MINT lernen

Übungen: Vom ER-Modell zum Schema

Zehn Übungen zum Überführen von ER-Diagrammen in Relationenschemata — Regeln, Fremdschlüssel und Kontrolle.

Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1

Übungsaufgaben

Zehn Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; wenn du hängst, helfen dir die zwei gestuften Tipps.

A1
Wie viele Tabellen?
AFB I

Ein Reisebüro hat das folgende ER-Diagramm entworfen. Gib an, wie viele Tabellen das zugehörige Relationenschema hat.

Material: ER-Diagramm Reisebüro (gilt für alle Aufgaben)
nmn11nKundeReiseHotelbuchtfuehrtZuempfiehltKundenNrNameBuchungsdatumReiseNrZielPreisHotelNrNameSterne
Überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Drei Entitätstypen (Kunde, Reise, Hotel) plus eine n:m-Beziehung (bucht) ergeben 4 Tabellen. fuehrtZu (n:1) und empfiehlt (rekursiv 1:n) werden zu Fremdschlüsseln.
Frage: Welche Beziehungstypen bekommen eine eigene Tabelle?Warum? Nur n:m braucht eine Verbindungstabelle.
Hilfe: Entitätstypen zählen + n:m-Rauten zählen.
A2
Welche Regel greift?
AFB I

Ordne jeden Beziehungstyp der Regel zu, nach der er ins Schema überführt wird.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Fremdschlüssel in einer vorhandenen Tabelle
2eigene Tabelle
Sobald eine Seite höchstens einen Partner hat (1:n, 1:1, auch rekursiv), reicht ein Fremdschlüssel. Nur n:m braucht eine eigene Tabelle.
Frage: Hat eine der beiden Seiten höchstens einen Partner?Warum? Dann passt der Partner in eine Spalte.
Hilfe: Nur bei „viele — viele“ entsteht eine neue Tabelle.
A3
Lückentext: Überführungsregeln
AFB I

Nenne die fehlenden Begriffe — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Jeder Entitätstyp wird eine , sein Schlüsselattribut wird . Bei einer 1:n-Beziehung wandert der Schlüssel der 1-Seite als Fremdschlüssel auf die . Eine n:m-Beziehung bekommt eine Tabelle, deren beide Fremdschlüssel den Primärschlüssel bilden.

Der Fremdschlüssel steht nie auf der 1-Seite: Dort hätte eine Zeile viele Partner, also viele Werte in einer Zelle.
Frage: Wo hat jede Zeile höchstens einen Partner?Warum? Dort passt ein einzelner Fremdschlüsselwert.
Hilfe: Tabelle – Primärschlüssel – n-Seite – eigene – zusammen.
A4
Das Schema vervollständigen
AFB II

Erstelle das Relationenschema zum Reisebüro-Diagramm, indem du die Lücken füllst.

Wähle in jedem Menü den passenden Eintrag und prüfe dann alle auf einmal.
Kunde(KundenNr, Name, )
Reise(ReiseNr, Ziel, Preis, )
Hotel(HotelNr, Name, Sterne)
bucht(, )
Reise ist die n-Seite von fuehrtZu und bekommt ↑HotelNr; Hotel bekommt nichts. Die rekursive 1:n-Beziehung empfiehlt wird ↑EmpfohlenVonNr in Kunde. bucht ist n:m: beide Fremdschlüssel zusammen sind Primärschlüssel, das Buchungsdatum kommt dazu.
Frage: Welche Tabelle ist bei fuehrtZu die n-Seite?Warum? Der Fremdschlüssel steht dort, wo es höchstens einen Partner gibt.
Hilfe: Eine Reise führt zu einem Hotel → ↑HotelNr in Reise. Hotel bleibt ohne Fremdschlüssel.
A5
Warum eine eigene Tabelle?
AFB II

Timo will bucht als Spalte ↑ReiseNr in der Tabelle Kunde speichern. Begründe, warum das nicht geht — wähle alle zutreffenden Argumente.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Eine n:m-Beziehung passt in keine der beiden Entitätstabellen, ohne dass Werte fehlen oder Zeilen doppelt entstehen.
Frage: Was passiert, wenn Ada zwei Reisen bucht?Warum? Eine Zelle, ein Wert.
Hilfe: Denke an die Zelle, an doppelte Zeilen und an das Buchungsdatum.
A6
Der Überführungsalgorithmus
AFB II

