Formate unterscheiden
Eine Datei ist eine lange Folge von Bytes. Das Dateiformat legt fest, wie diese Bytes zu deuten sind — und Formate unterscheiden sich darin, was sie speichern und ob sie etwas weglassen.
- Verlustfrei:das Original ist exakt wiederherstellbar, z. B. PNG und GIF; gut für Grafiken und Screenshots.
- Verlustbehaftet:wirft kaum sichtbare Details weg, z. B. JPG; ideal für Fotos, oft zehnmal kleiner.
- Generationsverlust:jedes erneute Speichern als JPG kostet weitere Qualität, sichtbar als Blöcke an Kanten.
- Raster- / Vektorgrafik:feste Pixelzahl gegenüber gespeicherten Formen, die in jeder Größe scharf bleiben (SVG).
- Text- / Binärformat:nur lesbare Zeichen wie bei SVG, HTML, CSV — oder alle 256 Bytewerte, kompakter, aber nur mit Programm lesbar.
Signatur und Header
Woran ein Programm ein Format wirklich erkennt, steht ganz vorne in der Datei. Die Dateiendung im Namen ist nur ein Hinweis für den Menschen.
- Signatur:feste Bytefolge am Dateianfang, der „Ausweis“ des Formats (englisch magic number).
- Header:Kopfbereich direkt dahinter mit Angaben wie Breite, Höhe und Farbtiefe.
- Nutzdaten:die eigentlichen Pixel-, Text- oder Tonwerte nach dem Header.
- Metadaten:Daten über die Daten, bei Fotos z. B. Aufnahmezeit, Kamera und GPS-Ort (Exif).
- Offen / proprietär:öffentlich dokumentiert und frei lesbar — oder Eigentum einer Firma.
Wähle eine Datei. Du siehst ihre ersten 16 Bytes wie in einem Hex-Editor: oben der Hexwert, darunter das Zeichen — ein Punkt steht für ein nicht druckbares Byte. Blau markiert ist die Signatur. Mit den Pfeiltasten wechselst du die Datei.
Halte fest: Bei tarnung.png widerspricht die Signatur der Endung. Ein gutes Programm prüft die ersten Bytes, bevor es eine Datei öffnet.
Dateiformat: Verbindlich ist die Signatur am Dateianfang, nicht die Endung im Dateinamen.
Allgemeine Hinweise
Umbenennen ist kein Umwandeln
Aus .jpg wird durch Umbenennen kein PNG. Zum Umwandeln muss ein Programm die Datei neu speichern.
JPG nur einmal speichern
Jedes erneute Speichern wirft wieder Details weg. Bearbeite verlustfrei und exportiere erst am Ende als JPG.
Metadaten prüfen
Fotos können deinen Standort verraten. Entferne Exif-Daten, bevor du Bilder öffentlich teilst.
