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Übungen: Fehling- und Iod-Stärke-Probe

Ziegelrot oder tiefblau? Zwei Nachweise planen, deuten und kritisch prüfen.

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Übungsaufgaben

Zehn Übungen zum Klicken, Zuordnen, Rechnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus früheren Unterkapiteln und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.

A1
Wer reagiert mit Fehling?
AFB I

Nennen Sie alle Stoffe, die beim Erwärmen mit Fehling-Lösung einen ziegelroten Niederschlag bilden.

Mehrere Antworten sind richtig. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Positiv reagieren Aldehyde und Zucker mit freier Halbacetal-Gruppe (Ring kann sich zur Kette mit Aldehydgruppe öffnen). Saccharose hat keine freie Halbacetal-Gruppe, Ethanol keine Carbonylgruppe; Cellulose ist unlöslich und hat nur an den wenigen Kettenenden eine freie Gruppe.
Gesucht: eine Aldehydgruppe oder ein Ring, der sich öffnen kann.
Vier Stoffe reagieren positiv.
A2
Nachweise im Check
AFB I

Entscheiden Sie, ob die Aussagen stimmen.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann starten Sie die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Fehling: blau → ziegelrot (Cu₂O). Iod: gelbbraun → tiefblau (Stärke).
Welche Farbe hat das Reagenz vor der Probe?
Zwei Aussagen sind falsch.
A3
Nachweise aus dem ganzen Kurs
MixAFB I

Ordnen Sie jedem Nachweis die positive Beobachtung zu.

Kupfer(I)-oxid ist rot.
Brom ist braun.
A4
Die Fehling-Reaktion
AFB II

Stellen Sie die Gleichung für die Reaktion einer Aldehydgruppe mit Fehling-Lösung auf.

Klicken Sie die Bausteine in der richtigen Reihenfolge an — sie wandern nacheinander in die Plätze. Ein Klick auf einen belegten Platz gibt den Baustein zurück.
Die Aldehydgruppe wird zur Carboxylatgruppe oxidiert (alkalische Lösung), zwei Cu²⁺-Ionen werden zu Cu⁺ reduziert und fallen als Cu₂O aus. Ladungen: links 2·(+2) + 5·(−1) = −1, rechts −1.
Zwei Kupfer-Ionen bilden ein Cu₂O.
Prüfen Sie die Ladungsbilanz.
A5
Wer wird oxidiert, wer reduziert?
MixAFB II

Bestimmen Sie die Oxidationszahlen (ganze Zahl mit Vorzeichen).

Füllen Sie alle Felder aus und prüfen Sie dann. Enter in einem Feld prüft ebenfalls. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
TeilchenAtomOZ
R–CHOC der Aldehydgruppe
R–COO⁻C der Carboxylatgruppe
Cu²⁺Cu
Cu₂OCu
C: +I → +III (Oxidation, 2 Elektronen abgegeben); Cu: +II → +I (Reduktion, je 1 Elektron aufgenommen). Deshalb braucht jede Aldehydgruppe zwei Kupfer(II)-Ionen.
R zählt wie ein C-Atom mit gleicher Elektronegativität: Die Bindung C–R ändert die OZ nicht.
O zählt −II, H +I.
A6
Lebensmittel untersucht
AFB II

Ordnen Sie die Proben nach den zu erwartenden Ergebnissen ein.

Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1nur Fehling positiv
2nur Iod positiv
3beide positiv
4beide negativ
Säfte enthalten Glucose und Fructose, aber keine Stärke. Im Pudding ist Stärke, der Haushaltszucker (Saccharose) reagiert nicht mit Fehling. Gekautes Brot enthält Reststärke und durch Speichel-Amylase gebildete Maltose. Kandis (Saccharose) und Filterpapier (Cellulose) reagieren mit keinem der beiden Reagenzien.
Haushaltszucker = Saccharose.
Speichel enthält Amylase.
A7
Die Farbe kommt und geht
AFB II

Erläutern Sie die Iod-Stärke-Reaktion und ihre Temperaturabhängigkeit. Drei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Iod lagert sich als Kette in das Innere der ein, zu der sich die windet. Beim Erwärmen sich die Schraube, das Iod wird frei und die Blaufärbung verschwindet. Beim Abkühlen kehrt sie zurück — die Einlagerung ist und stellt sich als ein.

Übrig bleiben „Cellulose“, „Niederschlag“ und „Glucose“. Da die Einlagerung beim Erwärmen zurückgeht, ist sie exotherm: Temperaturerhöhung verschiebt die Lage des Gleichgewichts zur Seite der getrennten Teilchen (2.3.2).
Welche Form hat Amylose?
Was passiert mit einem exothermen Gleichgewicht beim Erwärmen?
A8
Ein Protokoll zur Saccharose
AFB III

Überprüfen Sie das Protokoll einer Schülergruppe und markieren Sie die fehlerhaften Zeilen.

In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Hydrolyse spaltet die glykosidische Bindung, die freien Halbacetal-Gruppen von Glucose und Fructose reagieren dann positiv.
Woran liegt es, dass Saccharose nicht reagiert?
Drei Zeilen sind falsch.
A9
Saccharose spalten und nachweisen
AFB III

Planen Sie ein Experiment, das die Spaltung von Saccharose in reduzierende Zucker zeigt, indem Sie die Schritte ordnen.

Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Saccharose-Lösung mit Fehling-Lösung erwärmen (Vergleich: bleibt blau).
2Eine zweite Portion Saccharose-Lösung mit etwas Salzsäure einige Minuten kochen.
3Die abgekühlte Lösung mit Natronlauge neutralisieren und schwach alkalisch machen.
4Fehling I und II zugeben und im heißen Wasserbad erwärmen.
5Beobachtung mit einer Blindprobe (Wasser + Salzsäure, gleich behandelt) vergleichen.
Vergleichsprobe vorher, Hydrolyse, Neutralisation, Nachweis, Blindprobe: Nur so ist gezeigt, dass die Spaltprodukte — nicht Säure oder Lauge — Fehling reduzieren.
Ohne Lauge funktioniert Fehling nicht.
Der Vergleich ohne Zucker steht am Ende.
A10
Trickaufgabe: Ziegelrot heißt nicht Glucose
TrickAFB III

Eine unbekannte Probe ergibt mit Fehling-Lösung einen ziegelroten Niederschlag. Beurteilen Sie die Schlussfolgerungen: Wählen Sie alle zulässigen.

Mehrere Antworten sind richtig. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Die Falle: Die Fehling-Probe beweist nur eine reduzierende Gruppe, nicht einen bestimmten Zucker. Ob zusätzlich Saccharose oder Stärke enthalten ist, sagt ein positives Ergebnis nicht — diese Stoffe stören den Nachweis nicht.
Was genau reagiert mit den Kupfer(II)-Ionen?
Ein positives Ergebnis schließt andere Stoffe nicht aus.