MINT lernen

Probe-Klassenarbeit

50 Punkte, 45 Minuten, zehn Aufgaben über das ganze Kapitel — von den Einheiten der Masse bis zum Anhalteweg, mit Auswertung nach Themen und Note.

Punkte0 / 50
Note—
Bearbeitet0 / 0
Bearbeitungszeit45 Minuten
AFB I

Wissen und Reproduzieren

20 Punkte
A1
Masse oder Gewichtskraft?
AFB I 4 Punkte

In einer Lerngruppe werden die folgenden Aussagen über Masse und Gewichtskraft gesammelt. Prüfen Sie jede Aussage mit Ihrem Fachwissen.

Welche der folgenden Aussagen sind richtig? (mehrere Antworten richtig) 4 P
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

Richtig sind die vier oberen Aussagen (je 1 P; für jede falsch angeklickte Aussage wird 1 P abgezogen). Die Masse ist ortsunabhängig, additiv sowie form- und zustandsunabhängig: Auf dem Mond ist nur die Gewichtskraft kleiner, und zerknülltes Papier enthält genauso viel Stoff wie vorher.

Typischer Fehler: Der Federkraftmesser misst eine Kraft in Newton. Zeigt eine Waage Kilogramm an, so ist das bereits mit dem Ortsfaktor der Erde umgerechnet und gilt nur hier.

Antwort: Zutreffend sind die Aussagen zur Ortsunabhängigkeit der Masse, zu den beiden Formelzeichen, zur Einheit Newton und zur Additivität der Masse.

A2
Einheiten der Masse umrechnen
AFB I 5 Punkte

Die Einheiten der Masse gehen von Milligramm bis Tonne in Tausenderschritten auseinander. Rechnen Sie die folgenden Angaben um.

a) Rechnen Sie 2,5 kg in Gramm um. 1 P
g
b) Rechnen Sie 750 mg in Gramm um. 1 P
g
c) Rechnen Sie 1,8 t in Kilogramm um. 1 P
kg
d) Rechnen Sie 4200 g in Kilogramm um. 1 P
kg
e) Rechnen Sie 350 kg in Tonnen um. 1 P
t
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: 1 kg = 1000 g, von der größeren zur kleineren Einheit wird mit 1000 multipliziert. Rechnung: 2,5 · 1000 g = 2500 g. Ergebnis: 2500 g. Antwort: 2,5 kg sind 2500 g. (1 P)

b) Ansatz: 1 g = 1000 mg, von der kleineren zur größeren Einheit wird durch 1000 geteilt. Rechnung: 750 mg ÷ 1000 = 0,75 g. Ergebnis: 0,75 g. Antwort: 750 mg sind 0,75 g. (1 P)

c) Ansatz: 1 t = 1000 kg, also mit 1000 multiplizieren. Rechnung: 1,8 · 1000 kg = 1800 kg. Ergebnis: 1800 kg. Antwort: 1,8 t sind 1800 kg. (1 P)

d) Ansatz: 1 kg = 1000 g, also durch 1000 teilen. Rechnung: 4200 g ÷ 1000 = 4,2 kg. Ergebnis: 4,2 kg. Antwort: 4200 g sind 4,2 kg. (1 P)

e) Ansatz: 1 t = 1000 kg, also durch 1000 teilen. Rechnung: 350 kg ÷ 1000 = 0,35 t. Ergebnis: 0,35 t. Antwort: 350 kg sind 0,35 t. (1 P)

Typischer Fehler: zwischen Milligramm und Kilogramm in einem einzigen Schritt umrechnen. Dazwischen liegt das Gramm, es sind also zwei Schritte mit dem Faktor 1000.

A3
Gewichtskraft auf verschiedenen Himmelskörpern
AFB I 5 Punkte

Ein Messkörper hat die Masse m = 4,0 kg. Die Ortsfaktoren betragen auf der Erde g = 9,81 N/kg, auf dem Mond g = 1,6 N/kg und auf dem Mars g = 3,7 N/kg.

