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Übungen: Tabellen und Strichlisten

Zwanzig Aufgaben vom Lesen einer Strichliste bis zur Fehlersuche in fremden Auszählungen — mit sofortiger Rückmeldung und steigendem Anforderungsniveau.

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Ü

Übungsaufgaben

A1Die fünf Begriffe des AuszählensAFB I

Vervollständige die Beschreibung des Wegs von den Rohdaten zur fertigen Tabelle.

Ziehe die Bausteine an die richtige Stelle.

Die ungeordneten Rohdaten einer Erhebung heißen . Für die Tabelle schreibt man zuerst alle vorkommenden untereinander. Beim Auszählen wird jeder fünfte Strich quer gelegt, so entsteht ein . In die dritte Spalte kommt die . Zum Schluss prüft die , ob wirklich jeder Rohwert erfasst wurde.

Die Reihenfolge im Text ist auch die Reihenfolge der Arbeitsschritte.
A2Stimmt das so?AFB I

Fünf Aussagen über Strichlisten und Häufigkeitstabellen. Entscheide jeweils, ob sie zutreffen.

Richtig oder falsch?
Aussage 1 von 5

Zwei der fünf Aussagen sind falsch.
A3Die Arbeitsschritte in der richtigen ReihenfolgeAFB I

Die fünf Schritte vom Rohdatenzettel bis zur geprüften Tabelle sind durcheinandergeraten.

Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Die Urliste vollständig notieren — alle Rohdaten in der Reihenfolge der Erhebung.
2Alle vorkommenden Merkmalswerte bestimmen und als Zeilen in die Tabelle schreiben.
3Die Urliste einmal von vorn nach hinten durchgehen und pro Wert einen Strich setzen.
4Die Striche bündelweise zählen und die Anzahl in die dritte Spalte eintragen.
5Die Kontrollsumme bilden und mit der Anzahl der Rohdaten vergleichen.
Gezählt wird erst, wenn der letzte Rohwert einen Strich bekommen hat.
A4Bündel lesenAFB I

Eine Strichliste besteht aus drei vollständigen Fünferbündeln und zwei einzelnen Strichen daneben.

Wie groß ist die Anzahl, die diese Strichliste angibt?
Ein vollständiges Bündel steht für 5 Werte — rechne \(3\cdot 5\) und addiere den Rest.
A5Welche Strichliste ist gemeint?AFB II

Vier Strichlisten, vier Fragen. Jede Strichliste kommt genau einmal an die Reihe.

Klicke jeweils die passende Strichliste an — mit der Maus oder mit Tab und Enter.

ABCD
Zähle zuerst die vollständigen Bündel, dann die einzelnen Striche daneben.
A6Eissorten auszählenAFB II

In einer Klasse wurde nach der Lieblingseissorte gefragt. Die Urliste lautet: Schoko, Vanille, Erdbeere, Vanille, Nuss, Schoko, Vanille, Zitrone, Erdbeere, Vanille, Schoko, Nuss, Vanille, Erdbeere, Schoko, Vanille, Zitrone, Nuss, Erdbeere, Schoko.

Zähle jede Sorte aus und setze in jeder Zeile genau ein Kreuz — mit der Maus oder mit Tab, ←/→ und Enter.
EissorteAnzahl 2Anzahl 3Anzahl 4Anzahl 5Anzahl 6
Vanille
Schoko
Erdbeere
Zitrone
Nuss
Die fünf Anzahlen zusammen müssen die Kontrollsumme 20 ergeben — so viele Werte hat die Urliste.
A7Die fehlende AnzahlAFB II

Bei einer Umfrage wurden 25 Personen befragt. Beim Abtippen der Häufigkeitstabelle ist eine Anzahl verloren gegangen.

Häufigkeitstabelle mit Lücke (25 befragte Personen)
MerkmalswertAnzahl
14
27
3?
45
53
Wie groß ist die fehlende Anzahl beim Merkmalswert 3?
Die Kontrollsumme muss 25 ergeben — addiere zuerst die vier bekannten Anzahlen.
A8Schuhgrößen einordnenAFB II

Beim Sportfest wurden die Schuhgrößen von 20 Kindern notiert. Die Urliste lautet: 38, 37, 39, 36, 37, 41, 39, 38, 37, 40, 39, 37, 41, 38, 39, 36, 37, 40, 41, 39.

Zähle jede Größe aus und lege sie in den passenden Korb. Erst eine Karte anklicken, dann den Korb.
1kommt 2-mal vor
2kommt 3-mal vor
3kommt 5-mal vor
Jeder Korb nimmt genau zwei Größen auf — zusammen ergeben die Anzahlen wieder 20.
A9Lenas Auszählung prüfenAFB III

Lena hat 16 Würfe eines Vierseiters ausgezählt. In ihrer Notiz stecken zwei Fehler, die zusammenhängen.

