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Übungen: Office-Software

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Präsentation? Du wählst für jede Aufgabe das passende Programm und begründest die Wahl.

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Übung

Übungsaufgaben

1

Das richtige Werkzeug

AFB I

Für welche Aufgabe ist eine Tabellenkalkulation das passende Programm?

Frage dich: Bei welcher der vier Aufgaben stehen Zahlen im Mittelpunkt, die miteinander verrechnet werden?
2

Format erkennen

AFB II

Ordne jeder Situation das passende Dateiformat zu.

Du gibst dein Referat digital ab; das Layout soll auf jedem Gerät gleich aussehen und niemand soll es ändern.
Du schickst deiner Lehrkraft einen Text, an dem sie noch Korrekturen vornehmen soll.
Du exportierst eine Messreihe, damit ein Python-Programm sie zeilenweise einlesen kann.
Du speicherst eine Kostenaufstellung so, dass die Formeln beim nächsten Öffnen noch mitrechnen.
Zwei Fragen helfen: Soll die Datei noch bearbeitbar sein? Und braucht sie Formeln oder nur nackte Werte?
3

Interleaving: Wo läuft das eigentlich?

AFB II

Du startest LibreOffice Writer auf einem Linux-Rechner. Welche Aussage ist richtig?

Erinnere dich an das Schichtenmodell aus 2.2.1: Nutzer → Anwendungssoftware → Betriebssystem → Hardware. Wer darf die Hardware direkt anfassen?
4

Formatvorlage statt Klickerei

AFB II

Eine Facharbeit hat 40 Überschriften. Ohne Formatvorlage braucht man je Überschrift 6 Klicks (Schriftart, Größe, fett, Farbe, Abstand oben, Abstand unten). Mit Formatvorlage stellt man die 6 Eigenschaften einmal ein und weist sie dann mit je einem Klick zu. Rechne den Vergleich Schritt für Schritt.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie viele Klicks braucht man ohne Formatvorlage insgesamt? Klicks
  2. Wie viele Klicks braucht man mit Formatvorlage? (6 einmal einstellen plus 40 Zuweisungen) Klicks
  3. Wie viele Klicks spart die Formatvorlage? Klicks
  4. Nachträglich soll die Schriftgröße aller Überschriften geändert werden. Wie viele Überschriften muss man ohne Vorlage anfassen? Überschriften
  5. Und wie viele Stellen muss man mit Formatvorlage ändern? Stelle
Der eigentliche Gewinn kommt nicht beim ersten Schreiben, sondern beim Ändern: Eine Formatvorlage macht aus 40 Änderungen genau eine.
Zuerst der Aufwand ohne Vorlage, dann mit Vorlage, dann der Unterschied.
5

Die verschwundene Formel

AFB III

Eine Tabelle mit Formeln, Farben und drei Tabellenblättern wird in verschiedenen Formaten gespeichert. Kreuze an, was das jeweilige Format tatsächlich behält.

Setze in jeder Zeile überall dort ein Kreuz, wo die Aussage zutrifft — es können mehrere pro Zeile sein. Enter setzt und löscht.
DateiformatSpeichert FormelnSpeichert FormatierungenBehält die Blätter als getrennt bearbeitbare TabellenLässt sich mit einem einfachen Texteditor lesen
CSV
XLSX
ODS
PDF
CSV speichert nur nackten Text: Formeln werden zu ihren letzten Ergebnissen, Farben und Blätter gehen verloren — dafür kannst du die Datei in jedem Texteditor öffnen und sogar von Hand reparieren. PDF friert das Aussehen ein; ein PDF-Export zeigt zwar alle drei Blätter als Seiten, aber bearbeiten lässt sich danach nichts mehr. XLSX und ODS können beide alles — der Unterschied liegt nicht im Können, sondern darin, dass ODS ein offener Standard ist und XLSX Microsoft gehört.
Frage dich bei jedem Format zwei Dinge: Wurde es überhaupt für Tabellen gemacht — oder nur für Text bzw. fürs Ansehen? Und: Steht darin Klartext, oder ist es ein gepacktes Paket, das ein Texteditor nur als Zeichensalat anzeigt?

Und jetzt begründen: Eine Behörde muss Messwerte 30 Jahre lang lesbar aufbewahren. Welches der vier Formate würdest du empfehlen — und welches Kriterium ist dabei wichtiger als der Funktionsumfang?

