MINT lernen

Übung — AFB I

Zehn gemischte Aufgaben aus Kapitel 6 auf dem Anforderungsbereich I — bekannte Verfahren sicher anwenden.

Zum NachschlagenZurück zur KapitelübersichtAlle Unterkapitel von Kapitel 6 auf einen Blick.
0 / 0 Aufgaben
I

Übungsaufgaben — AFB I

Zehn gemischte Aufgaben aus dem ganzen Kapitel 6 auf dem Anforderungsbereich I: bekannte Verfahren wiedergeben und anwenden. Die Aufgaben wechseln zwischen fünf interaktiven Applets und fünf Textaufgaben mit gestuften Hilfen und Musterlösung. Jede gelöste Aufgabe füllt den Fortschrittsbalken weiter auf.

A1Rangliste bildenAFB I

In einer 11. Klasse wurde gezählt, wie viele Fehltage im Halbjahr angefallen sind. Sieben Personen gaben an, \([t] = \mathrm{Tage}\): 12 · 5 · 9 · 21 · 3 · 16 · 7

Ordnen Sie die Werte zur Rangliste \(x_1 \le x_2 \le \dots \le x_7\).

Ziehe die Zeilen mit der Maus oder verschiebe sie mit den Pfeil-Buttons, bis die Reihenfolge stimmt.
13
25
37
49
512
616
721
Vor jedem Kennwert steht das Sortieren. Die Rangliste lautet 3; 5; 7; 9; 12; 16; 21 Tage. Der mittlere Wert \(x_4 = 9\) ist damit der Median, das Minimum 3 und das Maximum 21 Tage — die Spannweite beträgt \(21\,\text{Tage} - 3\,\text{Tage} = 18\,\text{Tage}\).
A2Absolute und relative HäufigkeitAFB I

An einer Schule wurden \(n = 250\) Schülerinnen und Schüler gefragt, wie sie morgens zur Schule kommen. 90 von ihnen nannten den Bus.

Berechnen Sie die relative Häufigkeit des Merkmalswertes „Bus“ — einmal als Dezimalzahl und einmal in Prozent.

Grundwert ist immer das Ganze, hier die n = 250 Befragten. Die 90 sind die absolute Häufigkeit \(H(\text{Bus})\).
Es gilt \(h(x) = \dfrac{H(x)}{n}\). Setze ein: \(h(\text{Bus}) = \dfrac{90}{250}\). Kürzen mit 10 ergibt \(\tfrac{9}{25}\).
Lösung anzeigen

\(h(\text{Bus}) = \dfrac{90}{250} = \dfrac{9}{25} = 0{,}36\), also 36 %.

Kontrolle: Die relative Häufigkeit liegt immer zwischen 0 und 1. Ein Wert über 1 wäre ein sicheres Zeichen dafür, dass Teil und Ganzes vertauscht wurden.

A3Rechenkette: Mittelwert und SpannweiteAFB I

An sechs Tagen wurde die Niederschlagsmenge gemessen, \([N] = \mathrm{mm}\): 4; 9; 2; 11; 6; 10

Bestimmen Sie Schritt für Schritt das arithmetische Mittel und die Spannweite.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
  1. Stichprobenumfang \(n = \;?\)
  2. Summe aller Messwerte in mm
  3. Arithmetisches Mittel \(\bar x\) in mm
  4. Größter Messwert \(x_{\max}\) in mm
  5. Kleinster Messwert \(x_{\min}\) in mm
  6. Spannweite \(S_w\) in mm
Es ist \(4+9+2+11+6+10 = 42\) und \(\bar x = \tfrac{42}{6} = 7\,\mathrm{mm}\). Die Spannweite benutzt nur die beiden Randwerte: \(S_w = 11\,\mathrm{mm} - 2\,\mathrm{mm} = 9\,\mathrm{mm}\). Beide Kennzahlen tragen dieselbe Einheit wie die Messwerte.
A4Median und ModalwertAFB I

Acht Personen wurden nach ihrer Wartezeit beim Arzt gefragt, \([t] = \mathrm{min}\). Die Rangliste lautet 3; 5; 6; 8; 9; 9; 12; 20.

Bestimmen Sie den Median und den Modalwert dieser Datenreihe.

