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Übungen: Schrägbild eines Prismas

Aus zwei gleichen Grundflächen und ein paar schrägen Linien wird ein Körper. Beobachte, wie das Schrägbild Schicht für Schicht entsteht.

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Übungsaufgaben

Alle Übungen fortlaufend nummeriert — zuerst die interaktiven Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln, danach die Rechen- und Textaufgaben. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Regel-Check: Was gilt im Schrägbild?
AFB I

Welche Aussagen über das Schrägbild mit α = 45° und q = ½ stimmen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Verkürzt wird nur die Tiefe — die Frontfläche bliebe sonst nicht mehr maßstabsgetreu. Und das Zulaufen auf einen Punkt gehört zur Zentralperspektive; im Schrägbild bleiben parallele Kanten parallel.
A2
Stimmt's? — Fünferserie
AFB I

Fünf Behauptungen rund um Front, Tiefe und gestrichelte Kanten.

Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Zwei Merksätze reichen für die ganze Serie: Front bleibt echt, Tiefe wird halbiert — und was der Körper verdeckt, wird gestrichelt.
A3
Lückentext mit Wortbank
AFB I

Setze die Fachbegriffe an die richtige Stelle — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Beim Schrägbild zeichnest du zuerst die in . Danach trägst du die Tiefenkanten unter dem Verzerrungswinkel von an. Wegen q = ½ zeichnest du dabei nur die der echten Tiefe. Kanten, die der Körper selbst verdeckt, zeichnest du zum Schluss .

„Durchgezogen“ bleibt übrig — so zeichnest du die sichtbaren Kanten. Gefragt war aber nach denen, die hinter dem Körper verschwinden.
A4
Sichtbar, verdeckt oder gar keine Kante?
AFB I

Vor dir steht das Schrägbild eines Quaders: Front vorn, Tiefenkanten schräg nach hinten rechts oben. Sortiere die Karten in die passenden Körbe.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1sichtbar — durchgezogen
2verdeckt — gestrichelt
3gar keine Kante
Genau drei Kanten sind verdeckt — und alle drei treffen sich in der hinteren unteren linken Ecke, der einzigen Ecke, die vom Körper verdeckt wird. Winkel und Faktor sind Angaben, keine Strecken im Bild.
A5
Zeichenschritte in Ordnung bringen
AFB I

In welcher Reihenfolge zeichnest du das Schrägbild eines Prismas?

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1 Die Frontfläche in wahrer Größe zeichnen — hier wird nichts verkürzt.
2 Von jeder Ecke der Frontfläche eine Linie unter α = 45° nach hinten antragen.
3 Die echte Tiefe halbieren und diese Zeichenlänge auf jeder Schräglinie abtragen.
4 Die hinteren Endpunkte zur Rückfläche verbinden — sie ist deckungsgleich zur Frontfläche.
5 Die verdeckten Kanten gestrichelt nachziehen, alle sichtbaren durchgezogen.
Der häufigste Fehler ist, Schritt 3 zu überspringen und die Schräglinien einfach „irgendwie lang“ zu machen. Ohne das Halbieren wirkt der Körper viel zu tief.
A6
Blitzrechnung: gezeichnete Tiefe
AFB I

Ein fünfseitiges Prisma hat die echte Tiefe 14 cm. Wie lang wird eine Tiefenkante im Schrägbild gezeichnet (q = ½)?

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
14 cm · ½ = 7 cm. Dass die Frontfläche fünf Ecken hat, ändert an der Rechnung nichts — es gibt dann nur eben fünf gleich lange Tiefenkanten.
A7
Begriffs-Memory
AFB I

Finde die sechs Paare aus Begriff und Bedeutung.

Decke zwei Karten auf, die zusammengehören. Mit der Tastatur: Tab zur Karte, Enter aufdecken, Pfeiltasten zum Wandern.
Front und Rückfläche sind im Schrägbild wirklich identisch — sie sind nur um die gezeichnete Tiefe schräg verschoben. Deshalb genügt es, die Frontfläche einmal sauber zu konstruieren.
A8
Rechenkette: Quader 9 cm × 5 cm, Tiefe 16 cm
AFB II

