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Textaufgaben: Die drei Bewegungsformen

Vier Sachaufgaben mit Teilaufgaben, Operatoren und vollständigem Erwartungshorizont — von den fünf Grundbegriffen über die v-t- und s-t-Diagramme bis zum Urteil über die waagerechte Linie.

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Vier Sachaufgaben mit Erwartungshorizont

1

Fünf Begriffe erklären

AFB I

Zum Abschluss des Kapitels „Die drei Bewegungsformen“ sollen die zentralen Begriffe noch einmal in eigenen Worten festgehalten werden. Der Arbeitsauftrag lautet: Beschreiben Sie anschaulich, was man in der Physik unter folgenden Begriffen versteht. Nennen Sie zu jedem Begriff je zwei Beispiele aus dem Alltag.

  1. Beschreiben Sie anschaulich, was man in der Physik unter der Geschwindigkeit versteht, und Nennen Sie zwei Beispiele aus dem Alltag.
  2. Beschreiben Sie anschaulich, was man unter der Beschleunigung versteht, und Nennen Sie zwei Beispiele aus dem Alltag.
  3. Beschreiben Sie anschaulich, was eine gleichförmige Bewegung ist, und Nennen Sie zwei Beispiele aus dem Alltag.
  4. Beschreiben Sie anschaulich, was eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung ist, und Nennen Sie zwei Beispiele aus dem Alltag.
  5. Beschreiben Sie anschaulich, was der freie Fall ist, und Nennen Sie zwei Beispiele aus dem Alltag.
Hinweis zu Aufgabe a)
Denke an die drei Größen, die in der Formel v = s / t zusammenkommen: Strecke, Richtung und Zeit. Überlege außerdem, in welchen Einheiten man Geschwindigkeit angeben kann.„Beschreiben“ heißt: in eigenen Worten geordnet wiedergeben — die Formel allein genügt nicht.
Hinweis zu Aufgabe b)
Die Beschleunigung sagt, um wie viel sich die Geschwindigkeit in jeder Sekunde ändert. Beachte, dass es zwei Vorzeichen gibt.Zur vollständigen Beschreibung gehört hier die Unterscheidung von positiver und negativer Beschleunigung.
Hinweis zu Aufgabe c)
Schau im Heft auf die mittlere Spalte des Baumdiagramms zu 1.2 „Bewegungsformen in der Physik“ und auf das zugehörige s-t-Diagramm.„Beschreiben“ verlangt hier drei Aussagen: Geschwindigkeit, Richtung und die Form des Zeit-Ort-Diagramms.
Hinweis zu Aufgabe d)
Hier ist nicht die Geschwindigkeit konstant, sondern die Beschleunigung — und zwar nach Stärke und Richtung. Wie sieht das Zeit-Ort-Diagramm dann aus?Achte darauf, gleichförmig und gleichmäßig beschleunigt nicht zu verwechseln: konstantes v gegen konstantes a.
Hinweis zu Aufgabe e)
Überlege, welche Kraft beim Fallen wirken darf und welche nicht. Der Lückentext aus 1.5 nennt außerdem den Fall, in dem man trotzdem vom freien Fall spricht.„Nennen“ heißt: knapp aufzählen — zwei Beispiele genügen, ohne Rechnung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Die Geschwindigkeit gibt an, welche Strecke in welche Richtung und in welcher Zeit zurückgelegt wird. Sie kann in verschiedenen Einheiten angegeben werden (z. B. m/s oder km/h).

Beispiele: die Bewegung auf einer Rolltreppe; die Bewegung des Balls bei einem Fußballspiel.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Beschleunigung gibt die momentane zeitliche Änderung der Geschwindigkeit an (um wie viel m/s steigt die Geschwindigkeit jede Sekunde). Man unterscheidet positive Beschleunigung (ein Körper wird schneller) und negative Beschleunigung (ein Körper wird langsamer).

Beispiele: ein Auto beschleunigt gleichmäßig nach dem Auffahren auf die Autobahn (positiv); ein Fahrrad bremst gleichmäßig an einer roten Ampel (negativ).

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Bei gleichförmiger Bewegung ist die Geschwindigkeit konstant, die Richtung der Bewegung ändert sich nicht, in doppelter Zeit wird die doppelte Strecke zurückgelegt. Das Zeit-Ort-Diagramm ist eine lineare Funktion / Gerade.

Beispiele: ein Auto mit Tempomat auf gerader Landstraße; ein Zug auf freier Strecke.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung ist eine Bewegung, bei der die Beschleunigung bezüglich Stärke und Richtung konstant ist. Die Geschwindigkeit ändert sich mit der Zeit. Das Zeit-Ort-Diagramm ist eine parabelförmige Kurve.