Klicke die Zeilen an, in denen ein Fehler steckt.
Zähle selbst nach — die Kontrollsumme zeigt dir, dass etwas nicht stimmen kann.
A10Was verrät die Tabelle — und was nicht?AFB III

Eine Sport-AG hat ihre Mitglieder nach der Lieblingssportart gefragt und daraus eine Häufigkeitstabelle gebaut.

Lieblingssportart in der Sport-AG
SportartAnzahl
Fußball9
Schwimmen5
Handball4
Tennis2
Klettern5
Mehrere Aussagen sind richtig.
Drei Aussagen treffen zu. Prüfe bei jeder, ob sie wirklich aus der Tabelle folgt.
A11Von der Urliste zur HäufigkeitstabelleAFB I

Zähle die Urliste vollständig aus. Trage zu jedem Merkmalswert die absolute Häufigkeit und die relative Häufigkeit in Prozent ein — auf eine Nachkommastelle gerundet.

Urliste: „Wie viele Geschwister hast du?“ (30 Befragte)
2103124102
1321502132
1420123121
Alle zwölf Felder ausfüllen, dann prüfen. Die Kontrollsumme der linken Spalte muss 30 ergeben.
Merkmalswertabsolute Häufigkeitrelative Häufigkeit in %
Merkmalswert 0
Merkmalswert 1
Merkmalswert 2
Merkmalswert 3
Merkmalswert 4
Merkmalswert 5
Die absoluten Häufigkeiten sind 4, 10, 9, 4, 2 und 1 — zusammen 30 (Kontrollsumme ✓). Die relative Häufigkeit ist jeweils die Anzahl geteilt durch 30, mal 100: \(4:30\approx0{,}133\) also 13,3 %, \(10:30\approx0{,}333\) also 33,3 %. Die Prozentwerte ergeben zusammen 100 % (bis auf Rundung).
A12Auszählen mit dem Finger auf der UrlisteAFB I

Beim Auszählen geht man die Urliste genau einmal von vorn nach hinten durch. Markiere in jeder Runde alle Werte, auf die die Bedingung zutrifft — die Anzeige zählt für dich mit.

Klicke die passenden Werte an (nochmal klicken hebt die Markierung auf). Nach jeder richtigen Runde wird die Auswahl gelöscht.

Die drei Runden liefern \(h(3)=4\), \(h(4)+h(5)=3\) und \(h(0)+h(1)=14\). Achte auf die Sprache: „größer als 3“ ist etwas anderes als „mindestens 3“, „höchstens 1“ etwas anderes als „weniger als 1“.
A13Die Lücke in der TabelleAFB II

Eine zweite Erhebung unter 40 Personen: Die Noten einer Klassenarbeit wurden in einer Häufigkeitstabelle festgehalten. Eine Anzahl ist unleserlich geworden.

Note 1: 6  ·  Note 2: 14  ·  Note 3: ?  ·  Note 4: 8  ·  Note 5: 2

Vier Felder, dann alle auf einmal prüfen.

Die fehlende Anzahl bei Note 3 beträgt .

Die relative Häufigkeit der Note 2 ist %.

Die Noten 4 und 5 machen zusammen % aus.

Die Summe aller relativen Häufigkeiten ergibt als Dezimalzahl .

Die Kontrollsumme liefert die Lücke: \(40-(6+14+8+2)=10\). Danach ist alles Teil durch Ganzes: \(14:40=0{,}35\) und \((8+2):40=0{,}25\). Die relativen Häufigkeiten addieren sich immer zu 1 bzw. 100 % — das ist die zweite Kontrolle.
A14Vier Schritte durch die UrlisteAFB II

Zurück zur Geschwister-Urliste von oben. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.

Rechne die Kette Schritt für Schritt. Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet.
  1. Absolute Häufigkeit des Merkmalswerts 2Personen
  2. Seine relative Häufigkeit in Prozent%
  3. Anzahl der Personen mit mindestens 2 GeschwisternPersonen
  4. Deren Anteil in Prozent (eine Nachkommastelle)%
Es ist \(h(2)=9\), also \(9:30=0{,}3\). „Mindestens 2“ bedeutet 2, 3, 4 oder 5: \(9+4+2+1=16\), und \(16:30\approx0{,}533\). Wer nur \(h(2)\) nimmt, hat „mindestens“ mit „genau“ verwechselt.
A15Relative Häufigkeit als BruchAFB II

Gerundete Prozentwerte sind bequem, aber ungenau. Für den Merkmalswert 0 lässt sich die relative Häufigkeit exakt als Bruch angeben.

