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Übung — AFB I

Zehn Aufgaben zum Reproduzieren: Begriff nennen, Regel anwenden, Wert einsetzen, zuordnen. Das sind die sicheren Punkte in der Arbeit — wer hier flott durchkommt, hat die Grundlage für alles Weitere.

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Aufgabenblock — AFB I

Diese Übung deckt alle elf Unterkapitel der phänomenorientierten Optik ab — von den Lichtquellen bis zum Farbspektrum. Du löst 10 Aufgaben der Anforderungsstufe AFB I (Reproduzieren): Begriff nennen, Regel anwenden, Wert einsetzen, zuordnen. Das sind die sicheren Punkte in jeder Klassenarbeit. Zu jeder Aufgabe gibt es eine kurze Bedienhilfe, eine Prüfen-Schaltfläche und einen aufklappbaren Tipp mit Lösungsweg. Alles lässt sich auch mit der Tastatur bedienen.

A1
Selbstleuchter oder beleuchteter Körper?
AFB I

Sortiere die acht Karten in die beiden Körbe. Testfrage: Siehst du den Körper im völlig dunklen Raum noch? Nur ein Selbstleuchter erzeugt sein Licht selbst.

Bedienung: Karte anklicken — sie wandert Korb für Korb weiter und danach zurück in den Vorrat. Mit der Tastatur: Karte anspringen und 1 oder 2 drücken, 0 legt sie zurück.

1 Selbstleuchter (Sender)

2 Beleuchteter Körper

Tipp & Lösungsweg
Tipp: „Hell aussehen“ ist nicht dasselbe wie „Licht erzeugen“. Spiegel, Straßenschild und Wand wirken hell, weil sie fremdes Licht zurückwerfen — im dunklen Raum sieht man sie nicht.
Selbstleuchter: Stern, Glühlampe, LED, Blitz.
Beleuchtete Körper: Zimmerwand, Straßenschild, Spiegel, Tisch. Sie werden zu „zweiten Sendern“, indem sie Licht zurückwerfen.
A2
Merktext: Sender — Übertragungsweg — Empfänger
AFB I

Vervollständige den Merktext. Jedes Wort passt genau einmal — eines aus der Liste bleibt übrig.

Bedienung: Jede Lücke ist ein Auswahlmenü. Mit der Tastatur anspringen und mit den Pfeiltasten das passende Wort wählen.

Eine Lampe schickt Licht in alle Richtungen aus. Im Modell ist sie der . Das Licht läuft über den zum . Dieser Empfänger ist immer dein : Nur was dort ankommt, siehst du. Im freien Raum breitet sich Licht immer aus, nie in Bögen. Deshalb geht Licht nicht um Hindernisse herum — dahinter entsteht . Den Weg des Lichts siehst du von der Seite nur, wenn Staub, Rauch oder Nebel das Licht zu deinem Auge .

Tipp & Lösungsweg
Tipp: Gehe immer dieselben drei Stationen ab: Sender → Übertragungsweg → Empfänger.
Sender · Übertragungsweg · Empfänger · Auge · geradlinig · Schatten · streuen
Übrig bleibt Lichtstrahl: Der Lichtstrahl ist nur ein Modell, ein gerader Strich mit Pfeilspitze — kein echter Gegenstand.
A3
Zahlenwerte zur Lichtgeschwindigkeit abrufen
AFB I

Diese vier Werte solltest du auswendig können. Trage sie ein — gerundet, so wie im Heft.

Bedienung: Zahlen ohne Einheit eintippen. Leerzeichen oder Punkte als Tausendertrenner sind erlaubt (300 000 = 300.000 = 300000).

km/s
km
km
km

Tipp & Lösungsweg
Tipp: Merke dir die Nullen in Dreierblöcken.
c ≈ 300 000 km/s · Erdumfang ≈ 40 000 km · Mond ≈ 384 000 km · Sonne ≈ 150 000 000 km
Zum Weiterdenken: 300 000 : 40 000 = 7,5 — Licht schafft in einer Sekunde 7,5 Erdumrundungen. Zum Mond braucht es gut 1 Sekunde, von der Sonne zu uns 500 Sekunden ≈ 8 min 20 s.
A4
Schatten — Begriffe den Beschreibungen zuordnen
AFB I

Bilde fünf Paare: links der Begriff, rechts die passende Beschreibung.

