MINT lernen

Probeklausur

Vier Aufgaben auf Abiturniveau in 90 Minuten – mit Bewertungseinheiten, Notenschlüssel und vollständigem Erwartungshorizont.

Klausur VI – Beschreibende Statistik

Bearbeitungszeit
90 Minuten
Aufgaben
4 Aufgaben, 60 BE
Hilfsmittel
Wissenschaftlicher Taschenrechner, Formelsammlung, Lineal
Anforderungsbereiche
AFB I ≈ 30 %, AFB II ≈ 50 %, AFB III ≈ 20 %

Alle Lösungswege sind nachvollziehbar darzustellen. Ergebnisse sind mit Einheit anzugeben und, wo verlangt, im Sachzusammenhang zu deuten. Zeichnungen mit Lineal und Beschriftung. Die Erwartungshorizonte unter jeder Aufgabe erst nach Ablauf der Zeit öffnen.

90:00

Klausurzeit 90 Minuten

Aufgabenübersicht und Zeitplanung
Nr.ThemaSchwerpunktRichtzeitBE
1Pendelzeiten am MorgenGrundbegriffe, Häufigkeiten, Lagemaße, Repräsentativitätca. 20 min15
2Stromverbrauch von 40 HaushaltenHistogramm, Klassenmitten, Median-Klasseca. 22 min15
3Wer läuft die Staffel?Spannweite, Varianz, Standardabweichungca. 23 min15
4Vokabeltest in zwei KursenQuartile, Boxplot zeichnen und vergleichenca. 25 min15
Gesamt90 min60
1

Pendelzeiten am Morgen

AFB Ica. 20 min15 BE

An einem Gymnasium mit 900 Schülerinnen und Schülern möchte die Schülervertretung wissen, wie lange der Schulweg der Schülerschaft dauert. Weil eine Vollerhebung zu aufwendig ist, befragt eine Schülersprecherin in der ersten Stunde die 20 Anwesenden ihres eigenen Mathematikkurses nach der Dauer ihres Schulwegs \(t\) mit \([t] = \mathrm{min}\) (Material M1).

M1Schulwegdauer der 20 Befragten
Dauer des Schulwegs \(t\) in Minuten (in der Reihenfolge der Befragung)
Nr.12345678910
\(t\) in min15251040253020254510
Fortsetzung
Nr.11121314151617181920
\(t\) in min35252015302550203520
  1. Geben Sie Grundgesamtheit, Stichprobe und Merkmal dieser Erhebung an und nennen Sie den Merkmalstyp.2 BE
  2. Erstellen Sie eine Häufigkeitstabelle mit absoluten und relativen Häufigkeiten aller vorkommenden Schulwegdauern.4 BE
  3. Bestimmen Sie arithmetisches Mittel, Median und Modalwert der Schulwegdauer.4 BE
  4. Berechnen Sie den Anteil der Befragten, deren Schulweg länger als 30 Minuten dauert, und geben Sie ihn als Bruch, Dezimalzahl und in Prozent an.2 BE
  5. Beurteilen Sie, ob die Stichprobe repräsentativ für die gesamte Schülerschaft ist. Nennen Sie dabei zwei Gründe und schlagen Sie ein besseres Auswahlverfahren vor.3 BE
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)2 BE

Grundgesamtheit: alle 900 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums. Stichprobe: die 20 befragten Anwesenden des Mathematikkurses, \(n = 20\). Merkmal: Dauer des Schulwegs \(t\) in Minuten.

Merkmalstyp: quantitatives (metrisches) Merkmal – die Ausprägungen sind Zahlen mit Einheit, mit denen gerechnet werden kann.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)4 BE

Zunächst die Rangliste: \(10;\,10;\,15;\,15;\,20;\,20;\,20;\,20;\,25;\,25;\,25;\,25;\,25;\,30;\,30;\,35;\,35;\,40;\,45;\,50\). Relative Häufigkeit \(h = \dfrac{H}{n}\) mit \(n = 20\):

Häufigkeitstabelle der Schulwegdauer
\(t\) in min101520253035404550Summe
\(H(t)\)22452211120
\(h(t)\)0,10,10,20,250,10,10,050,050,051

Kontrolle: Die absoluten Häufigkeiten addieren sich zu 20, die relativen zu 1.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)4 BE

Arithmetisches Mittel: \(\bar t = \dfrac{1}{20}\sum t_i = \dfrac{520}{20} = 26\,\mathrm{min}\).

