern „wofür stimmt es?“
Gültigkeitsbereich statt Wahrheitsfrage
A3
Nanodrähte — hält die Hypothese ΔW·L² = konstant?Potenzialtopf
AFB III

An vier Nanodrähten wurde die Energie des Übergangs \(1\to 2\) gemessen. Das Kastenmodell sagt \(\Delta W_{1\to 2} = 3W_1 \sim \dfrac{1}{L^2}\) voraus — also müsste das Produkt \(\Delta W\cdot L^2\) für alle Drähte denselben Wert haben.

M1 — Messreihe: Drahtlänge und gemessene Übergangsenergie
DrahtABCD
L in nm1,001,502,003,00
ΔW1→2 in eV1,100,490,290,12
ΔW·L² in eV·nm²1,101,101,16?
Gegeben: \(W_1\approx\dfrac{0{,}376\,\text{eV}}{(L/\text{nm})^2}\), also \(\Delta W_{1\to 2}\cdot L^2 = 3\cdot 0{,}376\,\text{eV⋅nm}^2 = 1{,}128\,\text{eV⋅nm}^2\); \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta W}\).
  1. a) Ergänze die Prüfgröße für Draht D.
  2. b) Beurteile, ob die Messreihe die Hypothese stützt — und was die Streuung von unter ±4 % um den Mittelwert 1,11 eV·nm² beweist und was nicht.
  3. c) Ein Team will einen Draht bauen, der rotes Licht mit \(\lambda = 650\,\text{nm}\) aussendet. Berechne die nötige Länge \(L\) und nimm Stellung, ob das Modell dort noch trägt.
eV·nm²
nm
Strategie: a) Einfach \(0{,}12\,\text{eV}\cdot(3{,}00\,\text{nm})^2\) rechnen. c) Zuerst aus der Wellenlänge die Energie machen (\(\Delta W = 1240/650\)), dann die Prüfgröße nach \(L^2\) auflösen: \(L^2 = 1{,}128/\Delta W\) — und die Wurzel nicht vergessen.Warum so? Eine Proportionalität prüft man, indem man die behauptete Konstante ausrechnet — ist sie für alle Messpunkte gleich, trägt die Hypothese.
Lösungsskizze: a) \(0{,}12\cdot 9{,}00 = 1{,}08\,\text{eV⋅nm}^2\). c) \(\Delta W = 1240/650 \approx 1{,}91\,\text{eV}\); \(L^2 = 1{,}128/1{,}91 \approx 0{,}59\,\text{nm}^2\); \(L \approx 0{,}77\,\text{nm}\) — nur wenige Atomdurchmesser (ein Atom misst rund 0,1 nm).
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) \(\Delta W\cdot L^2 = 0{,}12\,\text{eV}\cdot (3{,}00\,\text{nm})^2 = 0{,}12\cdot 9{,}00 = \) 1,08 eV·nm².

b) Beurteilung: Die vier Werte 1,10 · 1,10 · 1,16 · 1,08 eV·nm² streuen um weniger als ±4 % um den Mittelwert 1,11 eV·nm², und der theoretische Wert \(3\cdot 0{,}376 = 1{,}128\,\text{eV⋅nm}^2\) liegt mitten in diesem Streuband. Über eine Längenspanne von 1,00 nm bis 3,00 nm ändert sich \(\Delta W\) um fast den Faktor 10 — dass die Prüfgröße dabei konstant bleibt, ist ein starkes Argument für die \(1/L^2\)-Abhängigkeit.

Was das nicht beweist: Bestätigt ist damit nur die Skalierung im untersuchten Bereich, nicht das Modell als Ganzes. Die Messreihe sagt nichts darüber, ob die Wände wirklich unendlich hoch sind, ob es einen Ionisierungsrand gibt oder ob die Beschreibung außerhalb von 1–3 nm noch trägt. Vier Punkte in einem schmalen Fenster sind kein Beleg für Allgemeingültigkeit — eine Hypothese wird durch Messungen gestützt, nie endgültig bewiesen.

c) Rechnung: \(\Delta W = \dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{650\,\text{nm}} \approx 1{,}91\,\text{eV}\); daraus \(L^2 = \dfrac{1{,}128\,\text{eV⋅nm}^2}{1{,}91\,\text{eV}} \approx 0{,}59\,\text{nm}^2\), also \(L \approx\) 0,77 nm.

Stellungnahme: 0,77 nm entspricht nur rund sieben bis acht Atomdurchmessern (ein Atom misst etwa 0,1 nm). Auf dieser Skala sind die Modellannahmen kaum noch haltbar: Es gibt keinen glatten Kasten mehr, sondern einzelne Atomrümpfe, das Potenzial ist nicht flach, und die Wände sind nicht unendlich hoch. Die Rechnung liefert also eine Größenordnung, aber keine belastbare Bauvorschrift — extrapoliert wurde weit über den geprüften Bereich hinaus.

Prüfgröße ΔW·L² in eV·nm² Modell 1,128 · Streuband ±4 % 1,101,101,161,08 ABCD L = 1,00 · 1,50 · 2,00 · 3,00 nm konstant im geprüften Fenster — mehr nicht
Vier Messpunkte, eine Hypothese
A4
Warum Linien und kein Farbband?Quantisierung
AFB III

Eine Wasserstoff-Gasentladungsröhre zeigt im Spektrometer wenige scharfe Linien — kein lückenloses Farbband. In der Auswertung fallen zwei Sätze:

