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Übungen: Der Rettungsschwimmer

Zwanzig Aufgaben zur kürzesten Rettungszeit — von der Zeitformel über die Wurzelgleichung bis zur eigenen Variante mit tieferem Wasser.

Zum NachschlagenZurück zur ErklärungDie Rettungsaufgabe mit allen sieben Schritten und dem Zeitgraphen noch einmal nachlesen.
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Übungsaufgaben

Zwanzig Aufgaben zur schnellsten Rettung — von der Zeitrechnung für eine einzelne Strategie über die Wurzelgleichung bis zu eigenen Varianten mit anderer Wassertiefe. Ein Taschenrechner gehört hier auf den Tisch.

A1Eine Strategie durchrechnenAFB II

Der Rettungsschwimmer springt bei \(x=30\;\text{m}\) ins Wasser. Er läuft mit \(10\,\tfrac{\text{m}}{\text{s}}\) und schwimmt mit \(5\,\tfrac{\text{m}}{\text{s}}\). Rechne die Gesamtzeit Schritt für Schritt aus.

Jeder richtige Schritt schaltet den nächsten frei. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
  1. Wie lang ist der Laufweg \(s_1=100-x\)?m
  2. Wie lang ist der Schwimmweg \(s_2=\sqrt{x^{2}+2500}\)? (zwei Nachkommastellen)m
  3. Wie lange dauert das Laufen, \(t_1=\dfrac{s_1}{10}\)?s
  4. Wie lange dauert das Schwimmen, \(t_2=\dfrac{s_2}{5}\)? (zwei Nachkommastellen)s
  5. Wie groß ist die Gesamtzeit? (zwei Nachkommastellen)s
Mit 18,66 s liegt diese Strategie schon sehr nahe am Optimum — die beste Stelle ist \(x\approx 28{,}87\;\text{m}\) mit 18,660 s. Rund um das Minimum ist die Kurve eben sehr flach.
A2Der direkte WegAFB II

Wie lange bräuchte er, wenn er sofort losschwimmt und die volle Diagonale zurücklegt? Runde auf zwei Nachkommastellen.

Das entspricht \(x=100\): kein Laufweg, dafür der längste Schwimmweg.
\(s_2=\sqrt{100^{2}+50^{2}}=\sqrt{12500}\approx 111{,}80\;\text{m}\), also \(t=\dfrac{111{,}80}{5}\approx 22{,}36\;\text{s}\). Der kürzeste Weg ist hier eindeutig nicht der schnellste.
A3Das Schema am StrandAFB I

Bringe die Arbeitsschritte in die richtige Reihenfolge — mit den konkreten Inhalten dieser Aufgabe.

Ziehe die Zeilen oder verschiebe sie mit den Pfeil-Buttons.
1Die Gesamtzeit \(t_{\text{ges}}\) soll minimal werden.
2Formel notieren: \(t_{\text{ges}}=\dfrac{s_1}{v_1}+\dfrac{s_2}{v_2}\).
3Nebeninformationen: \(s_1=100-x\) und \(s_2=\sqrt{x^{2}+2500}\).
4Einsetzen: \(t(x)=\dfrac{100-x}{10}+\dfrac{\sqrt{x^{2}+2500}}{5}\).
5Definitionsbereich notieren: \(0\le x\le 100\).
6\(t'(x)=0\) lösen und das Minimum bestätigen.
7Antwortsatz: rund 29 m vor der Person ins Wasser, Zeit etwa 18,7 s.
Der Schwimmweg ist die Hypotenuse im rechtwinkligen Dreieck mit den Katheten \(x\) und 50 m — deshalb steht in Schritt 3 der Satz des Pythagoras.
A4Die Zielfunktion aufstellenAFB II

Setze die beiden Strecken und die beiden Geschwindigkeiten in \(t=\dfrac{s_1}{v_1}+\dfrac{s_2}{v_2}\) ein und gib \(t(x)\) ein.

Schreibweise: (100-x)/10+sqrt(x^2+2500)/5. Die Wurzel schreibst du als sqrt(...).
Weiter zusammenfassen lässt sich hier nichts — die Wurzel bleibt stehen. Der erste Summand fällt mit wachsendem \(x\), der zweite wächst; genau deshalb hat die Summe dazwischen ein Minimum.
A5Fünf EinstiegsstellenAFB II

Berechne die Gesamtzeit \(t(x)=\dfrac{100-x}{10}+\dfrac{\sqrt{x^{2}+2500}}{5}\) für fünf Stellen, jeweils auf zwei Nachkommastellen.

