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Reinstoff oder Gemisch?

Klar, farblos, flüssig — und trotzdem ein Gemisch? Hier trainierst du, woran du Reinstoffe und Gemische sicher erkennst.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zu Reinstoffen und Gemischen — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Welche Stoffe sind Reinstoffe?
AFB I

Im Chemieraum und in der Küche findest du diese Stoffe. Welche davon sind Reinstoffe?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Ein Reinstoff hat nur eine Teilchenart. Mineralwasser und Meerwasser enthalten gelöste Stoffe, Apfelsaft besteht aus Wasser, Zucker, Säuren und vielem mehr. Bronze ist ein Gemisch aus Kupfer und Zinn — auch wenn sie wie ein einheitliches Metall aussieht.
Frag dich bei jedem Stoff: Steckt nur ein Stoff darin oder mehrere?
Vier Stoffe sind Reinstoffe. Getränke aus der Natur oder aus dem Laden sind fast immer Gemische.
A2
Lückentext mit Wortbank
AFB I

Setze die Fachbegriffe an die richtige Stelle — zwei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Destilliertes Wasser ist ein , denn es besteht nur aus einer . Bei normalem Luftdruck siedet es immer bei . Leitungswasser enthält zusätzlich gelöste Mineralstoffe, es ist also ein . Seine Eigenschaften hängen von der ab.

„108 °C“ passt nicht: So hoch siedet nur sehr salziges Wasser — destilliertes Wasser siedet bei 100 °C. Der Aggregatzustand sagt nichts darüber, ob ein Stoff rein ist.
Was unterscheidet destilliertes Wasser vom Leitungswasser?
Ein Gemisch hat keine festen Kennwerte — sie hängen davon ab, wie viel von jedem Bestandteil darin ist.
A3
Fachbegriffe verbinden
AFB I

Verbinde jeden Fachbegriff mit seiner Bedeutung.

Beginne mit den beiden Begriffen, bei denen es um Teilchenarten geht.
„Zusammensetzung“ beantwortet die Frage „Wie viel wovon?“.
A4
Teilchenbilder einordnen
AFB II

Jede Kugel steht für ein Teilchen, jede Farbe für eine Teilchenart. Ordne die Teilchenbilder zu.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Reinstoff
2Gemisch
Entscheidend ist nur die Zahl der Teilchenarten — nicht, ob der Stoff fest, flüssig oder gasförmig ist, und nicht, wie viele Teilchen es sind. Ein einziges andersfarbiges Teilchen (Bild 4) macht schon ein Gemisch.
Zähle in jedem Bild die Farben, nicht die Kugeln.
Achte besonders auf Bilder, in denen fast alle Kugeln gleich sind.
A5
Zuckerwasser verdünnen
AFB II

Lena löst 30 g Zucker in 150 g Wasser. Dann gießt sie die Hälfte des Zuckerwassers in ein zweites Glas und gibt dort noch 150 g Wasser dazu.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie schwer ist das Zuckerwasser, bevor Lena es aufteilt? g
  2. Wie viel Zucker ist im zweiten Glas? g
  3. Wie viel Wasser ist im zweiten Glas, nachdem Lena Wasser dazugegeben hat? g
  4. Wie viele Teilchenarten enthält das zweite Glas? Arten
Beim Lösen geht nichts verloren: 30 g + 150 g = 180 g. In jedem Glas ist die Hälfte: 15 g Zucker und 75 g Wasser. Im zweiten Glas sind dann 75 g + 150 g = 225 g Wasser. Die Zusammensetzung hat sich geändert — das Wasser schmeckt weniger süß —, aber es sind immer noch zwei Teilchenarten: Es bleibt ein Gemisch.
Die Masse bleibt beim Lösen erhalten. Beim Aufteilen in zwei gleiche Hälften halbiert sich jeder Bestandteil.
Zugeben von Wasser ändert die Menge — aber kommt dabei eine neue Teilchenart dazu?
Schritt 1: 30 + 150 = 180. Schritt 2: 30 : 2 = 15. Schritt 3: 150 : 2 + 150 = 225. Schritt 4: Zucker und Wasser → 2.
A6
Woraus besteht das Gemisch?
AFB II

Finde zu jedem Gemisch seine Bestandteile.

Decke zwei Karten auf, die zusammengehören. Mit der Tastatur: Tab zur Karte, Enter aufdecken, Pfeiltasten zum Wandern.
Auch Metalle können Gemische sein: Bronze und Stahl sehen einheitlich aus, enthalten aber zwei Teilchenarten. Apfelschorle ist sogar ein Gemisch aus zwei Gemischen.
Zwei der Gemische sind Metalle.
Stahl ist Eisen mit einem kleinen Anteil Kohlenstoff.
A7
Mix: Teilchen im Gemisch
AFB II

Hier brauchst du auch das Teilchenmodell aus 2.1 Das Teilchenmodell. Stimmen die Aussagen?

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Im Teilchenmodell ist ein Gemisch einfach: Mehrere Teilchenarten liegen durcheinander und bewegen sich. Keine Teilchenart verschwindet, keine neue kommt dazu.
Denk an die Regeln des Teilchenmodells: Teilchen bewegen sich immer und verändern sich beim Mischen nicht.
Unsichtbar heißt nicht verschwunden — woran merkst du, dass der Zucker noch da ist?
A8
Fehlersuche im Supermarkt
AFB III

Jana notiert beim Einkaufen, was sie über Reinstoffe und Gemische weiß. Nicht alles stimmt.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Drei typische Denkfehler: „rein“ im Alltag ist nicht „rein“ in der Chemie, Aussehen ist kein Beweis, und gelöste Stoffe verändern die Siedetemperatur.
Drei Sätze sind falsch.
Prüfe jeden Satz: Wird hier mit dem Aussehen oder mit der Werbung argumentiert statt mit Teilchenarten und Kennwerten?
A9
Trickaufgabe: Eis im Wasser
AFB III

In einem Glas mit destilliertem Wasser schwimmen drei Eiswürfel. Die Eiswürfel wurden aus destilliertem Wasser gefroren. Man sieht deutlich zwei Teile: festes Eis und flüssiges Wasser.

Wie viele Teilchenarten enthält das Glas (ohne das Glas selbst)?

Überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Viele antworten 2 und sagen: „Man sieht zwei Teile, also ist es ein Gemisch.“ Aber Eis und Wasser sind derselbe Stoff in zwei Aggregatzuständen. Es gibt nur Wasserteilchen — das Glas enthält einen Reinstoff.
Woraus besteht Eis?
Fest oder flüssig ist ein Aggregatzustand — keine neue Teilchenart.
A10
Was beweist ein Gemisch?
AFB III

Eine klare, farblose Flüssigkeit wird im Labor untersucht. Welche Befunde zeigen sicher, dass sie ein Gemisch ist?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Ein Gemisch verrät sich durch mehrere Teilchenarten oder durch Kennwerte, die sich ändern. Eine gleichbleibende Siedetemperatur spricht für einen Reinstoff — bei 78 °C zum Beispiel für Alkohol (Ethanol). Aussehen und Aggregatzustand beweisen gar nichts. Und: Im Labor wird nie probiert!
Was ist bei einem Gemisch anders als bei einem Reinstoff — bei den Teilchen und bei den Kennwerten?
Eine Temperatur, die beim Sieden gleich bleibt, passt zu einem Reinstoff — egal, wie hoch sie ist.