Jonas: „Zwischen den Stufen geht es doch auch, nur eben seltener — deshalb sind die Linien so schmal und alles dazwischen so schwach, dass man es nicht sieht.“
Nora: „Ein Wasserstoffatom kann grundsätzlich nur ganz bestimmte Energiebeträge aufnehmen — alles andere läuft immer durch.“
  1. a) Erkläre in einer geschlossenen Argumentationskette, warum aus diskreten Energieniveaus ein Linienspektrum folgt.
  2. b) Entkräfte Jonas’ Erklärung. Was wäre im Spektrum zu sehen, wenn er recht hätte?
  3. c) Beurteile Noras Satz. In dieser Allgemeinheit ist er falsch — woran liegt das?
Strategie: Gehe die Kette in vier Gliedern durch: erlaubte Niveaus → feste Differenzen \(\Delta W = W_n - W_m\) → \(\Delta W = h\,f = hc/\lambda\) → feste Wellenlänge je Übergang. Für b) drehe die Annahme um: Wären beliebige Energien erlaubt, wären auch beliebige Differenzen möglich. Für c) denke an die Ionisierungsgrenze \(W_\infty = 0\).Warum so? Ein Spektrum ist ein direkter Abdruck der erlaubten Energien — die Form des Spektrums ist der Beweis für die Diskretheit.
Lösungsskizze: Jede Linie gehört zu genau einem Übergang; alle Sprünge \(3\to 2\) liefern exakt 1,89 eV, also exakt 656 nm. Wären Zwischenwerte erlaubt, ergäbe sich ein lückenloses Band statt scharfer Linien — beobachtet wird das nicht. Nora übersieht: Oberhalb von \(W = 0\) liegen die Energien kontinuierlich; dort muss nichts passen, der Überschuss bleibt als kinetische Energie.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) Die Argumentationskette:

  1. Das Elektron kann nur diskrete Energiewerte \(W_n\) annehmen; Werte dazwischen sind grundsätzlich verboten — auch nicht kurzzeitig.
  2. Ein Übergang \(n\to m\) setzt damit eine feste Energiedifferenz frei: \(\Delta W = W_n - W_m\).
  3. Diese Energie steckt vollständig in einem Photon: \(\Delta W = h\,f = \dfrac{h\,c}{\lambda}\).
  4. Feste Energie heißt feste Wellenlänge — also je Übergang genau eine scharfe Linie. Alle Sprünge \(3\to 2\) liefern dieselben 1,89 eV und damit dieselbe Linie bei 656 nm.

b) Warum Jonas irrt: Seine Annahme „ein bisschen dazwischen geht auch“ ist gerade das, was das Modell ausschließt. Wären beliebige Energiewerte erlaubt, wären auch beliebige Differenzen möglich — das Spektrum wäre ein lückenloses Band aller Farben, kein Satz getrennter Linien. Beobachtet wird aber genau das Gegenteil: wenige, scharf begrenzte Linien mit dunklen Bereichen dazwischen. Auch das Argument „zu schwach zum Sehen“ trägt nicht, denn dann müsste bei stärkerer Anregung oder längerer Belichtung ein Untergrundband auftauchen — es tut es nicht. Zusatzbeleg aus einem ganz anderen Versuch: Im Franck-Hertz-Versuch geben die Elektronen die Energie portionsweise ab (feste 4,9 eV bei Quecksilber), nicht in beliebig kleinen Häppchen.

c) Warum Noras Satz in dieser Allgemeinheit falsch ist: Für gebundene Zustände stimmt er: Dort ist die Bedingung \(W_\text{Ph} = \Delta W\) scharf, eine teilweise Aufnahme gibt es nicht. Oberhalb der Ionisierungsgrenze \(W_\infty = 0\) liegen die erlaubten Energien aber kontinuierlich. Ein Photon, dessen Energie zur Ionisierung ausreicht, wird deshalb aufgenommen, auch wenn es zu keiner Niveaudifferenz passt — der Überschuss bleibt dem freigesetzten Elektron als kinetische Energie: \(W_\text{kin} = W_\text{Ph} - \Delta W_\text{ion}\). Beispiel: 5,0 eV auf ein Atom im Zustand \(n=2\) ionisieren (3,40 eV nötig) und lassen 1,60 eV kinetische Energie übrig.

Merksatz: Diskret sind die gebundenen Zustände — das erzeugt die Linien. Frei ist alles oberhalb von \(W = 0\).

beobachtet: scharfe Linien 434486656 nm wäre „ein bisschen dazwischen“ erlaubt: lückenloses Band — wird nie beobachtet gebunden (W < 0): nur Stufen erlaubt frei (W > 0): Energien kontinuierlich — deshalb ist Noras Satz zu allgemein
Linien gegen Kontinuum
A5
„Drei Linien — also drei Niveaus“?Niveauschema
AFB III

Eine Gruppe beobachtet im sichtbaren Bereich (380 nm bis 780 nm) drei Wasserstofflinien: 656 nm, 486 nm und 434 nm. Ihr Protokoll schließt: „Drei sichtbare Linien — also hat das Atom drei Energieniveaus.“

Gegeben: Zahl möglicher Emissionslinien bei \(N\) Niveaus: \(Z=\dfrac{N(N-1)}{2}\); \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta W}\); sichtbares Fenster 380 nm bis 780 nm.
  1. a) Berechne, wie viele Übergänge bei \(N=4\) und bei \(N=5\) Niveaus möglich sind.
  2. b) Widerlege den Schluss der Gruppe und begründe die Formel \(Z=\frac{N(N-1)}{2}\) in eigenen Worten.
  3. c) Beurteile den Vorschlag, die Zahl der Niveaus generell durch Abzählen sichtbarer Linien zu bestimmen.
Übergänge
Übergänge
Strategie: Eine Linie gehört nicht zu einem Niveau, sondern zu einem Paar von Niveaus. Zähle also Paare: Das oberste Niveau kann auf alle darunter fallen, das nächste auf alle darunter, und so weiter — \(1+2+3+\dots\)Warum so? Die Zahl der Linien wächst viel schneller als die Zahl der Niveaus. Deshalb kann man nicht einfach abzählen.
Lösungsskizze: \(N=4\): \(\frac{4\cdot 3}{2} = 6\) (auch \(1+2+3\)). \(N=5\): \(\frac{5\cdot 4}{2} = 10\). Von den Wasserstofflinien liegen die Lyman-Linien komplett im UV (122 nm, 103 nm, 97,3 nm) und die Paschen-Linien komplett im IR (z. B. 1876 nm) — sichtbar ist nur die Balmer-Serie.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) \(N=4\): \(Z=\dfrac{4\cdot 3}{2}=\) 6 Übergänge. \(N=5\): \(Z=\dfrac{5\cdot 4}{2}=\) 10 Übergänge.