Hier ist \(n = 8\), also gerade. Dann gibt es keinen einzelnen mittleren Wert, sondern zwei: den vierten und den fünften.
Der vierte Wert ist 8, der fünfte ist 9. Der Median ist ihr arithmetisches Mittel: \(\tfrac{8+9}{2}\).
Lösung anzeigen

\(n = 8\) ist gerade, also \(x_{\mathrm{Med}} = \dfrac{x_4 + x_5}{2} = \dfrac{8 + 9}{2} = 8{,}5\,\mathrm{min}\).

Der Modalwert ist der häufigste Wert, hier 9 min. Beachten Sie: Der Median muss selbst kein Messwert der Reihe sein, der Modalwert dagegen immer.

A5Grundgesamtheit, Stichprobe, MerkmalAFB I

Zwei Untersuchungen: (1) An einer Schule mit 1240 Personen werden 60 zufällig ausgewählte Personen nach ihrer täglichen Bildschirmzeit gefragt. (2) Für eine bundesweite Erhebung werden 1000 zufällig ausgewählte Haushalte danach gefragt, wie viele Personen dort leben.

Ordnen Sie jede Karte dem passenden Grundbegriff zu.

Sortiere jede Karte in den passenden Korb. Erst eine Karte anklicken, dann den Korb.
1Grundgesamtheit
2Stichprobe
3Merkmal
Die Grundgesamtheit ist die Menge, über die eine Aussage gemacht werden soll; die Stichprobe ist der tatsächlich untersuchte Teil davon; das Merkmal ist die Eigenschaft, die an jedem Element erhoben wird. Der Stichprobenumfang n ist die Anzahl der Elemente in der Stichprobe, hier 60 bzw. 1000.
A6Klassen bildenAFB I

Bei einem Sporttest wurden 40 Weitsprungweiten gemessen. Die kürzeste Weite beträgt 212 cm, die längste 387 cm. Die Werte sollen in fünf gleich breite Klassen eingeteilt werden.

Berechnen Sie die Spannweite und die kleinstmögliche Klassenbreite in vollen 10 cm.

Die fünf Klassen müssen zusammen den ganzen Bereich von 212 cm bis 387 cm abdecken. Rechnen Sie zuerst aus, wie breit dieser Bereich ist.
\(175 : 5 = 35\). Eine Breite von 35 cm wäre erlaubt, aber es sollen volle 10 cm sein. Bei 30 cm decken fünf Klassen nur 150 cm ab — zu wenig. Also aufrunden.
Lösung anzeigen

\(S_w = 387\,\mathrm{cm} - 212\,\mathrm{cm} = 175\,\mathrm{cm}\). Fünf Klassen brauchen jeweils mindestens \(175 : 5 = 35\,\mathrm{cm}\); in vollen 10 cm sind das \(b = 40\,\mathrm{cm}\).

Eine mögliche Einteilung beginnt bei 200 cm: [200; 240), [240; 280), [280; 320), [320; 360), [360; 400). Wichtig ist, dass die Klassen lückenlos aneinandergrenzen und sich nicht überlappen — jeder Messwert gehört zu genau einer Klasse.

A7Häufigkeitstabelle vervollständigenAFB I

In einer Klassenarbeit wurden bei \(n = 25\) Arbeiten die Noten vergeben. Die Strichliste ergab: Note 1 dreimal, Note 2 siebenmal, Note 3 achtmal, Note 4 fünfmal, Note 5 zweimal.

Vervollständigen Sie die Häufigkeitstabelle: absolute Häufigkeit \(H(x)\) und relative Häufigkeit \(h(x)\) in Prozent.

Trage in jeder Zeile beide Werte ein. Den Prozentsatz ohne das Zeichen %.
Note xH(x)h(x) in %
1
2
3
4
5
Zwei Kontrollen: Die absoluten Häufigkeiten müssen zusammen den Stichprobenumfang ergeben (\(3+7+8+5+2 = 25\)), die relativen Häufigkeiten zusammen 100 % (\(12+28+32+20+8 = 100\)). Gerechnet wird jeweils \(h(x) = \tfrac{H(x)}{25}\), zum Beispiel \(\tfrac{7}{25} = 0{,}28 = 28\,\%\).
A8Varianz und StandardabweichungAFB I

Fünf Messungen der Reaktionszeit ergaben \([t] = \mathrm{s}\): 4; 7; 5; 9; 5

Berechnen Sie das arithmetische Mittel, die empirische Varianz und die empirische Standardabweichung. Runden Sie die Standardabweichung auf zwei Nachkommastellen.