Beispiele: die Bewegung beim Schlittenfahren bergab; eine Radfahrerin, die gleichmäßig beschleunigt aus dem Stand startet.

Erwartungshorizont zu Aufgabe e)

Der freie Fall ist in der klassischen Mechanik die Bewegung eines Körpers, bei der außer der Schwerkraft keine weiteren Kräfte wirken. Er ist eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung, unabhängig von der Masse des fallenden Körpers.

Beispiele: der Fall eines Steins aus geringer Höhe (der Luftwiderstand ist zwar vorhanden, aber vernachlässigbar klein); eine Wasserbombe, die aus der dritten Etage des Schulgebäudes fällt.

2

Fünf v-t-Diagramme beschreiben

AFB II

Die Bewegungen der folgenden Körper A–E werden durch die nachfolgenden Geschwindigkeits-Zeit-Diagramme wiedergegeben (M1). Beschreiben Sie die Bewegung der einzelnen Körper mithilfe der aus dem Unterricht bekannten Bewegungsformen. Begründen Sie Ihre Entscheidung kurz in einem Satz. Nennen Sie außerdem ein mögliches Beispiel dazu.

M1Die fünf Geschwindigkeits-Zeit-Diagramme A bis E
vtAvtBvtCvtDvtE
  1. Beschreiben Sie die Bewegung von Körper A, Begründen Sie Ihre Entscheidung in einem Satz und Nennen Sie ein mögliches Beispiel.
  2. Beschreiben Sie die Bewegung von Körper B, Begründen Sie Ihre Entscheidung in einem Satz und Nennen Sie ein mögliches Beispiel.
  3. Beschreiben Sie die Bewegung von Körper C, Begründen Sie Ihre Entscheidung in einem Satz und Nennen Sie ein mögliches Beispiel.
  4. Beschreiben Sie die Bewegung von Körper D, Begründen Sie Ihre Entscheidung in einem Satz und Nennen Sie ein mögliches Beispiel.
  5. Beschreiben Sie die Bewegung von Körper E, Begründen Sie Ihre Entscheidung in einem Satz und Nennen Sie ein mögliches Beispiel.
Hinweis zu Aufgabe a)
Die Linie liegt waagerecht über der t-Achse. Was heißt das für v — und was folgt daraus für die Beschleunigung?Die Begründung muss die Achsenbeschriftung nutzen: es ist ein v-t-Diagramm, keine Ortsangabe.
Hinweis zu Aufgabe b)
Eine Gerade durch den Ursprung bedeutet: In gleichen Zeitspannen kommt immer dieselbe Geschwindigkeit dazu.„Begründen“ heißt hier: den Zusammenhang zwischen linearer v-Zunahme und konstantem a nennen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Die Gerade fällt und endet auf der t-Achse. Welchen Wert hat v dort — und welches Vorzeichen hat a?Auch eine Verzögerung ist eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung, nur mit a < 0.
Hinweis zu Aufgabe d)
Das Diagramm hat einen Knick: Teile es in zwei Abschnitte und beschreibe jeden Abschnitt einzeln.Bei zusammengesetzten Diagrammen gehört zu jeder Teilbewegung eine eigene Bewegungsform.
Hinweis zu Aufgabe e)
Auch hier gibt es zwei Abschnitte. Achte besonders darauf, bei welchem Wert die Bewegung beginnt.Der Startwert v = 0 ist ein eigener Befund und gehört in die Beschreibung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Die Geschwindigkeit v ist konstant und positiv → gleichförmige Bewegung. Die Strecke wächst linear, es tritt keine Beschleunigung auf.

Beispiel: ein Auto mit Tempomat auf gerader Landstraße; ein Zug auf freier Strecke.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Geschwindigkeit v steigt linear, es liegt eine konstante Beschleunigung mit a > 0 vor → gleichmäßig beschleunigte Bewegung.

Beispiel: ein Auto beschleunigt gleichmäßig nach dem Auffahren auf die Autobahn.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Geschwindigkeit v sinkt linear, bis v = 0 erreicht wird; es liegt eine konstante Beschleunigung mit a < 0 vor → gleichmäßig beschleunigte (verzögerte) Bewegung; das Objekt kommt zum Stillstand.

Beispiel: ein Fahrrad bremst gleichmäßig an einer roten Ampel; ein Auto rollt mit konstanter Bremskraft aus.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Zwei Teilbewegungen: zunächst eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung mit a < 0, anschließend eine gleichförmige Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit v > 0.