Median: \(n = 20\) ist gerade, also Mittel aus 10. und 11. Wert der Rangliste: \(t_{\mathrm{Med}} = \dfrac{25+25}{2} = 25\,\mathrm{min}\).

Modalwert: Der Wert 25 min kommt mit \(H = 5\) am häufigsten vor, also \(t_{\mathrm{Mod}} = 25\,\mathrm{min}\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)2 BE

Länger als 30 min: \(35;\,35;\,40;\,45;\,50\), also 5 Befragte. Anteil \(h = \dfrac{5}{20} = \dfrac{1}{4} = 0{,}25 = 25\,\%\).

(Der Wert 30 min selbst zählt nicht, weil „länger als 30 Minuten“ gefordert ist.)

Erwartungshorizont zu Aufgabe e)3 BE

Die Stichprobe ist nicht repräsentativ. Mögliche Gründe: (1) Es wurde nur ein einziger Kurs einer Jahrgangsstufe befragt – jüngere Jahrgänge, die z. B. häufiger in Schulnähe wohnen oder gebracht werden, fehlen ganz. (2) Die Auswahl erfolgte nach Bequemlichkeit (eigener Kurs, nur Anwesende) und nicht zufällig; wer wegen eines langen Schulwegs zu spät kommt, fehlt in der ersten Stunde systematisch. (3) \(n = 20\) von 900 ist zudem sehr klein.

Besseres Verfahren: eine Zufallsstichprobe aus der Schülerliste aller 900 (z. B. jede zehnte Person einer zufällig geordneten Liste) oder eine geschichtete Stichprobe, die aus jeder Jahrgangsstufe anteilig zufällig auswählt.

2

Stromverbrauch von 40 Haushalten

AFB IIca. 22 min15 BE

Ein Energieversorger wertet den Jahresstromverbrauch \(E\) mit \([E] = \mathrm{kWh}\) von \(n = 40\) zufällig ausgewählten Haushalten einer Kleinstadt aus. Die Einzelwerte liegen nicht mehr vor; erhalten ist nur das Histogramm mit fünf gleich breiten Klassen (Material M2). Die Klassen sind links abgeschlossen und rechts offen, etwa \([2000;\,3000)\).

M2Histogramm des Jahresstromverbrauchs
03691215100020003000400050006000Jahresstromverbrauch E in kWhAnzahl der Haushalte

Klassenbreite \(b = 1000\,\mathrm{kWh}\); jede feine Gitterlinie entspricht einem Haushalt.

  1. Lesen Sie die absoluten Häufigkeiten der fünf Klassen ab und erstellen Sie eine Tabelle mit Klassen, Klassenmitten, absoluten und relativen Häufigkeiten.4 BE
  2. Berechnen Sie mithilfe der Klassenmitten einen Näherungswert für das arithmetische Mittel des Jahresstromverbrauchs.4 BE
  3. Bestimmen Sie die Klasse, in der der Median liegt, und begründen Sie Ihre Antwort.3 BE
  4. Erläutern Sie, warum der in b) berechnete Wert nur ein Näherungswert ist, und bestimmen Sie, in welchem Bereich das tatsächliche arithmetische Mittel der 40 Haushalte liegen muss.4 BE
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)4 BE

Ablesen an den Gitterlinien:

Klasseneinteilung des Jahresstromverbrauchs, \(n = 40\)
Klasse in kWhKlassenmitte \(m_j\)\(H_j\)\(h_j\)
[1000;\,2000)150060,15
[2000;\,3000)2500150,375
[3000;\,4000)3500110,275
[4000;\,5000)450050,125
[5000;\,6000)550030,075
Summe–401

Kontrolle: \(6+15+11+5+3 = 40\) und \(0{,}15+0{,}375+0{,}275+0{,}125+0{,}075 = 1\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)4 BE

Jeder Haushalt einer Klasse wird durch die Klassenmitte ersetzt:

\(\bar E \approx \dfrac{1}{40}\sum_j m_j \cdot H_j = \dfrac{1500\cdot 6 + 2500\cdot 15 + 3500\cdot 11 + 4500\cdot 5 + 5500\cdot 3}{40}\)

\(= \dfrac{9000 + 37500 + 38500 + 22500 + 16500}{40} = \dfrac{124000}{40} = 3100\,\mathrm{kWh}\).