Ein Quader hat die Frontfläche 9 cm × 5 cm und die echte Tiefe 16 cm. Arbeite dich Schritt für Schritt durch die Zeichnung.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie lang zeichnest du die untere Frontkante? cm
  2. Halbiere die echte Tiefe: Wie lang wird eine Tiefenkante auf dem Papier? cm
  3. Von wie vielen Ecken der Frontfläche geht je eine Tiefenkante nach hinten? Ecken
  4. Wie viele Kanten zeichnest du beim fertigen Quader-Schrägbild insgesamt gestrichelt? Kanten
Ein Quader hat 12 Kanten: 4 vorn, 4 hinten und 4 in die Tiefe. Genau drei davon sind verdeckt — sie treffen sich in der hinteren unteren Ecke, und eine davon ist eine Tiefenkante.
A9
Kreuztabelle: echt und gezeichnet
AFB II

Achtung: Mal ist die echte Tiefe gegeben, mal die gezeichnete. Kreuze in jeder Zeile die richtige Länge an.

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Gegeben ist …2 cm3 cm6 cm
echte Tiefe 4 cm — wie lang gezeichnet?
echte Tiefe 6 cm — wie lang gezeichnet?
echte Tiefe 12 cm — wie lang gezeichnet?
gezeichnet 1 cm — wie tief in echt?
gezeichnet 1,5 cm — wie tief in echt?
gezeichnet 3 cm — wie tief in echt?
Die Zahl 6 cm steht einmal als Antwort auf „echte Tiefe 12 cm“ und einmal auf „gezeichnet 3 cm“ — je nach Richtung wird halbiert oder verdoppelt. Lies deshalb immer zuerst, welche Länge gegeben ist.
A10
Körper trifft Zeichenlänge
AFB II

Verbinde jeden Körper mit der Länge, die seine Tiefenkante im Schrägbild bekommt (q = ½).

A11
Fehlersuche im Schulheft
AFB II

Sechs Sätze aus einem Schulheft — drei davon sind falsch. Finde sie.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Zeile 4 ist der Klassiker: Wer „verkürzen“ hört und trotzdem multipliziert, landet schnell bei der doppelten statt der halben Länge. Faustkontrolle: Die gezeichnete Tiefe muss kleiner sein als die echte.
A12
Jonas zeichnet ein Schrägbild
AFB II

Begleite Jonas durch eine Zeichnung — bei jedem Schritt entscheidest du, wie es weitergeht.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Der ganze Weg in vier Schritten: Front zeichnen → 45°-Linien antragen → halbierte Tiefe abtragen → Rückfläche schließen und verdeckte Kanten stricheln.
    A13
    Bauteile eines Schrägbilds anklicken
    AFB II

    Im Schema stehen die sechs Bausteine, aus denen jedes Schrägbild besteht. Klicke jeweils den gesuchten an.

    Klicke das gesuchte Element im Schema an. Mit der Tastatur: Tab oder Pfeiltasten zum Wandern, Enter zum Auswählen.

    Frontfläche Tiefenkante verdeckte Kante Rückfläche α = 45° q = ½
    α und q sind reine Angaben — sie legen fest, wie die Tiefenkanten gezeichnet werden. Front, Rückfläche und die Kanten dazwischen sind das, was am Ende auf dem Papier steht.
    A14
    Frontkanten, Tiefenkanten — oder beides?
    AFB II

    Ordne jede Aussage dem richtigen Bereich zu.

    Ordne jeden Begriff einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
    1 nur Frontkanten
    2 beide
    3 nur Tiefenkanten
    In der Mitte steht das, was alle Kanten gemeinsam haben — vor allem die Parallelität. Der Unterschied steckt allein in Winkel und Länge: Nur Tiefenkanten werden gekippt und halbiert.
    A15
    Entscheidungsbaum: messen und umrechnen
    AFB II

    Situation: Vor dir liegt ein fertiges Schrägbild (α = 45°, q = ½). Du misst mit dem Lineal eine schräg nach hinten laufende Kante zu 4 cm und willst wissen, wie lang diese Kante am echten Körper ist.

    Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
      Die Richtung entscheidet über die Rechnung: Vom echten Körper aufs Papier wird halbiert, vom Papier zurück zum Körper wird verdoppelt. Nur Tiefenkanten sind überhaupt betroffen.
      A16
      Was passiert mit der gezeichneten Tiefe?
      AFB III

      An einem Schrägbild wird etwas verändert. Schätze für jede Zeile ein, was mit der gezeichneten Tiefenkante passiert — ohne zu rechnen.