Fülle alle Felder aus und prüfe dann. Taschenrechner benutzen.
Einstiegsstelle \(x\) in mGesamtzeit \(t(x)\) in s
\(x=0\)
\(x=20\)
\(x=28{,}87\)
\(x=50\)
\(x=100\)
Zwischen \(x=20\) und \(x=50\) ändert sich die Zeit nur um wenige Zehntelsekunden — die Kurve ist um das Minimum herum sehr flach. Erst an den Rändern wird es deutlich teurer.
A6Die Wurzelgleichung lösenAFB II

Aus \(t'(x)=0\) folgt \(2x=\sqrt{x^{2}+2500}\). Löse diese Gleichung Feld für Feld.

Fülle alle Felder aus und prüfe auf einmal. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.

Beide Seiten quadrieren: \(4x^{2}=x^{2}+\) .

Zusammenfassen: \(\,x^{2}=2500\).

Durch den Koeffizienten teilen: \(x^{2}=\) .

Wurzel ziehen (nur die positive Lösung): \(x\approx\) \(\;\text{m}\).

Der Laufweg beträgt damit \(100-x\approx\) \(\;\text{m}\).

Quadrieren ist hier erlaubt, weil beide Seiten für \(x\ge 0\) nicht negativ sind. Exakt ist \(x=\dfrac{50}{\sqrt{3}}\approx 28{,}87\); die negative Lösung liegt außerhalb des Definitionsbereichs.
A7Stimmt das so?AFB I

Sechs Aussagen zur Rettungsaufgabe. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startet die Serie neu.

Aussagen nacheinander. Bei einem Fehler beginnt die Serie von vorn.
Aussage 1 von 6

Der häufigste Denkfehler steckt in Aussage 2: Bei zwei verschiedenen Geschwindigkeiten sind gleich lange Strecken eben nicht gleich viel wert.
A8Welcher Term gehört wohin?AFB II

Ordne die Terme der Aufgabe dem passenden Korb zu.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke die Ziffer des Korbs.
1gehört zum Laufen
2gehört zum Schwimmen
3ist eine Zeit
Die 50 m Wassertiefe und die Strecke \(x\) sind die beiden Katheten des Schwimmdreiecks. Erst das Teilen durch eine Geschwindigkeit macht aus einer Strecke eine Zeit — daran erkennt man die dritte Gruppe.
A9Vier Ableitungen prüfenAFB III

Klicke jede falsche Zeile an und trage die richtige Ableitung ein. Die Kettenregel wird gebraucht.

Klicke eine Zeile an, wenn du sie für falsch hältst — dann klappt ein Eingabefeld auf. Schreibweise: x/sqrt(x^2+2500).
Bei der Wurzel gilt \(\left(\sqrt{u}\right)'=\dfrac{u'}{2\sqrt{u}}\). Mit \(u'=2x\) kürzt sich die 2 weg, es bleibt \(\dfrac{x}{\sqrt{u}}\). In Zeile 2 fehlt die innere Ableitung, in Zeile 4 wurde multipliziert statt dividiert.
A10Was folgt aus der Rechnung?AFB II

Welche Aussagen treffen zu? Mehrere Antworten sind richtig.

Markiere alle zutreffenden Aussagen und prüfe dann.
Die Mitte läge bei \(x=50\) und käme auf 19,14 s. Das Optimum liegt bei 28,87 m — also deutlich näher an der Person.
A11Drei Strategien im VergleichAFB II

Kreuze in jeder Zeile an, zu welcher Strategie die Angabe gehört.

Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz und prüfe am Ende die ganze Tabelle.
Aussagesofort losschwimmenganzen Strand laufenoptimaler Weg
Gesamtzeit rund 22,4 s
Gesamtzeit genau 20 s
Gesamtzeit rund 18,7 s
Schwimmweg 50 m
Laufweg rund 71 m
Es wird gar nicht gelaufen.
Beide Extremwege sind schlechter als etwas dazwischen — genau das macht die Aufgabe zu einer Extremwertaufgabe. Der volle Strandweg ist mit 20 s immerhin besser als der direkte Schwimmweg.
A12Fehler in Ninas LösungAFB II

Nina rechnet mit einer Wassertiefe von 40 m statt 50 m. In ihrem Weg stecken zwei Fehler — klicke genau die falschen Zeilen an.

Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Der zweite Fehler hätte auffallen müssen: Ein Ergebnis außerhalb des Definitionsbereichs ist immer ein Warnsignal. Mit 40 m Tiefe lautet die richtige Lösung \(x=\dfrac{40}{\sqrt{3}}\approx 23{,}09\;\text{m}\).
A13Tieferes WasserAFB III

Die Person ist diesmal 60 m ins Wasser hinaus und weiterhin 100 m am Strand entlang entfernt. Die Geschwindigkeiten bleiben \(10\,\tfrac{\text{m}}{\text{s}}\) und \(5\,\tfrac{\text{m}}{\text{s}}\). Berechne alles neu.