a) Berechnen Sie die Gewichtskraft des Messkörpers auf der Erde. 1 P
N
b) Berechnen Sie die Gewichtskraft desselben Körpers auf dem Mond. 1 P
N
c) Berechnen Sie die Gewichtskraft desselben Körpers auf dem Mars. 1 P
N
d) Ein Sack Zement hat auf der Erde die Gewichtskraft 245,25 N. Berechnen Sie seine Masse. 1 P
kg
e) Auf dem Jupiter gilt g = 24,8 N/kg. Dort wirkt auf einen Behälter die Gewichtskraft 124 N. Berechnen Sie seine Masse. 1 P
kg
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: FG = m · g mit der Masse in Kilogramm. Rechnung: 4,0 kg · 9,81 N/kg = 39,24 N. Ergebnis: 39,24 N. Antwort: Auf der Erde wirkt auf den Messkörper die Gewichtskraft 39,24 N. (1 P)

b) Ansatz: dieselbe Formel, nur mit dem Ortsfaktor des Mondes; die Masse bleibt 4,0 kg. Rechnung: 4,0 kg · 1,6 N/kg = 6,4 N. Ergebnis: 6,4 N. Antwort: Auf dem Mond wirkt die Gewichtskraft 6,4 N. (1 P)

c) Ansatz: FG = m · g mit dem Ortsfaktor des Mars. Rechnung: 4,0 kg · 3,7 N/kg = 14,8 N. Ergebnis: 14,8 N. Antwort: Auf dem Mars wirkt die Gewichtskraft 14,8 N. (1 P)

d) Ansatz: FG = m · g nach der Masse umstellen, also m = FG ÷ g. Rechnung: 245,25 N ÷ 9,81 N/kg = 25 kg. Ergebnis: 25 kg. Antwort: Der Sack Zement hat die Masse 25 kg. (1 P)

e) Ansatz: ebenfalls m = FG ÷ g, hier mit dem Ortsfaktor des Jupiter. Rechnung: 124 N ÷ 24,8 N/kg = 5,0 kg. Ergebnis: 5,0 kg. Antwort: Der Behälter hat die Masse 5,0 kg. (1 P)

Typischer Fehler: die Masse mit dem Ort ändern. In den Teilaufgaben a) bis c) bleibt m = 4,0 kg, ausgetauscht wird nur der Ortsfaktor — deshalb ändert sich allein die Gewichtskraft.

A4
Kraft, Newton und die drei Axiome
AFB I 6 Punkte

Es geht um den Kraftbegriff, um die Einheit Newton, um den Federkraftmesser und um die drei newtonschen Axiome.

Welche der folgenden Aussagen sind richtig? (mehrere Antworten richtig) 6 P
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

Richtig sind die drei oberen Aussagen (je 2 P; für jede falsch angeklickte Aussage werden 2 P abgezogen).

Zu den falschen Aussagen: Nach dem Trägheitsprinzip bleibt ein Körper ohne resultierende Kraft in Ruhe oder in gleichförmiger Bewegung — Ruhe ist nur einer der beiden Fälle. Kraft und Gegenkraft greifen an zwei verschiedenen Körpern an und können sich deshalb gar nicht gegenseitig aufheben. Aus F = m · a folgt a = F ÷ m: Bei gleicher Kraft wird die Beschleunigung mit größerer Masse kleiner, nicht größer. Und der Federkraftmesser wird in Kraftrichtung gehalten, bei Gewichtskräften also senkrecht.

Typischer Fehler: das Wechselwirkungspaar mit dem Kräftegleichgewicht verwechseln. Das Wechselwirkungspaar verteilt sich auf zwei Körper, das Kräftegleichgewicht wirkt an einem Körper.

Antwort: Zutreffend sind die Aussagen zu den Kraftwirkungen, zur Einheit 1 N = 1 kg · m/s² und zum Wechselwirkungsprinzip.

AFB II

Zusammenhänge herstellen

20 Punkte
A5
Wagen auf der Fahrbahn
AFB II 5 Punkte

Auf einer Fahrbahn wird ein Wagen mit der Masse m = 2,5 kg von einem Faden waagerecht gezogen. Die Zugkraft beträgt F = 5,0 N. Die Reibung wird vernachlässigt.

a) Berechnen Sie die Beschleunigung des Wagens. 2 P
m/s²
b) Auf den Wagen werden zusätzlich 2,5 kg gelegt, die Zugkraft bleibt 5,0 N. Berechnen Sie die neue Beschleunigung. 1 P
m/s²
c) Ein Schlitten mit der Masse 60 kg wird mit 0,50 m/s² beschleunigt. Berechnen Sie die dafür nötige Kraft. 1 P
N
d) Eine Kraft von 12 N beschleunigt einen Körper mit 4,0 m/s². Berechnen Sie seine Masse. 1 P
kg
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: Aktionsprinzip F = m · a, nach der Beschleunigung umstellen: a = F ÷ m. Rechnung: 5,0 N ÷ 2,5 kg = 2,0 m/s². Ergebnis: 2,0 m/s². Antwort: Der Wagen beschleunigt mit 2,0 m/s². (2 P)

