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Übungen: Proteine und ihre Struktur

Peptidbindung, Helix, Faltblatt und Denaturierung — zehn Übungen quer durch die vier Strukturebenen.

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Übungsaufgaben

Zehn Übungen von AFB I bis AFB III — jede gibt dir sofort Rückmeldung, bei Schwierigkeiten helfen zwei gestufte Tipps.

A1
Bindung und Strukturebene
AFB I

Ordnen Sie jede Bindung der Strukturebene zu, die sie stabilisiert (manchmal mehrere).

Setze alle zutreffenden Kreuze — in manchen Zeilen passen mehrere. Enter setzt und löscht.
BindungPrimärSekundärTertiärQuartär
Peptidbindung
H-Brücke im Rückgrat
Disulfidbrücke
Ionenbindung
hydrophobe Wechsel­wirkung
Seitenketten-Wechselwirkungen halten sowohl eine Kette in Form (Tertiär) als auch mehrere Ketten zusammen (Quartär), z. B. die Disulfidbrücken zwischen den beiden Insulinketten.
Ansatz: Rückgrat oder Seitenkette?
Weiter: Wirken Seitenketten zwischen zwei Ketten, ist es Quartärstruktur.
A2
Stimmt's? — Proteine
AFB I

Nennen Sie jeweils, ob die Aussage zutrifft.

Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Sekundärstruktur = Rückgrat, Tertiär- und Quartärstruktur = Seitenketten.
Ansatz: Denken Sie an die Mesomerie der Amidgruppe.
Weiter: Welche Atome bilden in Helix und Faltblatt die Brücken?
A3
Lückentext: Peptidsynthese
AFB I

Beschreiben Sie die Bildung eines Dipeptids mit den Fachbegriffen.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Die der ersten Aminosäure reagiert mit der der zweiten. Weil dabei abgespalten wird, handelt es sich um eine . Das freie Ende mit der Aminogruppe heißt .

„Addition“ passt nicht: Es entsteht ein Nebenprodukt, genau wie bei der Polykondensation.
Ansatz: Welche zwei Gruppen bilden die Amidbindung?
Weiter: Wird ein kleines Molekül frei?
A4
Masse eines Dipeptids
AFB II

Berechnen Sie die molare Masse des Dipeptids Ala–Ser. \(M(\text{Ala}) = 89{,}09\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}}\), \(M(\text{Ser}) = 105{,}09\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}}\), \(M(\ce{H2O}) = 18{,}02\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}}\).

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
\(89{,}09 + 105{,}09 - 18{,}02 = 176{,}16\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}}\). Typischer Fehler: das abgespaltene Wasser nicht abziehen (194,18).
Ansatz: Beide Massen addieren …
Weiter: … und das Kondensationsprodukt abziehen.
A5
Dipeptid Ala–Ser bauen
AFB II

Stellen Sie die Halbstrukturformel des Dipeptids Ala–Ser aus den Bausteinen auf (N-Terminus links).

Setze den Bauplan von links nach rechts zusammen. Ein Klick legt den Baustein auf den nächsten freien Platz, ein Klick im Bauplan legt ihn zurück. Enter funktioniert genauso.
Die Peptidbindung schreibt man vom N- zum C-Terminus als –CO–NH–. „–CO–O–“ wäre eine Esterbindung mit der OH-Gruppe des Serins — sie entsteht bei der Peptidsynthese nicht.
Ansatz: Alanin trägt CH₃, Serin CH₂OH.
Weiter: Zuerst kommt das C=O des Alanins, dann das N–H des Serins.
A6
Proteine und ihre Hauptstruktur
AFB II

Erklären Sie die Eigenschaften, indem Sie jedes Protein seinem prägenden Strukturmerkmal zuordnen.

Ansatz: Gestreckte Stränge → Faltblatt, Schraube → Helix.
Weiter: Mehrere Ketten → Quartärstruktur.
A7
Mix mit 5.2.3: Aspartam spalten
AFB II

Der Süßstoff Aspartam ist der Methylester des Dipeptids Asp–Phe (\(M = 294{,}30\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}}\)). Im Darm werden Esterbindung und Peptidbindung hydrolysiert. Bestimmen Sie für 1,00 g Aspartam:

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Stoffmenge \(n\)(Aspartam) = mmol
  2. Anzahl hydrolysierter Bindungen je Molekül =
  3. Masse frei werdendes Methanol (\(M = 32{,}04\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}}\)) = mg
\(n = \tfrac{1{,}00\,\text{g}}{294{,}30\,\text{g/mol}} = 3{,}40\,\text{mmol}\); eine Ester- und eine Peptidbindung; \(m(\ce{CH3OH}) = 3{,}40\,\text{mmol} \cdot 32{,}04\,\tfrac{\text{g}}{\text{mol}} \approx 109\,\text{mg}\).
Ansatz: Esterhydrolyse (5.2.3) liefert Alkohol + Säure.
Weiter: Pro Molekül Aspartam entsteht ein Methanolmolekül.
A8
Wie viele Sequenzen?
AFB III

Ermitteln Sie die Zahl möglicher Sequenzen und ordnen Sie die Fälle von der kleinsten zur größten Anzahl.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Dipeptid aus je einem Ala und Ser
2Tripeptid aus zweimal Ala und einmal Ser
3Tripeptid aus je einem Ala, Ser und Val
4Tetrapeptid aus vier verschiedenen Aminosäuren
5Pentapeptid, jede der 20 Aminosäuren an jeder Stelle erlaubt
Anzahlen: 2 · 3 (Ala–Ala–Ser, Ala–Ser–Ala, Ser–Ala–Ala) · 3! = 6 · 4! = 24 · 20⁵ = 3,2 Millionen. Typischer Fehler: beim Tripeptid mit zwei gleichen Bausteinen 6 statt 3 rechnen.
Ansatz: Verschiedene Bausteine: Permutationen n!
Weiter: Gleiche Bausteine: durch die Vertauschungen der gleichen teilen.
A9
Fehlersuche im Referat
AFB III

Überprüfen Sie die Folien eines Referats zum Thema Denaturierung und markieren Sie die falschen Zeilen.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Häufigste Verwechslung: Denaturierung (Struktur) und Hydrolyse (Sequenz).
Ansatz: Drei Zeilen sind falsch.
Weiter: Welche Bindungen greift eine Säure an, welche ein Oxidationsmittel?
A10
Trickaufgabe: Das gekochte Ei
AFB III

Beurteilen Sie die Aussagen über das Eiklar vor und nach dem Kochen. Markieren Sie alle zutreffenden.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Kochen entfaltet die Ketten, bricht aber keine Peptidbindung: Masse und Sequenz bleiben. Die entfalteten Ketten sind für Proteasen besser zugänglich.
Ansatz: Welche Bindungen bricht Hitze, welche nicht?
Weiter: Was passiert, wenn viele entfaltete Ketten aufeinandertreffen?