Die Mitgliederliste des Schachvereins
AFB I–IIDer Schulschachverein verwaltet seine Mitglieder in einer Datei mitglieder.csv, die mit jedem Texteditor geöffnet werden kann. Gespeichert ist sie in UTF-8; jede Zeile endet mit einem Zeilenumbruch (1 Byte), in der Abbildung als ↵ angedeutet.
- Beschreiben Sie den Aufbau der Datei und woran man erkennt, dass es sich um ein Textformat handelt.
- Ermitteln Sie die Dateigröße in Byte.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Jede Zeile ist ein Datensatz; die erste Zeile ist eine Kopfzeile mit den Spaltennamen (Name, Jahrgang, Wertung). Die Felder sind durch Semikolons getrennt, die Datensätze durch Zeilenumbrüche.
Textformat: Die Datei besteht nur aus lesbaren Zeichen (plus Zeilenumbruch als Steuerzeichen), lässt sich in jedem Editor ohne Spezialprogramm öffnen und verstehen; auch Zahlen wie 1968 stehen als Ziffernzeichen darin, nicht als Binärwert.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Zeile 1: „Name;Jahrgang;Wertung“ = 21 Zeichen, nur ASCII → 21 Byte + 1 Byte Umbruch = 22 Byte.
Zeile 2: „Jürgen;1968;1720“ = 16 Zeichen, ü belegt 2 Byte → 17 Byte + 1 = 18 Byte.
Zeile 3: „Ana;2011;1105“ = 13 Zeichen → 13 + 1 = 14 Byte.
Gesamt: 22 + 18 + 14 = 54 Byte.
Die digitale Schulchronik
AFB II–IIIZum 75. Geburtstag der Schule soll ein Archiv-Team das Material der Schulgeschichte digitalisieren. Die Dateien sollen auch in 20 Jahren noch lesbar sein; eine Auswahl erscheint auf der Schulhomepage. Die Abbildung zeigt vier Arten von Material.
Ein Teammitglied schlägt vor, der Einfachheit halber alles als JPG zu speichern und die Sammlung in einem Archivprogramm abzulegen, das seine Daten in einem eigenen, nicht öffentlich dokumentierten Format sichert. Die Sommerfest-Fotos will es direkt vom Handy auf die Homepage hochladen.
- Erläutern Sie, welches Risiko entsteht, wenn die Sommerfest-Fotos unverändert vom Handy auf die Homepage hochgeladen werden.
- Ordnen Sie jedem der vier Materialien ein geeignetes Dateiformat begründet zu.
- Entwickeln Sie Regeln für die Ablage des Archivs, die Lesbarkeit und Qualität langfristig sichern, und gehen Sie dabei auf den Vorschlag des Teammitglieds ein.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Handyfotos enthalten Metadaten im Exif-Bereich: Aufnahmezeit, Kameramodell und oft den GPS-Standort. Wer die Datei von der Homepage lädt, kann diese Angaben auslesen.
Dadurch lässt sich z. B. herausfinden, wo und wann jemand fotografiert hat – bei Fotos, die zu Hause oder unterwegs entstanden sind, ein Datenschutzproblem. Die Metadaten sollten vor dem Hochladen entfernt werden.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
① Scans: PNG – verlustfrei, jede Wiederholung des Speicherns ohne Qualitätsverlust; für ein Archiv wichtig.
② Logo: SVG – Vektorgrafik aus einfachen Formen, in jeder Größe scharf und klein (alternativ PNG mit Transparenz).
③ Handyfotos: JPG – für Fotos mit feinen Farbverläufen sehr platzsparend; die Originaldateien der Kamera sollten aber nicht immer wieder neu gespeichert werden.
④ Liste: CSV – offenes Textformat, in jedem Editor und jeder Tabellenkalkulation lesbar und weiterverarbeitbar.
Andere Zuordnungen sind richtig, wenn sie fachlich schlüssig begründet sind.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Mögliche Regeln: nur offene, dokumentierte Formate (PNG, JPG, SVG, CSV) statt eines proprietären Programmformats, das in 20 Jahren vielleicht niemand mehr lesen kann; Originale unverändert als Master sichern, bearbeitet wird nur an Kopien (kein Generationsverlust); für Scans und Grafiken verlustfreie Formate; für die Homepage eigene verkleinerte Kopien ohne Metadaten; einheitliche, aussagekräftige Dateinamen und eine Liste der verwendeten Formate.
Zum Vorschlag: „Alles als JPG“ ist ungeeignet – Logo und Scans verlieren durch die verlustbehaftete Kompression Kanten und Details, und eine Tabelle als Bild ist nicht mehr maschinell auswertbar. Das eigene Programmformat macht das Archiv von einer Firma abhängig.
Vollständig ist eine Antwort, die mindestens drei begründete Regeln nennt und den Vorschlag mit Bezug auf Format und Offenheit bewertet.