Beispiel: ein Auto fährt zügig, sieht ein Tempolimit, bremst kurz kräftig ab und fährt dann konstant mit der niedrigeren Geschwindigkeit weiter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe e)

Zwei Teilbewegungen: zunächst eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung mit a > 0, die Bewegung beginnt bei v = 0; anschließend eine gleichförmige Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit v > 0.

Beispiel: ein Paket liegt auf einem Förderband, das Band wird eingeschaltet und das Paket wird schneller, bis die maximale Bandgeschwindigkeit erreicht ist.

3

Fünf s-t-Diagramme zuordnen

AFB II

Ordnen Sie die s-t-Diagramme (A bis E) den verschiedenen Texten (a bis e) zu und begründen Sie kurz Ihre Entscheidung.

TextBeschreibung
a)Ein Auto fährt am Samstag Vormittag durch die Wiener Innenstadt.
b)Paola macht einen 1000-Meterlauf. Dabei ist sie am Anfang schneller als in der Mitte, legt zum Schluss aber noch einen grandiosen Sprint hin.
c)Ein ICE bremst nach der Betätigung der Notbremse.
d)Eine Wasserbombe fällt aus der dritten Etage des Schulgebäudes.
e)Frau Mayer geht zum Bäcker und zurück.
M1Die fünf Zeit-Ort-Diagramme A bis E
stAstBstCstDstE
  1. Ordnen Sie dem Diagramm A den passenden Text zu und Begründen Sie Ihre Entscheidung kurz über die Steigung des Graphen.
  2. Ordnen Sie dem Diagramm B den passenden Text zu und Begründen Sie Ihre Entscheidung kurz über die Steigung des Graphen.
  3. Ordnen Sie dem Diagramm C den passenden Text zu und Begründen Sie Ihre Entscheidung kurz über die Steigung des Graphen.
  4. Ordnen Sie dem Diagramm D den passenden Text zu und Begründen Sie Ihre Entscheidung kurz über die Steigung des Graphen.
  5. Ordnen Sie dem Diagramm E den passenden Text zu und Begründen Sie Ihre Entscheidung kurz über die Steigung des Graphen.
Hinweis zu Aufgabe a)
Die Steigung des s-t-Graphen ist die Geschwindigkeit. Suche den Text, in dem die Geschwindigkeit erst groß, dann kleiner und am Ende wieder am größten ist.Steigung lesen heißt: nicht auf die Höhe der Kurve schauen, sondern darauf, wie steil sie verläuft.
Hinweis zu Aufgabe b)
Was bedeutet es im s-t-Diagramm, wenn s wieder kleiner wird? Welcher der fünf Texte enthält eine Umkehr?Ein Maximum im s-t-Diagramm ist der Umkehrpunkt: Dort ist die Geschwindigkeit kurz null.
Hinweis zu Aufgabe c)
Waagerechte Stücke bedeuten Stillstand. In welchem Text kommt es ständig zu kurzen Halts?Der unruhige, treppenförmige Verlauf gehört zur ungleichförmigen Bewegung aus dem Baumdiagramm.
Hinweis zu Aufgabe d)
Welche Bewegungsform hat eine parabelförmige Kurve im Zeit-Ort-Diagramm? Und welcher Text beschreibt genau diese Bewegungsform?Hier hilft der Erwartungshorizont von Aufgabe 1 e): Der freie Fall ist eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung.
Hinweis zu Aufgabe e)
Die Kurve wird immer flacher und läuft am Ende waagerecht aus. Was heißt das für die Geschwindigkeit?Ein waagerechtes Ende im s-t-Diagramm bedeutet Stillstand — das Fahrzeug steht, es fährt nicht rückwärts.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

A → b) Paola beim 1000-Meterlauf. Der Graph steigt zuerst steil an (große Steigung = hohe Geschwindigkeit am Anfang), wird in der Mitte flacher (kleinere Steigung = sie wird langsamer) und steigt am Ende wieder am steilsten an (Endspurt).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

B → e) Frau Mayer geht zum Bäcker und zurück. Auf dem Hinweg wächst der Abstand vom Startpunkt, am Bäcker liegt das Maximum (Steigung kurzzeitig null), auf dem Rückweg nimmt s wieder ab, bis sie zu Hause ist — deshalb der buckelförmige Verlauf.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

C → a) Ein Auto in der Wiener Innenstadt. Der Verlauf ist unruhig und stufenförmig: kurze steigende Stücke (Fahren) wechseln mit waagerechten Stücken ab (Halt an Ampeln, Fußgängern, Stau). Die Steigung ändert sich ständig und unvorhersehbar — eine ungleichförmige Bewegung.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

D → d) Eine Wasserbombe fällt aus der dritten Etage. Das ist ein freier Fall und damit eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung: Die Steigung nimmt gleichmäßig zu, die Kurve beginnt flach und wird immer steiler — das Zeit-Ort-Diagramm ist parabelförmig.

