Ressourcen erkennen, Konkurrenzformen unterscheiden, Versuche deuten — und herausfinden, warum es den einen stärkeren Konkurrenten oft gar nicht gibt.
Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1
Übungsaufgaben
Zehn Übungen zum Klicken, Zuordnen, Rechnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus früheren Unterkapiteln und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.
A1
Begriffe der Konkurrenz
AFB I
Ordnen Sie jedem Begriff die passende Beschreibung zu.
Klicken Sie links einen Eintrag an und dann rechts den passenden — es entsteht eine Verbindungslinie. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, ↑/↓ zum Wandern.
„Intra“ heißt innerhalb, „inter“ zwischen — hier: innerhalb einer Art bzw. zwischen Arten. Interferenzkonkurrenz ist die direkte Form; bei der Ausbeutungskonkurrenz begegnen sich die Konkurrenten oft gar nicht.
Beginnen Sie mit den beiden Vorsilben „intra-“ und „inter-“.
Ein Prinzip beschreibt eine Regel, Koexistenz einen Zustand.
A2
Konkurrenz oder nicht?
AFB I
Geben Sie für jede Beobachtung an, welche Form der Beziehung vorliegt.
Setzen Sie in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Beobachtung
intraspezifische Konkurrenz
interspezifische Konkurrenz
keine Konkurrenz
Rotfüchse verteidigen ihr Revier gegen andere Rotfüchse.
Alte Buchen beschatten junge Fichten im Mischwald.
Zu dicht gesäte Radieschen bleiben klein.
Stare vertreiben Buntspechte aus frisch gezimmerten Bruthöhlen.
Eine Blattlaus saugt Pflanzensaft an einer Rose.
Ein Sperber schlägt eine Amsel.
Konkurrenz setzt eine gemeinsam genutzte, knappe Ressource voraus: Revier, Licht, Nährstoffe, Bruthöhlen. Blattlaus und Rose sowie Sperber und Amsel nutzen keine gemeinsame Ressource — hier nutzt ein Lebewesen das andere selbst.
Fragen Sie: Um welche Ressource geht es — und nutzen beide Partner dieselbe?
Jede Spalte kommt genau zweimal vor.
A3
Worum Wiesenpflanzen konkurrieren
AFB I
Nennen Sie alle Umweltfaktoren, die für Wiesenpflanzen Ressourcen sind, um die sie konkurrieren können.
Mehrere Antworten sind richtig. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Ressourcen werden verbraucht oder besetzt: Was eine Pflanze an Licht, Wasser, Nitrat oder Wurzelraum nutzt, fehlt der Nachbarin. Temperatur und Wind wirken zwar auf die Pflanzen, werden aber durch eine Pflanze nicht weniger für die andere.
Prüfen Sie jeden Faktor: Hat die Nachbarpflanze weniger davon, wenn eine Pflanze ihn nutzt?
Vier Faktoren sind Ressourcen.
A4
Senf im Blumentopf
AFB II
Weißer Senf wurde in gleich großen Töpfen mit verschiedener Saatdichte angezogen. Nach sechs Wochen betrug die Trockenmasse je Pflanze bei 10 Pflanzen je Topf 2,0 g, bei 50 Pflanzen 0,44 g und bei 200 Pflanzen 0,11 g (Modellwerte). Berechnen Sie die Trockenmasse je Topf und die prozentuale Abnahme der Masse je Pflanze.
Rechnen Sie die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
Trockenmasse je Topf bei 10 Pflanzen:g
Trockenmasse je Topf bei 50 Pflanzen:g
Trockenmasse je Topf bei 200 Pflanzen:g
Abnahme der Masse je Pflanze von 10 auf 200 Pflanzen:%
\(10 \cdot 2{,}0\,\text{g} = 20\,\text{g}\), \(50 \cdot 0{,}44\,\text{g} = 22\,\text{g}\), \(200 \cdot 0{,}11\,\text{g} = 22\,\text{g}\); Abnahme \((2{,}0 - 0{,}11) : 2{,}0 = 94{,}5\,\%\). Die Masse je Topf ist durch Licht, Wasser und Nährstoffe begrenzt und bleibt fast gleich — mehr Pflanzen teilen sich dieselben Ressourcen: intraspezifische Konkurrenz.
Masse je Topf = Zahl der Pflanzen · Masse je Pflanze.
Abnahme in % = (alter Wert − neuer Wert) : alter Wert · 100 %.
A5
Wie Arten einander ausweichen
AFB II
Ordnen Sie jedes Beispiel der Art der Konkurrenzvermeidung ein, die es zeigt.
Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1andere Nahrung
2anderer Ort
3andere Zeit
Ausweichen gelingt über die Nahrung selbst (Knospen oder Gras, Mäuse oder Regenwürmer), über den Ort ihrer Nutzung (Bodenschicht, Stamm oder Boden) oder über die Zeit (Tag und Nacht, Frühjahr vor dem Laubaustrieb). Das Buschwindröschen nutzt das Licht, solange die Buchen noch kein Laub tragen.
Fragen Sie: Unterscheidet sich was, wo oder wann genutzt wird?
Jeder Korb bekommt zwei Karten.