      Wähle für jede Zeile eine Stufe: 1 = halbiert, 2 = bleibt gleich, 3 = verdoppelt, 4 = verdreifacht, 5 = vervierfacht. Mit der Tastatur: Tab zur Zeile, ←/→ zwischen den Stufen, Enter setzt.
      1 = halbiert5 = vervierfacht
      Die echte Tiefe wird verdoppelt, q bleibt ½.
      Die echte Tiefe bleibt, aber q wird von ½ auf 1 geändert.
      Die echte Tiefe wird verdoppelt und q gleichzeitig von ½ auf ¼ geändert.
      Die echte Tiefe wird halbiert, q bleibt ½.
      Die echte Tiefe wird verdreifacht, q bleibt ½.
      Die echte Tiefe wird vervierfacht, q bleibt ½.
      Nur die Frontkanten werden verdoppelt; echte Tiefe und q bleiben unverändert.
      Die gezeichnete Tiefe ist immer „echte Tiefe mal q“. Ein Faktor an einer der beiden Stellen wandert direkt ins Ergebnis — und mal 2 bei der Tiefe hebt sich gegen die Halbierung von q genau auf. Die Frontkanten haben darauf gar keinen Einfluss.
      A17
      Zeichenplan zusammenbauen
      AFB III

      Baue den vollständigen Zeichenplan für einen Quader mit der Frontfläche 7 cm × 4 cm und der echten Tiefe 10 cm — zwei Bausteine sind Fallen.

      Setze den Bauplan von links nach rechts zusammen. Ein Klick legt den Baustein auf den nächsten freien Platz, ein Klick im Bauplan legt ihn zurück. Enter funktioniert genauso.
      Die beiden Fallen sind die zwei häufigsten Fehler: die Frontfläche mitverkürzen und die Tiefe unverkürzt abtragen. Beide Male stimmt am Ende kein einziges Maß mehr.
      A18
      Welche Längen stehen wirklich auf dem Papier?
      AFB III

      Ein Quader hat die Frontfläche 7 cm × 6 cm und die echte Tiefe 16 cm. Im Schrägbild (q = ½) kommen genau drei verschiedene Streckenlängen vor. Klicke sie an — die Anzeige addiert für dich mit.

      Klicke die Längen an, die im Schrägbild tatsächlich als Strecke auftauchen. Tastatur: ←/→ wandern, Enter schaltet um. Die Summe rechnet sich live mit.
      0 cm
      Ziel: 21 cm
      Auf dem Papier stehen 7 cm, 6 cm und 8 cm — zusammen 21 cm. Die echten 16 cm Tiefe tauchen nirgends auf, 32 cm entsteht beim Verdoppeln statt Halbieren und 4 cm, wenn man versehentlich zweimal halbiert.
      A19
      Schätz-Regler: Sitztruhe im Maßstab 1:10
      AFB III

      Eine Sitztruhe ist 100 cm breit, 40 cm hoch und 40 cm tief. Du zeichnest sie als Schrägbild im Maßstab 1:10 (1 cm auf dem Papier = 10 cm in echt), α = 45° und q = ½. Wie lang wird die gezeichnete Tiefenkante?

      Schiebe den Regler auf deinen Wert — Pfeiltasten bewegen ihn feiner. Nach dem Prüfen siehst du den Trefferbereich.
      0 cm12 cm
      Zwei Schritte nacheinander: erst der Maßstab (40 cm : 10 = 4 cm), dann die Schrägbild-Verkürzung (4 cm · ½ = 2 cm). Wer nur eine der beiden Rechnungen macht, landet bei 4 cm statt 2 cm.
      A20
      Die 6-cm-Familie
      AFB III

      Bei welchen Angaben wird die Tiefenkante im Schrägbild genau 6 cm lang? Es sind mehrere!

      Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
      Entscheidend ist immer das Produkt aus echter Tiefe und q: 12 · ½ = 6, 24 · ¼ = 6 und 6 · 1 = 6. Die drei falschen Zeilen liefern 3 cm, 1,5 cm und 4 cm. In Klasse 8 gilt fast immer q = ½ — aber die Regel selbst funktioniert mit jedem Faktor.
      A21
      Würfel a = 4 cm — Maße im Schrägbild
      AFB I

      Ein Würfel mit der Kantenlänge a = 4 cm wird als Schrägbild gezeichnet (α = 45°, q = ½).

      cm
      cm
      Ansatz: Frontkanten werden nicht verändert. Nur Tiefenkanten werden mit q = ½ multipliziert.Warum so? Weil das Schrägbild die Vorderseite originalgetreu zeigt — die Tiefe wirkt erst durch das Verkürzen glaubhaft.
      Rechenweg: Frontkante = 4 cm (bleibt). Tiefenkante = 4 cm · ½ = 2 cm.
      Lösung: Frontkante 4 cm, Tiefenkante gezeichnet 2 cm.
      a = 4 cm ? cm
      Würfel-Schrägbild
      A22
      Quader 7 × 3 × 4 cm — gezeichnete Tiefe
      AFB I

