Daten codieren und komprimieren
Codes fester Länge übersetzen Zeichen und Farben in Bits; Lauflänge fasst Wiederholungen zusammen, das Verhältnis \(k\) misst den Gewinn.
Code fester Länge
Mit \(n\) Bit gibt es \(2^{n}\) Codewörter; für \(N\) Zeichen das kleinste \(n\) mit \(2^{n}\ge N\). ASCII: 7 Bit, gespeichert in 1 Byte.
Rastergrafik
RGB: drei Kanäle zu je 8 Bit, Hexcode #RRGGBB. Speicher = Pixel mal Farbtiefe.
Lauflänge
Jeder Lauf wird ein Anzahl-Wert-Paar: WWWWSSSW → 4W 3S 1W. Mit \(k\) Bit höchstens \(2^{k}-1\) Wiederholungen.
Kompressionsverhältnis
Komprimiert durch original, gleiche Einheit. Über 100 %: die Datei ist gewachsen.
Ergebnis in Bit; durch 8 für Byte. Beispiel: \(800\cdot600\cdot24\) Bit \(=1{,}44\) MB.
Bit und Byte
Formeln liefern Bit, Dateien werden in Byte angegeben. Faktor 8 nie vergessen.
Huffman-Codierung
Häufige Zeichen bekommen kurze, seltene lange Codewörter — ohne Trennzeichen eindeutig lesbar.
Baum bauen
Immer die zwei kleinsten Häufigkeiten zusammenfassen; neue Knoten zählen mit. Die Wurzel trägt die Textlänge.
Codewörter
Weg von der Wurzel zum Blatt, links 0, rechts 1. Gleichstände dürfen frei entschieden werden.
Präfixfrei
Kein Codewort ist Anfang eines anderen, weil alle Zeichen in Blättern stehen.
Decodieren
Bit für Bit durch den Baum; im Blatt Zeichen notieren und zurück zur Wurzel.
Beispiel ANANASBANANE: 24 Bit statt 36 Bit mit 3-Bit-Code. Die Codetabelle kommt bei der Übertragung dazu.
Verfahren wählen
Lauflänge bei langen Läufen, Huffman bei ungleichen Häufigkeiten. Kein verlustfreies Verfahren verkürzt jede Datei.
Daten übertragen
Sender, Kanal und Empfänger brauchen eine gemeinsame Vereinbarung — das Protokoll regelt Format, Bedeutung und Ablauf.
Kommunikationsmodell
Sender codiert, Kanal transportiert, Empfänger decodiert. Störungen kippen oder verschlucken Bits.
Protokoll
Syntax (Format), Semantik (Bedeutung), Ablauf (Reihenfolge, Fehlerreaktion).
#nr;daten$Pakete
Lange Nachrichten zerlegen; Kopf mit Nummer und Länge. Die Nummer stellt die Reihenfolge wieder her.
Stop-and-Wait
Senden, auf ACK mit Nummer warten; Timeout → erneut senden. Duplikate verwerfen, aber quittieren.
ACKnrDatenrate in bit/s: 25 MB = 200 Mbit, bei 50 Mbit/s also 4 s.
Regel 1 — Einheiten
Erst alle Größen in dieselbe Einheit bringen (Bit/Byte, KB/MB), dann rechnen.
Regel 2 — Sonderfälle prüfen
Leere Nachricht, Sonderzeichen in den Daten, verlorenes Paket, verlorene Quittung: Ein Entwurf ist erst gut, wenn er diese Fälle behandelt.