A6
Intra- und interspezifisch im Vergleich
AFB II
Vergleichen Sie die beiden Formen der Konkurrenz, indem Sie jedes Merkmal einem Bereich zuweisen.
Ordnen Sie jedes Merkmal einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
1 nur intraspezifisch
2 beide
3 nur interspezifisch
Artgenossen haben identische Ansprüche und gehören zu einer Fortpflanzungsgemeinschaft. Nachteile für beide Seiten und die Abhängigkeit von der Knappheit gelten für jede Konkurrenz. Verdrängen kann nur eine Art die andere — das beschreibt das Konkurrenzausschlussprinzip.
Was gilt nur, wenn die Konkurrenten zur selben Art gehören?
Jeder Bereich bekommt zwei Merkmale.
A7
Schnäbel weichen einander aus
MixAFB II
Auf Galápagos-Inseln, auf denen nur eine der beiden Grundfinken-Arten Geospiza fortis und G. fuliginosa lebt, haben beide ähnlich große Schnäbel. Wo beide zusammen vorkommen, ist der Schnabel von G. fortis deutlich größer als der von G. fuliginosa. Erklären Sie diesen Befund, indem Sie den Lückentext vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.
Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.
Die Schnabelgröße zeigt in jeder Population eine erbliche . Leben beide Arten zusammen, herrscht um mittelgroße Samen starke Konkurrenz. G. fortis-Vögel mit großem und G. fuliginosa-Vögel mit kleinem Schnabel finden mehr Nahrung und haben mehr . Über viele Generationen verschiebt die die Schnabelgrößen auseinander. Diese verringert die Überschneidung der Nahrung und ermöglicht die beider Arten.
Die Verschiebung ist ein Ergebnis natürlicher Selektion: Individuen, die dem Konkurrenten ausweichen, sind im Vorteil. Intraspezifische Konkurrenz erklärt nicht, warum sich gerade die beiden Arten voneinander entfernen, und ein Konkurrenzausschluss findet hier nicht statt.
Denken Sie an die Voraussetzungen der natürlichen Selektion: erbliche Unterschiede und unterschiedlicher Fortpflanzungserfolg.
Die Konkurrenz findet zwischen den beiden Arten statt.
A8
Trickaufgabe: Wer ist der Stärkere?
TrickAFB III
Der Ökologe PARK hielt zwei Mehlkäferarten, Tribolium castaneum und T. confusum, in Mehl unter zwei Klimabedingungen (vereinfachte Befunde): Einzeln halten sich beide Arten unter beiden Bedingungen. Zusammen überlebte bei 34 °C und feuchter Luft in allen Ansätzen nur T. castaneum, bei 24 °C und trockener Luft in allen Ansätzen nur T. confusum. Legen Sie sich bei jeder Frage auf die zutreffende Antwort fest.
Wählen Sie in jedem Menü den passenden Eintrag. Alle Felder müssen stimmen.
Frage
Antwort
Welche Art ist die konkurrenzstärkere?
Was zeigen die Einzelkulturen?
Was ist in einem Speicher mit warm-feuchten und kühl-trockenen Bereichen zu erwarten?
Die Falle: nach „dem Sieger“ zu suchen. Konkurrenzstärke ist keine feste Eigenschaft — sie kehrt sich hier mit dem Klima um. Weil beide Arten allein unter beiden Bedingungen leben, verursacht erst die Konkurrenz das Aussterben. Ein Lebensraum mit verschiedenen Bereichen kann deshalb beiden Arten Platz bieten.
Vergleichen Sie die Ergebnisse der Mischkulturen bei beiden Bedingungen.
Wozu dienen Einzelkulturen in einem Konkurrenzversuch?
A9
Rot gegen Grau
AFB III
In Großbritannien ist das heimische Eichhörnchen aus vielen Regionen verschwunden, seit dort das nordamerikanische Grauhörnchen lebt. Ein Schüler fasst den Fall zusammen. Überprüfen Sie seine Aussagen.
In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Drei Fehler: Konkurrenz braucht keinen Kampf, das Konkurrenzausschlussprinzip sagt Verdrängung statt Koexistenz voraus, und Konkurrenzstärke ist vom Lebensraum abhängig. Zeile 4 beschreibt, warum das Grauhörnchen in Laubwäldern im Vorteil ist.
Welche Form der Konkurrenz kommt ohne direkte Begegnung aus?
Drei Aussagen sind falsch.
A10
Ein Versuch mit Wasserlinsen
AFB III
Zwei Wasserlinsen-Arten, die Kleine Wasserlinse und die Vielwurzelige Teichlinse, bedecken oft gemeinsam die Oberfläche von Teichen. Entwickeln Sie Schritt für Schritt einen Laborversuch, der prüft, ob die beiden Arten miteinander konkurrieren.
Spielen Sie den Weg Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt Sie weiter.
Ein Konkurrenzversuch braucht Einzel- und Mischkulturen unter sonst gleichen Bedingungen, Wiederholungen und einen Zeitverlauf. Zusatzansätze mit verändertem Angebot einzelner Ressourcen zeigen, worum konkurriert wird.
Womit vergleichen Sie das Wachstum in der Mischkultur?
Nur eine Größe darf sich zwischen den Ansätzen unterscheiden.