Erwartete Begründung
CSV oder ODS. Entscheidend ist nicht, was ein Format alles kann, sondern ob es in 30 Jahren noch jemand öffnen kann. Dafür zählt die Offenheit: CSV ist reiner Text und lässt sich notfalls von Hand lesen, ODS ist ein offen dokumentierter Standard. XLSX gehört einer einzelnen Firma, PDF friert nur das Aussehen ein und macht Weiterrechnen unmöglich. Wer Formeln und Farben braucht, nimmt ODS; wer nur die Zahlen sichern will, nimmt CSV.
6

Paare finden: Aufgabe und Werkzeug

AFB I

Acht Aufgaben aus dem Schulalltag — finde jeweils das passende Programm. Du hast dafür höchstens 16 Versuche.

Decke zwei Karten auf, die zusammengehören. Mit der Tastatur: Tab zur Karte, Enter aufdecken, Pfeiltasten zum Wandern.
Versuche: 0 von 16
Die Auswahl richtet sich nach der Struktur der Daten, nicht nach Gewohnheit. Eine Tabelle in einem Textdokument sieht zwar gleich aus, kann aber nicht rechnen — und Zahlen in einer Tabellenkalkulation lassen sich auswerten, sortieren und filtern.
Frage dich, ob am Ende Fließtext, Zahlen mit Formeln oder eine Projektion stehen soll.
7

Lückentext: Formatvorlagen und Formate

AFB II

Setze die passenden Begriffe ein. Zwei bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Wer Überschriften mit einer auszeichnet, kann daraus automatisch ein erzeugen. In einer Tabellenkalkulation beginnt jede Berechnung mit einem . Soll ein Dokument überall gleich aussehen und nicht mehr verändert werden, exportiert man es als . Ein Format wie eignet sich dagegen, um reine Tabellendaten weiterzugeben.

Formatvorlagen sparen nicht nur Zeit, sie machen ein Dokument auch maschinenlesbar: Erst dadurch weiß das Programm, was eine Überschrift ist. Wer stattdessen nur die Schrift vergrößert, bekommt kein Inhaltsverzeichnis — und Screenreader finden sich nicht zurecht.
Eine Formatvorlage ist eine gespeicherte Regel — kein einmaliges Anklicken von Schriftgröße und Farbe.
8

Lokal installiert oder Cloud-Office?

AFB I

Ordne die neun Eigenschaften zu. Manche gelten für beide Betriebsarten.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Lokal installiert
2Cloud-Office
3Gilt für beide
Was die Programme können, ist in beiden Betriebsarten fast gleich. Der Unterschied liegt darin, wo Programm und Datei liegen — und damit bei Internetabhängigkeit, Zusammenarbeit und Datenschutz.
Frage bei jeder Karte: Geht es um den Ort (eigenes Gerät oder fremder Server) — oder um die Funktion der Programme?
9

Kuchenverkauf mit Zellbezügen

AFB II

Beim Schulfest führt die Klasse eine Tabelle: In B2 bis B4 steht die Zahl der verkauften Stücke (Käsekuchen 14, Muffins 22, Waffeln 9), in C2 bis C4 der Preis pro Stück (1,50 €, 1,00 €, 2,00 €). In D2 steht =B2*C2, in D3 und D4 entsprechend, in D5 steht =SUMME(D2:D4).

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Welcher Wert erscheint in D2? €
  2. Welcher Wert erscheint in D5? €
  3. Der Muffinpreis in C3 wird auf 1,20 € geändert. Was zeigt D3 jetzt? €
  4. Und was zeigt D5 jetzt? €
  5. Wie viele Zellen musstest du dafür von Hand ändern? Zelle(n)
Eine einzige Änderung in C3 — und D3 und D5 rechnen von selbst neu. Das klappt, weil in D3 kein Wert steht, sondern ein Zellbezug auf B3 und C3. Hätte jemand in D3 einfach „22“ eingetippt, würde die Summe jetzt still und leise falsch bleiben.
Rechne zuerst alle drei Zeilen aus: Stückzahl mal Preis. D5 addiert dann die drei Ergebnisse.
Nach der Preisänderung: D3 = 22 · 1,20 €. Käsekuchen und Waffeln bleiben unverändert bei 21 € und 18 €.
10

Fehlersuche: Tipps zum KI-Assistenten

AFB III

Im Klassenchat werden Tipps zum KI-Assistenten im Office-Programm geteilt. Drei der sechs Nachrichten sind sachlich falsch. Finde sie.

Klicke die Zeilen an, in denen etwas sachlich falsch ist.
Zwei Regeln fangen alle drei Fehler ab: Was du hineingibst, verlässt dein Gerät — und was herauskommt, ist ein Entwurf. Verantwortlich für Inhalt und Datenschutz bleibst du.
Frage bei jeder Nachricht: Wo wird eigentlich gerechnet — und wie verlässlich ist das Ergebnis?
Ein Fehler betrifft den Ort der Verarbeitung, einer die Verlässlichkeit, einer den Datenschutz.