b) Ansatz: Erst die neue Masse bilden, dann wieder a = F ÷ m. Rechnung: m = 2,5 kg + 2,5 kg = 5,0 kg; a = 5,0 N ÷ 5,0 kg = 1,0 m/s². Ergebnis: 1,0 m/s². Antwort: Bei doppelter Masse ist die Beschleunigung halb so groß, nämlich 1,0 m/s². (1 P)

c) Ansatz: F = m · a unverändert anwenden. Rechnung: 60 kg · 0,50 m/s² = 30 N. Ergebnis: 30 N. Antwort: Für den Schlitten ist eine Kraft von 30 N nötig. (1 P)

d) Ansatz: F = m · a nach der Masse umstellen: m = F ÷ a. Rechnung: 12 N ÷ 4,0 m/s² = 3,0 kg. Ergebnis: 3,0 kg. Antwort: Der Körper hat die Masse 3,0 kg. (1 P)

Typischer Fehler: Kraft und Masse multiplizieren, obwohl die Beschleunigung gesucht ist. Die Einheiten verraten den Fehler, denn wegen 1 N = 1 kg · m/s² ergibt erst die Division N ÷ kg die Einheit m/s².

A6
Messreihe an einer Schraubenfeder
AFB II 5 Punkte

Eine Schraubenfeder hat unbelastet die Ruhelänge 12,0 cm. Hängt man einen Körper an, der mit F = 6,0 N zieht, so ist die Feder 15,0 cm lang. Die Elastizitätsgrenze der Feder liegt bei einer Dehnung von 10,0 cm.

a) Berechnen Sie die Dehnung der Feder bei dieser Belastung. 1 P
cm
b) Berechnen Sie die Federkonstante der Feder in N/cm. 2 P
N/cm
c) Berechnen Sie die Dehnung der Feder bei einer Zugkraft von 9,0 N. 1 P
cm
d) Berechnen Sie die Zugkraft, die zu einer Dehnung von 7,5 cm gehört. 1 P
N
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: Die Dehnung ist die Länge unter Last minus der Ruhelänge, nicht die Gesamtlänge. Rechnung: 15,0 cm − 12,0 cm = 3,0 cm. Ergebnis: 3,0 cm. Antwort: Die Feder ist um 3,0 cm gedehnt. (1 P)

b) Ansatz: hookesches Gesetz F = D · s, nach der Federkonstante umstellen: D = F ÷ s. Rechnung: 6,0 N ÷ 3,0 cm = 2,0 N/cm. Ergebnis: 2,0 N/cm. Antwort: Die Feder hat die Federkonstante 2,0 N/cm. (2 P)

c) Ansatz: F = D · s nach der Dehnung umstellen: s = F ÷ D. Rechnung: 9,0 N ÷ 2,0 N/cm = 4,5 cm. Ergebnis: 4,5 cm. Antwort: Bei 9,0 N dehnt sich die Feder um 4,5 cm. (1 P)

d) Ansatz: F = D · s direkt anwenden. Rechnung: 2,0 N/cm · 7,5 cm = 15 N. Ergebnis: 15 N. Antwort: Zu einer Dehnung von 7,5 cm gehört die Zugkraft 15 N; das liegt noch innerhalb der Elastizitätsgrenze von 10,0 cm, das hookesche Gesetz gilt hier also. (1 P)

Typischer Fehler: in b) die Gesamtlänge 15,0 cm statt der Dehnung 3,0 cm einsetzen. Dann kommt mit 0,4 N/cm eine viel zu kleine Federkonstante heraus, und alle folgenden Teilaufgaben werden falsch.

A7
Zwei Kräfte an einem Haken
AFB II 5 Punkte

An einem Haken greifen im selben Punkt die beiden Kräfte F₁ = 12 N und F₂ = 9,0 N an. Gesucht ist jeweils der Betrag der resultierenden Kraft.