b) Warum der Schluss falsch ist: Eine Spektrallinie gehört zu einem Paar von Niveaus, nicht zu einem einzelnen Niveau. Schon vier Niveaus erlauben sechs Übergänge, fünf Niveaus zehn. Aus drei sichtbaren Linien folgt daher keinesfalls „drei Niveaus“ — im Gegenteil: Die drei beobachteten Linien 656 nm, 486 nm und 434 nm sind die Übergänge \(3\to2\), \(4\to2\) und \(5\to2\) und setzen damit bereits mindestens fünf Niveaus voraus.

Begründung der Formel: Vom obersten Niveau führen \(N-1\) Sprünge nach unten, vom nächsten \(N-2\), und so weiter bis zum vorletzten mit einem Sprung. Die Summe \(1+2+\dots+(N-1)\) ist \(\dfrac{N(N-1)}{2}\). Gleichwertig: Jedes der \(N\) Niveaus lässt sich mit jedem anderen paaren (\(N(N-1)\) geordnete Paare), aber Start und Ziel eines Emissionsübergangs liegen fest — also durch 2 teilen.

c) Beurteilung des Vorschlags: Als Messverfahren ist er nicht brauchbar. Sichtbare Linien liefern nur eine untere Schranke für die Zahl der Niveaus, aus drei Gründen:

  • Das Fenster ist zu schmal. Nur die Balmer-Serie (Zielniveau \(n=2\)) liegt im Sichtbaren; die Lyman-Serie liegt komplett im UV, die Paschen-Serie komplett im IR. Man sieht nur den Ausschnitt, für den das Auge gebaut ist.
  • Linien häufen sich. Zur Seriengrenze bei 365 nm rücken die Balmer-Linien immer dichter zusammen; ab einer gewissen Stelle sind sie nicht mehr getrennt aufzulösen.
  • Intensität ist keine Existenzfrage. Anregungsbedingungen (Gasdruck, Stromstärke, Temperatur) und die Empfindlichkeit von Auge, Kamera oder Gitter können eine vorhandene Linie verschlucken. Aus dem Fehlen einer Linie folgt nichts.

Besser: Man misst die Wellenlängen möglichst vieler Linien über UV, Sichtbares und IR hinweg, rechnet sie mit \(\Delta W = 1240/\lambda\) in Energien um und rekonstruiert daraus das Niveauschema — die Zahl der Niveaus ergibt sich dann aus dem Schema, nicht aus dem Abzählen.

N = 4 Niveaus → 6 Übergänge n = 1n = 2n = 3n = 4 3 auf n=1 (UV) 2 auf n=2 1 (IR) 3 + 2 + 1 = 6 — nicht alle sind sichtbar
Linien zählen Paare, nicht Niveaus
A6
Was verrät ein Sternspektrum — und was nicht?Linienspektren
AFB III

Ein Spektrograf nimmt das Licht einer leuchtenden Gaswolke auf. Im sichtbaren Bereich erscheinen helle Linien bei 656 nm, 486 nm und 434 nm, sonst nichts. Aus der Auswertung stammen fünf Schlüsse:

  1. S1 In der Wolke ist Wasserstoff vorhanden.
  2. S2 Die drei Linien gehören zu Sprüngen mit dem Zielniveau \(n=2\).
  3. S3 Die Wolke sendet außerdem Lyman-Linien im UV aus, die das Gerät nur nicht erfasst.
  4. S4 In der Wolke ist ausschließlich Wasserstoff — andere Elemente wären zu sehen.
  5. S5 Erhitzt man die Wolke stärker, verschieben sich die drei Linien ins Blaue.

Prüfe jeden Schluss und ordne ihn ein: zulässig, nicht zulässig oder plausibel, aber nicht bewiesen. Begründe jeweils mit einem Satz. Formuliere anschließend die allgemeine Nachweisregel, die hinter deinen Urteilen steckt.

Strategie: Frage bei jedem Satz: Folgt er zwingend aus den drei gemessenen Wellenlängen — oder braucht er eine Zusatzannahme? Sortiere dazu erst die drei Linien den Übergängen zu und denke daran, welchen Ausschnitt das Gerät überhaupt sieht.Warum so? Bei Spektren ist das Vorhandensein einer Linie beweiskräftig, ihr Fehlen dagegen nicht — daran entscheidet sich fast jede dieser Fragen.
Lösungsskizze: 656 / 486 / 434 nm sind \(3\to2\), \(4\to2\), \(5\to2\) — die Balmer-Serie des Wasserstoffs. S1 und S2 sind damit zulässig. S3 ist physikalisch begründet, aber im Messbereich nicht belegt. S4 verwechselt „nicht gesehen“ mit „nicht da“. S5 verwechselt Helligkeit mit Lage.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

Zuordnung vorab: 656 nm \(= 3\to2\) (H\(_\alpha\), rot), 486 nm \(= 4\to2\) (H\(_\beta\), blaugrün), 434 nm \(= 5\to2\) (H\(_\gamma\), violettblau) — die drei kräftigsten Linien der Balmer-Serie.

S1 — zulässig. Das Linienmuster ist der Fingerabdruck des Elements: Diese drei Wellenlängen zusammen gehören zum Wasserstoff. Das Vorhandensein der Linien ist beweiskräftig.

S2 — zulässig. Alle drei Übergänge enden auf \(n=2\); die Serie hängt am Zielniveau, nicht am Startniveau. Genau deshalb liegt diese eine Serie im Sichtbaren.

