Aufgabenblock — AFB I
Diese Übung deckt das ganze Thema Atom- und Kernphysik ab: Kernaufbau und Isotope, α- und β-Zerfall, Aktivität, Dosis und Halbwertszeit. Du löst 10 Standardaufgaben der Anforderungsstufe AFB I (Reproduzieren) — also: Formel kennen, Werte einsetzen, ausrechnen. Diese Aufgaben sind die sicheren Punkte in jeder Klassenarbeit. Achte auf die Einheiten: Bq beschreibt die Quelle, Gy und Sv beschreiben die Wirkung. Bei jeder Aufgabe gibt es bei Bedarf eine Formel-Erinnerung und eine Lösung.
Das Chlor-Isotop 3517Cl hat die Nukleonenzahl A = 35 und die Kernladungszahl Z = 17. Gib die Neutronenzahl N im Kern an und die Anzahl der Elektronen in der Hülle des neutralen Atoms.
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Elektronen = Z = 17 Elektronen
Ein Eisenkern enthält Z = 26 Protonen und N = 30 Neutronen. Berechne die Nukleonenzahl A.
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Das Nuklid ist also 5626Fe.
Radium 22688Ra zerfällt durch α-Zerfall zu Radon (Rn). Gib die Nukleonenzahl A und die Kernladungszahl Z des Tochterkerns an.
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Z = 88 − 2 = 86
Gleichung: 22688Ra → 22286Rn + 42He. Probe oben: 222 + 4 = 226 ✓, Probe unten: 86 + 2 = 88 ✓
Blei 21482Pb zerfällt durch β⁻-Zerfall zu Bismut (Bi). Gib die Nukleonenzahl A und die Kernladungszahl Z des Tochterkerns an.
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Z = 82 + 1 = 83
Gleichung: 21482Pb → 21483Bi + 0−1e. Probe oben: 214 + 0 = 214 ✓, Probe unten: 83 + (−1) = 82 ✓
In einer Probe zerfallen in t = 60 s insgesamt N = 900 Kerne. Berechne die Aktivität A in Becquerel.
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Das heißt: im Mittel zerfallen 15 Kerne pro Sekunde.
Eine Probe der Masse m = 0,5 kg hat die Aktivität A = 240 Bq. Berechne die spezifische Aktivität a.
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Halbe Masse bedeutet doppelter Wert pro Kilogramm — deshalb ist a größer als A.
Gewebe der Masse m = 2 kg nimmt die Strahlungsenergie E = 0,04 J auf. Berechne die Energiedosis D — zuerst in Gray, dann in Milligray.
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0,02 Gy · 1000 = 20 mGy
Die Energiedosis beträgt D = 0,02 Gy. Die Strahlung ist α-Strahlung, der Wichtungsfaktor ist also q = 20. Berechne die Äquivalentdosis H — zuerst in Sievert, dann in Millisievert.
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0,4 Sv · 1000 = 400 mSv
Gleiche Energiedosis, aber bei α-Strahlung 20-mal so schädlich — Gy und Sv sind nicht dasselbe.
Von einem Präparat sind zu Beginn N(0) = 80 g vorhanden. Die Halbwertszeit beträgt T½ = 5 a. Gib zuerst an, wie viele Halbwertszeiten in 15 a vergehen, und berechne dann die Restmenge nach 15 a.
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80 g → 40 g → 20 g → 10 g
N(15 a) = 80 g · (½)3 = 80 g · ⅛ = 10 g
Von einer Substanz sind noch 6,25 % der ursprünglichen Kerne übrig. Gib an, wie viele Halbwertszeiten vergangen sind.
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Das sind vier Halbierungsschritte = 4 Halbwertszeiten
Kontrolle: (½)4 = 1/16 = 0,0625 = 6,25 % ✓
Wie war es?
Wie sicher fühlst du dich nach diesen 10 AFB-I-Aufgaben?