      Ein Quader hat die Maße Frontfläche 7 cm × 3 cm und Tiefe 4 cm. Wie wird die Tiefe im Schrägbild gezeichnet?

      cm
      cm
      Reihenfolge: Erst Original-Tiefe identifizieren, dann mit ½ multiplizieren.Warum so? Die Verkürzung ist eine eigene Rechnung — getrennt vom Zeichnen der Front.
      Rechenweg: Original = 4 cm. Im Schrägbild: 4 · 0,5 = 2 cm.
      Lösung: Original-Tiefe 4 cm, gezeichnet 2 cm.
      7 cm 3 cm ? cm
      Quader-Schrägbild
      A23
      Welcher Bauteil ist welcher? — Mix-Aufgabe
      Mix

      Ein Schrägbild eines Quaders besteht aus mehreren Bauelementen. Ordne jeweils zu — gib einen der Buchstaben F (Vorderkante / Frontfläche), T (Tiefenkante), V (verdeckte Kante) oder P (verzerrte Fläche / Parallelogramm) ein:

      Warum diese Zuordnung?
      F = Frontkanten liegen in der Bildebene und werden originalgetreu gezeichnet. T = Tiefenkanten gehen unter 45° nach hinten-oben und sind sichtbar (durchgezogen) — z. B. die rechte obere oder rechte untere Tiefenkante. V = Verdeckte Kanten liegen hinten und werden gestrichelt eingezeichnet. P = Boden und Deckel sind im Original Rechtecke, erscheinen aber im Schrägbild als Parallelogramme — sie wirken „gekippt“.
      F T V P
      Quader-Schrägbild
      A24
      Aus dem Schrägbild auf das Original schließen
      AFB II

      Im Schrägbild eines Quaders misst du die gezeichnete Tiefenkante zu 2,5 cm. Welche Original-Tiefe hatte der Quader?

      cm
      Lösungsskizze
      Im Schrägbild gilt: gezeichnete Tiefe = Original · ½. Also: 2,5 = Original · ½ → Original = 2,5 / ½ = 2,5 · 2 = 5 cm. Strategie: Bei „Schrägbild → Original“ wird mit 2 multipliziert (Umkehrung von „mal ½“).
      2,5 cm Original-Tiefe = ?
      Rekonstruktion
      A25
      Schuhkarton — Schrägbild zeichnen
      AFB II

      Ein Schuhkarton hat die Maße 30 cm × 18 cm × 12 cm (Länge × Höhe × Tiefe). Du sollst ihn als Schrägbild im Maßstab 1:5 zeichnen (das heißt: 1 cm auf dem Papier = 5 cm in echt).

      cm
      cm
      cm
      Hinweis
      Maßstab 1:5 → alle Maße zuerst durch 5 teilen. Länge: 30/5 = 6 cm. Höhe: 18/5 = 3,6 cm. Tiefe maßstabsgerecht: 12/5 = 2,4 cm — dann zusätzlich mit q = ½ verkürzen: 2,4 · ½ = 1,2 cm. Tipp: Maßstab und Schrägbild-Verkürzung sind zwei verschiedene Operationen — erst Maßstab, dann Schrägbild-q anwenden.
      30 cm × 18 cm × 12 cm
      Schuhkarton
      A26
      Trickaufgabe: Schrägbild ohne gestrichelte Kanten
      Mix

      Ein Schüler hat ein Schrägbild eines Quaders gezeichnet — perfekte Frontfläche, korrekte 45°-Tiefenkanten, korrektes q = ½ — aber er hat keine gestrichelten Kanten eingezeichnet. Frage: Kann man trotzdem eindeutig erkennen, dass es sich um einen Quader handelt? Wo liegt das Problem?