Stelle das Vorgehen beim Überführen eines ER-Diagramms in der richtigen Reihenfolge dar.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Für jeden Entitätstyp eine Tabelle mit seinen Attributen anlegen, Schlüssel unterstreichen.
2Für jede 1:n-Beziehung den Schlüssel der 1-Seite als ↑ in die n-Tabelle schreiben.
3Für jede 1:1-Beziehung eine Seite wählen und dort den Fremdschlüssel ergänzen.
4Für jede n:m-Beziehung eine neue Tabelle aus beiden Fremdschlüsseln anlegen.
5Beziehungsattribute dorthin schreiben, wo die Beziehung gelandet ist.
6Kontrolle: Tabellenzahl = Entitätstypen + n:m-Beziehungen.
Die Reihenfolge der drei Beziehungsregeln ist nicht zwingend — wichtig ist, dass die Entitätstabellen zuerst stehen und die Beziehungsattribute zuletzt verteilt werden.
Frage: Wohin kann ein Fremdschlüssel wandern, solange es noch keine Tabellen gibt?Warum? Beziehungen verweisen auf vorhandene Tabellen.
Hilfe: Erst Tabellen, dann 1:n, 1:1, n:m, dann Attribute der Beziehungen, dann prüfen.
A7
ER-Ausschnitt und Schema
AFB II

Erkläre die Überführung, indem du jedem ER-Ausschnitt das passende Schema zuordnest.

Frage: Wo steht bei jedem Ausschnitt der Fremdschlüssel?Warum? Er landet auf der Seite mit höchstens einem Partner.
Hilfe: Suche das n:m-Beispiel zuerst — nur dort gibt es eine Tabelle mit zwei unterstrichenen ↑.
A8
Schema mit Fehlern
AFB III Mix

Mia hat das Reisebüro-Diagramm überführt und kommentiert ihr Ergebnis. Überprüfe ihre Aussagen — drei sind falsch.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Die SQL-Zeile (aus 6.3.3) ist richtig: Der Verbund folgt genau dem Fremdschlüssel ↑HotelNr, den die Überführung erzeugt hat.
Frage: Wo steht bei fuehrtZu die 1?Warum? Der Fremdschlüssel wandert von der 1-Seite weg.
Hilfe: Prüfe auch: Ist empfiehlt n:m? Wovon hängt das Buchungsdatum ab?
A9
Tabellen zählen im Großen
AFB III Trick

Ein ER-Diagramm hat 5 Entitätstypen sowie 3 Beziehungstypen 1:n, 2 Beziehungstypen 1:1 und 2 Beziehungstypen n:m (einer davon rekursiv). Bestimme die Anzahl der Tabellen.

Überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Nur Entitätstypen und n:m-Beziehungen werden Tabellen: 5 + 2 = 7. Eine rekursive n:m-Beziehung braucht ebenfalls eine eigene Tabelle (mit zwei Fremdschlüsseln auf dieselbe Tabelle).
Frage: Welche Beziehungen erzeugen eine Tabelle?Warum? Nicht jede Raute wird eine Tabelle.
Hilfe: Zähle 1:n und 1:1 gar nicht mit; die rekursive n:m zählt mit.
A10
Alternativen beurteilen
AFB III

Beurteile die vorgeschlagenen Umsetzungen.

Wähle für jede Zeile eine Stufe: 1 = ungeeignet, 5 = sehr gut. Mit der Tastatur: Tab zur Zeile, ←/→ zwischen den Stufen, Enter setzt.
1 = ungeeignet5 = sehr gut
fuehrtZu als ↑HotelNr in Reise.
bucht als ↑ReiseNr in Kunde.
Buchungsdatum als Attribut von Kunde.
Klassenleitung (Lehrkraft 1 — 1 Klasse) als ↑LehrerNr in Klasse.
Klassenleitung als ↑KlassenNr in Lehrkraft, obwohl die meisten Lehrkräfte keine Klasse leiten.
Bei 1:1 sind beide Richtungen korrekt; der Fremdschlüssel in Lehrkraft wäre aber meist NULL. Eine Stufe Abweichung gilt als richtig.
Frage: Welche Umsetzungen verlieren Information?Warum? n:m in einer Spalte verliert Partner.
Hilfe: Bei 1:1 entscheidet, wo weniger NULL-Werte entstehen.