Kurse in der Oberstufe
AFB I–IIDie Oberstufenverwaltung einer Schule hat das ER-Diagramm in Material 1 entworfen. Mit istMentorVon wird festgehalten, welche erfahrene Lehrkraft eine neue Lehrkraft begleitet.
- Stellen Sie das zugehörige Relationenschema in Kurzschreibweise dar. 8 BE
- Erläutern Sie, wie die rekursive Beziehung
istMentorVonumgesetzt wird. 3 BE - Implementieren Sie eine SQL-Abfrage, die Titel und Raumnummer aller Kurse ausgibt, die von der Lehrkraft mit dem Namen Weber geleitet werden. 4 BE
Insgesamt 15 BE
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Schueler(SchuelerNr, Name)
Kurs(KursNr, Titel, RaumNr, Kuerzel)
Raum(RaumNr, Plaetze)
Lehrkraft(Kuerzel, Name, MentorKuerzel)
belegt(SchuelerNr, KursNr, Note)
Je Tabelle 1 BE, Fremdschlüssel in Kurs 2 BE, zusammengesetzter Schlüssel in belegt 1 BE.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Die 1 steht bei der Mentor-Rolle: Jede Lehrkraft hat höchstens einen Mentor. Deshalb erhält Lehrkraft einen Fremdschlüssel auf die eigene Tabelle, der einen sprechenden Namen braucht (↑MentorKuerzel), weil der Name Kuerzel schon Primärschlüssel ist. Lehrkräfte ohne Mentor haben dort NULL.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
SELECT Kurs.Titel, Kurs.RaumNr
FROM Kurs, Lehrkraft
WHERE Kurs.Kuerzel = Lehrkraft.Kuerzel
AND Lehrkraft.Name = 'Weber';Tabelle Raum wird nicht gebraucht, da die RaumNr als Fremdschlüssel in Kurs steht (Verbund mit Raum ist ebenfalls korrekt).
Rückwärts: vom Schema zum Modell
AFB II–IIIEin Museum nutzt bereits eine Datenbank mit folgendem Schema:
Kuenstler(KuenstlerNr, Name, Geburtsjahr)
Werk(WerkNr, Titel, Jahr, KuenstlerNr, SaalNr)
Saal(SaalNr, Etage)
Ausstellung(AusstNr, Titel, Beginn)
zeigt(AusstNr, WerkNr, Leihgeber)
- Entwickeln Sie das ER-Diagramm, aus dem dieses Schema entstanden sein kann. 7 BE
- Ein Praktikant hat
zeigtursprünglich als Fremdschlüssel ↑AusstNr in der Tabelle Werk umgesetzt. Beurteilen diese Umsetzung. 4 BE - Künftig soll ein Werk auch von mehreren Künstlern gemeinsam geschaffen werden können. Verändern Sie das Schema entsprechend. 4 BE
Insgesamt 15 BE
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Beispiellösung:
Vier Entitätstypen mit Schlüsseln (2 BE), schafft 1:n und haengtIn n:1 aus den Fremdschlüsseln in Werk (2 BE), zeigt als n:m mit Leihgeber an der Raute (3 BE).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Mit ↑AusstNr in Werk könnte jedes Werk nur in einer Ausstellung gezeigt werden — frühere oder parallele Ausstellungen gingen verloren oder das Werk müsste doppelt gespeichert werden (Redundanz, Anomalien). Auch der Leihgeber je Ausstellung hätte keinen Platz. Die Umsetzung ist daher ungeeignet, sobald Werke mehrfach ausgestellt werden.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
↑KuenstlerNr wird aus Werk entfernt; neue Tabelle schafft(KuenstlerNr, WerkNr) (ggf. mit Attribut Anteil/Rolle).