Bedienung: Erst einen Begriff anklicken, dann die passende Beschreibung — beide bekommen dieselbe Paarnummer. Ein zweiter Klick auf ein Paarfeld löst das Paar wieder.

Begriff
Beschreibung

Tipp & Lösungsweg
Tipp: Frage dich bei jedem Bereich: „Wie viel Licht kommt hier an — gar keines oder ein bisschen?“ Im Halbschatten kommt sehr wohl Licht an, nur eben nicht alles.
Schatten = Bereich hinter dem Hindernis · Kernschatten = kein einziger Strahl · Halbschatten = ein Teil des Lichts · punktförmig = nur ein scharf begrenzter Bereich · ausgedehnt = wirkt wie viele Punktquellen.
Lampe Kugel hell Halbschatten Kernschatten Halbschatten hell
Ausgedehnte Lampe: fünf Bereiche an der Wand
A5
Sonnenfinsternis oder Mondfinsternis?
AFB I

Merkregel: Der Körper in der Mitte wirft den Schatten. Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz.

Bedienung: Auf ein Kästchen klicken setzt das Kreuz; ein Klick auf das andere Kästchen der Zeile verschiebt es. Mit der Tastatur: Kästchen anspringen, Enter oder Leertaste drücken.

Wozu gehört die Aussage?
AussageSonnen­finsternisMond­finsternis
Der Mond steht in der Mitte und wirft den Schatten.
Die Erde steht in der Mitte und wirft den Schatten.
Reihenfolge: Sonne – Mond – Erde
Reihenfolge: Sonne – Erde – Mond
Nur bei Neumond möglich.
Nur bei Vollmond möglich.

Tipp & Lösungsweg
Tipp: Sprich die Reihenfolge laut aus und schau, wer in der Mitte steht.
Sonnenfinsternis: Sonne – Mond – Erde. Der Mond steht in der Mitte, sein Schatten landet auf der Erde. Das geht nur bei Neumond.
Mondfinsternis: Sonne – Erde – Mond. Die Erde steht in der Mitte, ihr Schatten landet auf dem Mond. Das geht nur bei Vollmond.
A6
Die acht Mondphasen ordnen
AFB I

Bringe die acht Phasen in die richtige zeitliche Reihenfolge — beginne bei Neumond.

Bedienung: Mit den Pfeil-Schaltflächen ↑ und ↓ verschiebst du eine Zeile. Mit der Tastatur: Zeile anspringen und Pfeil hoch bzw. Pfeil runter drücken.

  1. Vollmond — die ganze Scheibe ist hell
  2. Neumond — wir sehen ihn nicht
  3. Letztes Viertel — die linke Hälfte ist hell
  4. Zunehmende Sichel — schmale Sichel rechts
  5. Abnehmender Mond — rechts verliert das Licht
  6. Erstes Viertel — die rechte Hälfte ist hell
  7. Abnehmende Sichel — schmale Sichel links
  8. Zunehmender Mond — mehr als halb, fast voll

Tipp & Lösungsweg
Eselsbrücke Z/A: Sieht der Mond aus wie ein Z (rechte Hälfte hell) → zunehmend. Sieht er aus wie ein A (linke Hälfte hell) → abnehmend. Erst wird er dicker, dann wieder dünner.
Neumond → zunehmende Sichel → Erstes Viertel → zunehmender Mond → Vollmond → abnehmender Mond → Letztes Viertel → abnehmende Sichel
Vier Eckpunkte merken: Neumond — Erstes Viertel — Vollmond — Letztes Viertel; die Sicheln füllen die Lücken.
A7
Reflexionsgesetz — Ausfallswinkel angeben
AFB I

Ein Lichtstrahl trifft auf einen ebenen Spiegel. Gib zu jedem Einfallswinkel den Ausfallswinkel an. Alle Winkel werden vom Lot aus gemessen.