S3 — plausibel, aber nicht bewiesen. Wenn Atome von \(n=3,4,5\) herunterfallen, sind auch Sprünge auf \(n=1\) zu erwarten (122 nm, 103 nm, 97,3 nm). Belegt ist das mit diesem Gerät jedoch nicht: Es misst nur das sichtbare Fenster. Aussagen über den UV-Bereich brauchen eine UV-Messung.

S4 — nicht zulässig. Aus dem Fehlen weiterer Linien folgt kein Fehlen weiterer Elemente. Andere Elemente können Linien außerhalb des Messbereichs haben, zu schwach angeregt sein oder von den hellen Wasserstofflinien überstrahlt werden. „Nicht gesehen“ ist nicht „nicht da“.

S5 — nicht zulässig. Die Lage jeder Linie liegt durch die festen Energiedifferenzen der Niveaus fest. Mehr Temperatur macht Linien heller und bringt gegebenenfalls weitere hinzu, verschiebt aber keine. Wer hier zustimmt, verwechselt das Linienspektrum mit der Strahlungskurve eines glühenden Körpers, bei der das Maximum tatsächlich mit steigender Temperatur nach Blau wandert.

Nachweisregel: Vorhandensein einer Linie beweist — Fehlen einer Linie beweist nichts. Und: Eine Messung trägt nur so weit, wie ihr Messbereich reicht.

gemessenes Fenster: 380–780 nm 434486656 UVIR nichtnicht gemessengemessen ✓ Wasserstoff nachgewiesen ✓ alle drei enden auf n = 2 ? Lyman-Linien: erwartet, ungemessen ✗ „nur Wasserstoff“ ✗ „heißer schiebt Linien ins Blaue“ Vorhandensein beweist — Fehlen nicht.
Fünf Schlüsse, drei Urteile
A7
Dunkel von vorn, gelb von der SeiteResonanzabsorption
AFB III

Weißes Licht läuft durch eine Küvette mit heißem Natriumdampf und danach durch ein Gitter. Auf dem Schirm fehlt eine schmale Farbe: bei 589 nm liegt eine dunkle Linie. Von der Seite betrachtet leuchtet der Dampf zugleich gelb. Zwei Stimmen aus dem Kurs:

Mia: „Das Gas verschluckt das gelbe Licht — die Energie ist danach weg, deshalb bleibt die Stelle dunkel.“
Ben: „Wenn wir kräftiger heizen, sind mehr Atome angeregt. Dann wird die dunkle Linie heller, bis sie ganz verschwindet.“
  1. a) Erkläre beide Beobachtungen — dunkle Linie und seitliches Leuchten — mit einem einzigen Vorgang.
  2. b) Beurteile Mias und Bens Aussage. Nenne bei Mia den verletzten Erhaltungssatz.
  3. c) Ein Zusatzargument lautet: „Dicht daneben, bei 600 nm, entsteht wenigstens eine schwächere dunkle Linie.“ Entkräfte es.
  4. d) Entwickle einen Versuch, mit dem sich der Kirchhoffsche Umkehrsatz für Natrium prüfen lässt.
Strategie: Verfolge ein einzelnes Photon: Es wird resonant absorbiert, das Atom fällt kurz darauf zurück und sendet ein Photon gleicher Wellenlänge aus — aber in welche Richtung? Für c) hilft die Resonanzbedingung \(W_\text{Ph}=\Delta W\) mit ihrem „alles oder nichts“.Warum so? Beide Beobachtungen sind zwei Blickrichtungen auf denselben Vorgang — das ist der Kern der Aufgabe.
Lösungsskizze: Absorption + ungerichtete Wiederabstrahlung: Vorwärts fehlt fast alles (dunkle Linie), zur Seite geht ein Teil (gelbes Leuchten). Mia verletzt die Energieerhaltung — die Energie ist nicht vernichtet, sondern aus dem Strahl herausgestreut. Bens Prämisse stimmt teilweise, seine Folgerung nicht: Mehr Dampf heißt mehr Atome im Strahl, die Linie wird dunkler und breiter.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) Ein Vorgang, zwei Blickrichtungen: Trifft ein Photon, dessen Energie exakt zu einem Übergang des Natriumatoms passt, so wird es resonant absorbiert und hebt das Elektron auf das höhere Niveau. Nach kurzer Zeit fällt das Elektron zurück und sendet ein Photon derselben Wellenlänge wieder aus — jedoch in eine zufällige Richtung. Nur ein winziger Bruchteil fliegt weiter geradeaus. In Blickrichtung fehlt daher fast das ganze Licht dieser Farbe (dunkle Linie), während seitlich genau diese Farbe abgestrahlt wird (gelbes Leuchten). Das Licht ist nicht verschwunden, sondern aus dem Strahl herausgestreut.

b) Mia — falsch. „Die Energie ist weg“ verletzt die Energieerhaltung. Das Atom gibt die aufgenommene Energie vollständig als Photon gleicher Wellenlänge wieder ab; geändert hat sich nur die Richtung. Der direkte Beleg liegt vor ihr: das seitliche Leuchten in genau derselben Farbe.

b) Ben — Prämisse teilweise richtig, Folgerung falsch. Richtig ist, dass stärkeres Heizen mehr Natriumdampf und damit mehr Atome im Strahlengang liefert. Falsch ist die Folgerung: Für die Absorption zählen die Atome im unteren Zustand, und die Anregung besorgt hier das Licht selbst, nicht die Temperatur. Mehr Atome im Strahl bedeuten mehr Absorption — die Linie wird dunkler und breiter, nicht heller. Heller wird nur das seitlich beobachtete Leuchten.