Der mittlere Jahresverbrauch beträgt näherungsweise 3100 kWh.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)3 BE

Bei \(n = 40\) ist der Median das Mittel aus dem 20. und 21. Wert der Rangliste. Kumulierte Häufigkeiten: Nach der ersten Klasse sind 6 Haushalte erfasst, nach der zweiten \(6 + 15 = 21\).

Der 20. und der 21. Wert liegen also beide in der Klasse \([2000;\,3000)\) – dort liegt der Median. Anders als beim arithmetischen Mittel kann sein genauer Wert aus dem Histogramm nicht bestimmt werden.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)4 BE

Die Einzelwerte sind unbekannt; die Klassenmitte ist nur eine Annahme über die Lage der Werte innerhalb der Klasse. Liegen die Werte innerhalb einer Klasse überwiegend am linken oder rechten Rand, weicht das echte Mittel ab.

Kleinstmöglicher Wert (alle Werte an der linken Klassengrenze): \(\bar E_{\min} = \dfrac{1000\cdot 6 + 2000\cdot 15 + 3000\cdot 11 + 4000\cdot 5 + 5000\cdot 3}{40} = \dfrac{104000}{40} = 2600\,\mathrm{kWh}\).

Größtmöglicher Wert (alle Werte knapp unter der rechten Grenze): \(\bar E_{\max} < \dfrac{144000}{40} = 3600\,\mathrm{kWh}\).

Das tatsächliche Mittel liegt also im Bereich \(2600\,\mathrm{kWh} \le \bar E < 3600\,\mathrm{kWh}\), d. h. höchstens 500 kWh vom Näherungswert 3100 kWh entfernt.

3

Wer läuft die Staffel?

AFB IIca. 23 min15 BE

Ein Leichtathletiktrainer muss für die 4 × 100-m-Staffel entscheiden, welcher von zwei Läufern die Schlussposition übernimmt. Beide sind in den letzten Wochen je acht Trainingsläufe über 100 m gelaufen. Betrachtet wird die Laufzeit \(t\) mit \([t] = \mathrm{s}\) (Material M3).

M3Trainingszeiten über 100 m
Laufzeit \(t\) in s, je \(n = 8\) Läufe
Lauf12345678
Läufer A11,411,611,211,811,511,311,711,5
Läufer B11,911,011,512,210,911,611,311,6
  1. Berechnen Sie für beide Läufer das arithmetische Mittel und die Spannweite der Laufzeiten.3 BE
  2. Berechnen Sie die empirische Varianz und die empirische Standardabweichung der Laufzeiten von Läufer A. Für Läufer B gilt \(s_B \approx 0{,}41\,\mathrm{s}\).4 BE
  3. Vergleichen Sie die beiden Läufer anhand der Kennzahlen aus a) und b) und entscheiden Sie begründet, wen der Trainer aufstellen sollte, wenn ihm eine verlässliche Zeit wichtiger ist als eine mögliche Bestzeit.3 BE
  4. Läufer A absolviert einen neunten Trainingslauf. Danach beträgt sein arithmetisches Mittel \(11{,}52\,\mathrm{s}\). Berechnen Sie die Zeit des neunten Laufs.3 BE
  5. Nachträglich stellt sich heraus, dass die Stoppuhr bei allen acht Läufen von Läufer B um 0,2 s zu viel angezeigt hat. Begründen Sie ohne erneute Rechnung, wie sich Mittelwert, Spannweite und Standardabweichung von Läufer B durch die Korrektur ändern.2 BE
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)3 BE

Läufer A: \(\bar t_A = \dfrac{92{,}0}{8} = 11{,}5\,\mathrm{s}\); Spannweite \(Sw_A = 11{,}8 - 11{,}2 = 0{,}6\,\mathrm{s}\).

Läufer B: \(\bar t_B = \dfrac{92{,}0}{8} = 11{,}5\,\mathrm{s}\); Spannweite \(Sw_B = 12{,}2 - 10{,}9 = 1{,}3\,\mathrm{s}\).

