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Vom ER-Modell zum Schema

Aus Rechtecken werden Tabellen, aus Rauten Fremdschlüssel — oder eine ganz neue Tabelle. Welche Regel entscheidet?

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Die Überführungsregeln

  • Entitätstyp:wird eine eigene Tabelle; Attribute werden Spalten, das Schlüsselattribut wird Primärschlüssel.
  • 1:n:keine neue Tabelle: der Primärschlüssel der 1-Seite wandert als Fremdschlüssel (↑) in die Tabelle der n-Seite; Beziehungsattribute wandern mit.
  • n:m:eigene Tabelle für den Beziehungstyp: beide Primärschlüssel als Fremdschlüssel, zusammen Primärschlüssel; Beziehungsattribute kommen dazu.
  • 1:1:Fremdschlüssel in eine der beiden Tabellen — am besten dort, wo er fast nie leer (NULL) bleibt.
  • Rekursiv:der Fremdschlüssel verweist auf dieselbe Tabelle und bekommt einen sprechenden Namen (↑PartnerNr).

Ziehe den Griff unter der Zeichnung nach rechts (oder bewege ihn mit den Pfeiltasten): Das ER-Diagramm wickelt sich Schritt für Schritt zu Tabellen ab. Beobachte, wohin die Schlüssel wandern — und wann eine neue Tabelle entsteht. ▶ spielt das Abwickeln ab, „Beispiele“ wechselt das Modell.

Das Diagramm abwickeln

Beispiel 1 von 3

Halte fest: Jeder Entitätstyp wird eine Tabelle. Eine 1:n-Raute verschwindet — ihr Schlüssel wandert zur n-Seite. Nur eine n:m-Raute wickelt sich zu einer eigenen Tabelle ab.

Merke

Überführungsregeln: Entitätstyp → Tabelle; 1:n → Fremdschlüssel auf der n-Seite; 1:1 → Fremdschlüssel auf einer Seite; n:m → eigene Tabelle aus beiden Fremdschlüsseln (zusammen Primärschlüssel) plus Beziehungsattributen.

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Das Schema aufschreiben

  • Kurzschreibweise:Tabelle (Primär­schlüssel, Attribut, ↑Fremd­schlüssel) — wie in den Ergänzenden Hinweisen.
  • Namen:ein Fremdschlüssel heißt wie der Primärschlüssel, auf den er zeigt; bei rekursiven oder doppelten Beziehungen ein sprechender Name.
  • Zusammengesetzt:in n:m-Tabellen sind beide ↑-Attribute unterstrichen.
  • Kontrolle:Anzahl Tabellen = Entitätstypen + n:m-Beziehungstypen.

Herleitung:

Trainer(Kuerzel, Name)
Mannschaft(Bezeichnung, Liga)
Mitglied(MitgliedNr, Name, Geburtsjahr)
je Entitätstyp
Drei Entitätstypen aus dem Tennisverein (6.2.1) — drei Tabellen mit ihren Schlüsseln.
Mannschaft(Bezeichnung, Liga, Kuerzel, seitSaison)
1:n trainiert
Die 1-Seite ist Trainer: ↑Kuerzel wandert zu Mannschaft, das Beziehungsattribut seitSaison gleich mit.
Mitglied(MitgliedNr, Name, Geburtsjahr, Bezeichnung)
1:n spieltIn
Jedes Mitglied hat höchstens eine Mannschaft — also bekommt Mitglied den Fremdschlüssel.
Trainer(Kuerzel, Name)
Mannschaft(Bezeichnung, Liga, Kuerzel, seitSaison)
Mitglied(MitgliedNr, Name, Geburtsjahr, Bezeichnung, PartnerNr)
Ergebnis
Die rekursive 1:1-Beziehung istPartnerVon wird ein Fremdschlüssel ↑PartnerNr auf dieselbe Tabelle. Keine n:m-Beziehung — also drei Tabellen.
Merke

Kontrolle: Anzahl der Tabellen = Entitätstypen + n:m-Beziehungstypen; jede 1:n- und 1:1-Beziehung erscheint als genau ein Fremdschlüssel.

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Allgemeine Hinweise

Fremdschlüssel auf die n-Seite

Stünde ↑MitgliedNr in Mannschaft, bräuchte eine Mannschaft viele Werte in einer Zelle — nicht atomar. Der Fremdschlüssel gehört zu der Seite, die höchstens einen Partner hat.

n:m nie als einzelner Fremdschlüssel

Ein Fremdschlüssel speichert genau einen Partner. Bei n:m fehlen dann Beziehungen oder es entstehen doppelte Zeilen — n:m braucht immer eine eigene Tabelle.

Beziehungsattribute wandern mit

Sie landen dort, wo die Beziehung landet: bei 1:n in der Tabelle der n-Seite, bei n:m in der neuen Verbindungstabelle.

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