K_L aufstellen, L berechnen, Fällung vorhersagen — zehn Übungen, bei denen die Stöchiometrie über richtig und falsch entscheidet.
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Übungsaufgaben
Zehn Übungen von AFB I bis AFB III — jede gibt dir sofort Rückmeldung, bei Schwierigkeiten helfen zwei gestufte Tipps.
A1
Salz und Löslichkeitsprodukt
AFB I
Ordnen Sie jedem Salz den richtigen Ausdruck für \(K_L\) zu.
Klicke links einen Eintrag an und dann rechts den passenden — es entsteht eine Verbindungslinie. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, ↑/↓ zum Wandern.
Die Indizes in der Verhältnisformel werden zu Exponenten; der Feststoff selbst steht nicht im Ausdruck.
Ansatz: Zerlegen Sie jedes Salz gedanklich in seine Ionen.
Weiter: Wie viele Kationen und Anionen stecken in einer Formeleinheit?
A2
Stimmt's? — KL
AFB I
Nennen Sie jeweils, ob die Aussage zutrifft.
Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5
Q und K_L unterscheiden sich wie Momentaufnahme und Gleichgewichtswert.
Ansatz: Denken Sie an 2.4.1: Feststoff im MWG?
Weiter: Vergleichen Sie Q mit K_L.
A3
Vom L zum pKL
AFB I
Eine gesättigte Silberbromid-Lösung enthält bei 25 °C \(7{,}1 \cdot 10^{-7}\,\text{mol/L}\) gelöstes AgBr. Berechnen Sie \(pK_L\) von Silberbromid.
Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
L =· 10⁻⁴ mol/L
c(F⁻) =· 10⁻⁴ mol/L
gelöste Masse pro Liter =mg
\(K_L = L \cdot (2L)^2 = 4L^3 \Rightarrow L = \sqrt[3]{3{,}9 \cdot 10^{-11}/4} \approx 2{,}14 \cdot 10^{-4}\,\text{mol/L}\); \(c(\ce{F-}) = 2L\); \(m = L \cdot M \approx 16{,}7\,\text{mg}\). Wer \(L = \sqrt{K_L}\) rechnet, erhält fast den 30-fachen Fehler.
Ansatz: Ansatz: c(Ca²⁺) = L, c(F⁻) = 2L.
Weiter: K_L = 4L³ — dritte Wurzel.
A5
Fällung beim Mischen?
AFB II
Je 10 mL der beiden Lösungen werden gemischt. Entscheiden Sie mithilfe der Tabelle, ob ein Niederschlag entsteht.
Salz
\(K_L\) (25 °C)
PbCl₂
\(1{,}7 \cdot 10^{-5}\,\text{mol}^3/\text{L}^3\)
Ag₂CrO₄
\(1{,}1 \cdot 10^{-12}\,\text{mol}^3/\text{L}^3\)
CaCO₃
\(3{,}4 \cdot 10^{-9}\,\text{mol}^2/\text{L}^2\)
Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Niederschlag
2kein Niederschlag
Erst halbieren, dann Q bilden — mit Exponenten: z. B. Ag₂CrO₄: Q = (1,0·10⁻⁴)² · 1,0·10⁻⁴ = 1,0·10⁻¹² < 1,1·10⁻¹². Ohne Verdünnung käme hier fälschlich „Niederschlag“ heraus.
Ansatz: Beim Mischen gleicher Volumina halbiert sich jede Konzentration.
Weiter: Bei PbCl₂ und Ag₂CrO₄ wird eine Konzentration quadriert.
A6
Vorgehen bei der Fällungsfrage
AFB II
Beschreiben Sie das Vorgehen, indem Sie die Schritte ordnen.
Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Reaktionsgleichung des Löslichkeitsgleichgewichts aufstellen
2Ionenkonzentrationen nach dem Mischen (Gesamtvolumen) berechnen
3Ionenprodukt Q mit den Exponenten aus der Formel bilden
4Q mit K_L aus der Tabelle vergleichen
5Entscheiden: Q > K_L → Niederschlag
Die Gleichung liefert die Exponenten; die Verdünnung muss vor dem Einsetzen berücksichtigt werden.
Ansatz: Was braucht man, um Q aufzustellen?
