Ein Mol Reiskörner
AFB I–IIIm Unterricht fragt jemand: „Wie viel ist eigentlich ein Mol?“ Die Klasse stellt sich ein Mol Reiskörner vor und sammelt Daten:
| Größe | Wert |
|---|---|
| Masse eines Reiskorns | etwa 0,025 g |
| Anzahl in 1 mol | 6,022 · 1023 Stück |
| Reisernte der ganzen Welt | etwa 5 · 108 t pro Jahr |
| Umrechnung | 1 t = 106 g |
- Berechne die Masse von 1 mol Reiskörnern in Tonnen.
- Vergleiche dein Ergebnis mit der Reisernte der Welt: Wie viele Jahre müsste man ernten?
- Erkläre, warum Chemiker trotzdem mit einer so großen Zähleinheit arbeiten.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
m = 6,022 · 1023 · 0,025 g ≈ 1,5 · 1022 g = 1,5 · 1016 t.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
1,5 · 1016 t : 5 · 108 t pro Jahr = 3 · 107 Jahre. Die ganze Welt müsste etwa 30 Millionen Jahre lang Reis ernten — ein Mol ist für Alltagsdinge unvorstellbar groß.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Atome und Moleküle sind winzig: Schon in wenigen Gramm eines Stoffes stecken etwa 1022 bis 1024 Teilchen. Mit der Einheit Mol werden daraus handliche Zahlen wie 0,5 mol oder 2 mol, mit denen man im Labor rechnen und abwiegen kann.
Teilchen im Wassertropfen
AFB II–IIIEin Wassertropfen aus der Pipette enthält etwa 1,7 · 1021 Wassermoleküle.
- Bestimme die Stoffmenge an Wassermolekülen im Tropfen.
- Ermittle die Stoffmengen an H-Atomen und an O-Atomen im Tropfen.
- Beurteile die Aussage: „In 1 mol Wasser stecken 3 mol Teilchen.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
n(H2O) = 1,7 · 1021 : 6,022 · 1023 mol−1 ≈ 2,8 · 10−3 mol = 0,0028 mol.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
n(H) = 2 · 2,8 · 10−3 mol ≈ 5,6 · 10−3 mol; n(O) = n(H2O) ≈ 2,8 · 10−3 mol.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Aussage ist unvollständig. 1 mol Wasser enthält 1 mol Wassermoleküle, aber 3 mol Atome (2 mol H + 1 mol O). Richtig ist sie nur, wenn mit „Teilchen“ Atome gemeint sind. Deshalb muss man bei Stoffmengen immer die Teilchenart angeben.
