Die Seite für den Kuchenbasar
AFB I–IIDie Klasse 10b veranstaltet einen Kuchenbasar und möchte dafür eine kleine Seite auf der Schulhomepage veröffentlichen. Die Abbildung zeigt, wie die Seite im Browser aussehen soll.
Das Foto liegt als Datei kuchen.jpg im selben Ordner wie die Seite; der Verweis soll zur Datei klasse.html führen. Das Aussehen der gesamten Schulhomepage wird über die gemeinsame Datei stil.css gesteuert.
- Erstellen Sie den HTML-Quelltext für den Körper (
body) dieser Seite. - Geben Sie eine CSS-Regel an, mit der auf der ganzen Schulhomepage alle Listenpunkte in Orange (
#e79a3a) erscheinen, und geben Sie an, in welche Datei sie gehört.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Zum Beispiel:
<body>
<h1>Kuchenbasar der 10b</h1>
<p>Am Freitag verkaufen wir in der großen Pause
selbst gebackenen Kuchen für das Tierheim.</p>
<ul>
<li>Marmorkuchen – 1 €</li>
<li>Apfelkuchen – 1,50 €</li>
<li>Brownies – 1 €</li>
</ul>
<img src="kuchen.jpg" alt="Kuchentheke mit verschiedenen Kuchen">
<a href="klasse.html">Zur Klassenseite</a>
</body>Bewertet wird die passende Wahl der Elemente (h1, p, ul mit li, img, a), korrekt geschlossene Tags, das Attribut src mit kuchen.jpg, eine sinnvolle alt-Beschreibung und href mit klasse.html. Die Reihenfolge von Bild und Liste darf abweichen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
li {
color: #e79a3a;
}Die Regel gehört in die gemeinsame Datei stil.css. Weil alle Seiten diese Datei über <link> einbinden, wirkt die Regel auf allen Seiten gleichzeitig.
Der alte Vereinsauftritt
AFB II–IIIDie Website eines Handballvereins besteht aus 120 Seiten. Sie wurde vor Jahren von einem Mitglied erstellt; jede Seite ist aufgebaut wie der abgebildete Ausschnitt. Jede Überschrift erhält ihre Größe und Farbe einzeln über das Attribut style; eine gemeinsame CSS-Datei gibt es nicht. Im Durchschnitt enthält jede Seite 5 Überschriften.
Zwei Dinge sorgen für Diskussionen im Vorstand: Zum Vereinsjubiläum sollen alle Überschriften in der neuen Vereinsfarbe erscheinen, und ein blindes Mitglied meldet, dass sein Vorleseprogramm auf der Website „keine einzige Überschrift findet“. Der Kassenwart winkt ab: „Die Seite sieht doch gut aus. Für die Besucher macht es keinen Unterschied, wie der Quelltext geschrieben ist — eine Überarbeitung ist rausgeworfenes Geld.“
style enthält CSS-Angaben direkt im Start-Tag.- Untersuchen Sie den Ausschnitt auf Mängel hinsichtlich der Semantik und geben Sie jeweils eine Verbesserung an.
- Vergleichen Sie den Aufwand für die neue Überschriftenfarbe im jetzigen Aufbau mit dem Aufwand bei einer Website mit gemeinsamer Datei stil.css.
- Bewerten Sie die Aussage des Kassenwarts.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
- Zeilen 1–2: Die Überschrift ist ein
divund nur optisch groß und fett. Für Vorleseprogramme und Suchmaschinen ist sie keine Überschrift. Besser:<h1>Unsere Mannschaften</h1>(bzw.h2auf Unterseiten). - Zeilen 3–4: Der Fließtext steht in einem
divstatt in einem Absatz. Besser:<p>…</p>. - Zeilen 5–7: Die Aufzählung besteht aus einzelnen
div-Elementen mit Bindestrichen; sie ist nicht als Liste erkennbar. Besser:<ul>mit drei<li>. - Zeile 8: Dem Bild fehlt das Attribut
alt; ein Vorleseprogramm kann nicht mitteilen, was es zeigt. Besser:alt="Mannschaftsfoto …".
Zusätzlich gehören die Gestaltungsangaben aus den style-Attributen in eine gemeinsame CSS-Datei.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Jetziger Aufbau: \(120 \cdot 5 = 600\) Farbangaben in 120 Dateien müssen einzeln geändert werden — aufwendig und fehleranfällig, weil leicht eine Stelle übersehen wird.
Mit stil.css: Eine einzige Zeile in einer einzigen Datei, etwa h1 { color: … }, ändert die Farbe auf allen 120 Seiten gleichzeitig.
Gemeinsam ist beiden Lösungen das Ergebnis im Browser; der Unterschied liegt allein im Aufwand. Die Trennung von Struktur (HTML) und Aussehen (CSS) zahlt sich also bei jeder künftigen Änderung aus.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Was für die Aussage spricht: Für sehende Besucher sieht die Seite tatsächlich so aus wie mit sauberem Quelltext; eine Überarbeitung kostet Zeit oder Geld.
Was dagegen spricht: Nicht alle Besucher „sehen“ die Seite. Vorleseprogramme und Suchmaschinen lesen Tags statt Farben; das blinde Mitglied ist bereits ausgeschlossen, und die Seite wird schlechter gefunden. Außerdem kostet jeder künftige Gestaltungswunsch ein Vielfaches an Arbeit, wie Teilaufgabe b) zeigt — die Überarbeitung spart langfristig Aufwand.
Mögliches Urteil: Die Aussage ist nicht haltbar, weil sie nur das Aussehen als Maßstab nimmt. Eine Überarbeitung mit semantischen Elementen und gemeinsamer CSS-Datei ist gerechtfertigt; sie kann schrittweise, beginnend mit den meistbesuchten Seiten, erfolgen. Vollständig ist die Antwort, wenn mindestens zwei Kriterien herangezogen, beide Seiten berücksichtigt und ein begründetes Urteil gefällt wird.