Weiter: Der Vergleich kommt zuletzt.
A7
Gleichioniger Zusatz
AFB II
Geben Sie alle Zusätze an, welche die Löslichkeit von Silberchromat (Ag₂CrO₄) in Wasser verringern.
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Nur ein Ion, das auch im Salz vorkommt, verschiebt das Gleichgewicht nach links. Mehr Wasser löst mehr Stoff, aber die Löslichkeit (Konzentration) bleibt gleich.
Ansatz: Welche Ionen stehen im K_L-Ausdruck?
Weiter: Na⁺ und NO₃⁻ gehören nicht zum Silberchromat.
A8
Mix: Bodenkörper unter Zwang
AFB III
Eine gesättigte Silberchromat-Lösung steht über Bodenkörper (25 °C). Ermitteln Sie mit 2.4.1 und 2.3.1 die Folgen jeder Maßnahme (Ag⁺ ↓/= : c(Ag⁺) wird kleiner/bleibt gleich; BK ↑/↓: Masse des Bodenkörpers nimmt zu/ab).
Setze alle zutreffenden Kreuze — in manchen Zeilen passen mehrere. Enter setzt und löscht.
Maßnahme
Ag⁺ ↓
Ag⁺ =
BK ↑
BK ↓
Festes Ag₂CrO₄ zugeben
Wenig konz. K₂CrO₄-Lösung zugeben
Etwas Wasser zugeben, Bodenkörper bleibt
Viel Wasser zugeben, bis alles gelöst ist
Solange Bodenkörper da ist, bleibt die Lösung gesättigt — c(Ag⁺) ändert sich nur durch einen gleichionigen Zusatz. Ist der Bodenkörper weg, gilt K_L nicht mehr als Gleichung, die Lösung wird ungesättigt.
Ansatz: Gesättigt bleibt gesättigt, solange Feststoff da ist.
Weiter: Chromat-Ionen drängen Ag⁺ in den Bodenkörper.
A9
Fehlersuche: Löslichkeit von Silberchromat
AFB III
Überprüfen Sie die Rechnung (\(K_L = 1{,}1 \cdot 10^{-12}\,\text{mol}^3/\text{L}^3\)) und markieren Sie die falschen Zeilen.
In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Der Fehler in Zeile 2 zieht sich durch: Wer die Stöchiometrie vergisst, unterschätzt L hier um den Faktor 60.
Ansatz: Wie viele Ag⁺ liefert eine Formeleinheit?
Weiter: Drei Zeilen sind falsch.
A10
Trickaufgabe: Wer löst sich am wenigsten?
AFB III
Ordnen Sie die Salze nach ihrer Löslichkeit L in Wasser ein (1 = kleinste, 5 = größte Löslichkeit). Gegeben: \(K_L\)(AgBr) = 5,0·10⁻¹³, \(K_L\)(CaCO₃) = 3,4·10⁻⁹, \(K_L\)(Ag₂CrO₄) = 1,1·10⁻¹², \(K_L\)(CaF₂) = 3,9·10⁻¹¹, \(K_L\)(PbCl₂) = 1,7·10⁻⁵ (Einheiten weggelassen).
Wähle für jede Zeile eine Stufe: 1 = kleinste L, 2 = zweitkleinste L, 3 = mittlere L, 4 = zweitgrößte L, 5 = größte L. Mit der Tastatur: Tab zur Zeile, ←/→ zwischen den Stufen, Enter setzt.
1 = kleinste L5 = größte L
AgBr
CaCO₃
Ag₂CrO₄
CaF₂
PbCl₂
L: AgBr 7,1·10⁻⁷ < CaCO₃ 5,8·10⁻⁵ < Ag₂CrO₄ 6,5·10⁻⁵ < CaF₂ 2,1·10⁻⁴ < PbCl₂ 1,6·10⁻² mol/L. Nach K_L sortiert stünde CaCO₃ fälschlich an vierter Stelle — AB- und AB₂-Salze lassen sich über K_L nicht vergleichen.
Ansatz: Rechnen Sie für jedes Salz L aus (AB: √K_L, AB₂/A₂B: ∛(K_L/4)).
Weiter: Die Reihenfolge der K_L-Werte ist nicht die Reihenfolge der L-Werte.