c) Zum Zusatzargument: Resonanz kennt kein „fast“. Absorbiert wird nur, was die Bedingung \(W_\text{Ph}=\Delta W\) exakt erfüllt; 600 nm passt zu keinem Übergang des Natriums und läuft vollständig durch. Deshalb springt die Schwächung zwischen praktisch null und praktisch vollständig — man sieht dünne dunkle Striche, keine breiten grauen Bänder. (Zum Vergleich: Beim Wasserstoff wird ein Photon mit 2,60 eV komplett durchgelassen, obwohl es nur 0,05 eV neben dem erlaubten Übergang mit 2,55 eV liegt.)

d) Prüfversuch zum Kirchhoffschen Umkehrsatz:

  1. Aufbau festhalten: Küvette mit Natriumdampf, Gitter, Schirm mit kalibrierter Wellenlängenskala — an der Skala wird zwischen beiden Messungen nichts verändert.
  2. Messung 1 (Absorption): Weiße Lichtquelle an, Küvette geheizt. Lage der dunklen Linie ablesen.
  3. Messung 2 (Emission): Weiße Quelle aus, Dampf selbst zum Leuchten bringen (seitliche Beobachtung). Lage der hellen Linie ablesen.
  4. Auswertung: Beide Linien müssen bei derselben Wellenlänge liegen — 589 nm. Gegenprobe mit einem anderen Stoff: Dessen helle und dunkle Linien liegen woanders, aber ebenfalls paarweise an derselben Stelle.

Damit ist geprüft, was der Umkehrsatz behauptet: Ein Gas absorbiert genau die Wellenlängen, die es bei gleicher Temperatur auch emittieren würde. Der Unterschied zwischen hellen und dunklen Linien liegt nicht im Atom, sondern im Versuchsaufbau.

gleiche Farbe, zwei Richtungen weiß Na-Dampf seitlich: gelb, 589 nm dunkle Linie ✗ „Energie ist vernichtet“ ✓ herausgestreut — Richtung geändert ✗ „heißer macht die Linie heller“ ✓ mehr Atome → dunkler und breiter
Absorption und Wiederabstrahlung
A8
Farbe als Thermometer — wann trägt das Argument?Spektren & Temperatur
AFB III

Nebeneinander stehen zwei Lichtquellen: eine Glühwendel (heißer, dichter Festkörper, kontinuierliches Spektrum) und eine Wasserstoff-Gasentladungsröhre (dünnes Gas, Linienspektrum). Im Kurs fallen zwei Behauptungen:

Kim: „Die Röhre leuchtet vor allem rot. Rot heißt kühl — das Gas ist also ungefähr so heiß wie eine rot glühende Herdplatte mit 1000 K.“
Ali: „Wenn wir die Temperatur der Wendel verdoppeln, verdoppelt sich auch die abgestrahlte Leistung je Quadratmeter.“
Gegeben: \(\lambda_\text{max}\cdot T = 2{,}90\cdot 10^{6}\,\text{nm⋅K}\); \(\dfrac{P}{A}=\sigma\,T^{4}\) mit \(\sigma=5{,}67\cdot 10^{-8}\,\frac{\text{W}}{\text{m}^2\text{K}^4}\). Die rote Wasserstofflinie liegt bei 656 nm.
  1. a) Berechne, um welchen Faktor die Leistung je Fläche bei doppelter Temperatur wächst.
  2. b) Beurteile beide Behauptungen.
  3. c) Begründe, warum sich aus der Farbe der Glühwendel eine Temperatur ablesen lässt, aus der Farbe der Gasentladung dagegen nicht.
  4. d) Geschmolzenes Natrium zeigt ein Kontinuum, Natriumdampf die gelbe Doppellinie — erkläre den Unterschied.
—
Strategie: Trenne die beiden Gesetze sauber: Wien sagt, wo das Maximum liegt (die Farbe), Stefan-Boltzmann sagt, wie viel insgesamt abgestrahlt wird (die Helligkeit). Und frage bei jeder Quelle: Gilt hier überhaupt eine Strahlungskurve — oder gibt es nur einzelne Übergänge?Warum so? Ein Gesetz auf eine Quelle anzuwenden, für die es nicht gemacht ist, liefert scheinbar saubere Zahlen ohne physikalische Bedeutung.
Lösungsskizze: a) \(\left(\frac{2T}{T}\right)^4 = 2^4 = 16\). b) Kim wendet Wien auf ein Linienspektrum an — die Lage von 656 nm folgt aus \(\Delta W = 1{,}89\,\text{eV}\), nicht aus der Temperatur. Ali rechnet linear statt mit der vierten Potenz. d) Entscheidend ist nicht der Stoff, sondern sein Zustand: heiß und dicht → Kontinuum, dünn und gasförmig → Linien.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) \(\dfrac{P_2/A}{P_1/A} = \dfrac{\sigma (2T)^4}{\sigma T^4} = 2^4 = \) 16. Doppelte Temperatur bedeutet also die 16-fache Strahlungsleistung je Quadratmeter.

b) Kim — falsch. Sie überträgt das Wiensche Verschiebungsgesetz auf eine Quelle, für die es nicht gilt. Die Röhre strahlt keine Glockenkurve ab, sondern einzelne Linien; deren Lage ist durch die Energiedifferenzen der Niveaus festgelegt: 656 nm gehört zu \(\Delta W = 1{,}89\,\text{eV}\), dem Übergang \(3\to2\). Diese Wellenlänge steht fest, egal wie heiß das Gas ist. Temperatur beeinflusst bei einem Linienspektrum die Helligkeit der Linien und kann weitere Linien hinzubringen — nie ihre Lage. Aus der Farbe einer Gasentladung folgt daher keine Temperatur.

b) Ali — falsch. \(P/A = \sigma T^4\) steigt mit der vierten Potenz: doppelte Temperatur ergibt den Faktor \(2^4 = 16\), nicht 2. Wer hier linear rechnet, unterschätzt die Strahlung um fast eine Größenordnung.

