Fossilien einordnen, Skelette vergleichen, einen Stammbaum der Homininen bauen und Befunde den Hypothesen zur Ausbreitung zuordnen.
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Übungsaufgaben
Zehn Übungen zum Klicken, Zuordnen, Rechnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus früheren Unterkapiteln und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.
A1
Fossilgruppen und ihre Kennzeichen
AFB I
Ordnen Sie jeder Fossilgruppe das passende Kennzeichen zu.
Klicken Sie links einen Eintrag an und dann rechts den passenden — es entsteht eine Verbindungslinie. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, ↑/↓ zum Wandern.
Die Reihenfolge der Kennzeichen spiegelt den Verlauf: zuerst aufrechter Gang bei kleinem Gehirn (Australopithecus), dann größere Gehirne und Werkzeuge (Homo), schließlich die Ausbreitung über Afrika hinaus.
Achten Sie auf zwei Merkmale: aufrechter Gang und Gehirngröße.
Nur eine der Gruppen lebt heute noch; eine ist nur durch einen Schädel bekannt.
A2
Mensch oder Schimpanse?
AFB I
Geben Sie für jedes Skelettmerkmal an, ob es für den Menschen oder für den Schimpansen typisch ist.
Setzen Sie in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Merkmal
Mensch
Schimpanse
Hinterhauptsloch mittig unter dem Schädel
U-förmiger Zahnbogen mit Lücke vor den großen Eckzähnen
kurzes, breites, schüsselförmiges Becken
große Zehe abgespreizt und greiffähig
doppelt-S-förmig geschwungene Wirbelsäule
Arme länger als Beine
Die Merkmale des Menschen hängen fast alle mit dem aufrechten Gang zusammen: Der Kopf balanciert auf der Wirbelsäule, das Becken trägt die Eingeweide, der Fuß wird zum Standfuß. Das Schimpansen-Skelett ist an Klettern und Knöchelgang angepasst.
Fragen Sie: Hilft das Merkmal beim Gehen auf zwei Beinen?
Drei Merkmale gehören zum Menschen.
A3
Wer trat wann auf?
AFB I
Nennen Sie die Homininen in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens — die älteste Gruppe zuerst.
Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Sahelanthropus tchadensis
2Australopithecus afarensis
3Homo habilis
4Homo erectus
5Neandertaler
6Homo sapiens
Etwa 7 Mio., 3,9–2,9 Mio., 2,4 Mio., 1,9 Mio., 400 000 und 300 000 Jahre. Neandertaler und Homo sapiens lebten lange nebeneinander — der Stammbaum ist keine Leiter.
Die Gattung Australopithecus ist älter als die Gattung Homo.
Der Neandertaler tritt etwas früher auf als Homo sapiens, starb aber vor ihm aus.
A4
Ein Fossil datieren
AFB II
In Ostafrika liegen Fossilien oft zwischen Schichten vulkanischer Asche. Erläutern Sie, wie ihr Alter bestimmt wird, indem Sie den Lückentext vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.
Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.
Ein Knochen wird nur dann zum Fossil, wenn er rasch von bedeckt wird. Vulkanische Asche enthält Minerale mit Isotopen, deren Zerfall mit bekannter Halbwertszeit abläuft. Aus dem Verhältnis von Ausgangs- und Zerfallsprodukt ergibt sich das Alter der Ascheschicht. Eine Schicht unter dem Fossil liefert sein , eine Schicht darüber sein . Das Fossil selbst wird also nur datiert. Weil die meisten Knochen vorher zerfallen, sind Fossilien und die Überlieferung ist lückenhaft.
Ältere Schichten liegen unten. Das Fossil ist jünger als die Asche darunter und älter als die Asche darüber — so entsteht eine Zeitspanne, kein exakter Wert.
Ältere Schichten liegen weiter unten.
Nur radioaktive Isotope zerfallen mit einer festen Halbwertszeit.
A5
Neue Befunde einordnen
AFB II
Ordnen Sie jeden Befund der Aussage zu, die er am stärksten stützt.
Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Ursprung in Afrika und Ersatz
2regionale Kontinuität
3Einkreuzung archaischer Menschen
Tiefe Linien und größte Vielfalt in Afrika sowie das plötzliche Auftreten moderner Menschen sprechen für Ursprung und Ersatz. Lang anhaltende regionale Merkmale sind das klassische Argument der multiregionalen Hypothese. Übernommene Allele belegen Einkreuzung.
Wo liegen die ältesten Äste eines Stammbaums?
Zwei Befunde nennen Gene, die aus einer anderen Menschenform stammen.
A6
Zwei Hypothesen vergleichen
AFB II
Vergleichen Sie die beiden klassischen Hypothesen, indem Sie jede Aussage einordnen.
Ordnen Sie jedes Merkmal einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
1 nur Out-of-Africa
2 beide
3 nur multiregional
Beide Hypothesen setzen die frühe Auswanderung von Homo erectus voraus und betrachten die heutigen Menschen als eine Art. Sie unterscheiden sich im Ort der Entstehung des modernen Menschen und in der Rolle der alten Populationen außerhalb Afrikas.
Beide Hypothesen beginnen mit derselben ersten Auswanderung.
Zwei Aussagen gehören in die Mitte.
A7
Verwandtschaft in Zahlen
MixAFB II
Die Befunde zur Herkunft des Menschen stützen sich auf Methoden aus früheren Unterkapiteln. Deuten Sie die folgenden Aussagen.
5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann starten Sie die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5
Molekulare Uhr und Sequenzvergleich (4.1.2), Gründereffekt (4.2.3) und Artbegriff (4.2.5) sind die Werkzeuge, mit denen die Herkunft des Menschen untersucht wird.
Denken Sie an Sequenzvergleich, Gendrift und den biologischen Artbegriff.
Zwei Aussagen sind falsch.
A8
Ein Referat über Lucy
AFB III
Eine Schülerin hat Stichpunkte für ein Referat notiert. Überprüfen Sie ihre Aussagen.
In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Typische Fehlvorstellungen: eine lineare Abstammungsreihe, Gehirn vor Gang und jedes Fossil als direkter Vorfahr.
Welche Eigenschaft tritt im Fossilbericht zuerst auf: aufrechter Gang oder großes Gehirn?
Drei Aussagen sind falsch.
A9
Einen Stammbaum der Homininen rekonstruieren
AFB III
Gegeben sind Gorilla, Schimpanse, Australopithecus afarensis, Homo erectus und Homo sapiens. Entwickeln Sie schrittweise einen Stammbaum auf der Grundlage morphologischer Merkmale.
Spielen Sie den Weg Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt Sie weiter.
Stammbäume beruhen auf gemeinsamen abgeleiteten Merkmalen; ursprüngliche Merkmale, die auch die Außengruppe besitzt, sagen über die Gruppierung innerhalb nichts aus.
Ein Merkmal, das auch die Außengruppe hat, ist ursprünglich.
Suchen Sie für jede Verzweigung ein neues, gemeinsam erworbenes Merkmal.
A10
Trickaufgabe: Gleich nah verwandt?
TrickAFB III
Mensch und Schimpanse haben einen gemeinsamen Vorfahren, der vor etwa 6–7 Mio. Jahren lebte; die Linie des Gorillas trennte sich noch früher ab. Beurteilen Sie, welche Aussagen daraus folgen.
Mehrere Antworten sind richtig. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Die Falle: Weil Schimpanse und Gorilla sich äußerlich ähneln, wirken sie wie eine Gruppe. Verwandtschaft richtet sich aber nach dem Zeitpunkt der Trennung: Mensch und Schimpanse teilen einen jüngeren Vorfahren; mit dem Gorilla sind beide gleich weit verwandt. Heutige Arten sind keine Vorstufen anderer heutiger Arten.
Verwandtschaft misst man am letzten gemeinsamen Vorfahren, nicht an der äußeren Ähnlichkeit.