a) Berechnen Sie die resultierende Kraft, wenn beide Kräfte in dieselbe Richtung zeigen. 1 P
N
b) Berechnen Sie die resultierende Kraft, wenn beide Kräfte entgegengesetzt gerichtet sind. 1 P
N
c) Berechnen Sie die resultierende Kraft, wenn die beiden Kräfte senkrecht aufeinander stehen. 2 P
N
d) Der Haken aus Teilaufgabe c) soll im Kräftegleichgewicht sein. Geben Sie den Betrag der dritten Kraft an, die dafür nötig ist. 1 P
N
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: Bei gleicher Richtung addieren sich die Beträge. Rechnung: 12 N + 9,0 N = 21 N. Ergebnis: 21 N. Antwort: Die resultierende Kraft beträgt 21 N und zeigt in die Richtung der beiden Kräfte. (1 P)

b) Ansatz: Bei entgegengesetzter Richtung wird der kleinere Betrag vom größeren abgezogen. Rechnung: 12 N − 9,0 N = 3,0 N. Ergebnis: 3,0 N. Antwort: Die resultierende Kraft beträgt 3,0 N und zeigt in die Richtung der größeren Kraft F₁. (1 P)

c) Ansatz: Bei senkrechten Kräften ist die resultierende Kraft die Wurzel aus der Summe der Quadrate (Satz des Pythagoras). Rechnung: (12 N)² + (9,0 N)² = 144 N² + 81 N² = 225 N²; die Wurzel daraus ist 15 N. Ergebnis: 15 N. Antwort: Die resultierende Kraft beträgt 15 N. (2 P)

d) Ansatz: Kräftegleichgewicht bedeutet Fres = 0 an einem Körper. Die dritte Kraft muss die resultierende Kraft aus c) genau aufheben, also gleich groß und entgegengesetzt gerichtet sein. Ergebnis: 15 N. Antwort: Eine dritte Kraft von 15 N in Gegenrichtung hält den Haken im Gleichgewicht. (1 P)

Typischer Fehler: bei senkrechten Kräften die Beträge addieren. 21 N ist die Obergrenze und gilt nur bei gleicher Richtung; bei 90° bleiben 15 N übrig. Beachten Sie außerdem: In d) greifen alle drei Kräfte an demselben Körper an — das ist ein Kräftegleichgewicht und kein Wechselwirkungspaar.

A8
Hebel und Flaschenzug auf der Baustelle
AFB II 5 Punkte

Auf einer Baustelle wird zuerst mit einem zweiseitigen Hebel gearbeitet: Die Last zieht mit F₁ = 300 N im Abstand l₁ = 1,2 m von der Drehachse nach unten, angepackt wird auf der anderen Seite im Abstand l₂ = 1,8 m. Danach wird eine Last mit der Masse 40 kg mit einem Flaschenzug gehoben, an dem n = 4 Seilstücke tragen. Es gilt g = 9,81 N/kg.

a) Berechnen Sie die Kraft F₂, die am langen Hebelarm für das Gleichgewicht nötig ist. 2 P
N
b) Berechnen Sie die Gewichtskraft der Last am Flaschenzug. 1 P
N
c) Berechnen Sie die Zugkraft am Seil des Flaschenzugs. 1 P
N
d) Die Last soll 0,50 m hoch gehoben werden. Berechnen Sie die Länge des Seils, das dabei gezogen werden muss. 1 P
m
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: Hebelgesetz F₁ · l₁ = F₂ · l₂, nach der gesuchten Kraft umstellen: F₂ = F₁ · l₁ ÷ l₂. Rechnung: 300 N · 1,2 m = 360 N · m; 360 N · m ÷ 1,8 m = 200 N. Ergebnis: 200 N. Antwort: Am langen Hebelarm sind 200 N nötig. (2 P)

b) Ansatz: FG = m · g. Rechnung: 40 kg · 9,81 N/kg = 392,4 N. Ergebnis: 392,4 N. Antwort: Die Last hat die Gewichtskraft 392,4 N. (1 P)

c) Ansatz: Beim Flaschenzug verteilt sich die Last auf die n tragenden Seilstücke, also F = FG ÷ n. Rechnung: 392,4 N ÷ 4 = 98,1 N. Ergebnis: 98,1 N. Antwort: Am Seil muss mit 98,1 N gezogen werden. (1 P)

d) Ansatz: Goldene Regel der Mechanik — was an Kraft gespart wird, muss an Weg zugelegt werden; der Zugweg ist das n-Fache der Hubhöhe. Rechnung: 4 · 0,50 m = 2,0 m. Ergebnis: 2,0 m. Antwort: Es müssen 2,0 m Seil gezogen werden. (1 P)

Typischer Fehler: beim Flaschenzug die Rollen statt der tragenden Seilstücke zählen. Gezählt wird nur, wie viele Seilstücke an der unteren, beweglichen Flasche ziehen. Beachten Sie außerdem, dass der Hebel die Kraft nur deshalb verkleinert, weil der lange Arm auch den längeren Weg zurücklegt.