c) Warum die Wendel doch ein Thermometer ist: Ein heißer, dichter Körper kommt dem schwarzen Körper nahe: Er strahlt in allen Farben, mit einer charakteristischen Glockenkurve, deren Maximum allein von der Temperatur abhängt — \(\lambda_\text{max} = \frac{2{,}90\cdot 10^{6}\,\text{nm⋅K}}{T}\). Hier trägt der Farbschluss: Bei 2700 K liegt das Maximum bei rund 1,07 µm im Infraroten, bei 5800 K bei etwa 500 nm im Grün-Gelben. Beim dünnen Gas fehlt genau diese Voraussetzung: Es gibt keine durchgehende Strahlungskurve, sondern nur die erlaubten Übergänge des Atoms.

d) Kontinuum oder Linien — der Zustand entscheidet: Nicht der Stoff bestimmt die Spektrenart, sondern sein Zustand. Geschmolzenes Natrium ist heiß und dicht: Die Atome sitzen dicht an dicht, ihre Niveaus verwischen zu einem lückenlosen Farbverlauf — ein kontinuierliches Spektrum. Natriumdampf ist dünn: Die Atome strahlen praktisch ungestört, man sieht nur ihre einzelnen Übergänge, also die gelbe Doppellinie bei 589 nm. Dieselbe Sorte Atome, zwei völlig verschiedene Spektren.

Merksatz: Wien sagt wo, Stefan-Boltzmann sagt wie viel — und beide gelten nur für den heißen dichten Körper, nicht für das dünne Gas.

glühender Körper: Lage folgt aus T heißer kühler Maximum wandert nach links und wächst dünnes Gas: Lage folgt aus ΔW 656 nm ↔ 1,89 eV mehr Wärme: heller, nie verschoben
Zwei Quellen, zwei Regeln
A9
Eine Franck-Hertz-Messreihe kritisch auswertenFranck-Hertz
AFB III

Ein Kurs nimmt die Kennlinie einer Quecksilberdampf-Röhre auf und liest die Stromeinbrüche ab (Ableseunsicherheit ±0,1 V):

M1 — Lage der Stromeinbrüche
k1234
Uk in V6,411,316,221,1
Protokoll der Gruppe: „Der erste Einbruch liegt bei 6,4 V. Wegen \(W_\text{kin}=eU\) beträgt die Anregungsenergie von Quecksilber also 6,4 eV.“
Gegeben: \(W_\text{kin}=eU\); Modellansatz \(U_k = U_\text{Zus} + k\cdot\dfrac{\Delta W}{e}\); Literaturwert Quecksilber \(4{,}9\,\text{eV}\); \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta W}\).
  1. a) Ermittle aus der Messreihe die Anregungsenergie und die systematische Verschiebung.
  2. b) Widerlege die Auswertung der Gruppe. Warum ist gerade die Lage des ersten Einbruchs der ungeeignete Messwert?
  3. c) Eine zweite Gruppe schlägt vor, künftig nur noch \(U_1\) und \(U_4\) zu messen und \(\Delta U=\frac{U_4-U_1}{3}\) zu bilden. Bewerte den Vorschlag.
  4. d) Entwickle ein Auswerteverfahren, das beide Größen zugleich liefert.
eV
V
Strategie: Bilde zuerst die Differenzen benachbarter Einbrüche. Eine konstante Verschiebung steckt in jedem Messwert gleich stark drin — in der Differenz fällt sie heraus. Die Verschiebung selbst findest du, indem du vom ersten Messwert genau eine Portion abziehst.Warum so? Ein systematischer Fehler verschiebt alle Werte um denselben Betrag; nur der Abstand ist gegen ihn unempfindlich.
Lösungsskizze: \(11{,}3-6{,}4 = 4{,}9\); \(16{,}2-11{,}3 = 4{,}9\); \(21{,}1-16{,}2 = 4{,}9\) → \(\Delta W = 4{,}9\,\text{eV}\). Verschiebung: \(6{,}4 - 4{,}9 = 1{,}5\,\text{V}\). Kontrolle über die Wellenlänge: \(1240/4{,}9 \approx 253\,\text{nm}\) (UV) — mit „6,4 eV“ käme man auf falsche 194 nm.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) Differenzen: \(11{,}3-6{,}4 = 4{,}9\,\text{V}\), \(16{,}2-11{,}3 = 4{,}9\,\text{V}\), \(21{,}1-16{,}2 = 4{,}9\,\text{V}\). Alle drei Abstände stimmen überein; wegen \(W_\text{kin}=eU\) folgt ΔW = 4,9 eV — der Literaturwert für Quecksilber. Die systematische Verschiebung ist \(U_\text{Zus} = 6{,}4\,\text{V} - 4{,}9\,\text{V} = \) 1,5 V.

b) Warum „6,4 eV“ falsch ist: Die Gruppe setzt die Lage des ersten Einbruchs mit der Anregungsenergie gleich. In dieser Lage steckt aber die gesamte systematische Verschiebung aus Kontaktspannung und Gegenspannung — sie geht ungefiltert ins Ergebnis ein. Dass etwas nicht stimmt, verrät schon die Messreihe selbst: Läge die Anregungsenergie bei 6,4 eV, müssten die weiteren Einbrüche bei 12,8 V und 19,2 V liegen, nicht bei 11,3 V und 16,2 V. Der Abstand ist dagegen unempfindlich gegen die Verschiebung — deshalb wertet man ihn aus. Kontrolle über das UV-Photon: \(\lambda = 1240/4{,}9 \approx 253\,\text{nm}\); mit 6,4 eV käme man auf falsche 194 nm.

