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Übungen: Donator-Akzeptor-Reaktionen

Zehn Übungen, in denen du bei jeder Reaktion fragst: Wandert ein Proton — oder wandern Elektronen?

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei kniffligen Aufgaben helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Welcher Reaktionstyp?
AFB I

Ordne jede Reaktion einem Typ zu.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Säure-Base
2Redox
3weder noch
Wandert ein H⁺: Säure-Base. Ändert sich die Ladung von Atomen (K → K⁺, Cu²⁺ → Cu): Redox. Lagern sich Ionen nur zu einem Niederschlag zusammen: weder noch.
Ansatz: Vergleiche die Ladungen aller Teilchen vor und nach der Reaktion.
Rechenweg: Taucht H⁺ auf einer Seite neu an einem anderen Teilchen auf? → Säure-Base.
A2
Begriffe verbinden
AFB I

Verbinde jeden Donator- bzw. Akzeptor-Begriff mit seinem Fachnamen.

A3
Stimmt's? — Fünferserie
AFB I

Fünf Aussagen zum Donator-Akzeptor-Prinzip.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Das Prinzip ist dasselbe: Donator gibt ab, Akzeptor nimmt auf — bei Säure-Base Protonen, bei Redox Elektronen.
A4
Rollen verteilen
AFB II

Ist das Teilchen in der angegebenen Reaktion Donator oder Akzeptor? Kreuze an.

Setze die passenden Kreuze. Enter setzt und löscht.
Teilchen (Reaktion)DonatorAkzeptor
HNO₃ (HNO₃ + H₂O ⟶ H₃O⁺ + NO₃⁻)
H₂O (HNO₃ + H₂O ⟶ H₃O⁺ + NO₃⁻)
K (2 K + Br₂ ⟶ 2 KBr)
Br₂ (2 K + Br₂ ⟶ 2 KBr)
H₂O (O²⁻ + H₂O ⟶ 2 OH⁻)
Cu²⁺ (Zn + Cu²⁺ ⟶ Zn²⁺ + Cu)
HNO₃ und das zweite H₂O sind Protonendonatoren, K ist Elektronendonator; H₂O (gegenüber HNO₃) ist Protonenakzeptor, Br₂ und Cu²⁺ sind Elektronenakzeptoren. Wasser ist also je nach Partner Donator oder Akzeptor.
Ansatz: Entscheide zuerst den Reaktionstyp, dann die Richtung.
Rechenweg: Wer verliert ein H⁺ oder Elektronen? Das ist der Donator.
A5
Mix: Korrespondierende Paare
AFB II

Essigsäure reagiert mit Ammoniak: CH₃COOH + NH₃ ⟶ CH₃COO⁻ + NH₄⁺. Baue die beiden Säure-Base-Paare (Kapitel 3) in der Reihenfolge Säure 1 / Base 1, Säure 2 / Base 2.

Setze den Bauplan von links nach rechts zusammen. Ein Klick legt den Baustein auf den nächsten freien Platz, ein Klick im Bauplan legt ihn zurück. Enter funktioniert genauso.
Paar 1: CH₃COOH / CH₃COO⁻, Paar 2: NH₄⁺ / NH₃. Jede Säure unterscheidet sich von ihrer korrespondierenden Base um genau ein Proton — H₃O⁺ und OH⁻ kommen in dieser Reaktion nicht vor.
Ansatz: Säure und korrespondierende Base unterscheiden sich um ein H⁺.
Rechenweg: Aus welchem Teilchen links wird durch Abgabe von H⁺ welches Teilchen rechts?
A6
Fehlersuche im Merkheft
AFB II

Sechs Sätze — drei sind falsch.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Salzbildung allein ist kein Hinweis auf Redox: Entscheidend ist, ob sich Ladungen durch Elektronenübergang ändern.
A7
Paare-Memory
AFB II

Finde die sechs korrespondierenden Paare — drei Säure-Base-Paare und drei Redoxpaare.

Decke zwei Karten auf, die zusammengehören. Mit der Tastatur: Tab zur Karte, Enter aufdecken, Pfeiltasten zum Wandern.
Säure-Base-Paare unterscheiden sich um ein H⁺ (HSO₄⁻/SO₄²⁻), Redoxpaare um Elektronen (Zn/Zn²⁺ um zwei, Fe²⁺/Fe³⁺ um eines, 2 I⁻/I₂ um zwei).
Ansatz: Suche Teilchen, die sich nur um ein H⁺ oder nur in der Ladung unterscheiden.
Rechenweg: Gleiche Atomsorte, andere Ladung → Redoxpaar; ein H mehr oder weniger → Säure-Base-Paar.
A8
Trickaufgabe: Kalium in Wasser
AFB III

Kalium reagiert heftig mit Wasser: 2 K + 2 H₂O ⟶ 2 KOH + H₂. Weil dabei die Base OH⁻ entsteht, halten viele das für eine Säure-Base-Reaktion. Welche Aussagen stimmen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
K ⟶ K⁺ + e⁻: Kalium ändert seine Ladung, also Redox. Die Elektronen landen beim Wasser: 2 H₂O + 2 e⁻ ⟶ H₂ + 2 OH⁻. Dass OH⁻ entsteht, ist eine Folge — kein Proton wandert zu Kalium.
Ansatz: Welche Ladung hat Kalium vorher, welche nachher?
Rechenweg: Woher stammt der Wasserstoff H₂ — aus Protonen, die Elektronen aufgenommen haben?
A9
Branntkalk wird gelöscht
AFB III

Beim „Löschen“ von Branntkalk reagiert Calciumoxid mit Wasser: CaO + H₂O ⟶ Ca(OH)₂. Spiele die Einordnung durch.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Obwohl weder eine Säure im Alltagssinn noch eine Lauge zugegeben wird, ist das Löschen von Kalk eine Säure-Base-Reaktion: Das Oxid-Ion ist die Base.
    Ansatz: Zerlege CaO in seine Ionen.
    Rechenweg: Verfolge ein H⁺ vom Wasser zum Oxid-Ion.
    A10
    Mix: Eisen in Salzsäure
    AFB III

    Eisen reagiert mit Salzsäure: Fe + 2 H₃O⁺ ⟶ Fe²⁺ + H₂ + 2 H₂O. Es werden 1,117 g Eisen vollständig umgesetzt (M(Fe) = 55,85 g/mol, molares Volumen 24 L/mol).

    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. Stoffmenge Eisen mol
    2. Stoffmenge der übertragenen Elektronen mol
    3. Volumen des entstehenden Wasserstoffs L
    n(Fe) = 1,117 g : 55,85 g/mol = 0,02 mol. Jedes Fe gibt 2 Elektronen ab: 0,04 mol e⁻. Je 2 Elektronen entsteht ein H₂: n(H₂) = 0,02 mol, V = 0,02 mol · 24 L/mol = 0,48 L. Obwohl eine Säure beteiligt ist: eine Redoxreaktion.
    Ansatz: n = m : M; aus der Gleichung: 1 Fe gibt 2 e⁻ ab, 1 H₂ entsteht.
    Rechenweg: V = n · 24 L/mol.