Die Bausteine eines ER-Diagramms
- Entität:ein einzelnes, unterscheidbares Objekt, z. B. das Mitglied Jonas oder die Mannschaft „Herren 1“.
- Entitätstyp:Rechteck — fasst gleichartige Entitäten zusammen (
Mitglied). - Attribut:Ellipse am Rechteck — eine Eigenschaft, die jede Entität des Typs hat (
Name). - Schlüsselattribut:Name in der Ellipse unterstrichen — sein Wert identifiziert jede Entität eindeutig.
- Beziehungstyp:Raute zwischen Entitätstypen, meist ein Verb (
spieltIn); darf eigene Attribute tragen (seitSaison). - Rekursive Beziehung:eine Raute verbindet einen Entitätstyp mit sich selbst (
istPartnerVon).
ER-Diagramm: Rechteck = Entitätstyp, Ellipse = Attribut (Schlüsselattribut unterstrichen), Raute = Beziehungstyp; an den Kanten stehen die Kardinalitäten 1, n oder m.
Kardinalitäten lesen
- Kardinalität:gibt an, mit höchstens wie vielen Entitäten des anderen Typs eine Entität in Beziehung steht.
- 1:1:jede Entität hat auf der anderen Seite höchstens einen Partner (Lehrkraft leitet Klasse).
- 1:n:eine Entität der 1-Seite hat beliebig viele Partner, jede Entität der n-Seite höchstens einen.
- n:m:auf beiden Seiten beliebig viele Partner (Schüler besuchen AGs).
- Leserichtung:für eine Entität von A gilt die Zahl, die an der Kante bei B steht.
- Grenze:ob es mindestens einen Partner geben muss, sagt diese Notation nicht.
Ziehe die Sonde (den Punkt neben den Kästen) nacheinander an jede Entität der Beispieldaten — mit der Tastatur: Pfeiltasten. Sie misst, mit wie vielen Partnern die Entität verbunden ist. Vergleiche dein Messprotokoll mit den Kardinalitäten im Diagramm; unter „Beispiele“ warten drei weitere Beziehungen.
Halte fest: Die Zahl an der Kante bei B begrenzt, wie viele B-Partner eine Entität von A haben darf. Daten mit mehr Partnern verletzen das Modell — weniger Partner sind immer erlaubt.
Herleitung:
Kardinalität lesen: Eine Entität von A steht mit höchstens so vielen Entitäten von B in Beziehung, wie die Zahl an der Kante bei B angibt (1 = höchstens eine, n bzw. m = beliebig viele).
Allgemeine Hinweise
Die Zahl steht beim Partner
Die 1 bei Mannschaft heißt: ein Mitglied hat höchstens eine Mannschaft — nicht: eine Mannschaft hat ein Mitglied. Wer die Seiten vertauscht, liest 1:n als n:1.
Beispieldaten beweisen nichts
Haben in den Daten zufällig alle Schüler nur eine AG, ist die Beziehung trotzdem n:m, wenn mehrere AGs erlaubt sind. Die Kardinalität ist eine Regel, keine Zählung.
Zwei Sätze pro Raute
Formuliere „Ein A … höchstens … B“ und „Ein B … höchstens … A“. Mit diesen beiden Sätzen gelingt jede Interpretationsaufgabe — auch bei rekursiven Beziehungen.
