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Zusammenfassung

Codieren, komprimieren, übertragen — das ganze Kapitel auf einen Blick.

1

Daten codieren und komprimieren

Codes fester Länge übersetzen Zeichen und Farben in Bits; Lauflänge fasst Wiederholungen zusammen, das Verhältnis \(k\) misst den Gewinn.

Code fester Länge

Mit \(n\) Bit gibt es \(2^{n}\) Codewörter; für \(N\) Zeichen das kleinste \(n\) mit \(2^{n}\ge N\). ASCII: 7 Bit, gespeichert in 1 Byte.

\(2^{n}\ge N\)

Rastergrafik

RGB: drei Kanäle zu je 8 Bit, Hexcode #RRGGBB. Speicher = Pixel mal Farbtiefe.

\(S=B\cdot H\cdot\text{Farbtiefe}\)

Lauflänge

Jeder Lauf wird ein Anzahl-Wert-Paar: WWWWSSSW → 4W 3S 1W. Mit \(k\) Bit höchstens \(2^{k}-1\) Wiederholungen.

\(L=\text{Läufe}\cdot\text{Bits je Paar}\)

Kompressionsverhältnis

Komprimiert durch original, gleiche Einheit. Über 100 %: die Datei ist gewachsen.

\(k=\tfrac{S_{\text{komp}}}{S_{\text{orig}}}\), Einsparung \(1-k\)
Speicherbedarf einer Rastergrafik
\(S=\text{Breite}\cdot\text{Höhe}\cdot\text{Farbtiefe}\)

Ergebnis in Bit; durch 8 für Byte. Beispiel: \(800\cdot600\cdot24\) Bit \(=1{,}44\) MB.

Bit und Byte

Formeln liefern Bit, Dateien werden in Byte angegeben. Faktor 8 nie vergessen.

2

Huffman-Codierung

Häufige Zeichen bekommen kurze, seltene lange Codewörter — ohne Trennzeichen eindeutig lesbar.

Baum bauen

Immer die zwei kleinsten Häufigkeiten zusammenfassen; neue Knoten zählen mit. Die Wurzel trägt die Textlänge.

kleinste + zweitkleinste

Codewörter

Weg von der Wurzel zum Blatt, links 0, rechts 1. Gleichstände dürfen frei entschieden werden.

Tiefe = Codewortlänge

Präfixfrei

Kein Codewort ist Anfang eines anderen, weil alle Zeichen in Blättern stehen.

eindeutig decodierbar

Decodieren

Bit für Bit durch den Baum; im Blatt Zeichen notieren und zurück zur Wurzel.

nach jedem Blatt: Wurzel
Länge der Huffman-Codierung
\(L=\sum h(z)\cdot l(z)\), \(\bar l=\tfrac{L}{n}\)

Beispiel ANANASBANANE: 24 Bit statt 36 Bit mit 3-Bit-Code. Die Codetabelle kommt bei der Übertragung dazu.

Verfahren wählen

Lauflänge bei langen Läufen, Huffman bei ungleichen Häufigkeiten. Kein verlustfreies Verfahren verkürzt jede Datei.

3

Daten übertragen

Sender, Kanal und Empfänger brauchen eine gemeinsame Vereinbarung — das Protokoll regelt Format, Bedeutung und Ablauf.

Kommunikationsmodell

Sender codiert, Kanal transportiert, Empfänger decodiert. Störungen kippen oder verschlucken Bits.

Sender → Kanal → Empfänger

Protokoll

Syntax (Format), Semantik (Bedeutung), Ablauf (Reihenfolge, Fehlerreaktion).

z. B. #nr;daten$

Pakete

Lange Nachrichten zerlegen; Kopf mit Nummer und Länge. Die Nummer stellt die Reihenfolge wieder her.

Kopf + Nutzdaten

Stop-and-Wait

Senden, auf ACK mit Nummer warten; Timeout → erneut senden. Duplikate verwerfen, aber quittieren.

ACKnr
Übertragungsdauer
\(t=\dfrac{\text{Datenmenge}}{\text{Datenrate}}\)

Datenrate in bit/s: 25 MB = 200 Mbit, bei 50 Mbit/s also 4 s.

Regel 1 — Einheiten

Erst alle Größen in dieselbe Einheit bringen (Bit/Byte, KB/MB), dann rechnen.

Regel 2 — Sonderfälle prüfen

Leere Nachricht, Sonderzeichen in den Daten, verlorenes Paket, verlorene Quittung: Ein Entwurf ist erst gut, wenn er diese Fälle behandelt.

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