Zehn Übungen zur Selektion — mit Kettlewells Messwerten und gebänderten Schnecken.
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Übungsaufgaben
Zehn interaktive Übungen zur Selektion — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.
A1
Begriffe zur Selektion
AFB I
Verbinde die Begriffe mit ihrer Bedeutung.
Klicke links einen Eintrag an und dann rechts den passenden — es entsteht eine Verbindungslinie. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, ↑/↓ zum Wandern.
Beim Birkenspanner hängen alle fünf Begriffe zusammen.
„Melas“ ist griechisch für „schwarz“.
Ein Faktor ist eine Ursache aus der Umwelt.
A2
Vor und nach der Industrialisierung
AFB I
Ordne die Beobachtungen zu.
Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1vor 1850
2um 1900 bei Manchester
3nach 1960
Die Häufigkeit der Formen folgt der Farbe der Stämme — mit einigen Generationen Verzögerung.
Ruß kam mit den Fabriken.
Nach 1956 wurde die Luft sauberer.
A3
Lückentext Birkenspanner
AFB I
Setze ein — ein Wort bleibt übrig.
Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.
Die dunkle Form des Birkenspanners entstand durch eine . Auf rußigen Stämmen war sie besser . fraßen deshalb mehr helle Falter. Die dunklen Falter hatten mehr , sodass ihr Anteil in der stieg.
„Umfärbung“ bleibt übrig: Kein Falter hat seine Farbe im Leben gewechselt.
Wer frisst die Falter?
Eine Population ist die Gesamtheit einer Art in einem Gebiet.
A4
Kettlewells Versuch
AFB II
Bernard Kettlewell ließ 1953 in einem rußigen Wald bei Birmingham markierte Falter frei und fing einige Tage später wieder:
freigelassen
wiedergefangen
hell
64
16
dunkel
154
82
Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
Wiederfangrate der hellen Falter (in %)%
Wiederfangrate der dunklen Falter (in %, gerundet)%
Wievielmal so hoch ist die Rate der dunklen (auf eine Nachkommastelle)?
Hell: 16 : 64 = 25 %, dunkel: 82 : 154 ≈ 53 % — etwa doppelt so viele dunkle Falter überlebten im Rußwald.
1955 wiederholte Kettlewell den Versuch in einem sauberen Wald in Dorset: Von 496 hellen wurden 62 wiedergefangen (12,5 %), von 473 dunklen 30 (6,3 %). Welche Aussagen stimmen?
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Zwei Wälder, zwei entgegengesetzte Ergebnisse: Genau das erwartet man, wenn Vögel als Selektionsfaktor nach Sicht jagen.
Vergleiche 12,5 % mit 6,3 %.
Welche Form ist auf hellem Stamm getarnt?
A6
Wer ist wo gefährdet?
AFB II
Entscheide, welche Falterform in welcher Lage eher gefressen wird.
Setze in jeder Zeile ein Kreuz bei der Form, die stärker gefährdet ist.
Aussage
helle Form
dunkle Form
ruht auf einem rußgeschwärzten Stamm
ruht auf einer hellen, flechtenbewachsenen Birke
ruht auf einer hellen Hauswand in einer sauberen Stadt
ruht auf einem dunklen, feuchten Kiefernstamm
Gefressen wird, wer auffällt — der Kontrast zum Untergrund entscheidet.
Wer fällt auf dem jeweiligen Untergrund auf?
Hell auf dunkel und dunkel auf hell fallen auf.
A7
Selektion in Schritten
AFB II
Bringe die Erklärung der Zunahme dunkler Falter in die richtige Reihenfolge.
Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Durch Mutation entsteht die dunkle Form.
2Ruß schwärzt die Baumstämme.
3Vögel entdecken helle Falter auf dem dunklen Stamm leichter.
4Dunkle Falter überleben häufiger und haben mehr Nachkommen.
5Die Nachkommen erben die dunkle Färbung.
6Der Anteil dunkler Falter steigt über viele Generationen.
Die Mutation war zuerst da — die Umweltänderung hat sie nur vorteilhaft gemacht.
Was muss es geben, bevor Selektion wirken kann?
Am Ende steht die veränderte Population.
A8
Mix: Tarnung und Artbegriff
AFB III
Hier geht es auch um 1.2.3 Die biologische Art. Helle und dunkle Birkenspanner paaren sich miteinander, die Nachkommen sind fruchtbar. Welche Aussagen stimmen?
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Die Färbung ist ein Merkmal, das innerhalb der Art variiert — wie Fellfarben bei Hunden.
Entstehen fruchtbare Nachkommen?
Aussehen allein entscheidet nicht über die Art.
A9
Trickaufgabe: Die gezielte Mutation
AFB III
Tom schreibt: „Weil die Stämme dunkel wurden, mutierten die Falter zur dunklen Form, um sich zu tarnen.“ Überprüfe den Satz.
In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Die Falle: Die Umwelt löst nicht die passende Mutation aus. Sie entscheidet nur, welche vorhandene Variante sich durchsetzt.
Zwei Zeilen sind falsch.
Woher kommt die dunkle Form — und hat sie ein Ziel?
A10
Schnecken und Drosseln
AFB III
Die Schnirkelschnecke kommt mit gelbem oder braunem, gebändertem oder ungebändertem Haus vor. Singdrosseln zerschlagen Schnecken an Steinen. Unter den Schalenresten zählt man (Beispieldaten):
Lebensraum
gebändert (Anteil an Resten)
ungebändert (Anteil an Resten)
Wiese mit Grashalmen
30 %
70 %
einheitlicher Buchen-Laubboden
65 %
35 %
In beiden Lebensräumen kamen gleich viele gebänderte und ungebänderte Schnecken vor. Welche Aussagen lassen sich ableiten?
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Streifige Grashalme tarnen gebänderte Häuser, einheitlicher Laubboden die ungebänderten — das gleiche Prinzip wie beim Birkenspanner, aber mit anderem Untergrund.