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Übungen: ER-Diagramme interpretieren

Zehn Übungen zum Lesen und Deuten von ER-Diagrammen — Notation, Kardinalitäten und Grenzen des Modells.

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Übungsaufgaben

Zehn Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; wenn du hängst, helfen dir die zwei gestuften Tipps.

A1
Schlüssel im Zoo
AFB I

Ein Zoo plant eine Datenbank und hat dazu das folgende ER-Diagramm erstellt. Gib alle Schlüsselattribute an.

Material: ER-Diagramm eines Zoos (gilt für alle Aufgaben)
nm1n1nTierpflegerGehegeTierversorgtlebtInistMutterVonPflegerNrNameWochentagGehegeNrFlaecheTierNrNameArt
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Schlüsselattribute erkennst du am unterstrichenen Namen in der Ellipse. Wochentag hängt an einer Raute — Beziehungstypen haben in dieser Notation keine eigenen Schlüssel.
Frage: Woran erkennt man ein Schlüsselattribut?Warum? Die Notation markiert es besonders.
Hilfe: Suche die Ellipsen mit unterstrichenem Text — je Entitätstyp eine.
A2
Stimmt's? — Zoo-Diagramm
AFB I

Lies aus dem Zoo-Diagramm ab, ob die Aussagen stimmen.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Ablesen heißt: immer zuerst prüfen, an welcher Kante die Zahl steht — sie gehört zum Partner, nach dessen Anzahl gefragt ist.
Frage: Bei welchem Rechteck steht die Zahl?Warum? Die Zahl begrenzt die Anzahl der Partner auf dieser Seite.
Hilfe: Für „ein Tier … wie viele Gehege?“ zählt die Zahl an der Kante bei Gehege.
A3
Lückentext: Notation
AFB I

Nenne die passenden Fachbegriffe — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Ein Rechteck stellt einen dar, eine Raute einen und eine Ellipse ein . Ist der Text in der Ellipse unterstrichen, handelt es sich um ein . Die Angaben 1, n und m an den Kanten heißen .

Fremdschlüssel kommen im ER-Diagramm nicht vor — sie entstehen erst beim Überführen in das Relationenschema (6.2.3).
Frage: Welche Form gehört zu welchem Begriff?Warum? Rechteck, Raute und Ellipse haben feste Bedeutungen.
Hilfe: Rechteck = Dinge, Raute = Verb, Ellipse = Eigenschaft.
A4
Welche Kardinalität?
AFB II

Ordne jeden Sachverhalt der passenden Kardinalität zu.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
11:1
21:n
3n:m
Stelle immer beide Fragen: „Ein A — wie viele B höchstens?“ und „Ein B — wie viele A höchstens?“. Zweimal „eins“ ergibt 1:1, einmal „viele“ 1:n, zweimal „viele“ n:m.
Frage: Was ergibt die Frage in die andere Richtung?Warum? Eine Kardinalität hat immer zwei Seiten.
Hilfe: Zähle, wie oft „viele“ als Antwort kommt: 0-mal, 1-mal oder 2-mal.
A5
Diagramm in Worten
AFB II

Beschreibe die Teile des Zoo-Diagramms in Worten, indem du jedem Teil den passenden Satz zuordnest.

Frage: Welcher Satz nennt zwei Mal „viele“?Warum? Nur n:m hat auf beiden Seiten viele Partner.
Hilfe: Beginne mit dem Schlüssel und dem Beziehungsattribut — sie sind am leichtesten zu erkennen.
A6
So liest man ein ER-Diagramm
AFB II

Stelle die Schritte dar, mit denen du ein unbekanntes ER-Diagramm systematisch interpretierst.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Rechtecke suchen und die Entitätstypen benennen.
2Ellipsen den Rechtecken zuordnen und die Schlüsselattribute markieren.
3Rauten lesen: Welche Entitätstypen verbindet jeder Beziehungstyp?
4Je Raute zwei Sätze „Ein A … höchstens … B“ bilden.
5Beziehungsattribute deuten: Was wird erst durch die Beziehung gespeichert?
Erst die Dinge, dann ihre Eigenschaften, dann die Zusammenhänge — und zum Schluss das, was nur an der Beziehung hängt.
Frage: Was braucht man, bevor man eine Raute lesen kann?Warum? Beziehungen verbinden Entitätstypen.
Hilfe: Rechtecke → Ellipsen → Rauten → Kardinalitäten → Beziehungsattribute.
A7
Wie viele Gehege?
AFB II Trick

Der Zoo hat 12 Gehege, 40 Tiere und 9 Pflegerinnen und Pfleger. Bestimme, in wie vielen Gehegen ein einzelnes Tier laut Diagramm höchstens gleichzeitig leben kann.

Überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Die Anzahlen 12, 40 und 9 spielen keine Rolle: Die Kardinalität 1 an der Kante bei Gehege begrenzt jedes Tier auf höchstens ein Gehege.
Frage: Welche Zahl im Diagramm betrifft ein einzelnes Tier?Warum? Kardinalitäten sind Höchstzahlen je Entität, keine Gesamtzahlen.
Hilfe: Schau an die Kante zwischen lebtIn und Gehege.
A8
Erlaubt oder nicht?
AFB III

Die folgenden Zustände sollen gespeichert werden. Interpretiere das Zoo-Diagramm: Welche Zustände lassen sich damit darstellen, welche widersprechen ihm?

Klicke die Felder an, die zutreffen. Ein zweiter Klick nimmt die Markierung zurück.
Zustanddarstellbarwiderspricht dem Diagramm
Gehege 7 ist zurzeit leer.
Das Tier Leo lebt in Gehege 3 und in Gehege 5.
Pflegerin Rana versorgt (noch) kein Gehege.
Das Tier Mia hat zwei Mütter.
Gehege 2 wird von drei Pflegern versorgt.
Pfleger Jan versorgt Gehege 4 montags und zusätzlich donnerstags.
Leere Gehege und Pfleger ohne Gehege sind erlaubt — die Notation legt nur Höchstzahlen fest. Jan und Gehege 4 bilden genau ein Paar in versorgt; dieses Paar kann nur einen Wochentag tragen. Für mehrere Tage müsste man das Modell ändern.
Frage: Welche Höchstzahl wird überschritten?Warum? Nur eine 1 kann verletzt werden.
Hilfe: Achte beim letzten Zustand darauf, wie oft das Paar Jan–Gehege 4 in versorgt vorkommen darf.
A9
Eine fehlerhafte Deutung
AFB III Mix

Lina hat das Zoo-Diagramm schriftlich gedeutet. Überprüfe ihre Aussagen — drei sind falsch.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Der Schlüssel-Fehler kommt aus 6.1.2: Ein Schlüssel muss für alle künftigen Daten eindeutig sein, nicht nur für die heutigen.
Frage: Wo vertauscht Lina die Leserichtung?Warum? Die Zahl gilt für die Entität auf der anderen Seite.
Hilfe: Prüfe außerdem: Was sagt die Notation über Mindestzahlen, und was muss ein Schlüssel leisten?
A10
Passt das Diagramm?
AFB III

Die Zooleitung nennt weitere Wünsche. Beurteile für jeden Wunsch, wie gut ihn das vorhandene Diagramm schon erfüllt.

Wähle für jede Zeile eine Stufe: 1 = passt gar nicht, 5 = passt genau. Mit der Tastatur: Tab zur Zeile, ←/→ zwischen den Stufen, Enter setzt.
1 = passt gar nicht5 = passt genau
Zu jedem Tier soll sein aktuelles Gehege gespeichert werden.
Alle früheren Gehege eines Tieres sollen mit Einzugsdatum gespeichert werden.
Zu jeder Versorgung soll ein Wochentag festgehalten werden.
Zu jedem Tier soll auch der Vater gespeichert werden.
Ein Pfleger soll mehreren Gehegen zugeordnet werden können.
Die Umzugsgeschichte bräuchte eine n:m-Beziehung mit Datum (jedes Tier, viele Gehege nacheinander). Für den Vater fehlt eine zweite rekursive Beziehung. Der Wochentag klappt — aber nur einer je Pfleger-Gehege-Paar. Eine Stufe Abweichung gilt als richtig.
Frage: Welche Wünsche brauchen mehr als einen Partner oder eine Geschichte?Warum? Eine 1 speichert nur den aktuellen Zustand.
Hilfe: Eine Vergangenheit („alle früheren“) passt nicht in eine Beziehung mit Kardinalität 1.