c) Bewertung des Vorschlags: Rechnerisch ist er sogar gut: \(\Delta U = \frac{21{,}1-6{,}4}{3} = \frac{14{,}7}{3} = 4{,}9\,\text{V}\), und weil sich die Ableseunsicherheit von ±0,1 V auf drei Intervalle verteilt, sinkt die Unsicherheit auf rund ±0,05 V. Als Messplan ist er trotzdem ein Rückschritt: Mit nur zwei Messpunkten lässt sich nicht mehr prüfen, ob die Einbrüche wirklich äquidistant liegen. Genau diese Kontrolle ist der eigentliche Beleg für die portionsweise Energieabgabe — ein Ausreißer oder ein übersehener Einbruch fiele nicht mehr auf. Besser: alle Einbrüche messen und die Genauigkeit über eine Ausgleichsgerade gewinnen.

d) Auswerteverfahren: Man trägt die abgelesenen Spannungen \(U_k\) gegen die Nummer \(k\) des Einbruchs auf und legt eine Ausgleichsgerade hindurch. Nach dem Ansatz \(U_k = U_\text{Zus} + k\cdot\frac{\Delta W}{e}\) gilt dann:

  • Die Steigung ist \(\frac{\Delta W}{e}\) — hier 4,9 V, also \(\Delta W = 4{,}9\,\text{eV}\).
  • Der Achsenabschnitt bei \(k=0\) ist die Zusatzspannung \(U_\text{Zus}\) — hier 1,5 V.
  • Die Geradlinigkeit selbst ist das Qualitätsmerkmal: Liegen alle Punkte auf einer Geraden, ist die Energie tatsächlich in gleichen Portionen abgegeben worden.

Das Verfahren nutzt alle Messwerte statt zweier, liefert beide gesuchten Größen in einem Schritt und macht Abweichungen sichtbar, statt sie zu verstecken.

Ausgleichsgerade: U gegen k U in V k 6,411,316,221,1 1234 Achsenabschnitt 1,5 V Steigung 4,9 V Steigung = Anregungsenergie · Abschnitt = Fehler
Vier Punkte, eine Gerade
A10
Leuchtschichten — drei Behauptungen im PraktikumLeuchtschichten
AFB III

Im Praktikum stehen zwei baugleiche Röhren nebeneinander — eine mit Neon (\(\Delta W = 18{,}7\,\text{eV}\)), eine mit Quecksilber (\(\Delta W = 4{,}9\,\text{eV}\)). Beide werden bei \(U = 40\,\text{V}\) betrieben. Im Protokoll stehen drei Behauptungen:

B1: „Neon hat die größere Anregungsenergie, also entstehen im Neon-Rohr auch mehr Leuchtschichten.“
B2: „Dreht man die Spannung höher, werden die Schichten zur Anode geschoben, weil die Elektronen dort ankommen.“
B3: „Bei 37 V sind es 1,98 Portionen — man sieht also eine zweite, halb so helle Schicht.“
Gegeben: \(n=\left\lfloor\dfrac{eU}{\Delta W}\right\rfloor\), \(\dfrac{x_k}{L}=\dfrac{k\,\Delta W}{eU}\), \(U=40\,\text{V}\), \(\Delta W_\text{Ne}=18{,}7\,\text{eV}\), \(\Delta W_\text{Hg}=4{,}9\,\text{eV}\), \(\lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta W}\).
  1. a) Berechne die Zahl der Schichten bei 40 V für beide Füllungen.
  2. b) Widerlege B1 — in Ergebnis und Begründung.
  3. c) Entkräfte B2 und B3.
  4. d) Das Anregungsphoton des Neons hätte 66 nm, das des Quecksilbers 253 nm — beide unsichtbar. Erkläre, warum das Neon-Rohr trotzdem sichtbar orangerot leuchtet.
Schichten
Schichten
Strategie: Zähle, wie viele volle Energieportionen \(\Delta W\) in \(eU\) passen — und runde ab, denn eine halbe Anregung gibt es nicht. Schau dir dann an, wo \(\Delta W\) und wo \(U\) in den Formeln steht: im Zähler oder im Nenner?Warum so? Fast alle drei Behauptungen scheitern an derselben Stelle: an der Frage, welche Größe im Nenner steht — und daran, dass Energie nur in ganzen Portionen übergeben wird.
Lösungsskizze: \(\lfloor 40/4{,}9\rfloor = \lfloor 8{,}16\rfloor = 8\) (Quecksilber) und \(\lfloor 40/18{,}7\rfloor = \lfloor 2{,}14\rfloor = 2\) (Neon). \(\Delta W\) steht im Nenner — größere Anregungsenergie bedeutet weniger Schichten. In \(x_k/L = k\Delta W/(eU)\) steht \(U\) im Nenner: größeres \(U\) schiebt jede Schicht näher zur Kathode.
Musterlösung anzeigen (zählt als erledigt)

a) Quecksilber: \(n=\left\lfloor\frac{40\,\text{eV}}{4{,}9\,\text{eV}}\right\rfloor=\lfloor 8{,}16\rfloor=\) 8 Schichten. Neon: \(n=\left\lfloor\frac{40\,\text{eV}}{18{,}7\,\text{eV}}\right\rfloor=\lfloor 2{,}14\rfloor=\) 2 Schichten.

b) B1 ist doppelt falsch. Falsch im Ergebnis: Bei gleicher Spannung zeigt das Quecksilber-Rohr 8 Schichten, das Neon-Rohr nur 2. Falsch in der Begründung: \(\Delta W\) steht im Nenner von \(n=\lfloor eU/\Delta W\rfloor\) — je größer die Anregungsenergie, desto länger muss ein Elektron beschleunigt werden, bis es eine Portion beisammen hat, und desto weniger Portionen passen in dieselbe Spannung. Vermutlich verwechselt B1 die Zahl der Schichten mit ihrer Sichtbarkeit: Das Neon-Rohr leuchtet auffällig orangerot, das Quecksilber-Rohr zeigt seine acht Anregungen nur in der Kennlinie.

