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Übungen: Datenschutz und DSGVO

Zehn Übungen zu personenbezogenen Daten, DSGVO-Grundsätzen und Betroffenenrechten.

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Übungsaufgaben

Zehn Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; wenn du hängst, helfen dir die zwei gestuften Tipps.

A1
Personenbezogen oder nicht?
AFB I

Gib alle Angaben an, die personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO sind.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Personenbezogen ist, was sich einer Person zuordnen lässt — auch über Umwege wie Kennzeichen oder IP-Adresse. Gesamtzahlen ohne Personenbezug gehören nicht dazu.
Frage: Lässt sich die Angabe einer Person zuordnen?Warum? Auch „bestimmbar“ reicht — der Name muss nicht dabeistehen.
Hilfe: Frage: Könnte jemand mit Zusatzwissen herausfinden, um wen es geht?
A2
Stimmt's? — DSGVO
AFB I

Fünf Aussagen zur Datenschutz-Grundverordnung. Ordne jede als richtig oder falsch ein.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Zweckbindung, Widerrufbarkeit und Betroffenenrechte sind der Kern der DSGVO.
Frage: Wofür dürfen Daten verwendet werden?Warum? Der Zweck wird beim Erheben festgelegt.
Hilfe: Zweckbindung, Auskunftsrecht, Widerruf; pseudonym ist nicht anonym.
A3
Lückentext: Grundsätze
AFB I

Nenne die passenden Grundsätze aus Art. 5 DSGVO — einer bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Daten für die Fahrschulanmeldung dürfen nicht für Werbung genutzt werden: . Es werden nur die Angaben erhoben, die wirklich nötig sind: . Nach Ende der Ausbildung werden die Daten gelöscht: . Falsche Adressen werden korrigiert: . Die Betroffenen erfahren verständlich, was mit ihren Daten geschieht: .

Gewinnmaximierung ist kein Grundsatz der DSGVO — eher der Grund, warum es sie braucht.
Frage: Was verlangt „so wenig wie möglich“?Warum? Jeder Grundsatz beantwortet eine Frage: wofür, wie viel, wie lange, wie genau, wie offen?
Hilfe: wofür → Zweckbindung, wie viel → Datenminimierung, wie lange → Speicherbegrenzung.
A4
Welches Recht ist das?
AFB I

Ordne jede Situation dem passenden Betroffenenrecht zu.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Auskunft (Art. 15)
2Löschung (Art. 17)
3Berichtigung (Art. 16)
Wer wissen will, fragt (Auskunft); wer etwas weghaben will, löscht; wer Falsches korrigieren will, berichtigt.
Frage: Was will die Person erreichen?Warum? Wissen, entfernen oder korrigieren?
Hilfe: Wissen → Auskunft, weg → Löschung, falsch → Berichtigung.
A5
Wie viele sind zu viel?
AFB I

Ein Schul-Messenger fragt bei der Anmeldung: Name, Klasse, Geburtsdatum, Handynummer, Wohnadresse, Religion, Lieblingsband. Bestimme, wie viele Angaben für den Zweck „Nachrichten innerhalb der Schule“ nicht nötig sind, wenn Name und Klasse reichen.

Überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Geburtsdatum, Handynummer, Wohnadresse, Religion und Lieblingsband sind für schulinterne Nachrichten nicht erforderlich — Religion ist sogar besonders geschützt.
Frage: Welche Angaben braucht der Zweck?Warum? Datenminimierung: nur das Nötige.
Hilfe: Zähle alle Angaben außer Name und Klasse.
A6
Eine App datenschutzfreundlich planen
AFB II

Stelle die Schritte dar, mit denen ein Entwicklerteam eine Hausaufgaben-App datenschutzfreundlich plant.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Zweck festlegen: Hausaufgaben verteilen und abgeben.
2Nur nötige Attribute in die Tabellen aufnehmen.
3Rechtsgrundlage klären, z. B. Einwilligung oder Schulgesetz.
4Nutzer verständlich informieren (Datenschutzerklärung).
5Löschfristen einrichten, z. B. Ende des Schuljahres.
Der Zweck steht am Anfang — alles andere (welche Daten, wie lange) richtet sich nach ihm.
Frage: Woran messen sich alle anderen Entscheidungen?Warum? Ohne Zweck weiß man nicht, welche Daten nötig sind.
Hilfe: Zweck → Daten → Rechtsgrundlage → Information → Löschung.
A7
Pseudonymisieren
AFB II

Eine Schule gibt Testergebnisse von 240 Schülerinnen und Schülern an eine Uni. Die Namen werden durch Codes ersetzt, die Zuordnungsliste bleibt in der Schule. Ermittle die Antworten (1 = ja, 0 = nein).

Löse die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie viele Zeilen hat die Zuordnungsliste? Zeilen
  2. Sind die Daten bei der Uni anonym? (1/0)
  3. Gilt die DSGVO für die Daten weiterhin? (1/0)
  4. Wie viele Personen kann die Uni ohne die Liste direkt beim Namen nennen? Personen
Pseudonymisierte Daten bleiben personenbezogen, weil die Schule die Codes jederzeit auflösen kann.
Frage: Wer kann den Code auflösen?Warum? Solange irgendwo eine Zuordnung existiert, ist die Person bestimmbar.
Hilfe: Eine Zeile pro Person in der Liste; pseudonym ≠ anonym.
A8
Begriff und Beispiel
AFB II

Erläutere die Begriffe, indem du jedem das passende Beispiel zuordnest.

Frage: Welches Beispiel hat gar keinen Personenbezug mehr?Warum? Bei anonymen Daten gibt es keine Rückführung.
Hilfe: Selbstbestimmung = eigene Entscheidung; Pseudonym = Code mit Liste; anonym = nur Gesamtwerte.
A9
Datenschutzerklärung im Check
AFB III

Sechs Sätze aus der Datenschutzerklärung einer Vereins-App. Überprüfe sie — drei widersprechen der DSGVO.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Achte auf die Signalwörter „automatisch“, „unbegrenzt“ und „jeder Zweck“ — sie deuten fast immer auf einen Verstoß hin.
Frage: Welche Grundsätze stecken in jedem Satz?Warum? Zweckbindung, Speicherbegrenzung und freiwillige Einwilligung.
Hilfe: Prüfe: wofür, wie lange, mit welcher Einwilligung?
A10
Datensammeln abwägen
AFB III

Bewerte, wie stark jede Datensammlung in die informationelle Selbstbestimmung eingreift.

Wähle für jede Zeile eine Stufe: 1 = kaum, 2 = gering, 3 = mittel, 4 = stark, 5 = sehr stark. Mit der Tastatur: Tab zur Zeile, ←/→ zwischen den Stufen, Enter setzt.
1 = kaum5 = sehr stark
Eine Mensa zählt täglich, wie viele Essen ausgegeben werden.
Die Schule speichert Name und Klasse für den Stundenplan.
Eine Lern-App speichert, wann und wie lange jemand übt.
Ein Fitnessarmband überträgt Puls und Schlafdaten an den Hersteller.
Ein Messenger liest mit, um Werbung passend zum Chatinhalt einzublenden.
Je genauer, dauerhafter und intimer die Daten sind — und je weniger sie mit dem eigentlichen Zweck zu tun haben —, desto stärker der Eingriff. Gesundheitsdaten sind besonders geschützt.
Frage: Wie persönlich sind die Daten?Warum? Gesundheit und private Kommunikation sind besonders sensibel.
Hilfe: Kriterien: Personenbezug, Sensibilität, Dauer, Zweckbezug.