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Übungen: Bindungsarten vorhersagen

Zehn Übungen, in denen du Bindungen vorhersagst — und lernst, wann die Faustregel irrt.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen von AFB I bis AFB III: ΔEN bestimmen, Bindungsarten vorhersagen und Vorhersagen mit Stoffeigenschaften prüfen. Halte ein Periodensystem mit EN-Werten bereit.

A1
Welche Bindungsart?
AFB I

Ordne die Stoffe nach der Faustregel ein (unter 0,5 unpolar, 0,5 bis 1,7 polar, über 1,7 ionisch).

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1unpolare Atombindung
2polare Atombindung
3Ionenbindung
Br₂ 0 · CH₄ 0,4 · NCl₃ 0,2 — unpolar. H₂O 1,2 · SO₂ 0,8 · NH₃ 0,8 — polar. NaF 3,1 · LiCl 2,2 · BaO 3,4 − 0,9 = 2,5 — Ionen.
Ansatz: Berechne ΔEN und vergleiche mit 0,5 und 1,7.
Lösungsweg: Ba steht unter Sr in der II. Hauptgruppe und hat die EN 0,9.
A2
Stoff, ΔEN und Bindungsart
AFB I

Verbinde jeden Stoff mit dem passenden ΔEN und der Bindungsart.

Ansatz: Achte auf die Zahl: Zwei Ionenverbindungen unterscheiden sich im ΔEN.
Lösungsweg: K 0,8 · Na 0,9 · O 3,4 · Cl 3,2 · S 2,6.
A3
Stimmt das?
AFB I

Fünf Aussagen zur Vorhersage von Bindungsarten.

5 Aussagen nacheinander: Entscheide jeweils „Stimmt“ oder „Stimmt nicht“. Nach einer falschen Einschätzung startest du mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die ΔEN-Regel sagt die Bindungsart gut voraus — bei Grenzfällen helfen die Stoffeigenschaften.
A4
ΔEN von Calciumchlorid
AFB II

Calciumchlorid CaCl₂ wird im Winter als Streusalz verwendet. Bestimme ΔEN der Ca–Cl-Bindung.

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Mit EN(Cl) = 3,2 und EN(Ca) = 1,0: ΔEN = 2,2 > 1,7 → Ionenbindung. Calciumchlorid besteht aus Ca²⁺- und Cl⁻-Ionen und schmilzt erst bei 772 °C.
Ansatz: Calcium steht in der II. Hauptgruppe, 4. Periode.
Lösungsweg: EN(Ca) = 1,0; EN(Cl) = 3,2.
A5
Von unpolar bis ionisch
AFB II

Ordne die Stoffe nach steigendem ΔEN ihrer Bindung.

Bringe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Iod I₂
2Stickstofftrichlorid NCl₃
3Tetrachlormethan CCl₄
4Wasser H₂O
5Lithiumbromid LiBr
6Caesiumfluorid CsF
I₂ 0 · NCl₃ 0,2 · CCl₄ 0,6 · H₂O 1,2 · LiBr 2,0 · CsF 3,2 — Caesiumfluorid hat den größten EN-Unterschied überhaupt: Cs (0,8) unten links, F (4,0) oben rechts.
Ansatz: Berechne ΔEN für jede Bindung.
Lösungsweg: Cs hat die EN 0,8 (unter Rb).
A6
Regel und Wirklichkeit
AFB II

Setze die zutreffenden Kreuze. Die Spalte „aus Ionen“ beschreibt, was man tatsächlich misst.

Setze die passenden Kreuze. Enter setzt und löscht.
StoffMetall dabeiΔEN über 1,7aus Ionen
NaCl
AlCl₃
HF
LiH
CO₂
MgCl₂
NaCl und MgCl₂ passen zur Regel. AlCl₃ (1,6) sublimiert schon bei 180 °C — ein Molekülstoff trotz Metall. HF (1,8) besteht aus Molekülen. LiH (1,2) ist ein Salz aus Li⁺ und H⁻. Die Regel trifft oft, aber nicht immer.
Ansatz: Die ersten zwei Spalten kannst du nachschlagen und rechnen. Für die dritte gilt: Salze schmelzen hoch, Molekülstoffe niedrig.
Lösungsweg: AlCl₃ sublimiert bei 180 °C, HF siedet bei 19,5 °C, LiH schmilzt erst bei 689 °C.
A7
Fehlersuche im Protokoll
AFB II

Sechs Vorhersagen aus einem Protokoll — drei sind falsch.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Vor dem Rechnen prüfen: Sind Metalle beteiligt? Nach dem Rechnen prüfen: Passt die Vorhersage zu den Eigenschaften?
A8
Trickaufgabe: Gleiches ΔEN, andere Bindung
AFB III

Welche Stoffe bestehen aus Molekülen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
HF und K₂S haben beide ΔEN = 1,8 — trotzdem ist HF ein Molekülstoff (Siedetemperatur 19,5 °C) und K₂S ein Salz (Schmelztemperatur 840 °C). Ob ein Metall beteiligt ist, zählt mit.
Ansatz: Zwei Stoffe mit gleichem ΔEN — worin unterscheiden sie sich?
Lösungsweg: Nichtmetall + Nichtmetall bilden Moleküle, auch bei großem ΔEN.
A9
Mix: Kohlenstoffdioxid und Natriumoxid
AFB III

Verknüpfe Bindungsart (1.3.4), Dipol (1.3.3) und Stoffeigenschaften.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Gleicher Bindungspartner Sauerstoff, völlig andere Stoffe: Das Nichtmetall C bildet Moleküle, das Metall Na ein Ionengitter.
    Ansatz: Rechne ΔEN und denke an das EPA-Modell für CO₂.
    Lösungsweg: EN: C 2,6 · O 3,4 · Na 0,9.
    A10
    Die Aluminiumhalogenide
    AFB III

    Aluminium bildet mit allen Halogenen Verbindungen. Rechne die Kette — sie zeigt, wie ein Stoff vom Salz zum Molekülstoff wird.

    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. ΔEN der Al–F-Bindung
    2. ΔEN der Al–Cl-Bindung
    3. ΔEN der Al–Br-Bindung
    4. ΔEN der Al–I-Bindung
    5. Wie viele der vier Verbindungen sind nach der Faustregel Ionenverbindungen?
    Nur AlF₃ (2,4) liegt über 1,7 — tatsächlich sublimiert es erst bei etwa 1290 °C. AlCl₃ sublimiert schon bei 180 °C, AlBr₃ schmilzt bei 98 °C: Molekülstoffe. Mit sinkendem ΔEN wird die Bindung weniger ionisch.
    Ansatz: EN(Al) = 1,6; die EN der Halogene sinkt von F nach I.
    Lösungsweg: F 4,0 · Cl 3,2 · Br 3,0 · I 2,7.