Erwartungshorizont zu Aufgabe e)

E → c) Ein ICE bremst nach der Notbremsung. Die Steigung ist am Anfang groß (hohe Geschwindigkeit) und nimmt gleichmäßig ab; am Ende verläuft die Kurve waagerecht: Die Geschwindigkeit ist null, der Zug steht. Der Ort ändert sich danach nicht mehr.

4

Diagrammform und Bewegungsform

AFB III

In den Aufgaben 2 und 3 wurde dieselbe Bewegung einmal im v-t-Diagramm und einmal im s-t-Diagramm dargestellt. M1 stellt beide Darstellungen für die gleichförmige und für die gleichmäßig beschleunigte Bewegung nebeneinander — genau so, wie sie im Heft unter 1.2 „Bewegungsformen in der Physik“ stehen.

M1Gleichförmig und gleichmäßig beschleunigt — je s-t- und v-t-Diagramm
gleichförmige Bewegunggleichmäßig beschleunigte Bewegungsts-t-Diagrammvtv-t-Diagrammsts-t-Diagrammvtv-t-DiagrammSteigung im s-t-Diagramm = Wert im v-t-DiagrammSteigung im v-t-Diagramm = Beschleunigung a
  1. Vergleichen Sie, wie sich eine gleichförmige Bewegung im s-t-Diagramm und im v-t-Diagramm zeigt.
  2. Vergleichen Sie dasselbe für eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung.
  3. Überprüfen Sie die Aussage eines Mitschülers: „Eine waagerechte Linie im Diagramm bedeutet, dass sich der Körper nicht bewegt.“
Hinweis zu Aufgabe a)
Schau dir die linke Hälfte von M1 an. Frage dich zu jedem Diagramm: Was ist hier konstant — und was sagt die Steigung aus?„Vergleichen“ verlangt beide Darstellungen und den Zusammenhang zwischen ihnen, nicht nur zwei getrennte Beschreibungen.
Hinweis zu Aufgabe b)
Die rechte Hälfte von M1. Der Erwartungshorizont von Aufgabe 1 d) nennt die Form des Zeit-Ort-Diagramms bereits.Auch hier gehört der Brückensatz dazu: Was bedeutet die Steigung im v-t-Diagramm?
Hinweis zu Aufgabe c)
Vergleiche Diagramm A aus Aufgabe 2 (v-t) mit einem waagerechten Stück aus Diagramm C in Aufgabe 3 (s-t). Beide sind waagerecht — bedeuten sie dasselbe?„Überprüfen“ heißt: Aussage an Fakten messen und klar sagen, in welchem Fall sie stimmt und in welchem nicht.
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Im s-t-Diagramm ist die gleichförmige Bewegung eine Gerade (lineare Funktion): In doppelter Zeit wird die doppelte Strecke zurückgelegt. Im v-t-Diagramm ist sie eine waagerechte Linie, denn die Geschwindigkeit ist konstant.

Der Zusammenhang: Die Steigung der Geraden im s-t-Diagramm ist genau der Wert, auf dem die waagerechte Linie im v-t-Diagramm liegt. Beide Diagramme zeigen also dieselbe Information — einmal als Steigung, einmal als Höhe.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Im s-t-Diagramm ist die gleichmäßig beschleunigte Bewegung eine nach oben gekrümmte, parabelförmige Kurve: Die Steigung nimmt ständig zu, weil die Geschwindigkeit wächst. Im v-t-Diagramm ist sie eine Ursprungsgerade, denn v nimmt gleichmäßig zu.

Der Zusammenhang: Die Steigung im v-t-Diagramm ist die Beschleunigung a; weil sie konstant ist, erhält man dort eine Gerade — und im s-t-Diagramm deshalb eine Parabel.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Aussage stimmt nur für das s-t-Diagramm: Dort bedeutet eine waagerechte Linie, dass sich der Ort nicht ändert, der Körper also steht (z. B. die Haltestellen in Diagramm C aus Aufgabe 3 oder das waagerechte Ende von Diagramm E).

Im v-t-Diagramm bedeutet eine waagerechte Linie dagegen eine konstante Geschwindigkeit — der Körper bewegt sich mit gleichbleibendem Tempo (Diagramm A aus Aufgabe 2). Nur wenn diese Linie genau auf der t-Achse läge, wäre v = 0 und der Körper stünde still.

Fazit: Man muss also immer zuerst auf die Beschriftung der senkrechten Achse schauen. Die Aussage des Mitschülers ist in dieser Allgemeinheit falsch.