c) B2 ist falsch. Eine Schicht sitzt dort, wo das Elektron gerade \(k\,\Delta W\) gesammelt hat, also beim Bruchteil \(\frac{x_k}{L}=\frac{k\,\Delta W}{eU}\) der Strecke. Hier steht \(U\) im Nenner: Wird die Spannung erhöht, ist die nötige Energie schon nach einem kürzeren Weg beisammen — alle Schichten rücken zur Kathode, also gegen die Fahrtrichtung der Elektronen. Hinten wird dadurch Platz für eine weitere Schicht.

c) B3 ist falsch. Bei 37 V ist \(37/18{,}7 = 1{,}98\) — das heißt: eine volle Portion wird sicher übergeben, für die zweite fehlt ein Rest. Eine Anregung findet entweder ganz statt oder gar nicht; der Rest bleibt dem Elektron als Bewegungsenergie und erzeugt keine „halbe Schicht“. Man sieht also genau eine Schicht. Die zweite setzt erst bei \(2\cdot 18{,}7\,\text{V} = 37{,}4\,\text{V}\) ein — und dann schlagartig, nicht allmählich aufglimmend. Genau dieser scharfe Einsatz ist das Argument gegen ein klassisches Bild: Ein klassisches Atom würde bei jeder Spannung gleichmäßig schwach glühen und niemals getrennte Schichten zeigen.

d) Warum Neon sichtbar leuchtet: Das Photon des direkten Rücksprungs hätte \(\lambda = 1240/18{,}7\,\text{nm} \approx 66\,\text{nm}\) und läge damit im fernen UV. Sichtbar wird das Orangerot erst durch die Kaskade: Das angeregte Neonatom fällt nicht in einem Schritt zurück, sondern über Zwischenniveaus. Diese Nachfolgeübergänge haben deutlich kleinere \(\Delta W\) und liegen damit im sichtbaren Fenster (1,59 eV bis 3,26 eV). Quecksilber besitzt diese sichtbaren Zwischenstufen nicht — sein Rücksprung liefert 253 nm im UV, ebenfalls unsichtbar. Die Farbe hängt also allein an den Übergängen des Atoms, nicht an der Spannung: Mehr Spannung macht die Schichten heller, nicht farbiger.

beide Röhren bei U = 40 V Quecksilber, ΔW = 4,9 eV 8 Anregungsstellen — Photon 253 nm, unsichtbar Neon, ΔW = 18,7 eV 2 Leuchtschichten — sichtbar über die Kaskade KathodeGitter ΔW steht im Nenner: mehr Energie = weniger Schichten
Gleiche Spannung, verschiedene Füllung
Applet
Modell-Prüfstand — welche Deutung trägt?Werkzeug
AFB III

Drei Aussagen über den Potenzialtopf und das Bohr-Bild stehen auf dem Prüfstand. Zu jeder gibt es drei Deutungen — genau eine trägt, die beiden anderen sind typische Kurzschlüsse. Wähle eine Deutung aus; der Prüfstand markiert sie im Schema und begründet sein Urteil. Es geht nicht ums Raten: Lies die Begründung auch dann, wenn du richtig lagst.

Bedienung: Aussage oben anklicken — oder mit Tab hineinspringen, mit ←/→ zwischen den Aussagen und mit ↑/↓ zwischen den Deutungen wechseln, dann mit Enter oder Leertaste auswählen.

Aussage 1 Aussage 2 Aussage 3 Aussage 1 — Potenzialtopf Die Energie wächst mit n hoch 2. A Zeile 1 Zeile 2 B Zeile 1 Zeile 2 C Zeile 1 Zeile 2
Aussage 1 — Im eindimensionalen Potenzialtopf gilt \(W_n = n^2\cdot W_1\): die Energie wächst mit dem Quadrat der Quantenzahl, alle Werte sind positiv.
  • A — Deutung A
  • B — Deutung B
  • C — Deutung C
Noch keine Deutung geprüftWähle eine der drei Deutungen — der Prüfstand sagt dir, ob sie trägt, und begründet warum.

Alle drei Aussagen selbst sind richtig. Geprüft wird nur, welche Schlussfolgerung daraus zulässig ist — genau darum geht es in AFB III.

Reflexion — was hast du mitgenommen?

AFB III heißt bei der Atomhülle: nicht nur rechnen, sondern das Ergebnis einordnen. Du hast geübt:

  • Modellgrenzen benennen — der Potenzialtopf erklärt das Prinzip und trifft Farbstoffketten, scheitert am Wasserstoffatom aber systematisch (100,5 eV statt 10,20 eV) und mit dem falschen Vorzeichen.
  • Messreihen deuten — konstantes \(\Delta W\cdot L^2\) stützt die \(1/L^2\)-Abhängigkeit im geprüften Fenster, beweist aber nicht das ganze Modell; die Ausgleichsgerade der Franck-Hertz-Werte liefert Anregungsenergie (Steigung) und systematischen Fehler (Achsenabschnitt) in einem Schritt.
  • Gegenargumente entkräften — „ein bisschen dazwischen geht auch“, „die Energie ist vernichtet“, „mehr Anregungsenergie heißt mehr Schichten“: Jedes dieser Argumente scheitert an einer festen Stelle im Formelbild.
  • Nachweislogik anwenden — das Vorhandensein einer Linie beweist, ihr Fehlen nicht; sichtbare Linien geben nur eine untere Schranke für die Zahl der Niveaus, denn \(Z=\frac{N(N-1)}{2}\) wächst viel schneller als \(N\).
  • Gültigkeitsbereiche trennen — Wien und Stefan-Boltzmann gelten für den heißen dichten Körper, Niveaudifferenzen für das dünne Gas. Wer die Gesetze vertauscht, erhält saubere Zahlen ohne Bedeutung.

In der Klausur zählt bei AFB III der Begründungssatz. Faustregel: erst rechnen, dann die Richtung prüfen (großes ΔW = kurze Welle), und bei Modellfragen nie „richtig/falsch“ antworten, sondern wofür das Modell taugt und wo seine Grenze liegt.