AFB III

Verallgemeinern und beurteilen

10 Punkte
A9
Richtig oder Fehlvorstellung?
AFB III 6 Punkte

In einer Lerngruppe werden die folgenden sieben Aussagen zu Kraftwandlern, Federn, Reibung und Straßenverkehr gesammelt. Beurteilen Sie jede Aussage mit Ihrem Fachwissen.

Welche Aussagen sind fachlich richtig? (mehrere Antworten richtig) 6 P
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

Richtig sind die drei oberen Aussagen (je 2 P; für jede falsch angeklickte Aussage werden 2 P abgezogen).

Zu den falschen Aussagen: Das hookesche Gesetz gilt nur bis zur Elastizitätsgrenze; darüber hinaus ist das F-s-Diagramm keine Ursprungsgerade mehr und die Feder bleibt verformt. Die Reibungskraft hängt von den Materialien und von der Anpresskraft ab, nicht von der Größe der Auflagefläche und nicht von der Geschwindigkeit. Der Reaktionsweg wächst proportional zur Geschwindigkeit, der Bremsweg aber quadratisch, sodass der Anhalteweg bei doppelter Geschwindigkeit weit mehr als doppelt so lang wird. Und nach dem Trägheitsprinzip braucht eine gleichförmige Bewegung gerade keine resultierende Kraft: Antriebskraft und Reibungskraft sind dabei gleich groß und heben sich auf.

Typischer Fehler: annehmen, ein Kraftwandler spare Arbeit. Er ändert nur den Betrag oder die Richtung der Kraft; das Produkt aus Kraft und Weg bleibt gleich.

Antwort: Zutreffend sind die Aussagen zum Kraftwandler, zur Reihenfolge der drei Reibungsarten und zur verlängerten Bremszeit bei Sicherheitseinrichtungen.

A10
Anhalteweg bei doppelter Geschwindigkeit
AFB III 4 Punkte

Ein Auto fährt innerorts mit v = 60 km/h. Verwenden Sie die beiden Faustformeln des Kapitels: Die Geschwindigkeit in km/h geteilt durch 10 und dann mal 3 ergibt den Reaktionsweg in Metern; dieselbe Zahl zum Quadrat ergibt den Bremsweg in Metern.

a) Berechnen Sie den Reaktionsweg. 1 P
m
b) Berechnen Sie den Bremsweg. 1 P
m
c) Berechnen Sie den Anhalteweg. 1 P
m
d) Berechnen Sie den Anhalteweg für die doppelte Geschwindigkeit von 120 km/h. 1 P
m
Lösung anzeigen (nach Auswerten freigeschaltet)

a) Ansatz: Reaktionsweg gleich Geschwindigkeit in km/h geteilt durch 10, mal 3. Rechnung: 60 ÷ 10 = 6; 6 · 3 = 18. Ergebnis: 18 m. Antwort: Der Reaktionsweg beträgt 18 m. (1 P)

b) Ansatz: Bremsweg gleich dieselbe Zahl zum Quadrat. Rechnung: 6² = 36. Ergebnis: 36 m. Antwort: Der Bremsweg beträgt 36 m. (1 P)

c) Ansatz: sA = sR + sB. Rechnung: 18 m + 36 m = 54 m. Ergebnis: 54 m. Antwort: Der Anhalteweg beträgt 54 m. (1 P)

d) Ansatz: dieselben beiden Faustformeln mit v = 120 km/h. Rechnung: 120 ÷ 10 = 12; Reaktionsweg 12 · 3 = 36 m, Bremsweg 12² = 144 m, zusammen 36 m + 144 m = 180 m. Ergebnis: 180 m. Antwort: Bei 120 km/h beträgt der Anhalteweg 180 m. (1 P)

Typischer Fehler: erwarten, dass sich der Anhalteweg mit der Geschwindigkeit verdoppelt. Nur der Reaktionsweg wächst proportional, der Bremsweg dagegen quadratisch — aus 54 m werden deshalb 180 m, also mehr als das Dreifache.

Ergebnis

Erreicht
0 / 50
Prozent
0 %
Note
—
AufgabeThemaPunkte

Notenschema

PunkteNoteBeurteilung
46 – 50 P1sehr gut
40 – 45 P2gut
30 – 39 P3befriedigend
22 – 29 P4ausreichend
12 – 21 P5mangelhaft
0 – 11 P6ungenügend
!Typische FehlerNach dem Auswerten: die Fehler, die in diesem Kapitel am meisten Punkte kosten›