Beide haben also denselben Mittelwert, B streut deutlich weiter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)4 BE

Abweichungen vom Mittelwert \(\bar t_A = 11{,}5\,\mathrm{s}\):

Abweichungen von Läufer A, \(\bar t_A = 11{,}5\,\mathrm{s}\)
Lauf12345678
\(t_i\) in s11,411,611,211,811,511,311,711,5
\(t_i-\bar t\) in s-0,10,1-0,30,30-0,20,20
\((t_i-\bar t)^2\) in s²01010909004040

Summe der Abweichungsquadrate: \(0{,}01+0{,}01+0{,}09+0{,}09+0+0{,}04+0{,}04+0 = 0{,}28\,\mathrm{s^2}\).

Varianz: \(s_A^2 = \dfrac{1}{8}\sum (t_i-\bar t)^2 = \dfrac{0{,}28}{8} = 0{,}035\,\mathrm{s^2}\).

Standardabweichung: \(s_A = \sqrt{0{,}035\,\mathrm{s^2}} \approx 0{,}19\,\mathrm{s}\).

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)3 BE

Lage: Beide Läufer sind im Mittel gleich schnell (\(11{,}5\,\mathrm{s}\)). Streuung: Läufer A streut mit \(Sw_A = 0{,}6\,\mathrm{s}\) und \(s_A \approx 0{,}19\,\mathrm{s}\) deutlich weniger als Läufer B mit \(Sw_B = 1{,}3\,\mathrm{s}\) und \(s_B \approx 0{,}41\,\mathrm{s}\); B liefert zwar die Bestzeit (10,9 s), aber auch den langsamsten Lauf (12,2 s).

Entscheidung: Für eine verlässliche Zeit sollte der Trainer Läufer A aufstellen – seine Zeiten liegen alle im engen Bereich von 11,2 s bis 11,8 s, bei gleichem Mittelwert ist die geringere Standardabweichung das ausschlaggebende Kriterium.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)3 BE

Aus \(\bar t = \dfrac{1}{n}\sum t_i\) folgt \(\sum t_i = n\cdot\bar t\). Mit neun Läufen: \(\sum t_i = 9 \cdot 11{,}52\,\mathrm{s} = 103{,}68\,\mathrm{s}\).

Die Summe der ersten acht Läufe beträgt \(92{,}0\,\mathrm{s}\), also \(t_9 = 103{,}68\,\mathrm{s} - 92{,}0\,\mathrm{s} = 11{,}68\,\mathrm{s}\).

Der neunte Lauf war mit 11,68 s langsamer als der bisherige Durchschnitt – deshalb ist das Mittel gestiegen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe e)2 BE

Alle acht Werte werden um 0,2 s kleiner. Das arithmetische Mittel sinkt ebenfalls um 0,2 s auf \(\bar t_B = 11{,}3\,\mathrm{s}\), denn die Summe verringert sich um \(8\cdot 0{,}2\,\mathrm{s}\) und wird durch 8 geteilt.

Spannweite und Standardabweichung bleiben unverändert: Die Spannweite ist die Differenz zweier Werte, die sich beide gleich verschieben; die Standardabweichung misst die Abweichungen \(t_i - \bar t\), und Werte wie Mittelwert verschieben sich um denselben Betrag, sodass alle Abweichungen gleich bleiben.

4

Vokabeltest in zwei Kursen

AFB IIIca. 25 min15 BE

Zwei Englischkurse der Jahrgangsstufe 11 schreiben denselben Vokabeltest mit maximal 50 Punkten. Für Kurs A liegen die Einzelergebnisse der 12 Teilnehmenden vor (Material M4); für Kurs B mit 14 Teilnehmenden wurde bereits ein Boxplot erstellt (Material M5).

M4Ergebnisse von Kurs A
Punktzahl \(P\) im Vokabeltest, \(n = 12\)
Nr.123456789101112
Punkte314427384135224639332936
M5Boxplot von Kurs B und leere Zeile für Kurs A
Kurs BKurs Ahier zeichnen05101520253035404550Punktzahl P im Vokabeltest

Der rote Strich markiert den Median. Die Zeile „Kurs A“ ist für Teilaufgabe b) vorgesehen.