Gib die relative Häufigkeit des Merkmalswerts 0 als vollständig gekürzten Bruch an.
Vier von 30 Personen haben keine Geschwister: \(\tfrac{4}{30}=\tfrac{2}{15}\). Als Prozentsatz sind das \(13{,}\overline{3}\,\%\) — der Bruch ist die exakte Angabe, die Prozentzahl nur gerundet.
A16Zwei Klassen, zwei GruppengrößenAFB II

In Klasse A wählen 15 von 25 Personen Musik, in Klasse B sind es 22 von 40 Personen. Absolute Zahlen allein taugen hier nicht zum Vergleich.

Berechne die drei Größen. Prozentsätze ohne das Zeichen %.
In A: \(15:25=0{,}6\), in B: \(22:40=0{,}55\). Obwohl in B mehr Personen Musik wählen (22 gegen 15), ist der Anteil dort kleiner — genau deshalb rechnet man in Prozent um. Insgesamt sind es \(15+22=37\) Personen.
A17Welche Art von Merkmal?AFB II

Ein Ausblick auf das nächste Kapitel: Ein Merkmal heißt qualitativ, wenn seine Werte Kategorien sind (Farben, Namen). Es heißt quantitativ, wenn die Werte Zahlen sind — und zwar diskret, wenn man sie abzählt (0, 1, 2, …), und stetig, wenn man sie misst und jeder Zwischenwert möglich ist.

Ordne jede Karte einem Bereich zu. Mit der Tastatur: Enter wählt eine Karte aus, dann 1–3 für den Bereich, 0 legt sie zurück.
1 qualitativ
2 quantitativ, diskret
3 quantitativ, stetig
Die Grenze zwischen diskret und stetig liegt beim Messen: Zwischen 2 und 3 Geschwistern gibt es nichts, zwischen 2 und 3 Stunden aber unendlich viele Werte. Die Schuhgröße ist ein Sonderfall — sie ist eine Zahl, aber nur in festen Stufen erhältlich, also diskret.
A18Der AuswertungszettelAFB III

Jemand hat die Geschwister-Urliste ausgewertet und fünf Sätze notiert. Zwei davon stimmen nicht.

Markiere die falschen Zeilen — dann klappt ein Feld für die richtige Zahl auf.
Zeile 3: \(30:6=5\), nicht 6 — die Anzahl der Werte wird durch die Anzahl der Merkmalswerte geteilt. Zeile 4: Der häufigste Wert ist die 1 mit 10 Nennungen; die 9 gehört zum Merkmalswert 2. Zeile 5 stimmt: zweimal die 4 und einmal die 5.
A19Der Kontrollsatz zur TabelleAFB III

Noch einmal die Geschwister-Urliste. Wähle in jedem Menü den passenden Eintrag — mehrere Menüs hängen voneinander ab.

Öffne jedes Menü und wähle den passenden Eintrag.

Die Urliste enthält Werte, es treten verschiedene Merkmalswerte auf. Der Wert 3 kommt -mal vor, seine relative Häufigkeit beträgt .

Addiert man alle absoluten Häufigkeiten, muss herauskommen; addiert man alle relativen Häufigkeiten, ergibt sich . Vergleicht man zwei unterschiedlich große Gruppen, ist die Häufigkeit aussagekräftiger.

Die 30 ist der Stichprobenumfang, die 6 die Anzahl der verschiedenen Merkmalswerte (0 bis 5). \(h(3)=4\) und \(4:30\approx0{,}133\). Beide Kontrollsummen gehören zusammen: 30 bei den absoluten, 1 bzw. 100 % bei den relativen Häufigkeiten.
A20Beide Klassen zusammenAFB III

Noch einmal die beiden Klassen aus Aufgabe A16: 15 von 25 Personen in Klasse A und 22 von 40 Personen in Klasse B wählen Musik. Nun werden beide Klassen zu einer Gruppe zusammengefasst.

Wie viel Prozent der zusammengefassten Gruppe wählen Musik? Gib den Prozentsatz auf eine Nachkommastelle genau an, ohne das Zeichen %.
Zusammen sind es \(15+22=37\) von \(25+40=65\) Personen: \(37:65\approx0{,}569\), also 56,9 %. Der Mittelwert der beiden Prozentsätze \((60+55):2=57{,}5\) ist falsch — die größere Klasse zählt stärker. Relative Häufigkeiten darf man nur dann mitteln, wenn beide Gruppen gleich groß sind.