Bedienung: Nur die Zahl eintippen, das Gradzeichen steht schon da. Dann auf „Prüfen“.

°
°
°
°

Tipp & Lösungsweg
Reflexionsgesetz: Einfallswinkel = Ausfallswinkel (= Reflexionswinkel). Der Ausfallswinkel ist also immer genauso groß wie der Einfallswinkel: 45° · 65° · 10°
Häufigster Fehler in der Arbeit: vom Spiegel aus messen statt vom Lot. Das Lot steht senkrecht auf dem Spiegel, deshalb gilt: Winkel zur Fläche + Winkel zum Lot = 90°.
Lot Einfall Ausfall ebener Spiegel
Beide Winkel werden vom Lot gemessen
A8
Brechung — zum Lot hin, vom Lot weg oder kein Knick?
AFB I

Optische Dichte: Luft < Wasser < Glas < Diamant. Sortiere die sechs Übergänge in die drei Körbe.

Bedienung: Karte anklicken — sie wandert Korb für Korb weiter und danach zurück in den Vorrat. Mit der Tastatur: Karte anspringen und 1, 2 oder 3 drücken, 0 legt sie zurück.

1 zum Lot hin

2 vom Lot weg

3 kein Knick

Tipp & Lösungsweg
Regel: Ins optisch dichtere Material hinein wird zum Lot hin gebrochen, heraus ins dünnere vom Lot weg.
Zum Lot hin: Luft → Diamant, Wasser → Glas (das Ziel ist jeweils dichter).
Vom Lot weg: Glas → Wasser, Diamant → Luft (das Ziel ist jeweils dünner).
Kein Knick: senkrechter Einfall (der Strahl läuft genau längs des Lots) und ein Weg mitten durch einen einzigen Stoff — dort gibt es gar keine Grenzfläche.
Lot Luft Wasser zum Lot hin
Luft → Wasser: zum Lot hin gebrochen
A9
Lochkamera und Linsen — Begriff und Erklärung
AFB I

Sieben Begriffe, sieben Erklärungen. Bilde die passenden Paare.

Bedienung: Erst den Begriff anklicken, dann die passende Erklärung — beide bekommen dieselbe Paarnummer. Ein zweiter Klick auf ein Paarfeld löst das Paar wieder.

Begriff
Erklärung

Tipp & Lösungsweg
Tipp gegen die häufigste Verwechslung: Der Brennpunkt ist ein Ort („das Ziel“), die Brennweite eine Länge („die Entfernung zum Ziel“).
Merke außerdem: g = Gegenstand ↔ Loch, b = Loch ↔ Schirm. Und bei den Linsen: dick in der Mitte = sammelt, dünn in der Mitte = zerstreut.
A10
Farbfolge ordnen und Auge mit Kamera paaren
AFB I

a) Die Farbfolge des Spektrums

Bringe die sieben Farben in die Reihenfolge von rot bis violett.

Bedienung: Mit ↑ und ↓ verschiebst du eine Zeile; mit der Tastatur gehen auch Pfeil hoch und Pfeil runter.

  1. grün
  2. violett
  3. rot
  4. blau
  5. gelb
  6. indigo
  7. orange

b) Auge und Fotoapparat

Welches Bauteil der Kamera übernimmt dieselbe Aufgabe wie das Bauteil des Auges?

Auge
Fotoapparat

Tipp & Lösungsweg
a) rot – orange – gelb – grün – blau – indigo – violett
Rotes Licht wird am wenigsten abgelenkt, violettes am stärksten. Im Regenbogen liegt Rot deshalb außen, Violett innen.
b) Pupille → verstellbare Blende (regelt die Lichtmenge) · Netzhaut → digitaler Bildsensor (nimmt das Bild auf) · Augenlid → Verschluss (verschließt die Öffnung) · Gehirn → Prozessor (wertet aus). Kurz gesagt: „Der Prozessor speichert, das Gehirn deutet.“
weißes Licht Prisma rot violett
Das Prisma sortiert die Farben, es erzeugt sie nicht

Wie war es?

Wie sicher fühlst du dich nach diesen 10 AFB-I-Aufgaben?