  1. Bestimmen Sie die Fünf-Punkte-Zusammenfassung der Ergebnisse von Kurs A.4 BE
  2. Zeichnen Sie den Boxplot von Kurs A auf derselben Achse unter den Boxplot von Kurs B (Material M5 auf das Lösungsblatt übertragen).3 BE
  3. Vergleichen Sie die beiden Kurse hinsichtlich Lage und Streuung der Ergebnisse. Gehen Sie dabei auf Median, Quartilsabstand und Spannweite ein.4 BE
  4. Beurteilen Sie die beiden folgenden Aussagen. (i) „In Kurs B haben mindestens 7 Teilnehmende 33 Punkte oder mehr erreicht.“ (ii) „Aus dem Boxplot von Kurs A kann man ablesen, dass das arithmetische Mittel der Punktzahlen 35,5 beträgt.“4 BE
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)4 BE

Rangliste: \(22;\,27;\,29;\,31;\,33;\,35;\,36;\,38;\,39;\,41;\,44;\,46\).

\(n = 12\) ist gerade: \(P_{\mathrm{Med}} = \dfrac{35+36}{2} = 35{,}5\). Untere Hälfte \(22;\,27;\,29;\,31;\,33;\,35\): \(Q_1 = \dfrac{29+31}{2} = 30\). Obere Hälfte \(36;\,38;\,39;\,41;\,44;\,46\): \(Q_3 = \dfrac{39+41}{2} = 40\).

Fünf-Punkte-Zusammenfassung von Kurs A: Minimum 22 · \(Q_1 = 30\) · Median 35,5 · \(Q_3 = 40\) · Maximum 46.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)3 BE

Box von 30 bis 40, Medianstrich bei 35,5, Antennen bis 22 und 46:

Kurs BKurs A05101520253035404550Punktzahl P im Vokabeltest

Erwartet werden: korrekt beschriftete Achse, Box von \(Q_1\) bis \(Q_3\), Medianstrich, Antennen bis Minimum und Maximum.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)4 BE

Lage: Der Median von Kurs A (35,5) liegt über dem von Kurs B (33); auch \(Q_1\) (30 gegenüber 24) und \(Q_3\) (40 gegenüber 42, hier B knapp höher) zeigen: Die mittlere Hälfte von Kurs A liegt insgesamt etwas höher, typische Ergebnisse sind in Kurs A besser.

Streuung: Quartilsabstand \(Q_3 - Q_1\): Kurs A \(40 - 30 = 10\), Kurs B \(42 - 24 = 18\). Spannweite: Kurs A \(46 - 22 = 24\), Kurs B \(50 - 15 = 35\). Kurs B streut nach beiden Maßen deutlich stärker – er enthält sowohl das schwächste (15) als auch das beste Ergebnis (50).

Fazit: Kurs A ist leistungshomogener und im Mittel leicht besser; Kurs B ist heterogener mit größeren Ausreißern nach oben und unten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)4 BE

(i) Richtig. Der Median von Kurs B ist 33; nach Definition liegt mindestens die Hälfte der 14 Werte bei 33 oder darüber, also mindestens 7 Teilnehmende. (Es können auch mehr sein, falls mehrere Personen genau 33 Punkte haben.)

(ii) Falsch. Der Wert 35,5 ist der Median, nicht das arithmetische Mittel. Aus einem Boxplot lässt sich das arithmetische Mittel grundsätzlich nicht ablesen, weil er nur Minimum, Quartile, Median und Maximum enthält. Tatsächlich gilt für Kurs A \(\bar P = \dfrac{421}{12} \approx 35{,}1\) – der Mittelwert liegt wegen der eher tiefen Werte 22 und 27 etwas unter dem Median.

★

Bewertung und Selbsteinschätzung

Zählen Sie nach dem Vergleich mit den Erwartungshorizonten Ihre erreichten Bewertungseinheiten zusammen und lesen Sie die Note ab. Bei Teilaufgaben mit mehreren Bestandteilen gibt es Teilpunkte für jeden richtigen Schritt, auch wenn das Endergebnis falsch ist (Folgefehler werden nicht doppelt gewertet).

Notenschlüssel (60 BE = 100 %)
Punkte1514131211109876543210
ab … %959085807570656055504540332720<20
ab … BE5754514845423936333027242017120

Nach der KlausurTypische FehlerZehn Stolperstellen aus Kapitel 6 – vergleichen Sie mit Ihren eigenen Fehlern. Zum NachschlagenZusammenfassung des KapitelsAlle Definitionen, Formeln und Kennzahlen von 6.1 bis 6.5 auf einer Seite.