Zuerst \(\bar x\), dann die Abweichungen \(x_i - \bar x\), dann jede Abweichung quadrieren, dann mitteln, dann die Wurzel.
Mit \(\bar x = 6\) sind die Abweichungen \(-2;\;1;\;-1;\;3;\;-1\). Quadriert: \(4;\;1;\;1;\;9;\;1\).
\(s^2 = \dfrac{1}{n}\displaystyle\sum_{i=1}^{n}(x_i-\bar x)^2\) und \(s = \sqrt{s^2}\).
Lösung anzeigen

\(\bar x = \dfrac{4+7+5+9+5}{5} = \dfrac{30}{5} = 6\,\mathrm{s}\).

Abweichungsquadrate: \(4 + 1 + 1 + 9 + 1 = 16\), also \(s^2 = \dfrac{16}{5} = 3{,}2\).

\(s = \sqrt{3{,}2} \approx 1{,}79\,\mathrm{s}\).

Zur Einheitenkontrolle: Die Varianz trägt die quadrierte Einheit (s²), die Standardabweichung dieselbe Einheit wie die Messwerte (s). Deshalb wird für die Interpretation fast immer s angegeben.

A9Die fünf Punkte setzenAFB I

Neun Bücher eines Regals wurden nach ihrer Seitenzahl geordnet, \([N] = \text{Seiten}\) — hier in Zehnerschritten angegeben: 11; 13; 15; 16; 18; 21; 23; 25; 29

Bestimmen Sie die Fünf-Punkte-Zusammenfassung und setzen Sie die Marken auf die Achse.

Setze die fünf Marken auf die richtigen Stellen der Achse. Mit der Maus: Marke anklicken und ziehen. Mit der Tastatur: mit Tab in die Zeichnung, mit ↑/↓ die Marke wählen, mit ←/→ verschieben, mit Enter prüfen.

Zu setzen sind Minimum, \(Q_1\), Median, \(Q_3\) und Maximum der neun Werte.

Bei \(n = 9\) ist der Median der fünfte Wert: 18. Er wird weggelassen, dann bleiben unten 11; 13; 15; 16 und oben 21; 23; 25; 29 — jeweils vier Werte, deren Median zwischen dem zweiten und dritten liegt: \(Q_1 = \tfrac{13+15}{2} = 14\) und \(Q_3 = \tfrac{23+25}{2} = 24\). Die Box ist damit \(24-14 = 10\) breit, die Spannweite beträgt \(29-11 = 18\).
A10Einen Boxplot ablesenAFB I

Der Boxplot zeigt die Wartezeiten von 60 Personen an einem Serviceschalter.

Lesen Sie ab beziehungsweise berechnen Sie: Median, Boxbreite \(Q_3-Q_1\) und Spannweite.

Die beiden Boxkanten sind \(Q_1\) und \(Q_3\), der Strich in der Box ist der Median, die Enden der Antennen sind Minimum und Maximum.
Ablesbar sind \(x_{\min}=8\), \(Q_1=14\), \(x_{\mathrm{Med}}=20\), \(Q_3=26\), \(x_{\max}=38\) — alles in Minuten.
Lösung anzeigen

Median 20 min, Boxbreite \(26-14 = 12\) min, Spannweite \(38-8 = 30\) min.

Die Box enthält immer die mittleren 50 % der Werte: Mindestens 30 der 60 Personen warteten zwischen 14 min und 26 min. Die lange rechte Antenne zeigt, dass es nach oben einzelne deutlich längere Wartezeiten gab — die Verteilung ist rechtsschief.

0510152025303540Wartezeit (in min)MinQ₁MedQ₃Max
Wartezeiten an einem Serviceschalter (n = 60)
Nächster SchrittWeiter zu AFB IIZusammenhänge herstellen — zehn Aufgaben, die zwei Kennzahlen oder zwei Darstellungen verbinden.Zum NachschlagenZusammenfassung des KapitelsAlle Definitionen, Formeln und Kennzahlen von 6.1 bis 6.5 auf einer Seite.