Die Überführungsregeln
- Entitätstyp:wird eine eigene Tabelle; Attribute werden Spalten, das Schlüsselattribut wird Primärschlüssel.
- 1:n:keine neue Tabelle: der Primärschlüssel der 1-Seite wandert als Fremdschlüssel (↑) in die Tabelle der n-Seite; Beziehungsattribute wandern mit.
- n:m:eigene Tabelle für den Beziehungstyp: beide Primärschlüssel als Fremdschlüssel, zusammen Primärschlüssel; Beziehungsattribute kommen dazu.
- 1:1:Fremdschlüssel in eine der beiden Tabellen — am besten dort, wo er fast nie leer (NULL) bleibt.
- Rekursiv:der Fremdschlüssel verweist auf dieselbe Tabelle und bekommt einen sprechenden Namen (↑PartnerNr).
Ziehe den Griff unter der Zeichnung nach rechts (oder bewege ihn mit den Pfeiltasten): Das ER-Diagramm wickelt sich Schritt für Schritt zu Tabellen ab. Beobachte, wohin die Schlüssel wandern — und wann eine neue Tabelle entsteht. ▶ spielt das Abwickeln ab, „Beispiele“ wechselt das Modell.
Halte fest: Jeder Entitätstyp wird eine Tabelle. Eine 1:n-Raute verschwindet — ihr Schlüssel wandert zur n-Seite. Nur eine n:m-Raute wickelt sich zu einer eigenen Tabelle ab.
Überführungsregeln: Entitätstyp → Tabelle; 1:n → Fremdschlüssel auf der n-Seite; 1:1 → Fremdschlüssel auf einer Seite; n:m → eigene Tabelle aus beiden Fremdschlüsseln (zusammen Primärschlüssel) plus Beziehungsattributen.
Das Schema aufschreiben
- Kurzschreibweise:Tabelle (Primärschlüssel, Attribut, ↑Fremdschlüssel) — wie in den Ergänzenden Hinweisen.
- Namen:ein Fremdschlüssel heißt wie der Primärschlüssel, auf den er zeigt; bei rekursiven oder doppelten Beziehungen ein sprechender Name.
- Zusammengesetzt:in n:m-Tabellen sind beide ↑-Attribute unterstrichen.
- Kontrolle:Anzahl Tabellen = Entitätstypen + n:m-Beziehungstypen.
Herleitung:
Mannschaft(Bezeichnung, Liga)
Mitglied(MitgliedNr, Name, Geburtsjahr)
Mannschaft(Bezeichnung, Liga, Kuerzel, seitSaison)
Mitglied(MitgliedNr, Name, Geburtsjahr, Bezeichnung, PartnerNr)
Kontrolle: Anzahl der Tabellen = Entitätstypen + n:m-Beziehungstypen; jede 1:n- und 1:1-Beziehung erscheint als genau ein Fremdschlüssel.
Allgemeine Hinweise
Fremdschlüssel auf die n-Seite
Stünde ↑MitgliedNr in Mannschaft, bräuchte eine Mannschaft viele Werte in einer Zelle — nicht atomar. Der Fremdschlüssel gehört zu der Seite, die höchstens einen Partner hat.
n:m nie als einzelner Fremdschlüssel
Ein Fremdschlüssel speichert genau einen Partner. Bei n:m fehlen dann Beziehungen oder es entstehen doppelte Zeilen — n:m braucht immer eine eigene Tabelle.
Beziehungsattribute wandern mit
Sie landen dort, wo die Beziehung landet: bei 1:n in der Tabelle der n-Seite, bei n:m in der neuen Verbindungstabelle.
