Turmspringen, Achterbahn und „Hau den Lukas“ — mit gestuften Hinweisen und Erwartungshorizont.
Auf einem Sprungturm stehen drei Springerinnen und Springer in unterschiedlicher Höhe über der Wasseroberfläche (M1). Reibung und Luftwiderstand werden vernachlässigt; es gilt g = 9,81 m/s².
① Epot = 40 · 9,81 · 10 = 3924 J
② Epot = 80 · 9,81 · 5 = 3924 J
③ Epot = 60 · 9,81 · 2 = 1177,2 J
Es gilt Ekin = Epot und damit ½ · m · v² = Epot, also v = √((2 · Epot) : m).
① v = √((2 · 3924) : 40) = √196,2 ≈ 14,007 m/s
② v = √((2 · 3924) : 80) = √98,1 ≈ 9,905 m/s
③ v = √((2 · 1177,2) : 60) = √39,24 ≈ 6,264 m/s
Da die Reibung vernachlässigt wird, ist die kinetische Energie kurz vor dem Auftreffen genauso groß wie die potenzielle Energie oben: ① 3924 J, ② 3924 J, ③ 1177,2 J. Eine erneute Rechnung mit ½ · m · v² liefert dieselben Werte und dient nur als Kontrolle.
Die Energie hängt nach Epot = m · g · h von Masse und Höhe ab. Springer ② hat die halbe Höhe, aber die doppelte Masse — beides gleicht sich aus, deshalb sind beide Energien 3924 J.
Die Geschwindigkeit folgt dagegen aus m · g · h = ½ · m · v². Kürzt man m, bleibt v = √(2 · g · h): Sie hängt nur von der Höhe ab. Springer ① fällt aus 10 m und ist deshalb schneller als Springer ② aus 5 m — unabhängig davon, wer schwerer ist.
Ein Achterbahnwagen mit einer Masse von 600 kg passiert den Startpunkt ① in 20 m Höhe bereits mit einer Geschwindigkeit von 10 m/s. Anschließend durchfährt er einen Looping, dessen Spitze ② 12 m hoch liegt, und erreicht schließlich den Abschlusshügel ③ in 7 m Höhe (M1). Reibung wird vernachlässigt; g = 9,81 m/s².
Ekin = ½ · 600 · 10² = 30 000 J; Epot = 600 · 9,81 · 20 = 117 720 J.
Eges = 30 000 J + 117 720 J = 147 720 J. Dieser Wert bleibt während der gesamten Fahrt konstant.
① h = 20 m: Epot = 117 720 J, Ekin = 30 000 J, v = 10 m/s = 36 km/h.
② h = 12 m: Epot = 600 · 9,81 · 12 = 70 632 J, Ekin = 147 720 − 70 632 = 77 088 J, v = √((2 · 77 088) : 600) = √256,96 ≈ 16,03 m/s = 57,7 km/h.
③ h = 7 m: Epot = 600 · 9,81 · 7 = 41 202 J, Ekin = 147 720 − 41 202 = 106 518 J, v = √((2 · 106 518) : 600) = √355,06 ≈ 18,84 m/s = 67,8 km/h.
Für 22 m bräuchte der Wagen Epot = 600 · 9,81 · 22 = 129 492 J. Das ist weniger als die Gesamtenergie von 147 720 J; rechnerisch blieben 18 228 J kinetische Energie übrig, also v ≈ 7,8 m/s. Rein energetisch könnte der Wagen diese Höhe also erreichen.
Einschränkung: Die Rechnung setzt voraus, dass gar keine Reibung auftritt. In Wirklichkeit geht auf dem Weg dorthin Energie in thermische Energie über, sodass der Spielraum deutlich kleiner ist. Ein Looping in 22 m Höhe wäre also allenfalls knapp möglich und in der Praxis nicht sicher zu betreiben.
Bei dem Spiel „Hau den Lukas“ wird durch den Schlag mit einem 5 kg schweren Hammer eine 2 kg schwere Scheibe senkrecht nach oben beschleunigt (M1). Die Skala reicht von 0 bis 1000 Punkte auf einer Höhe von 8 m. Reibung wird vernachlässigt; g = 9,81 m/s².
875 Punkte entsprechen h = (875 : 1000) · 8 m = 7 m.
Epot = 2 · 9,81 · 7 = 137,34 J. Da diese Energie unten als kinetische Energie vorlag, gilt v = √((2 · 137,34) : 2) = √137,34 ≈ 11,7 m/s.
45 km/h : 3,6 = 12,5 m/s. Damit ist Ekin = ½ · 2 · 12,5² = 156,25 J.
Diese Energie wird vollständig in Lageenergie umgewandelt: h = E : (m · g) = 156,25 : (2 · 9,81) ≈ 7,963 m.
Punktzahl = (7,963 : 8) · 1000 ≈ 995 Punkte.
Die 500-Punkte-Marke liegt bei h = 4 m. Dort ist Epot = 2 · 9,81 · 4 = 78,48 J.
Ekin = 156,25 − 78,48 = 77,77 J, also v = √((2 · 77,77) : 2) = √77,77 ≈ 8,8 m/s (rund 32 km/h).
Energieunterschied der beiden Schüsse: 156,25 J − 137,34 J = 18,91 J.
Zusätzliche Energie durch 40 cm mehr Hammerhöhe: Der Hammer wiegt 5 kg, also ΔE = 5 · 9,81 · 0,40 = 19,62 J.
Die beiden Beträge stimmen fast überein (19,62 J gegenüber 18,91 J). Die größere Ausholhöhe erklärt den Unterschied also praktisch vollständig — Aycas Aussage ist bestätigt. Einschränkungen: Die Rechnung setzt voraus, dass beide Schäge gleich gut treffen und dass keine Energie durch Reibung verloren geht; die kleine Differenz von 0,71 J liegt im Rahmen dieser Ungenauigkeiten. Streng genommen zeigt die Rechnung nur, dass die Höhendifferenz ausreicht, um den Unterschied zu erklären — nicht, dass Johan gar keine größere Kraft aufgewendet hat.