Der Rechenweg ist derselbe — nur die 50 wird zur 60. Enter prüft.
Aus \(2x=\sqrt{x^{2}+3600}\) folgt \(3x^{2}=3600\), also \(x=\dfrac{60}{\sqrt{3}}\approx 34{,}64\). Allgemein gilt bei doppelter Laufgeschwindigkeit \(x=\dfrac{d}{\sqrt{3}}\) — die optimale Stelle wächst proportional zur Wassertiefe.
A14Stelle und Zeit verbindenAFB III

Verbinde jede Einstiegsstelle mit der zugehörigen Gesamtzeit. Rechne die Werte aus, geraten wird hier nichts.

A15Der AntwortsatzAFB II

Setze aus den Bausteinen den vollständigen Antwortsatz zusammen. Zwei Bausteine gehören nicht dazu.

Ein Klick legt den Baustein auf den nächsten freien Platz, ein Klick im Bauplan legt ihn zurück.
Zum Antwortsatz gehören die Stelle und die zugehörige Zeit, jeweils mit Einheit. 18,7 ist eine Zeit in Sekunden, keine Strecke.
A16Wie viel bringt das Rechnen?AFB III

Wie viele Sekunden spart der optimale Weg gegenüber dem direkten Schwimmweg? Runde auf zwei Nachkommastellen.

Beide Zeiten hast du bereits berechnet — jetzt fehlt nur noch die Differenz.
\(22{,}36\;\text{s}-18{,}66\;\text{s}=3{,}70\;\text{s}\). Gegenüber dem vollen Strandweg sind es nur \(20{,}00-18{,}66=1{,}34\;\text{s}\) — in einem Notfall zählt aber jede Sekunde.
A17Wie sichere ich das Minimum ab?AFB III

In der Klausur muss das Minimum begründet werden. Beantworte die Fragen des Baums nacheinander.

Fall: \(t'(x)=-\dfrac{1}{10}+\dfrac{x}{5\sqrt{x^{2}+2500}}\). Die zweite Ableitung wäre hier sehr aufwendig, Probestellen sind dagegen leicht einzusetzen.

    Genau so ist die Musterlösung aufgebaut: \(t'(20)\approx -0{,}026<0\) und \(t'(40)\approx 0{,}025>0\) — Vorzeichenwechsel von minus nach plus, also ein Tiefpunkt. Der GTR liefert dieselben Werte in Sekunden.
    A18Der FeinschliffAFB II

    Wähle in jedem Menü den passenden Eintrag.

    Öffne jedes Menü und wähle den passenden Eintrag. Am Ende alles auf einmal prüfen.

    Zielgröße ist , denn danach fragt die Aufgabe.

    Der Definitionsbereich ist , weil \(x\) eine Strecke am Strand ist.

    Beim Quadrieren der Gleichung \(2x=\sqrt{x^{2}+2500}\) entsteht , weil beide Seiten für \(x\ge 0\) nicht negativ sind.

    Verdoppelt man die Wassertiefe, so .

    Aus \(3x^{2}=d^{2}\) folgt \(x=\dfrac{d}{\sqrt{3}}\): Die optimale Stelle ist proportional zur Wassertiefe \(d\). Bei 50 m sind es 28,87 m, bei 100 m schon 57,74 m.
    A19Gleich schnell im WasserAFB III

    Angenommen, er schwimmt genauso schnell, wie er läuft (beides \(10\,\tfrac{\text{m}}{\text{s}}\)). Bestimme die optimale Einstiegsstelle und stelle sie auf dem Regler ein.

    Minimiert wird dann die reine Strecke \((100-x)+\sqrt{x^{2}+2500}\). Überlege, welcher Weg zwischen zwei Punkten der kürzeste ist.
    050.0100
    Die Ableitung \(-1+\dfrac{x}{\sqrt{x^{2}+2500}}\) ist für jedes \(x\) negativ, denn \(x<\sqrt{x^{2}+2500}\). Die Zeit fällt also bis zum Rand: \(x=100\) — er schwimmt die gerade Strecke direkt zur Person. Ohne Geschwindigkeitsunterschied gibt es keinen Umweg, der sich lohnt.
    A20Szene für Szene: das Kabel zum LeuchtturmAFB III

    Ein Kabel soll von einem Verteilerkasten am Ufer zu einem Leuchtturm 30 m draußen im Wasser gelegt werden; der Kasten liegt 80 m am Ufer entfernt. An Land kostet der Meter 20 Euro, im Wasser 40 Euro. Entscheide in jeder Szene.

    Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
      Das Kostenverhältnis 20 : 40 wirkt genauso wie das Geschwindigkeitsverhältnis 10 : 5. Deshalb steht am Ende wieder \(x=\dfrac{d}{\sqrt{3}}\) — nur mit \(d=30\;\text{m}\).