      Lösung
      Antwort: 0 (nein, nicht eindeutig). Ohne gestrichelte Kanten ist nicht klar, ob es sich um einen geschlossenen Quader handelt oder z. B. um ein nach hinten offenes Gebilde (z. B. eine Schachtel ohne Deckel oder Rückwand). Die gestrichelten Kanten zeigen dem Betrachter, dass dort eine echte Kante existiert, die nur vom Körper verdeckt wird — sie sind Teil der Information, nicht bloß Dekoration. Deshalb: gestrichelte Kanten gehören zu jedem vollständigen Schrägbild!
      Keine gestrichelten Linien!
      Unvollständig?
      A27
      Dreiseitiges Prisma — welche Strecken werden verkürzt?
      AFB III

      Bei einem dreiseitigen Prisma ist die Front ein rechtwinkliges Dreieck (Katheten 4 cm und 3 cm). Die Tiefe (= Höhe des Prismas) beträgt 8 cm. Welche Strecken werden im Schrägbild verkürzt? Berechne, wie lang eine einzelne gezeichnete Tiefenkante wird und wie viel Zeichenstrecke alle Tiefenkanten zusammen ergeben.

      cm
      cm
      Lösungsweg
      Verkürzt werden ausschließlich die Tiefenkanten; die Katheten 4 cm und 3 cm der Frontfläche bleiben in Originalgröße. Eine Tiefenkante misst 8 cm · ½ = 4 cm auf dem Papier. Die Frontfläche hat 3 Ecken, also laufen 3 Tiefenkanten nach hinten: 3 · 4 cm = 12 cm Gesamtstrecke. Allgemein: n Ecken → n Tiefenkanten, jede mit q multipliziert.
      3- und 4-cm-Kanten · Tiefe 8 cm
      3-Seit-Prisma
      A28
      Original aus Schrägbild rekonstruieren
      AFB III

      Im Schrägbild eines Quaders misst du: gezeichnete Frontkante a = 6 cm, gezeichnete Frontkante b = 3 cm, gezeichnete Tiefenkante t = 2 cm. Wie groß ist der originale Quader?

      cm
      cm
      cm
      Rechenweg
      Frontkanten werden im Schrägbild nicht verändert: a = 6 cm und b = 3 cm bleiben. Nur die Tiefenkante ist verkürzt: gezeichnet 2 cm → Original = 2 · 2 = 4 cm. Quader-Maße im Original: 6 × 3 × 4 cm. Achtung: Niemals auch a und b „rückverdoppeln“ — die wurden ja nie verkürzt!
      a = 6 cm b = 3 cm t = 2 cm
      Schrägbild
      A29
      Begründen: Warum bleibt die Frontfläche unverzerrt?
      AFB III

      Begründe in 2–3 Sätzen, warum die Frontfläche im Schrägbild nicht verkürzt wird, aber die Tiefenlinien schon. Denke dabei an die Wirkung im Bild — also: was wäre, wenn man überall verkürzen würde, oder nirgends?

      Beispiel-Antwort
      „Die Frontfläche ist die Ebene, in die der Betrachter direkt schaut — sie wirkt natürlich in Originalgröße. Würden wir auch sie verkürzen, wäre die Zeichnung gar kein „Bild des Originals“ mehr, sondern eine Verkleinerung. Die Tiefe dagegen läuft vom Betrachter weg: hier muss sie schräg und kürzer gezeichnet werden, damit unser Auge sie als „nach hinten gehend“ interpretiert — sonst sähe der Körper auf dem Papier viel zu lang oder gar verzerrt aus."

      Tipp: Versuche, das Wort Tiefenwirkung in deiner Antwort zu verwenden.

      A30
      Ablesen und rechnen
      AFB II

      Das Schrägbild eines Quaders liegt auf Karopapier (1 Karo = 1 cm). Lies die Frontfläche direkt ab. Die orange Tiefenkante ist mit dem Lineal gemessen 2 cm lang — rechne daraus die echte Tiefe zurück. Achtung: Karos zählen hilft hier nicht, weil die Kante schräg verläuft.

      cm
      cm
      cm
      Ablesen: Die Frontfläche ist ein unverzerrtes Rechteck — Breite und Höhe kannst du direkt abzählen.Die gezeichnete Tiefenkante ist 2 cm lang (Lineal, nicht Karos zählen!). Im Schrägbild wird die Tiefe nur halb so lang gezeichnet, also ist die echte Tiefe doppelt so groß.
      Lösung: b = 5 cm, h = 3 cm, gezeichnete Tiefe = 2 cm → echte Tiefe t = 2 · 2 = 4 cm
      gezeichnet 2 cm 1 Karo = 1 cm
      Front abzählen, gezeichnete Tiefe messen und verdoppeln
      Nächster SchrittZu den TextaufgabenZwei Sachaufgaben im Klassenarbeits-Format — mit Hinweisen und Erwartungshorizont.